Piccadilly hat geschrieben:Hmmm- kann mir da vielleicht jemand sagen wie sie dann am besten stillen kann? Gibts da bestimmte Tricks oder so? Footballstellung oder so??? Ich würde ihr gerne am Sonntag schon Tips geben können...
Also ich würde ja gerne helfen - hatte immerhin 2 Kaiserschnitte und beide Kids von Anfang an gestillt...Das Problem ist glaube ich, dass eben nicht jeder Kaiserschnitt gleich ist und nicht jeder Mensch gleich schmerzempfindlich ist.
Bei mir war das so: Ich dachte auch immerzu "Aua, dies und jenes, das kann ich nicht"...Aufstehen am ersten Tag gleich, die Schwestern waren unerbittlich, haben mich rausgescheucht, mir wurde fast schwarz vor Augen und ich dachte, mein Bauch fällt vorne raus - aber: es passierte nichts! Es ging. Und es ist eben gut, sich möglichst bald möglichst normal zu bewegen, das fördert die Heilung (ist aber echt fies). Oder dann zuhause: Die Hebamme wollte, dass ich täglich etwas auf dme Bauch liege, damit die Gebärmutter wieder an ihren Platz rutscht. Aua. Ganz doof. Aber es passiert nichts!
Naja, was ich damit sagen wollte: Ich fand eigentlich alles in den ersten Tagen total unangenehm. ich hatte auch erstmal noch so ein schweres Kissen am Bauch, dass die Naht stützen sollte - auch blöd, aber beim seitlich stillen dann auch irgendwie hilfreich (man hat nicht so das Gefühl, alles kippt raus).
Es ging bei mir schon 1 Std nach Aufwachen so in halb seitlicher Position, Oberkörper seitlich, Stillkissen unter eine Pobacke (dass das Becken auch etwas zur seite kippt, dann ist es bequemer) und das Kind lag mit dem Kopf auf dem unteren Arm - so konnte ich ihn stützen und gleichzeitig mußte ich mich nicht ganz rumdrehen auf die Seite. Ich habe mir auch unerbittlich jedesmal zum Stillen Hilfe geholt - das war mir zwar unangenehm, aber dazu sind die Schwestern nunmal da! Die waren auch sehr nett.... und sie haben jedesmal überprüft, ob er richtig andockt (man kann das im liegen ja nicht sehen). Nur um zu beschreiben, wieviel Hilfe ich in Anspruch genommen habe: die zweite Nacht lang habe ich jede Stunde geklingelt - Windeln wechseln (ich konnte nicht alleine aufstehen und noch nicht lang genug stehen und kind heben), Stillen, *Kind spuckt sich voll*: umziehen, nach kurzem Dösen wieder wickeln etc etc - er hat gefühlt die ganze Nacht getrunken... und die Schwester hat es einfach gemacht und mich auch getröstet - "das ist eben so, nehmen sie es hin, zuhause müssen sie dann eh ran."
Meines Wissens ist ein KS kein Grund für Stillhütchen(?) - wenn das Kind richtig andockt, und die Brustwarze zu fassen bekommt, dann braucht man die doch eigentlich nicht...oder hat deine Freundin schmerzen? ich hatte so Angst vor wunden BW am Anfang - ich habe die Kids immer nur so lange dran gelassen, wie sie wirklich getrunken haben (wenn ich gemerkt habe,nun lutschen sie nur oder schlafen ein, dann habe ich sie abgedockt und eben so im Arm gehalten) - lieber öfters und dann nicht zuuu lange (so nach Gefühl, nicht länger als 20 min schätze ich, anfangs trinke die kleinen ja auch keine Stundenlang)...
Jetzt ist das ganze sehr chaotisch geworden, da ich mehrmals unterbrochen wurde,ich hoffe das versteht noch irgendwer

Jedenfalls mach ihr Mut, ein KS heißt nicht automatisch dass es Stillprobleme geben muß! Und ganz wichtig: Nur weil es ziept an der Narbe, ist das nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen, Bewegung tut weh ist aber ganz wichtig, damit man schnell wieder auf die Beine kommt und damit das alles gut verheilt (unbewegt verwächst sich das Geweben eher, was wohl zu Problemen führen kann, sagte man mir). Und es wird im Normalfall gaaaanz bald sehr viel besser (also wenn es keine Komplikationen gibt), man gewöhnt sich dran, die Schmerzen lassen nach, man kann plötzlich mehr als man dachte!
LG Muli