Milchpumpe - Neulingsfragen...

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Lösche Benutzer 2178

Re: Milchpumpe - Neulingsfragen...

Beitrag von Lösche Benutzer 2178 »

Altraia hat geschrieben:Ich habe mir meine Pumpen immer selbst gekauft und wäre auch nie auf die Idee gekommen, sie mir aus privaten Gründen von der Krankenkasse finanzieren zu lassen! Da halte ich das Verhalten Deines Arztes für korrekt.

Für gelegentliches Pumpen muss es ja kein Spitzenprodukt der höheren Preisklasse sein. Eine einfache elektrische Pumpe von Medela zum Beispiel ist auch sehr gut brauchbar, und selbst mit einer guten Handpumpe kommt man in der Regel schon recht weit. Da wärst Du mit ca. 50 EUR dabei.
Für "gelegentliches Pumpen" würde ich das auch so sehen. Aber darum geht es hier ja nicht. Für das Kind soll ab der Krippenzeit regelmäßig abgepumpt werden.

Ehrlich gesagt ist für mich gerade hier in diesem Forum, der das Stillen (und auch das laaaange Stillen) absolut propagiert, nicht nachvollziehbar, derartig abwertend darüber zu sprechen, sich eine (gute, effektive) Milchpumpe von der Krankenkasse finanzieren zu lassen.

Ich teile das überhaupt nicht und rate dir weiterhin dazu, einen Arzt aufzutreiben, der dir ein Rezept gibt.
jusl
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Re: Milchpumpe - Neulingsfragen...

Beitrag von jusl »

Diese Aufregung kann ich jetzt ehrlichgesagt nicht nachvollziehen. :oops:

Die Krankenkassen sind halt für KRANKHEITSfälle da (die es selbstverständlich gibt! LKGS-Kinder z.B., oder frühgeborene Mehrlinge, sind ganz klare Indikationen für elektr. Pumpen auf Rezept.)
Der Wunsch, für Rückbildung, Sport und Studium Milch abzupumpen, ist zwar nachvollziehbar - aber warum dies auf Kosten aller Versicherten mit einer elektrischen Mietpumpe passieren muss, leuchtet mir persönlich jetzt nicht ein :oops:
Mit einer guten Handpumpe kann genauso gut abgepumpt werden; und Milchersatznahrung müsste im dem Fall, wenn nicht gestillt wird, ja auch von den Eltern und nicht von der Krankenkasse bezahlt werden.
Ehrlich gesagt ist für mich gerade hier in diesem Forum, der das Stillen (und auch das laaaange Stillen) absolut propagiert, nicht nachvollziehbar, derartig abwertend darüber zu sprechen,
Abwertende Worte konnte ich hier beim besten Willen nicht finden.

LG;
Julia
Lösche Benutzer 2178

Re: Milchpumpe - Neulingsfragen...

Beitrag von Lösche Benutzer 2178 »

Altraia hat geschrieben:Ich habe mir meine Pumpen immer selbst gekauft und wäre auch nie auf die Idee gekommen, sie mir aus privaten Gründen von der Krankenkasse finanzieren zu lassen! Da halte ich das Verhalten Deines Arztes für korrekt.
Ich empfinde das abwertend. Muss man ja nicht teilen.

Wir dürfen hier immer wieder lesen, dass MuMi das Beste für des Kindes Gesundheit ist (stimmt ja auch); und dann will jemand die Versorgung damit sicherstellen (und zwar nicht "gelegentlich") und bekommt den Dämpfer, dass seien ja "nur private Gründe" und rechtfertigen keine Finanzierung durch die Krankenkasse. Ich finde das... zumindest komisch.
jusl
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Re: Milchpumpe - Neulingsfragen...

Beitrag von jusl »

Wenn jemand die Versorgung eines Kindes mit Muttermilch sicherstellen will, wie Du es nennst, dann ist es aber nicht so, dass für die Durchführung lediglich eine elektr. Mietpumpe in Frage kommt. ;-) Ich kenne eine ganze Menge erwerbstätiger Mütter, die ohne elektr. Pumpe (teilw. auch GANZ ohne Pumpe) weiterstillen.

Ich verstehe nicht, wieso es einen Dämpfer darstellt, wenn darauf hingewiesen wird, dass Krankenkassen für KRANKE da sind. In der Tat: "private Gründe" rechtfertigen keine Finanzierung "über die Krankenkasse" (besser gesagt: "über die Versicherten" ;-)).
Ein gesundes Baby mit Muttermilch zu versorgen, während die Mutter beim Sport oder in der Uni ist, ist kein Krankheitsfall. FALLS(!) dafür überhaupt Stillhilfsmittel notwendig sind, müssen diese im Allgemeinen von den Eltern selbst getragen werden. Alle anderen Eltern müssen das Essen ihrer Kinder ja auch selbst bezahlen ;-) (Pumpe kaufen und Baby mit Mumi füttern (lassen) dürfte unterm Strich deutlich günstiger als künstliche Säuglingsernährung sein)

LG;
Julia
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Altraia
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Re: Milchpumpe - Neulingsfragen...

Beitrag von Altraia »

Für "gelegentliches Pumpen" würde ich das auch so sehen. Aber darum geht es hier ja nicht. Für das Kind soll ab der Krippenzeit regelmäßig abgepumpt werden.
Doch. Die Threadstarterin spricht davon, "später" auch während der Krippenzeit abzupumpen. Zumindest jetzt handelt es sich noch um reines "Privatvergnügen".

