Vor nicht ganz vier Jahren hab ich dieses kleine Menschlein zum ersten Mal gestillt, und hätte mir jemand gesagt, daß ich heute noch stillen werde dann hätte ich ihm den Vogel gezeigt. Wie oft habe ich mir in den letzten Monaten, wenn auch nur in einzelnen und kurzen Momenten ein Ende dieser Stillbeziehung gewünscht. Einfach weil ich dachte es muss jetzt bald mal reichen. Gar nicht wegen dem "was andere denken" diese Gedanken hab ich lange hinter mir gelassen, vielmehr wegen eigenem, manchmal aufkeimenden Unbehagen...warum auch immer kam immer wieder.
Wie sehr hab ich mir manhcmal in der SS mit unserer Kleinen gewünscht dass er aufhört zu stillen, und doch hat mich auch das Tandemstillen gereizt und was soll ich sagen: Es hat alle meine Erwartungen bei weitem übertroffen...ich liebe es!
Und heute: Ich spiele mit ihm, merke er ist müde und ich frage ihn ob er stillen will zum Einschlafen...ja sagend, wie immer, klettert er auf unseren Stillsessel und ich lege ihn an...muss nochmal kurz aufstehen und als ich zurückkomme sagt er: Nein Mama nicht stillen, einfach nur kuscheln

und dann: Mama trag mich ins Bett...und dort angekommen: Kannst gehen Mama ich kann alleine schlafen

und was mach ich Glucke sobald er eingeschlafen ist kuschel ich mich zu ihm grab meine Nase in seine Locken (wie oft hab ich das in den letzten Jahren beim Stillen gemacht..) und könnte weinen weil mein kleiner Zwerg (und er war wirklich ein 45cm 2,10kg Zwetschkenkrampus) diesen Schritt gemacht hat. Und ich frage mich: Ist mein Bedürfnis gestillt? Ist das jetzt wirklich das Ende unserer wunderschönen, manchmal harten, aber immer sehr intensiven Stillzeit? Bin ich bald keine Tandemstillmama mehr und wie wird sich unsere Beziehung verändern...
...ich fühle mich vorzeitig abgestillt und das fühlt sich nicht gut an

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