Pro-Familienbett-Argumente

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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patatina
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Pro-Familienbett-Argumente

Beitrag von patatina »

Hallo!

Meine Tochter Laura ist 6 Monate alt und schläft bisher im Familienbett!
Nun meinte neulich mein Mann, wir sollen sie an ihr eigenes Bett gewöhnen, damit sie lernt, dort zu schlafen, von ihm aus auch gerne im Schlafzimmer am Fußende von unserem Bett. Wir sind beite der etwas breiteren Sorte und er meint, ihm ist das auf dauer zu eng, was ist, wenn dann Kind 2 mal da sein sollte (wir basteln gerade dran), ein Kind mit z.B. 2 Jahren in unserem Bett geht garnicht, so die typischen Argumente!
Hab schon das Buch "Schlafen und Wachen" da, werd mich auch da mal durchwurschteln um Argumente zu finden, aber vielleicht könnt ihr mir ja auch mal grad auf die Sprünge helfen...
Männe meinte, es eilt ja nicht, mit dem Umzug ins eigene Bett, aber bei Freunden XY klappt das ja auch von Anfang an, usw.

Da die Diskussion sicher wieder aufkommt, weil ich neulich einfach das Thema beendet hab, und meinte, ich seh das nicht so, möchte ich mich schon mal wappnen!

Vielen Dank schon mal!

LG Nadine
LG Nadine mit kleiner frecher Maus 12/08
Maja
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Re: Pro-Familienbett-Argumente

Beitrag von Maja »

Die meisten Männer knicken sofort ein, wenn man es dann zur Bedingung erklärt, dass sie diejenigen sind die nachts aufstehen, das Kind holen, zum Stillen bringen, und wieder zurück ins Bettchen befördern und dort dabeibleiben bis es wieder schläft :wink:
Ansonsten, wenn es wirklich zu eng ist, kann man ja einfach einen Babybalkon anbauen oder versuchen so umzuräumen dass ein normales weiteres Bett dranpasst. Ich finde es auch superwichtig, dass jeder genug eigenen Platz zum Schlafen hat, da gebe ich Deinem Mann also recht. Nur muss man dafür ja das Baby nicht gleich ans Fußende verfrachten, sondern kann es trotzdem neben sich behalten. Dein Mann würde ja sicher auch nicht wie ein Haustier zu Deinen Füßen liegen wollen :wink:

Viele Grüße!
2004/2006/2014
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patatina
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Re: Pro-Familienbett-Argumente

Beitrag von patatina »

Mein Mann würde das Kind sicher holen und zurückbringen... er versucht sonst auch, mir überall zu helfen, in der Anfangszeit hat er auch immer wieder angeboten, Laura nachts mit abgepumpter Milch zu füttern, damit ich schlafen kann. Ich habs allerdings abgelehnt, weil das zu lang gedauert hätte und ich ja eh wach geworden wäre...
Babybalkon hatt ich auch schon überlegt, aber wie lang passt sie dann da wohl rein!?
Ich find, der Platz reicht, das Problem ist eher, dass er sich nachts rankuschelt von einer Seite und Kind von der anderen, dh. ich kann mich nicht drehen, was ich öfters tue, und ihn dann halt anstubse, dass er Platz macht.
Ich bräuchte halt eher so Argumente, die das "bei anderen klappts ja auch" entkräften, bzw. was es für Vorteile hat, vor allem für die Entwicklung des Kindes!

Danke,

Nadine
LG Nadine mit kleiner frecher Maus 12/08
jusl
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Re: Pro-Familienbett-Argumente

Beitrag von jusl »

Mein Mann würde das Kind sicher holen und zurückbringen...
:lol: ja? Monatelang, jahrelang? 2,5,10 mal pro Nacht? Incl. aufstehen und rumtragen, damit das Kind wieder so tief einschläft, damit er es wieder weglegen kann?? :lol: :lol: :lol: wow - dann kann er sehr gern bei uns einziehen! :mrgreen:

PS: bei den anderen klappt's in aller Regel eben NICHT besser. Aber pssst, nicht weiter sagen ;-)

"Schlafen und Wachen" lesen ist eine gute Idee - lest doch ruhig gemeinsam!

