Mag deine Einstellung total und du hast Recht. Meinte ja in einem meiner ersten Beiträge auch, Islam ist Islam und wird halt meist noch zusätzlich durch die jeweiligen Traditionen unterschiedlich ausgelegt....
Binational
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Ziana
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Re: Binational
@Inselkind:
Mag deine Einstellung total und du hast Recht. Meinte ja in einem meiner ersten Beiträge auch, Islam ist Islam und wird halt meist noch zusätzlich durch die jeweiligen Traditionen unterschiedlich ausgelegt....
Mag deine Einstellung total und du hast Recht. Meinte ja in einem meiner ersten Beiträge auch, Islam ist Islam und wird halt meist noch zusätzlich durch die jeweiligen Traditionen unterschiedlich ausgelegt....
Malia 04/09 und Yanel Malik 08/11!
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asujakin
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Re: Binational
Ich habe die anderen Beiträge jetzt nicht gelesen...
Wir sind zumindest vom Blut her sehr international.
Bei mir:
Meine Oma war Black Foot Cherokee Indianerin
Mein Opa Ire, der in die USA auswanderte
Mein Vater somit gebürtiger Amerikaner
Meine Mutter Deutsche (mit Russischem Opa)
Bei meinem Mann sind alle schwäbisch, aber sein Opa war ein Asiate (wir vermuten Japaner) - somit sieht er "anders" aus.
Vom Pass her ist er deutsch (logisch) und ich habe sowohl die deutsche, als auch die Amerikanische Staatsbürgerschaft (voll). Ich versuche den Kleinen zweisprachig aufzuziehen, was garnicht sooo einfach ist, aber wir werden sehen, wieviel davon hängen bleibt, wenn er mal groß ist.
Unsere Familie ist generell SEHR multikulti. Meine amerikanische Familie ist SEHR groß und die haben in alle Richtungen "eingeheiratet". Da gibt's dann einen griechischen Onkel (der allen immerwieder griechische Wörter beibringt usw) oder eine Tante aus Peru, die soooo lecker kochen kann usw. Achja - meine beiden kleineren Geschwister haben eine japanische Mutter
Von der Religion her... mhh... mein Mann ist katholisch, ich evanglisch - meine Mutter ist Wicca (Hohepriesterin). Das ist eine "Naturreligion". Wir (und natürlich der Zwerg) bekommen da sehr viel mit, sind auch mal auf Ritualen eingeladen und so. Es ist sehr interessant und schön.
Ich würde sagen, der Zwerg wächst schon sehr international auf, zumal wir versuchen werden, ihm soviel wie möglich zu erklären (so wie es bei mir war)... über die "echten" (!) Indianer (nicht so wie in den Kinderbüchern halt), über Einwanderer aus Irland und und und. Ich finde wichtig, dass er viel über andere Kulturen und Religionen lernt. Er darf dann ruhig auch mal mit unseren Bekannten (jüdische Familie) in die Synagoge oder in die Moschee oder oder oder. Er soll sich alles anschauen und später selbst entscheiden, wo ihn sein Weg hinführen wird.
Gruß
asu
Wir sind zumindest vom Blut her sehr international.
Bei mir:
Meine Oma war Black Foot Cherokee Indianerin
Mein Opa Ire, der in die USA auswanderte
Mein Vater somit gebürtiger Amerikaner
Meine Mutter Deutsche (mit Russischem Opa)
Bei meinem Mann sind alle schwäbisch, aber sein Opa war ein Asiate (wir vermuten Japaner) - somit sieht er "anders" aus.
Vom Pass her ist er deutsch (logisch) und ich habe sowohl die deutsche, als auch die Amerikanische Staatsbürgerschaft (voll). Ich versuche den Kleinen zweisprachig aufzuziehen, was garnicht sooo einfach ist, aber wir werden sehen, wieviel davon hängen bleibt, wenn er mal groß ist.
