Thema Ferbern in der Spielgruppe

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

Mama08
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Re: Thema Ferbern in der Spielgruppe

Beitrag von Mama08 »

Aurora hat geschrieben:Ich hab damals auch was gesagt in der Spielgruppe... ich habs recht vorsichtig angedeutet, daß ich das nicht mache mit meinem Kind, aber für die Ferber-Mütter war das wohl ein Angriff.
Klar ist das ein Angriff. :)
Getroffene Hunde bellen schließlich. Und als Retoure kommen dann die "Gründe" warum es nicht anders ginge...
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kja1985

Re: Thema Ferbern in der Spielgruppe

Beitrag von kja1985 »

Ach, ich sag in solchen Situationen einfach immer ganz freundlich, dass ich das nicht so optimal finde und mein Kind lieber nicht schreien lasse/klapse/was auch immer. Aber ich bleibe dabei freundlich und höflich. Ein geferbertes Kind ist nicht zwangsläufig unglücklicher als andere Kinder und ich denke auch nicht dass man von lebenslanger Schädigung ausgehen kann.

Hätte ich Madita geferbert hätte ich sie brechen müssen, weil sie niemals von sich selbst aus aufgehört hätte zu schreien. Aber ich denke die meisten Kinder (auch Rasmus) würden nach einer Zeit aufhören zu schreien und sich fügen OHNE Schaden zu nehmen. Und solang ein Kind glücklich ist und eine liebevolle Beziehung zu seiner Mama zu haben scheint misch ich mich nicht ein.
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Feleni
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Re: Thema Ferbern in der Spielgruppe

Beitrag von Feleni »

Du könntest auf die Homepage http://www.ferbern.de hinweisen, die über das Ferbern und dessen Folgen berichtet.

Und ansonsten nicht zu stark an dich ranlassen! Immerhin machst Du es in einer Weise, die für Dich vertretbar ist, andere haben andere Wege für sich.Ob sie die Methode hinterfragen, müssen sie ja selbst wissen.

Ich war auch sowas von geschockt, als ich erfuhr, daß mein Neffe geferbert wurde, aber die Eltern wussten damals nicht mehr weiter und es wurde ihnen von so vielen Seiten empfohlen.
Und ich muß sagen, daß man ihm nichts anmerkt, er schläft superruhig und geht sehr gerne ins Bett, auch bei Oma und Opa.

Es hat gedauert, bis ich das verdauuen und akzeptieren konnte, aber ich hätte auch ncihts ändern können, denn vor 6 Jahren hab ich an eigene Kinder und Bücher über Erziehnung noch keine Gedanken gehabt... Darüber gesprochen haben wir erst letztes Jahr oder so, ich weiß es gar nicht mehr genau.
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Ehut

Re: Thema Ferbern in der Spielgruppe

Beitrag von Ehut »

Ich kenne einen kleinen Bub, der wurde / wird auch geferbert und ich finde, man sieht, merkt es sehr, sehr deutlich. Wenn wir ihn sehen ist er total eingeschüchtert. Es wird geprahlt wie Problemlos er ins Bett geht, wie pflegeleicht er ist. Klar, er weiss genau dass er weinen kann wie er will, es kommt eh nie jemand. Allgemein macht er einen verstörten, eingeschüchterten, resignierten Eindruck auf mich. Mag sein, dass es anders ist wenn ich, wir nicht da bin/sind? Ich kann es mir aber nicht vorstellen, da ja wie gesagt immer damit geprahlt wird wie "lieb" er doch ist. Auf mich macht es aber wie gesagt den Eindruck, als dass er resigniert. Er kann eh machen was er will, er hat sich unterzuordnen. :cry:

Als ich ihn erst vor kurzem gesehen habe, saß er in seinem Zimmer, lutschte am Daumen und schaukelte vor und zurück. Mir kamen schier die Tränen. Als seine Mama das sah, spurtete sie auf ihn zu, schlug ihm die Hand aus dem Mund und sagte lauter, nicht geschrien, er solle gefälligst nicht am Daumen lutschen, das macht man nicht (irgendwie sowas im wortlaut). Als er daraufhin noch eingeschüchterter war, nahm sie ihn zwar in den Arm, sagte aber nur er sei "ein Dummerle".

