Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz

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Alexandra
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Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz

Beitrag von Alexandra »

Nina, ich finds einfach unpraktisch mit Buggy :lol: Ich hatte ja sogar mal kurzfristig einen geliehen, als ich mit Johannes frisch schwanger war und Jonas fands auch toll. Aber in keinen Buggy krieg ich so viel rein, wie in meinen Hackenporsche. Und selbst wenn - das ganze Ding dann vorwärtsch zu schieben strengt meine Handgelenke und Arme und den Rücken deutlich mehr an, als den Hackenporsche hinter mir her zu ziehen. So bewältige ich selbst (Roll-)Treppen und empfinde es als ungeheuren Luxus, nicht die Karre schieben zu müssen. Hatte das bei Julian ja noch und erinnere mich mit Schaudern daran zurück.

Wenns passt für Kind und Schieber - alles bestens (mal davon abgesehen, daß ich zum Kauf eines wirklich guten Buggys raten würde, diese Ratter-Klappdinger - wo mir gestern ein vielleicht 7 oder 8 Monate altes Kind drinne hängend entgegen kam *uäääh* - sind schlecht für den Rücken des Kindes). Aber da ich mich in der Situation befinde, daß Johannes sich gerne tragen lässt, enthalte ich ihm sicherlich nichts vor :lol: Und selbst WENN er einen Buggy bevorzugen würde, würde ich immer noch keinen anschaffen, weil unterwegs mit manchmal 3 Kindern in Öffis mir MEIN Komfort deutlich wichtiger ist, als der des Kindes - und das heißt Manduca oder MT für Johannes, Fahrrad für Jonas, Hackenporsche für all unsere Dinge. So bin ich schnell in Bussen und S-Bahnen drin und draußen und hab sie trotzdem allemann unter Kontrolle. Mit Buggy empfinde ich das als umständlicher.

Liebe Grüße Alex
Liebe Grüße von Alex mit dem ganz Großen 05/00, dem Großen 06/04, dem ziemlich Großen 01/08, der Pferdenärrin 11/13 an der Hand und Mondmädchen Luna Nicole (*+ 9/11) für immer im Herzen


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Lösche Benutzer 2152

Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz

Beitrag von Lösche Benutzer 2152 »

Wenn ich mit den Kindern mit Zug und Öffentlichen unterwegs bin, nehme ich grundsätzlich keinen Buggy mit. Das fände ich zu umständlich.
Aber zum Kindergarten und zurück nehme ich ihn ganz gern. Ohne würden wir ja ewig brauchen, so laufen wir knapp eine halbe Stunde.
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Tigerlein
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Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz

Beitrag von Tigerlein »