Unsere Familie ist generell SEHR multikulti. Meine amerikanische Familie ist SEHR groß und die haben in alle Richtungen "eingeheiratet". Da gibt's dann einen griechischen Onkel (der allen immerwieder griechische Wörter beibringt usw) oder eine Tante aus Peru, die soooo lecker kochen kann usw. Achja - meine beiden kleineren Geschwister haben eine japanische Mutter
Von der Religion her... mhh... mein Mann ist katholisch, ich evanglisch - meine Mutter ist Wicca (Hohepriesterin). Das ist eine "Naturreligion". Wir (und natürlich der Zwerg) bekommen da sehr viel mit, sind auch mal auf Ritualen eingeladen und so. Es ist sehr interessant und schön.
Ich würde sagen, der Zwerg wächst schon sehr international auf, zumal wir versuchen werden, ihm soviel wie möglich zu erklären (so wie es bei mir war)... über die "echten" (!) Indianer (nicht so wie in den Kinderbüchern halt), über Einwanderer aus Irland und und und. Ich finde wichtig, dass er viel über andere Kulturen und Religionen lernt. Er darf dann ruhig auch mal mit unseren Bekannten (jüdische Familie) in die Synagoge oder in die Moschee oder oder oder. Er soll sich alles anschauen und später selbst entscheiden, wo ihn sein Weg hinführen wird.
Gruß
asu
- milkshake
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Re: Binational
@asujakin
ich finde deine "geschichte" so schön!
sie zeigt mal wieder, wie "grenzenlos" die liebe ist.
bist du AE oder lebst du mit deinem mann zusammen? weil du erwähntest, daß die zweisprachigkeit schwierig ist. ich hatte damals (bin AE) auch versucht, meine tochter zweisprachig (englisch-deutsch) zu "erziehen", hatte dann aber mit 1,5 jahren wieder aufgehört, weil sich ihre deutsche sprachentwicklung nicht richtig entwickelte. nun spricht sie perfektes kinder-deutsch und das englische ging verloren.
seit diesem sommer (da haben wir den papa in den usa besucht) spreche ich aber wieder englisch mit ihr, und sie ist sehr interessiert. allerdings antwortet sie grundsätzlich auf deutsch - was natürlich ok ist. ich bin aber erstaunt, wieviel sie doch schon (wieder) versteht.
wie genau macht ihr das? sprichst du immer englisch mit ihm oder nur zuhause? oder dein mann?....
LG whoopsy
ich finde deine "geschichte" so schön!
bist du AE oder lebst du mit deinem mann zusammen? weil du erwähntest, daß die zweisprachigkeit schwierig ist. ich hatte damals (bin AE) auch versucht, meine tochter zweisprachig (englisch-deutsch) zu "erziehen", hatte dann aber mit 1,5 jahren wieder aufgehört, weil sich ihre deutsche sprachentwicklung nicht richtig entwickelte. nun spricht sie perfektes kinder-deutsch und das englische ging verloren.
wie genau macht ihr das? sprichst du immer englisch mit ihm oder nur zuhause? oder dein mann?....
LG whoopsy
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asujakin
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Re: Binational
Wir leben in Deutschland (Schwobaländle *hihi*)
Ja, ich bin AE - Familie lebt in Baltimore.
Ich versuuuuche mit ihm Englisch zu reden, wir haben (für später) auch die Kinderfilme auf Englisch hier, haben englische Kinderbücher usw. Aber ich halte es nicht immer ein, wenn ich ehrlich bin... Ich hoffe, dass halt irgendwas hängen bleibt
Ja, ich bin AE - Familie lebt in Baltimore.