LG;
Julia
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patatina
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Re: Pro-Familienbett-Argumente

Beitrag von patatina »

[quote="jusl
PS: bei den anderen klappt's in aller Regel eben NICHT besser. Aber pssst, nicht weiter sagen ;-)
[/quote]

Das ist mir schon klar... nur ihm nicht! :roll:
jusl hat geschrieben: "Schlafen und Wachen" lesen ist eine gute Idee - lest doch ruhig gemeinsam!
O-Ton: "Ich brauch keine Bücher, ich mach das aus dem Bauch raus!" als ich ihm sagte, er soll doch "In Liebe Wachsen" lesen. *grummel*

Männer sind so kompliziert manchmal...
Ich hoff ja, dass ich einfach wieder mal gewinne, wie meistens! Aber überzeugen würd ich ihn schon gern!
LG Nadine mit kleiner frecher Maus 12/08
Lösche Benutzer 1828

Re: Pro-Familienbett-Argumente

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Mein Mann liest auch keine Bücher dieser Richtung - nur PC-Kram :roll:

Beim ersten Kind war er auch total skeptisch - beim zweiten wußte er, dass ich mir da nicht reinreden lassen- beim dritten findet er es normal "Der wäre doch so allein sonst - das geht ja nicht."

Für mich kommt Alleinschlafen einfach gar nicht in Frage für ein kleines Kind - die beiden Großen sind mti drei dann ins eigene Bett umgezogen und schlafen jetzt gemeinsam in einem Zimmer.
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Nimue1212
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Re: Pro-Familienbett-Argumente

Beitrag von Nimue1212 »

10 Gründe, mit dem Baby zusammen im Familienbett zu schlafen

von Jan Hunt

übersetzt aus dem Englischen von eulalie für Rabeneltern.org

1. Zusammen mit dem Baby im Familienbett zu schlafen, hat den großen Vorteil das Stillen für die Mutter während der Nacht zu erleichtern, weil sie nicht aufstehen muss, sondern ihr Kind im Halbschlaf anlegen kann, um danach einfach wieder einzuschlafen. Auf diese Weise sind die Zeiten unterbrochener Nachtruhe weniger anstrengend für die Mutter, denn sie kommt trotzdem in den Genuss eines erholsamen Schlafs. Das Schlafen im Familienbett fördert somit eine längere Stillbeziehung mit allen Vorteilen die diese für Mutter und Kind hat.

2. Der Schlafforscher James McKenna ist der Überzeugung, das gemeinsame Schlafen im Familienbett versetze Eltern in die Lage, ihr Kind aktiv vor dem plötzlichen Kindstod zu bewahren. Er betont, dass so die besten Voraussetzungen vorhanden seien, damit umgehend die richtigen Maßnahmen getroffen werden können, ehe das Kind in eine unangenehme oder gar lebensbedrohliche Notlage gerät.

3. Atemstillstände in den ersten Lebensmonaten sind normal und es ist wahrscheinlich, dass die Atemgeräusche der Mutter/Eltern die kindliche Atmung stimulieren und es so an das weiter Atmen "erinnert" wird. Selbst wenn dieser Mechanismus nicht funktionieren sollte, die Mutter ist in unmittelbarer Nähe und kann das Kind gegebenenfalls aufwecken. Bei stillenden Müttern, die mit ihrem Kind zusammen schlafen, gleichen sich die Phasen des tiefen Schlafs und des Traumschlafs einander an, so dass die Mütter, selbst während sie schlafen spüren, wenn ihr Baby Probleme hat und sofort erwachen, um es zu versorgen. Wenn das Baby alleine schläft, ist eine solche, vielleicht lebensrettende Maßnahme nicht möglich.

4. Jede Gefahr für das Kind, die während der Nacht entsteht, ist vermindert, wenn ein Erwachsener in der Nähe ist. Babys und Kinder sind verbrannt, sexuell missbraucht worden von Verwandten, die zu Besuch waren, sind aus dem Bett entführt worden, wurden von Haustieren attackiert, sind am eigenen Erbrochenen erstickt, sind gestorben oder wurden schwer verletzt auf die unterschiedlichste Art und Weise. All dies hätte verhindert werden können, wenn ihre Eltern in unmittelbarer Nähe gewesen wären, um ihnen zu helfen.