Nina hat geschrieben:Mich würde mal interessieren, warum manche hierBuggys für Kleinkinder so kategorisch ablehnen. Daß ein Neugeborenes am Körper einer Bezugsperson am besten aufgehoben ist, daran besteht ja kein Zweifel. Aber ich finde, ab dem Alter, wo sie das eben nicht mehr wollen ist ein Buggy schon eine feine Sache. Meine Kinder mochten/mögen beide gerne auch mal gefahren werden, und mit mehr als einem Kind ist es sowieso nicht mehr gut machbar ohne, finde ich. Daß man radikal ist bei Zuckerkram oder anderen gsundheitsschädlichen Dingen, das kann ich gut nachvollziehen. Aber ein Kinderwagen ist doch kein Teufelswerk. Warum sollte man das denn seinem Kind vorenthalten, frage ich mich. Welche Überzeugung steckt da dahinter?
Mh, was ist toll daran ohne Kinderwagen auszukommen? Gute Frage. Ich finde einen Kinderwagen genauso normal wie eine Tragehilfe. Wir hatten am Anfang auch einen Kinderwagen, irgendwann haben wir angefangen zu tragen, trugen immer mehr, schoben den Kinderwagen immer weniger und irgendwann war er ganz abgeschafft. Das ging sowohl von uns als auch vom Kind aus. Ich vermisse ihn auch einfach gar nicht und fände ihn eher umständlich. Gegenfrage: Was ist so toll am Kinderwagen? ;) Genau betrachtet ist er eine neuzeitliche Erfindung der reicheren Bevölkerungsschichten, damit Ammen die Kinder durch die Gegend fahren konnten. Das ist jetzt wirklich nicht böse gemeint, nicht falsch auffassen. Ich will damit den Kinderwagen nicht verurteilen.
Es ist einfach unsere Lebensweise und für uns paßt sie momentan. Sollte für uns irgendwann ein Kinderwagen praktischer sein, werden wir sicher darauf umsteigen, aber das ist nunmal nicht so. Er würde uns eher einschränken. Und mein Kind läuft gerne, wird gerne getragen und findet im Kinderwagen sitzen irgendwie doof. Und ich möchte ihn einfach darin fördern seine eigenen Füße zu benutzen und nicht überall hingefahren zu werden. Er ist eh ein Kind mit hohem Bewegungsdrang. Und wenn ich dann noch einen Wagen vor mir her schieben müßte und meinem Kind hinterher hechten, das könnte ich mir wiederum nicht vorstellen.
Wir nutzen auch das Auto nur wenn es gar nicht anders geht und sind oft mit dem Bus unterwegs. Oftmals fahren da auch andere Mütter mit Kinderwägen mit. Ich mit Kind auf dem Rücken passe das natürlich besser noch rein als mit Kind in noch einem Kinderwagen.

Im Großen und Ganzen kann ich mich xknäckebrotx anschließen, denn unser Gründe gegen einen Buggy oder Kinderwagen scheinen ähnlich. :D
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LaLeMi
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Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz

Beitrag von LaLeMi »

Hier steht auch ein KiWa mehr rum als alles andere... obwohl wir auf dem Land wohnen.
Ich finde KiWa superunpraktisch, ich war mit Tragen immer viel schneller und mobiler.
Alleine in der Stadt mit Rolltreppen und der Suche nach dem Aufzug - nerv.
Meist fuhr ohnehin das Gepäck im KiWa - Maus wurde entweder getragen oder nun läuft sie.
Seit das Kind laufen kann, will es das auch - und ich denke, das ist auch die natürliche Entwicklung. Ich bekomme sie auch jetzt nicht länger als 10 min. in einen KiWa oder Buggy.
Zudem finde ich inzwischen, ein Buggy mit Laufkind drinne erinnert mich immer so ein bißchen an einen Rollstuhl :oops:
Auch mit mehr als einem Kind fände ich es glaube ich komfortabler ohne KiWa.
(obwohl ich ihn inzwischen im Touran aufgeklappt reinstellen könnte, aber am Haus haben wir immer noch ein paar Stufen zum Eingang bzw. Keller)
Lieben Gruß von LaLeMi mit den beiden Maimäusen 2007 und 2010 und dem Septembermäuserich 2013

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CaroBiene
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Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz

Beitrag von CaroBiene »

wir tragen zur zeit auch nur noch ganz selten und wenn denn nur im sling !alles andere ist momentan unmöglich :cry:
dafür fahren wir ganz viel fahrrad oder laufen ganz viel(naja ich mehr da ich immer hinterher rennen muss.... :roll: ) aber ich hoffe wenn es kälter draußen wird das er dann auch wieder mehr kuscheln möchte und wir wieder tragen können!
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Lösche Benutzer 1828

Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Baba hat geschrieben:Bisher haben wir auch (fast) keinen Wagen benutzt, weil es schlicht weg nicht nötig war.
Jetzt in der Schwangerschaft möchte ich aber einen kleinen Buggy oder sowas anschaffen, weil ich weiß, dass das Tragen mich irgendwann belasten wird. Ich kann auch nix am Bauch haben. So war es jedenfalls in Mikas Schwangerschaft.
Mika fährt auch gern im Wagen und da hat da einen großen Spaß. Das einzige, was ich blöd finde, ist das Fahren in Fahrtrichtung. Ich möchte gern mit ihm Blickkontakt haben können und mit ihm kommunizieren.
Gibt es Buggys, die man auch entgegen der Fahrtrichtung schieben kann?
Unseren Kombi-Kinderwagen kann man so schieben. Aber der ist immer so schwer und er muss ja ins Auto und wieder raus.
genau das hat mich auch gestört - wir haben zwar einen das Foldmobil von TFK, den ich toll finde. Aber da schaut er von mir weg.
Das findet er jetzt ab und an mal ganz lustig.
Ich habe mir hier den Moon4 erkruschelt - und bin sehr zufrieden. Ist vom Aufbau ähnlich wie Bugaboo - Sitzschale, die man wenden kann, sehr klein zusammenklappbar, paßt gut in Bahn und Bus, fährt sich gut.
olle

Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz

Beitrag von olle »

Ich hab in drei Jahren drei Kinder bekommen und einen Kinderwagen kann ich mir überhaupt nicht vorstellen.
Bei uns haben die Laufkinder jeder einen Rucksack, darin tragen sie, was auch immer sie mitnehmen möchten incl. der Getränke und Snacks für sich. In die eigene Richtung laufen gab es hier nicht, ich kann es mir zeitlich einfach nicht leisten, meinem Kind hinter her zu rennen, wenn ich irgendwo hin muss. Deswegen laufen sie an der Hand und gut ist. Zum Welt erforschen haben wir den Garten und machen Ausflüge in den Wald, da ist mir dann auch egal, wohin wir laufen.
Kinderwagen mit 3 Kleinkindern ist ein absoluter Alptraum. Ich brauch jede Hand für ein Kind und meinen Rücken für das Baby. Anders gehts nicht.

Wenn man natürlich die Zeit hat, hinter seinem Kind her zu laufen und es die Welt erkunden zu lassen, wann immer es möchte - wunderbar. Hier funktioniert das nicht!
Ich finde auch nicht, das man seinem Kind etwas vorenthält, wenn man auf Buggy und co verzichtet. Wenn man minimalistisch veranlagt ist, brauch tman nicht viel mitschleppen für alle Eventualitäten des Lebens.

So ich muss mal mit meinen Kindern raus :wink:
Lösche Benutzer 1828

Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

vorenthalten tut man seinem Kind ganz sicher nichts - das sehe ich auch so
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Daria
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Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz

Beitrag von Daria »

Blümchen hat geschrieben:Wir haben uns bewußt gegen einen Buggy entschieden. Nie und nimmer wöllte ich so ein Ding schieben. Ich bekomme schon Rückenschmerzen vom zukucken :wink:

Die Maus wollte auch lange Zeit nur auf dem Arm getragen werden, was auch ok war als sie noch 8 kg wog. Mittlerweile erkläre ich ihr das es nicht anderes geht und stelle ihr die Wahl laufen oder Tuch/Tragehilfe.
Sie lässt sich nun seit einiger Zeit wieder sehr gerne im Tuch tragen. :D Für die kurzen Strecken hab ich einen Full-Buckle-Tai genäht, der hat sich als sehr praktisch erwiesen.

Das machen wir hier auch so.
Wir haben zwar so'ne schicke Kutsche - aber das ist sie seit Theos Geburt - schick - und wird sie auch bleiben, weil sie seltenst zum EInsatz kommt. Eigentlich nur, wenn Oma da ist.
Ich mag sie nicht mitnehmen weil sie super upraktisch ist - hier kommt man in keine U-Bahn vernünftig rein, kriegt blöde Blicke, weil man im Weg steht. Ich muss vorher gucken, wie ich fahren muss, um das Ding vom Untergrund in den Obergrund zu kriegen ohne auf andere Leute angewiesen zu sein, die mir gerade dann nicht helfen, wenn ich's bräuchte.