:cry:
kja1985

Re: Thema Ferbern in der Spielgruppe

Beitrag von kja1985 »

Hallo Melly, du kannst aber nicht von dieser Familie auf andere schliessen. Ich kenne auch einen geferberten Jungen in der Verwandtschaft, dessen Eltern aber ansonsten wirklich liebevoll mit ihm ungehen und auch nicht mit bösem Hintergedanken geferbert haben sondern ihm einfach einschlafen helfen lassen wollten.

Der Junge ist sehr ausgeglichen, fröhlich, an seine Eltern gebunden und trotzdem offen. Ein richtiger Sonnenschein. Wenn ich mir dagegen meinen Maditatrotzkopf ansehe...Sie musste nie alleine weinen, aber sie ist nicht so ausgeglichen und im Reinen mit sich selbst wie der Junge. Ich denke es ist auch immer eine grosse Charakterfrage.
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Feleni
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Re: Thema Ferbern in der Spielgruppe

Beitrag von Feleni »

Bei Katrin unterschreib!
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Ehut

Re: Thema Ferbern in der Spielgruppe

Beitrag von Ehut »

klar, ich wollte auch nicht alle über einen kamm scheren, um gottes willen! ich kann nachvollziehen dass man alle möglichkeiten ausprobiert, wenns echt hart auf hart kommt, aber gutheissen tu ichs dennoch nicht. und ich glaube trotzdem dass es in den meisten fällen seelische probleme hervorrufen kann.
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Re: Thema Ferbern in der Spielgruppe

Beitrag von gelumpe »

kja1985 hat geschrieben:Ein geferbertes Kind ist nicht zwangsläufig unglücklicher als andere Kinder und ich denke auch nicht dass man von lebenslanger Schädigung ausgehen kann.
kja1985 hat geschrieben:Und solang ein Kind glücklich ist und eine liebevolle Beziehung zu seiner Mama zu haben scheint misch ich mich nicht ein.
Das sage ich mir mittlerweile auch... ,als Lea aktuell in dem Alter war, musste ich aber auch echt schlucken... habe dann aber, die durchaus positive Bindung eines geferberten Kindes zu seiner Mutter gesehen.

Letztendlich habe ich meine Senf nur dazugegeben, indem ich unsere Familienalltag, zum Thema "Schlafen" geschieldert habe...
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Re: Thema Ferbern in der Spielgruppe

Beitrag von Zierbanane »

Ich vermute es ist nicht zu unterschätzen, dass sich die "Probleme" des Ferberns erst im fortgeschrittenen Alter zeigen. Bei meinem Bruder (heute 34 Jahre alt), merkt man es nämlich erst seit der Pubertät und man merkt es auch noch heute! Bei ihm kam allerdings auch noch das "Hungern" alle 4h dazu. Das Übliche eben, was man damals den Müttern eingeredet hat.

Meine Mutter bedauert das zutiefst!
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Re: Thema Ferbern in der Spielgruppe

Beitrag von gelumpe »

Zierbanane hat geschrieben:Ich vermute es ist nicht zu unterschätzen, dass sich die "Probleme" des Ferberns erst im fortgeschrittenen Alter zeigen.
Das mag gut sein, aber ich denke auch, dass da meistens mehrere Faktoren zusammen kommen...
Ich wurde auch im ersten Jahr dazu gebracht "alleine" zu schlafen und sehe hier nicht die alleinige Problematik im Ferbern (mag bei deinem Bruder ja durchaus so sein)..., aber dass ist ein anderes Thema. Ich bin Jahrgang 78´und würde mal sagen, ähnlich der damaligen Stillthematik, müssten/en damals, wie heute die meisten Kinder ihre Schlafgewöhnheiten den Bedürfnissen der Eltern anpassen. Und auch wenn ich damit jetzt hier Kritik ernte, nicht jeder in meinem Alter (weder davor, noch danach hat dadurch Schaden genommen). Klar, Aufklärung ist sehr wichtig, keine Frage, aber ein Stück weit Toleranz wohl auch... Ich selber mache es besser und das muss manchmal eben ausreichen... Schließlich hat jeder die Möglichkeit, selber zu entscheiden wann und vor allem, mit wem er klar kommt oder klar kommen möchte.
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