Im übrigen bin ich Stillberaterin aus Überzeugung und stille meine Tochter immer noch. Ich habe also ganz sicher nicht zum Ziel, die Stillbemühungen unserer Userinnen zu unterlaufen ;-).

Nur sehe ich es genauso, wie jusl es auch schon erklärt hat: Die Krankenkassen (und somit die Allgemeinheit) sollten in Krankheitsfällen bemüht werden. Eine Milchpumpe - erst recht eine fortgeschrittene elektrische - ist für's Stillen in aller Regel keine Notwendigkeit. Sollte eine Frau sie wirklich aus gesundheitlichen Gründen benötigen, soll sie sie meiner Meinung nach selbst noch verschrieben bekommen, wenn das Kind schon mehrere Jahre alt ist.
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
Gaby
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Re: Milchpumpe - Neulingsfragen...

Beitrag von Gaby »

Ich pumpe 2-4x pro Woche bei der Arbeit, seit H. 8 Wochen alt ist. Ich habe eine Handpumpe (Avent Isis), die gefällt mir sehr gut, weil sie überall einsetzbar ist, leise und effektiv pumpt und leicht zu reinigen ist. Die Pumpe habe ich gebraucht für ca. 10 Euro gekauft, dann mir noch ein paar Aufbewahrungsbehälter dazu besorgt, das war`s, mehr Aufwand hatte ich da gar nicht. An meine KK habe ich ehrlich gesagt nie gedacht.... So eine elektrische Milchpumpe (hatte ich damals beim ersten Kind in der allerersten Zeit zu Hause) wäre für mich sowieso nichts gewesen, die ist ja doch etwas umständlich zu transportieren und am Arbeitsplatz einzusetzen :? .
mit 07/02, 05/04, 03/06 und 10/08

Häng dein Herz an eine wackelnde Welt und dann wunderst du dich dass es runterfällt (Judith Holofernes).
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Re: Milchpumpe - Neulingsfragen...

Beitrag von Alexandra »

Ameda Lactaline Personal

Kleine und kompakte Pumpe, doppelt als auch einzeln verwendbar, auch Batteriebetrieb möglich. Saugleistung und Saugintervall getrennt voneinander regulierbar, der Preis dafür unschlagbar. Ich habe mehrere Monate mit ihr gepumpt und war sehr zufrieden, musste nur einmal eine der kleinen Membanen austauschen.

Ansonsten schließe ich mich Christine und Julia mal an...

Viel Erfolg beim Pumpen! Und nicht entmutigen lassen, wenn anfangs nicht viel kommt: ich habe das Gefühl, zumindest ich musste mich erst an die Pumpe gewöhnen, bevor auch nur ein Tropfen Milch kam :wink:

Liebe Grüße Alex
Liebe Grüße von Alex mit dem ganz Großen 05/00, dem Großen 06/04, dem ziemlich Großen 01/08, der Pferdenärrin 11/13 an der Hand und Mondmädchen Luna Nicole (*+ 9/11) für immer im Herzen


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Re: Milchpumpe - Neulingsfragen...

Beitrag von Mel77 »

ich hab die Pumpe damals nach der Frühgeburt wegen Saugschwäche verschrieben bekommen und heutzutage ist es selbst als "kranker" nicht mehr so einfach für längere zeit ein rezept zu bekommen. ich hatte ein rezept für 2 wochen und da gabs schon ärger mit der krankenkasse, als ich nach dem Folgerezept fragte. Das müsste erst genehmigt werden und wie lange ich mir vorstelle, die milchpume zu brauchen usw. :roll:

Und warum leihst du dir die Pumpe nicht ohne rezept aus der apotheke, das geht auch, du zahlst halt Miete. oder kauf dir eine Avent, die sind als handpumpe super.
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mayra
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Re: Milchpumpe - Neulingsfragen...

Beitrag von mayra »

Ich hab mir meine Pumpe für die Arbeit auch selbst gekauft. Sehe auch nicht, dass das Aufgabe der KK wäre, mir das zu finanzieren.

Ich habe die Medela Pump In Style. Ich komme damit sehr gut zurecht, man kann beidseitig pumpen, und es ist alles in einem kleinen Rucksack unterzubringen: Pumpe, Brustset, kleiner Kühlbehälter mit Akku und 4 Flaschen. Echt empfehlenswert, weil man halt nur einen Rucksack hat und nicht alles separat!! ;-)
mayra mit Schlawiner 07/08 und Lockenkopf 07/10
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Lösche Benutzer 2178

Re: Milchpumpe - Neulingsfragen...

Beitrag von Lösche Benutzer 2178 »

Ja. Natürlich. Es geht nicht zulasten der "anonymen Krankenkasse" sondern zulasten aller Versicherten. Die Ansicht, dass Krankenkassen "nur für die Kranken" da sind, teile ich nicht: Krankenkassen sind nämlich eigentlich "Gesundheitskassen" und durchaus für Vorbeugung und Gesunderhaltung da. Dass man erst dann was tut, wenn "das kind in den Brunnen gefallen ist" (= jemand krank ist und eurer Ansischt nach ja erst dann Hilfeanspruch hat) finde ich eine ganz gefährliche Entwicklung.

Mag aber nicht mit euch streiten, wir werden uns da wohl nicht einigen.
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