Ich versuuuuche mit ihm Englisch zu reden, wir haben (für später) auch die Kinderfilme auf Englisch hier, haben englische Kinderbücher usw. Aber ich halte es nicht immer ein, wenn ich ehrlich bin... Ich hoffe, dass halt irgendwas hängen bleibt
- milkshake
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Re: Binational
ach ja, jetzt sehe ich erst daß er erst 7 monate alt ist *lach* da spricht er ja noch nicht so viel
meine empehlung: versuche es durchzuhalten! ich habe ja, wie gesagt, eine lange pause von jetzt über 2 jahren so daß meine tochter kein englisch spricht. aber ihr interesse ist durch den usa-besuch wieder geweckt, so daß ich jetzt wieder englisch im alltag mit ihr spreche.!
meine empehlung: versuche es durchzuhalten! ich habe ja, wie gesagt, eine lange pause von jetzt über 2 jahren so daß meine tochter kein englisch spricht. aber ihr interesse ist durch den usa-besuch wieder geweckt, so daß ich jetzt wieder englisch im alltag mit ihr spreche.!
- ellaundbo
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Binational
neee asu, du bist doch nicht alleinerziehend (AE), oder???? hab doch gerade 'nen beitrag von dir gelesen, das du und dein mann das nächste kind planen? *fragendguck*asujakin hat geschrieben:Wir leben in Deutschland (Schwobaländle *hihi*)
Ja, ich bin AE - Familie lebt in Baltimore.
Ich versuuuuche mit ihm Englisch zu reden, wir haben (für später) auch die Kinderfilme auf Englisch hier, haben englische Kinderbücher usw. Aber ich halte es nicht immer ein, wenn ich ehrlich bin... Ich hoffe, dass halt irgendwas hängen bleibt
zum thema:
wir sind auch binational, afrikanisch-deutsch. er ist moslem, ich bin religionsfrei. was unsere religionen bzw. die nicht vorhandene religion meinerseits betrifft hatten wir nie probleme, kulturell prallen manchmal welten aufeinander.
oops! muss weg, kind ruft!
-
EhUKr
Re: Binational
Wir sind auch binational, Schweiz-Ghana mit Wohnort Ghana (seit vier Jahren, davor Schweiz). Wir sind beide Atheisten, die Verwandtschaft ist z.T. christlich, z.T. moslemisch.
Zum Thema Aufenthalt: Es ist nun mal nach internationalem Recht so, dass das Kind bei einer Trennung der Eltern in dem Land bleiben, in welchem ihr normaler Aufenthaltsort liegt, es sei denn, der ausländische Ehepartner kriegt von einem Gericht das alleinige Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrecht zugesprochen. Dies sollte man sich bewusst machen, wenn man sich entscheidet, mit Kindern auszuwandern oder Kinder im Ausland zu kriegen. Wichtig finde ich auch, sich mit dem Familienrecht des Heimatlandes des Mannes ein bisschen vertraut zu machen, um z.B. zu sehen, wem normalerweise die elterliche Sorge zugesprochen wird nach einer Trennung oder ob es die Möglichkeit gibt, im Ehevertrag die gemeinsame elterliche Sorge nach einer Scheidung festzulegen. Zudem ist es wichtig, sich zu informieren, ob ein von Ehepartner unabhängige Aufenthaltsbewilligung möglich ist. Sonst kann es nämlich dazu kommen, dass dem Ehepartner nach der Scheidung die Kinder zugesprochen werden und man selbst keine Aufenthaltsbewilligung mehr kriegt, weil diese ja an die Ehe gekoppelt ist. Natürlich möchte man sich mit diesen Fragen nicht auseinandersetzen, vorallem nicht dann, wenn ma euphorisch eine Auswanderung oder Kinder plant, dennoch finde ich es wichtig.
