Stillkrise - Einschlafstillen und Dauernuckeln

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Eulalia
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Re: Stillkrise - Einschlafstillen und Dauernuckeln

Beitrag von Eulalia »

Oh, danke, Tata! :)
Eulalia
hat viel zu erzählen
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Re: Stillkrise - Einschlafstillen und Dauernuckeln

Beitrag von Eulalia »

Ich mal wieder...

Ich fühl mich grad wie die schlechteste Mama der Welt. Versagerin!
Warum?
Ich war gestern Abend mal wieder völlig verzweifelt wegen Lauras Schlafverhalten. Sie geht zwar momentan super gut ins Bett (einschlafgestillt, aber innerhalb von 5 Minuten im Land der Träume). Aber sie wacht halt immer noch oft auf. Gestern war's mal wieder um kurz vor 23 Uhr (19 Uhr Schlafenszeit). Wenn sie zum ersten Mal aufwacht und ich noch nicht im Bett bin, versuche ich oft sie ohne Stillen wieder "einzuschläfern". Meist trag ich sie dann rum und leg sie schlafend ins Bett. Hab ich gestern wieder versucht, ging aber nicht. Kind wollte trinken. Also hab ich sie gelassen und nachdem sie dadurch nicht eingeschlafen war, wieder rumgetragen. Soweit, so gut.
Ich bin dann kurze Zeit später auch ins Bett und *tadaaaaa*, Kind war schon wieder wach. Nachdem sie ja kurz vorher getrunken hatte, konnte es kein Hunger sein. Also hab ich beschlossen, sie nicht trinken zu lassen. Hab sie rumgetragen, beruhigend auf die eingeredet, gesungen, hab ihr das Fläschchen mit Wasser angeboten (bin dazu aus dem Schlafzimmer ins Kinderzimmer gewechselt, damit mein Mann schlafen kann). Fast zwei Stunden hab ich sie rumgetragen. Immer wieder fiel sie in den Schlaf, aber nie tief genug, um sie ablegen zu können. Um halb zwei Uhr hab ich dann aufgegeben. Bin wieder mit Kind ins Bett gekrabbel, hab sie trinken lassen (inzwischen hatte wieder richtig Hunger und hat gierig getrunken) und hab geheult. Ich Versager! Ich schaff es nicht mal, mein Kind zum Schlafen zu bringen.
Hätte ich weitermachen sollen? Hat Laura jetzt "gewonnen"? Wird sie nie alleine einschlafen oder durchschlafen können?
Ich weiß, die Antwort auf diese Fragen ist ganz klar "nein", aber gefühlt ist sie "ja".

Es ist inzwischen ja so, dass Laura nachts nach dem Trinken "freiwillig" abdockt und dann ohne Brust einschläft. Bzw. sich in den Schlaf kämpft. Man merkt richtig, wie sie einschlafen will und es aber manchmal noch nicht so richtig schafft. Dann muss sie z.T. doch nochmal kurz nuckeln. Aber oft schafft sie es auch so. Aber sie muss halt vorher ein bisschen trinken. Ganz ohne geht es einfach (noch) nicht. Aber ich denke, dass sie den Schritt auch noch alleine gehen wird, nachdem sie den ersten Schritt alleine geschafft hat. Ich muss also Geduld haben.

Ich muss Vertrauen in mein Kind haben. Sie wird es lernen. Ganz alleine.

Trotzdem fühl ich mich wie ein Versager. Weil ich sie heute Nacht so gequält habe. Und es nix gebracht hat. Gut, ich kann ja nicht erwarten, dass sie gleich auf meine "Spinnerei" einsteigt. Aber sie kann ja auf dem Arm einschlafen. Das ist ja nix Neues. Hätte ja klappen können. Hat's aber nicht. Debakel. Mama-Versager.
:cry:
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tata
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Re: Stillkrise - Einschlafstillen und Dauernuckeln

Beitrag von tata »

:shock: Stopp! Moment mal :shock:
Du machst Dir so viele Gedanken, wie Ihr eure Bedürfnisse angleichen könnt, und gibst Dir solche Mühe Dich selbst (trotz :roll: Mann) hinten an zu stellen! Für Dein Kind bist Du die beste Mama der Welt!
Und wer weiß, was das Mäuschen letzte Nacht geritten hat :? und ob sie nicht auch mit Stillen danach noch gefühlte 100x aufgewacht wäre.
Mein Zwerg schlief zwischendurch sogar schon im eigenen Bett ALLEINE ein, und die halbe Nacht OHNE MICH durch, (nu isser fast 3) tja und im Moment klettet er tags wie nachts total an mich ran. Bin ich deswegen ein Versager? Versagen würde ich wenn ich ihn ignoriere, aber doch nicht wenn ich ihn einfach mal vom Schoß auf den Boden setze weil ich nicht mehr kann und mag, und er weint/trotzt/brüllt, naja, lernt er höchstens dass die Mama eine eigenständige Person ist und manchmal auch Grenzen hat 8)

Tritt mal 2 Schritte aus Eurer Situation raus, versuch mal Dir selbst einen Rat zu geben - wirklich mit etwas Übung funktioniert das.
Ich finde Du machst das prima,
und vll ist sie ja nun tagsüber heute auch so müde vom nächtliche Theater dass Du Dich mit ihr ein wenig hinlegen kannst :mrgreen:
Es wird besser, ich merk es an unseren, die streßarmen Nachtphasen werden immer länger :daumenhoch:
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tania
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Re: Stillkrise - Einschlafstillen und Dauernuckeln