Ich mag mein Kind auch eher zum Laufkind als zum Fahrkind erziehen und denke, dass das durchaus für langfristige gesundheitliche Konsequenzen Grundlage legt. Er soll lernen, dass Bewegung etwas normales und gutes ist. WIr laufen oder fahren Fahrrad, gehen zur U-Bahn oder zum Bus. Theo läuft meist erst selber bis er nicht mehr kann. Und auch hier nehm ich ihn nicht gleich bei jedem "ich will nicht mehr" hoch, sondern frag ihn erstmal, ob es nicht noch ein bisschen geht? Meistens geht's dann nochmal etwa genauso weit wie vorher. Und wenn nicht mehr, kommt er in den Onbuhimo oder Manduca oder Sling. Tuch nehmen wir noch, wenn ich vorher weiss, dass er einschlafen wird oder wir lange am Stück unterwegs sind.

Beim Auto ist es ähnlich. Wir haben es, aber mehr weil wir es hatten als wir noch an einem Ort ohne so gutes öffentliches Verkehrsnetz gewohnt haben. WIr benutzen es etwa einmal pro Woche zum Einkaufen, wenn überhaupt. Meist fahren wir dann doch mit der S-Bahn, so dass mein Mann ab und zu dann mal fragt, wann es das letzte Mal bewegt wurde.

Ziemlich weit hergeholt, für mich aber dennoch relevant: Durch diesen Umgang mit meinem Kind, komm ich auch nicht auf so dumme Gedanken wie stundenlanges durch-die-Stadt-geshoppe weil das Kind ja eh da unten in der Karre "verräumt" und praktisch verstaut ist. Ok, ich käme wohl auch so nicht auf die Idee, aber ich finde schon, diese Art des Lebens erzieht auch MICH mit, zu laufen, fahrrad zu fahren, und mehr aus der Perspektive meines Kindes heraus zu leben.

Bei uns ist es noch nicht ganz so schlimm, dass er nicht mehr getragen werden will. Aber oft merke ich durchaus, dass er laufen und nicht einsteigen will. Doof immer dann, wenn ich schnell wohin muss. Aber dann ist es so und peng - dann motzt er etwa 3 Minuten lang und dann guckt er wieder, was in der Gegend passiert. Wenn der Zeitdruck dann weg ist, darf er ein Stück laufen, bis er nicht mehr kann. Oder eben Fahrrad wenn möglich. Wobei das auch bisschen doof ist, weil man ja immer was zum Tragen am Zielort dabei haben muss - Einkaufen gehen im großen Laden will ich einfach nicht ohne Theo irgendwo drin zu haben - ist mir zu stressig!
Viele Grüße von Daria mit Theo (02/08), Lotti (12/09) und Flora (07/12)
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Daria
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Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz

Beitrag von Daria »

olle hat geschrieben:Deswegen laufen sie an der Hand und gut ist.
Naja, das funktioniert hier so überhaupt gar nicht. Ich bin froh, wenn Theo sich nicht vor Wut schreiend und schnaubend auf die Strasse schmeisst, weil wir hier die Regel haben, dass er auf der Strasse an die Hand muss. Mehr ist nicht drin, danach muss er wieder allein gehen - und das ist auch ok so für mich, hat sich aber aus ihm heraus entwickelt, weil er nur Tamtam gemacht hat. Mittlerweile verirrt er sich manchmal freiwillig an die Hand, aber meist eher nicht.

Aber das muss ich halt einkalkulieren, wenn ich rausgehe. Oft genug gehen wir ja auch nur zu diesem Zweck raus, bei allen anderen Sachen, die ICH erledigen muss, brauch ich halt entweder mehr Zeit, mehr Nerven oder ich steck ihn gleich in den Onbu 8)
Viele Grüße von Daria mit Theo (02/08), Lotti (12/09) und Flora (07/12)
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