Kiri
Zum Thema Aufenthalt: Es ist nun mal nach internationalem Recht so, dass das Kind bei einer Trennung der Eltern in dem Land bleiben, in welchem ihr normaler Aufenthaltsort liegt, es sei denn, der ausländische Ehepartner kriegt von einem Gericht das alleinige Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrecht zugesprochen. Dies sollte man sich bewusst machen, wenn man sich entscheidet, mit Kindern auszuwandern oder Kinder im Ausland zu kriegen. Wichtig finde ich auch, sich mit dem Familienrecht des Heimatlandes des Mannes ein bisschen vertraut zu machen, um z.B. zu sehen, wem normalerweise die elterliche Sorge zugesprochen wird nach einer Trennung oder ob es die Möglichkeit gibt, im Ehevertrag die gemeinsame elterliche Sorge nach einer Scheidung festzulegen. Zudem ist es wichtig, sich zu informieren, ob ein von Ehepartner unabhängige Aufenthaltsbewilligung möglich ist. Sonst kann es nämlich dazu kommen, dass dem Ehepartner nach der Scheidung die Kinder zugesprochen werden und man selbst keine Aufenthaltsbewilligung mehr kriegt, weil diese ja an die Ehe gekoppelt ist. Natürlich möchte man sich mit diesen Fragen nicht auseinandersetzen, vorallem nicht dann, wenn ma euphorisch eine Auswanderung oder Kinder plant, dennoch finde ich es wichtig.
Kiri
- milkshake
- alter SuT-Hase
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Re: Binational
@kiri
ich mag deine beiträge immer sehr
wie sieht es denn in ghana aus? würdet ihr euch das sorgerecht im falle einer trennung teilen? und dürftest du unabhängig von deinem mann dort leben?
das war ja einer der gründe, warum ich damals in der schwangerschaft die usa verlassen hatte (unsere situation war so ungeklärt und überhaupt...)....
ich mag deine beiträge immer sehr
wie sieht es denn in ghana aus? würdet ihr euch das sorgerecht im falle einer trennung teilen? und dürftest du unabhängig von deinem mann dort leben?
das war ja einer der gründe, warum ich damals in der schwangerschaft die usa verlassen hatte (unsere situation war so ungeklärt und überhaupt...)....
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asujakin
- Power-SuTler
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Re: Binational
Verwirrend alles, was?!
- coccolone
- Dipl.-SuT
- Beiträge: 5304
- Registriert: 13.04.2007, 18:12
- Wohnort: home is where the ❤ is
Re: Binational
Sehr schoen geschrieben, danke Kiri!Kiri hat geschrieben:Zum Thema Aufenthalt: Es ist nun mal nach internationalem Recht so, dass das Kind bei einer Trennung der Eltern in dem Land bleiben, in welchem ihr normaler Aufenthaltsort liegt, es sei denn, der ausländische Ehepartner kriegt von einem Gericht das alleinige Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrecht zugesprochen. Dies sollte man sich bewusst machen, wenn man sich entscheidet, mit Kindern auszuwandern oder Kinder im Ausland zu kriegen. Wichtig finde ich auch, sich mit dem Familienrecht des Heimatlandes des Mannes ein bisschen vertraut zu machen, um z.B. zu sehen, wem normalerweise die elterliche Sorge zugesprochen wird nach einer Trennung oder ob es die Möglichkeit gibt, im Ehevertrag die gemeinsame elterliche Sorge nach einer Scheidung festzulegen. Zudem ist es wichtig, sich zu informieren, ob ein von Ehepartner unabhängige Aufenthaltsbewilligung möglich ist. Sonst kann es nämlich dazu kommen, dass dem Ehepartner nach der Scheidung die Kinder zugesprochen werden und man selbst keine Aufenthaltsbewilligung mehr kriegt, weil diese ja an die Ehe gekoppelt ist. Natürlich möchte man sich mit diesen Fragen nicht auseinandersetzen, vorallem nicht dann, wenn ma euphorisch eine Auswanderung oder Kinder plant, dennoch finde ich es wichtig.
Ich weiss, dass es bei mir im Falle einer Trennung so waere, dass ich zwar schon in UK bleiben wollen wuerde (ist halt mittlerweile meine zweite Heimat). Aber realistisch gesehen, waere es fuer mich als theoretische AE in D einfacher, da ich dort die Unterstuetzung meiner Familie haette. Ansonsten stimme ich deinem Beitrag komplett zu!
"You can't start a new chapter in your life, if you keep re-reading the last one."
