Milcherhaltung bei 3-wöchiger Trennung

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Bettina
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Re: Milcherhaltung bei 3-wöchiger Trennung

Beitrag von Bettina »

Nein, Bedenken dürfen geäußert werden, aber meine genauso wie Deine. ;)
Ich wollte nur das Gleichgewicht der Kräfte waren, weil ich selbst ständig genau anders herum getriezt werde, dass ich zu weich bin und mich das nervt, weil ich eben so leben will, wie ich das mache und es eben keinen etwas angeht außer mir selbst. Es gibt wirklich Menschen, die verdammt blauäugig handeln, aber das hatte ich aus dem Hilferuf nicht heraus gelesen, daher habe ich mal versucht ein wenig zu wichten, wobei ich Deine Meinung (abgesehen von den Fachbüchern, in denen Langzeitstudien an Kindern ausgewertet werden und ich glaube keiner Statistik, außer der, die ich selbst gefälscht habe ;)) genauso annehmen kann wie meine eigene.
Liebe Grüße
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tata
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Re: Milcherhaltung bei 3-wöchiger Trennung

Beitrag von tata »

Sorry fürs OT :oops:
Bettina hat geschrieben: (abgesehen von den Fachbüchern, in denen Langzeitstudien an Kindern ausgewertet werden und ich glaube keiner Statistik, außer der, die ich selbst gefälscht habe ;))
Nun ich bezieh mich auf das Buch der Fr. Dr. Bonus über Frühtraumatisierung, die selbst seit über 20 Jahren Pflegemutter ist bzw. sich mit Pflegekindern beschäftigt. Zufällig kenne ich sie vom Pflegeelternseminar und weiß dass sie authentisch ist. Ich stimme Dir zu dass man nicht vorbehaltlos jeden glauben darf der Professor Doktor Doktor ist :wink: denn wie heißt es so schön, "was interessiert mich mein Gewäsch von gestern" siehe nur Jedes Kind kann schlafen lernen - das Buch wird verkauft wie blöd und der Autor hat mittlerweile GsD eine vernünftigere und auch wissenschaftlich sowie entwicklungspsychologisch vertretbarere Meinung dazu :|
Grundsätzlich geht Menschenverstnad bzw. Mutterinstinkt VOR Professor und Doktor :D sonst hätte ich längst abgestillt und wäre meine eigenen Interessen vertreten gegangen weil das meiner Gesundheit und meiner Psyche viel besser getan hätte :roll:
OT Ende :)
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Bettina
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Re: Milcherhaltung bei 3-wöchiger Trennung

Beitrag von Bettina »

Oh echt?
Ich stille immer noch, weil ich verdammt faul bin, Abstillen ist so nervig und Kräfte raubend - ich habe ja immer noch die Hoffnung, dass sich wenigstens das kleine Kind selbst Abstillen mag. ;)
NochmehrOTmitEnde.
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tata
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Re: Milcherhaltung bei 3-wöchiger Trennung

Beitrag von tata »

Ich bin dank meiner traumatischen Kindheit (hüstel daher mein besonderes Interesse für die Materie) in therapeutischer Behandlung, und mein Therapeut (ja, ein Mann) meinte schon vor einem Jahr, es würde mir und dem Behandlungsverlauf gut tun abzustillen und mich zu verwirklichen :twisted: klar, ich verwirkliche zwar meinen Bedarf nach einer intakten, harmonischen und ausgeglichenen Familie schon jetzt, aber so wird einfach nach dem Zeitgeist nicht mehr gewertet.
Man sieht ja auch dass alle Kinder in unserer Umgebung zunehmend glücklicher sind als vor 50 Jahren, ADHS und Bindungsstörungen sowie Entwicklungsverzögerungen sind ein Fremdwort *ironieoff*
Nö da geh ich nach Gefühl, v.a. was uns allen gut tu und nicht was mir alleine helfen könnte.
*achjaundOToff*
Trotz allem arbeite auch ich aus existenzsichernden Gründen, und die Arbeit als Pflegemutter mit ständig wechselnden Kindern und Situationen belastet die Familie auch! Und die Arbeit im Büro meines Mannes wenn wir nicht belegt sind belastet die Familie ebenso! ABER es geht nicht anders und ist für uns der beste Kompromiss auch wenn der Apfel sauer ist.
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Re: Milcherhaltung bei 3-wöchiger Trennung

Beitrag von monsmasima »

Hui, was habe ich da ganz unbeabsichtigt für eine Diskussion losgetreten! Ich hatte doch nur zwei stilltechnische Fragen gestellt, und gar nicht, ob ich mein Kind allein beim Papa lassen sollte.
(Zur Beruhigung: niemand hat mich verletzt oder groß verunsichert. Und von mir aus kann jeder gern schreiben, was er denkt.)

Ich würde eigentlich auch gern mitdiskutieren, aber ich fühle mich unwohl in der Rolle des konkreten Beispiels, weil ich dann immer das Gefühl habe, mich rechtfertigen zu müssen.