Beitrag von tania »

mein sohn braucht die brust seit ein paar wochen nachts sehr sehr viel (gut, auch tagsüber stillt er öfters als stündlich, aber das finde ich schon normal..). viel heißt, er wacht nach eineinhalb stunden das erste mal auf und ab da öfter. so ab halb vier vier gibt es nochmal zwei stunden schlaf am stück, um sechs wird gekackt, danach nochmal dauernuckeln bis sieben.

das nur als kurzes: du bist nicht alleine. die brust wird gebraucht, nicht nur zum hunger stillen.

du machst das gut und richtig, deine kleine wird immer besser ohne das stillen einschlafen und immer wieder das stillen brauchen. und irgendwann nicht mehr.

liebe grüße, tania
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jusl
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Re: Stillkrise - Einschlafstillen und Dauernuckeln

Beitrag von jusl »

@ eulalia:
Heeee - Du erwartest Perfektion, die gar nicht nötig ist! Glaubs mir - so ziemlich JEDE Mutter probiert erstmal "umsonst" lauter Sachen, die irgendwie nicht funktionieren :mrgreen: (gerne auch bei jedem weiteren Geschwisterchen NEU :lol: ). "Umsonst" ist das nämlich gar nicht, denn Du hast viel dabei gelernt ;-) - z.B. wann es sich lohnt, Engagement in eine Sache zu investieren und wann eben nicht. Gib Dir doch die Zeit, diese Erfahrungen selbst zu machen.

LG;
Julia
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Re: Stillkrise - Einschlafstillen und Dauernuckeln

Beitrag von Mirjam »

hallo,
ich fühl mit dir... bei mir ists nicht anders im moment.
hatte hier vor einigen tage auch schon deshalb geschrieben..
mika (8 monate) wir auch immer einschlafgestillt.. gestern hat er um 18:00 geschlafen. dann war er nach ner std. wieder wach. dann noch mal nach ner halben std. hab dann gedacht, ich lass ihn was wach, vielleicht ist er nicht müde genug. fing nach ner viertel std. wieder an zu nörgeln.. an die brust... wollte nicht schlafen... 15 min später wieder trinken. dann eingeschlafen. danach schlief er dann 3 std. aber bis dahin war ich fix und alle :x
letzte nacht war er dann nur noch 2x wach. das geht ja schon super...
aber wie man so sagt : ES IST ALLES NUR EINE PHASE!!!!!
gruß
Mirjam mit Mika *01/09 und Marvin *10/03
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PumpenBienchen
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Re: Stillkrise - Einschlafstillen und Dauernuckeln

Beitrag von PumpenBienchen »

Hallöle erstmal
bei meinem Sohn der jetzt genauso alt ist. Ist das ähnlich er braucht mehr Brust und das auch nachts (ja ich bin verwöhnt normalerweise schläft er durch). Aber dafür kann ich nichts ;-) es kommt mir sehr entgegen, da ich Diabetes habe und nachts halt nicht einfach weiterschlafen kann und messen muß Traubenzucker oder Saft brauche.
Nur zum Trost dafür trinkt er tagsüber dauernd, er hält es ganz, ganz, ganz selten mal länger als 2 Std. aus.
Zurück zum Thema: im Moment macht er zumindest für mich die Nacht zum Tag, denn er schläft ja trotzdem. Und ja auch meine Brustwarzen sind mal wieder wund.
Es ist total anstrengend und ich hatte auch schon das Gefühl zu versagen. Mein Haushalt geht unter und ich fühl mich wie durchgenudelt . Aber nach diesem Thema glaube ich an eine Schubphase - und die geht vorbei!!!
Also fühl dich gedrückt Du bist definitiv nicht allein.

Ach ja auch ich hab mit meinen Probierphasen meinem Kleinen schon "gequält". Aber so lernt man halt auch was. Solange wir nicht schütteln und schlagen oder irgendwie misshandeln dürften die Kleinen das ja wohl ganz gut wegstecken. Ein sicheres Zeichen dafür wenn Noah seine Schreiepisoden überwunden hat kann er mich auch sofort wieder herzallerliebst anlachen [=> Kraftspende! Danke! :)]

Was bei meinem Mann ganz gut geholfen hat mich besser zu verstehen waren nicht nur Gespräche sondern ich hab mich an nem WE noch ziemlich rar gemacht. Gut stillen muss ich ja eh aber den Rest musste er wuppen ich hatte immer was anderes zu tun. Danach sagte er ich versteh dich das ist total anstrengend den ganzen Tag. Er nimmt mir den Kleinen öfter auch mal morgens ab. Denn was hat das Kind von ner Mutter die empfindlich nahe an der Reizbarkeitsgrenze ist.

Also durchhalten alles wird gut und wir sind gute Eltern auch wenn ausprobiertes mal nicht klappt!!!

Ach ja gönn Dir ne Pause wenn Sie schläft und wenn du nur ein Buch liest.
Und versuche das mit Deinem Mann zu klären. Denn sein Arbeitstag von rund 8 Std. rechtfertigt nicht, dass du 24 Std. Tag und Nacht arbeiten musst. Jeder Schichtarbeiter kriegt Freischichten. Und mal ganz ehrlich Arbeiten war doch nicht halb so stressig. Da hat man wenigstens geregelte Pausen und auch nen Feierabend. Außerdem konnte man sich den Tagesablauf etwas planen was mit Baby oft nicht so wirklich klappt!
Liebe Grüße Tanja mit Zwerg (04/09)

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Die größte Leistung besteht darin, nicht andere, sondern sich selbst zu übertreffen.
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