Hallo
ich hab´bereits Deinen letzten "Beiß-Thread" gelesen (ohne zu antworten ). Von dem, was Du schreibst, hab´ich auch nicht den Eindruck, dass ein "echter Beikoststart" jetzt schon empfehlenswert wäre (v.a. nicht mit Brei und Co.).
Um aber Deinem Gefühl Rechnung zu tragen, dass Du ihm nichts vorenthalten willst, fände ich die Idee mit der Gurke (oder ähnlichem Fingerfood) zum draufrumbeißen gut! Dann kann er schon mal mit Essen experimentieren - und wenn er dann wirklich ein Stückchen davon schlucken sollte - sei´s drum... dann ist ja offenbar zumindest der Zungenschlundreflex schon weg.
Liebe Grüße
coco
meine Maus hatte auch schon mit 4 Monaten die ersten Zähnchen, hat nach dem Essen gegiert und mir versucht alles eßbare aus der Hand zu schnappen. Auch ich war der Meinung, dass sie mit 4,5 Monaten Beikostreife zeigte. Wir haben uns dann so durchgeschlängelt mit Mumi per Löffel und dann schließlich mit knapp 6 Monaten (3 Tage vorher) angefangen. Ergebnis: Sie hat mich angeschaut als wolle ich sie vergiften. Mittlerweile sind wir bei 4-5 Löffelchen pro Tag, völlig zwanglos. Also wenn sie will dann soll sie, wenn nicht, dann nicht. Nach den Beikostversuchen stürzt sie sich auf die Brust, als hätte ich ihr die ewig vorenthalten. Ich denke man sollte Reife nicht mit Interesse verwechseln.
Mama³
Du kannst den Kindern deine Liebe geben,
nicht aber Deine Gedanken. Sie haben ihre eigenen!
K. Gibran
Also, wenn ich so die Beikost-Reifezeichen lese, dann ist meine Tochter jetzt erst mit knapp 15 Monaten so richtig reif für Beikost. Denn erst seit vergangener Woche fällt mir auf, dass sie richtig kaut - einen Apfel - auf der Kauleiste, wo sich bald die Seitenzähne zeigen. Anscheinend ist die schon so hart, dass man dort schon drauf rumkauen kann. Leider musste sie schon vorher anfangen, Mittag zu essen, da ich seit 3 Monaten wieder arbeiten gehe. Sie war 13 Monate alt, als sie einen ganzen Tag ohne Brust rumkriegen musste. Seit dem isst sie mittags recht gut. Aber: An den Wochenenden ist immer noch die Brust wichtiger.
Meine Tochter hat, als sie so in dem Alter deines Kindes war, auch Interesse für alles gezeigt, was ich gemacht habe. Verwechsle Interesse für Dinge, die Du tust, bitte nicht mit Beikostbereitschaft.
Natürlich wäre es, wenn keinem Kind Brei angeboten würde, sondern eher Fingerfood oder "Klein Gekautes" und das ist auch stückig.
Aber so lange Deine Muttermilch satt macht, würde ich weitestgehend auf Beikost verzichten. Aber: Wenn Du nach Deinem Gefühl gehst, biete es deinem Kind doch einfach an. Dann wirst du merken, ob es das schon essen möchte. Du selbst musst mit Deinem Handeln konform gehen.
Ich war damals schlicht und ergreifend faul, meiner Maus Extrabreie zu kochen. Wahrscheinlich hat sie deshalb keinen einzigen davon gewollt, wenn ich mal gekochte habe. Sie hat immer 3 Anstandshäppchenchenchen genommen und wollte dann doch die Brust.
Lieben Gruß
amber78
Hat man dem Kinde etwas versprochen, so soll man es halten. Sonst lernt es lügen. (Talmud)