Wir könnten vielleicht in einem passenderen Unterforum eine allgemeine Diskussion dazu anfangen. Ich weiß nur nicht so richtig in welchem.
tata hat geschrieben: Meiner Meinung nach kann mein Mann, der eine innige Bindung zu den Kindern hat, MAL auf die Kids aufpassen, aber dauerhaft ist er kein Mutterersatz. Bindung ist nicht gleich Bindung.
Hier bin ich grundsätzlich anderer Meinung. Es ist uns ein sehr wesentliches Anliegen, daß mein Mann eine möglichst ebenso intensive Beziehung zu unserem Kind aufbaut wie ich. Natürlich ist Bindung nicht gleich Bindung und Mutter nicht gleich Vater, weil sie einfach verschiedene Menschen sind.
Aber ich wünsche mir für unsere Familie, daß der Vater genauso wichtig ist wie die Mutter, daß er nicht nur MAL aufpassen kann, sondern dauerhaft die Verantwortung teilt, nicht als Mutterersatz, sondern als Vater. Und ich halte das durchaus für möglich.

Väter haben es sicher schwerer eine innige Bindung zum Kind aufzubauen: sie werden nicht durch Hormone unterstützt, sie stillen nicht, sind meist nicht so oft da, etc. Besonders in der Zeit, wenn die Kinder noch klein sind, fühlen sie sich bestimmt oft weniger nützlich, stelle ich mir aus meiner Nicht-Insider-Perspektive so vor. Die Mutter weiß immer besser, was das Kind will und kriegt es schneller beruhigt, usw. Und sie macht es dem Vater oft noch schwerer, in dem sie ständig besser weiß, wie Dinge zu tun sind. Da muß ich z.B. echt aufpassen. :?

Man kann sicher auch sagen, solange die Kinder klein sind, ist die Mutter hauptverantwortlich, und für viele Familien paßt das bestimmt auch. Aber für uns wünschen wir es uns anders.
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Lösche Benutzer 2178

Re: Milcherhaltung bei 3-wöchiger Trennung

Beitrag von Lösche Benutzer 2178 »

Hallo monsmasima,

schoen, dass du dich zu Wort meldest.

Ich hatte naemlich schon ein schlechtes Gewissen, mich hier immer wieder "reinzuhaengen", weil es ja nun wirklich nicht dein Anliegen war und ich genau davor Sorge hatte: dass du dich als konkretes Beispiel unwohl fuehlst. Schoen zu lesen, dass du mit der Diskussion keine Probleme hast. Dann koennen wir ja munter weitermachen :mrgreen: . Aber meinetwegen auch gern woanders, damit du nicht mehr so im Diskussionsmittelpunkt stehst.

Dein Zitat war das, was auch mir aufgefallen ist und ich teile diese Einschaetzung ebenfalls nicht (tata und ich sind mittlerweile in einem Gespraech dazu, bzw. bis jetzt ist es noch einseitig, ich werd dir aber noch antworten, tata - aber wahrscheinlich erst spaeter, gleich kommen Mann und Kind nach haus, dann kommt erstmal der Abendwahnsinn).
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mayra
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Re: Milcherhaltung bei 3-wöchiger Trennung

Beitrag von mayra »

Mich würde es interessieren, wie es geklappt hat? Oder ist die Zeit noch nicht rum?
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monsmasima
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Re: Milcherhaltung bei 3-wöchiger Trennung

Beitrag von monsmasima »

Nein, ist noch nicht rum. Erst in zwei Wochen. Bis jetzt ist alles ok. Wenn ich wieder ein paar Tage zu Haus bin, dann schreibe ich was. Versprochen.

Bis dahin.
mit Simon (Juni 08)
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mayra
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Re: Milcherhaltung bei 3-wöchiger Trennung

Beitrag von mayra »

Wenn ich richtig gerechnet habe, müsstest du gerade wieder zu Hause sein. Ich hoffe für euch, dass alles gut geklappt hat und vielleicht klappts ja auch mit dem Stillen weiterhin? Würd mich freuen, wenn du mal was erzählst... :D
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xknäckebrotx

Re: Milcherhaltung bei 3-wöchiger Trennung

Beitrag von xknäckebrotx »

tata hat geschrieben: Meiner Meinung nach kann mein Mann, der eine innige Bindung zu den Kindern hat, MAL auf die Kids aufpassen, aber dauerhaft ist er kein Mutterersatz. Bindung ist nicht gleich Bindung.
[/quote]

Was für ein reaktionärer Quatsch. Sorry, aber das muss ich jetzt wirklich mal so äußern.

Und ja: Es sei auch jedem eine reaktionäre Meinung gegönnt. Ich persönlich bin froh, auch andere Erfahrungen gemacht zu haben. Es bereichert ungemein!

Ich bin auch froh, dass sich hier im Thread einige Mütter melden, deren Weitsicht in Punkto Bindungstheorie über den Tellerrand des Foren-Themas hinausgeht.

Und es überrascht mich überhaupt nicht, wie reflexartig und gebetsmühlenhaft wieder unterschwellig gedroht und munter drauflos projiziert wird. Ja, man kann schlechte Erfahrungen im Leben gemacht haben. Das ist aber noch lange kein Grund, es durch implizite Schuldzuweisungen auf andere Familien zu übertragen. Auch nicht im Internet - aber vielleicht ist das dann auch eine Art der Selbsttherapie...wer weiß. :roll:
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