Hallo,
ich zitiere hier mal aus der "Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit" Spielmann, Schaefer, 7. Auflage 2006:
"Antiemetika:
Erfahrung: Antihistaminika und andere Wirkstoffe werden als Antiemetika eingesetzt. Selten wurden darunter leichte, nicht behandlungsbedürftige Unruhe, Sedierung oder Trinkschwäche beim gestillten Säugling beschrieben (Moretti 1995).
Zu vielen Antiemetika liegen keine speziellen Erkenntnisse zur Stillzeit vor. Dies betrifft u.a. Betahistin (z.B. Aequamen ®), Cinnarizin (z.B. Cinarrizin forte R.A.N. ®), Demenhydrinat (z.B. Vomacur ®, Vomex A ®) , Diphenhydramin (z.B. Emesan ®), Flunarizin (z.B. Flunavert ®), Meclozin (z.B. Postadoxin ®) und Scopolamin-Pflaster (Scopoderm ®), sowie zu en Serotonin-(5-HT3)-Antagonisten Dolasetron (Anemet ®), Granisetron (Kevatril ®), Ondansetron (Zofran ®), Palonostetron (Aloxi ®) und Tropisetron (Navoban ®).
Die kurze Halbwertszeit von 2-3 Stunden und eine lange Wirksamkeit bis zu 24 Stunden sprechen für eine gute Verträglichkeit von Meclozin in der Stillzeit. (...)
Empfehlungen für die Praxis:
Antiemetikum der Wahl für die Stillzeit ist Meclozin. Auch von den anderen älteren Antiemetika einschließlich der hierfür engesetzten Phenothiazin-Neuroleptika sind ernsthafte Unverträglichkeiten beim Säugling – zumal nach Einzeldosen- kaum zu erwarten. Falls im Einzelfall ein Serotoninantagonist wie Ondansetron kurzfristig indiziert ist, kann weiter gestillt werden, wenn auf Symptome beim Säugling geachtet wird.“
Kommentar von mir noch:
dooferweise wurde die Produktion von Meclozin in Deutschland vor 2 Jahren eingestellt.
Vomex gilt, bei einer Behandlungsdauer von wenigen Tagen, als akzeptable Alternative.
LG und gute Reise,
Julia