5. Das gemeinsame Schlafen im Familienbett wird häufig als Ursache für den Tod durch Erstickung verantwortlich gemacht. Diese Gefahr ist nur real unter zwei Voraussetzungen: ein junger Säugling schläft im Wasserbett, was den Säugling daran hindert sich aus einer bedrängten Lage aufrichten zu können oder die Eltern stehen unter dem Einfluss von Drogen (Nikotin, Alkohol, und anderen), die sie daran hindern, für ihr Kind zu sorgen. Außer Frage steht, ein Kind, das droht zu ersticken aus welchem Grund auch immer (Schlaufe eines Kleidungsstücks, die sich um den Hals zuzieht, Erbrechen im Schlaf, Asthmaanfall) wird sehr viel eher einen Erwachsenen wecken, der gleich neben ihm schläft, als einen Schlafenden in einem getrennten Raum.

6. Das gemeinsame Schlafen im Familienbett wird häufig mit sexuellem Missbrauch der Kinder durch ihre Eltern in Verbindung gebracht. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Eltern, die eine innige Bindung zu ihren Kindern entwickelt haben, weil sie sich sowohl nachts, als auch tagsüber liebevoll um ihre Kinder kümmern, sind weniger gefährdet, gewalttätig in jeglicher Form gegenüber ihren Kindern zu werden. Umgekehrt, die Tatsache, dass Kinder in ihrem eigenen Zimmer schlafen, war noch nie ein angemessener Schutz vor sexuellem Missbrauchs durch ein Elternteil, sondern macht es für diesen eher einfacher, sein Tun zu verheimlichen.

7. Darüber hinaus kann das gemeinsame Schlafen im Familienbett Kinder vor gewalttätigen Eltern schützen, weil auf diese Weise am ehesten gewährleistet ist, dass alle ausreichend Schlaf bekommen und somit nicht unter permanenten Erschöpfungszuständen leiden, was im allgemeinen die Toleranzschwelle für Gewaltbereitschaft sinken lässt. Das Kind braucht nicht unnötig zu leiden oder zu schreien, damit seine Mutter nach ihm sieht und die Mutter kann es im Halbschlaf stillen und umsorgen. Die ganze Familie erwacht erholt, ohne negative Gefühle dem Kind gegenüber, das nicht durchschläft. Ein überfordertes Familienmitglied ist die größte Gefahr für ein Kind, Opfer von elterlicher Gewalt zu werden. Ein/e gut ausgeschlafene/r Mutter oder Vater genießen das gemeinsame Schlafen, erfreuen sich an ihrem friedlich schlummernden Kind neben ihnen.

8. Das Schreien ist die einzige Möglichkeit für das Baby, sich bemerkbar zu machen, um seinen Eltern zu signalisieren, dass es sie braucht. Endloses Schreien bedeutet Stress für alle Familienmitglieder. Je eher die Bedürfnisse des Kindes gestillt werden, desto eher bekommen alle die Erholung, die sie dringend brauchen und umso mehr Energie ist für den Tag vorhanden. Eine junge Mutter, die zusammen mit ihrem Kind schläft, verinnerlicht die sensiblen Antennen, die zunächst alle Mütter für ihre Neugeborenen haben, und versetzt sie in die Lage, das Kind schneller zu beruhigen, ihm und allen Familienmitgliedern somit unnötigen Stress zu ersparen.

9. Geschwister, die zusammen schlafen, entwickeln häufiger eine tiefere emotionale Bindung zueinander, was sich auch auf ein friedlicheres Miteinander während des Tages auswirken kann. Geschwister, die Tag und Nacht zusammen sind, haben eher die Gelegenheit ein inniges und dauerhaftes Verhältnis zueinander aufzubauen. Babys und Kinder, die während des Tages von ihrer Familie getrennt sind (Eltern arbeiten, Geschwister in der Schule) tanken das Bedürfnis nach Nähe während der Nacht wieder auf.

10. Studien über Patienten im Koma, beweisen, dass die Anwesenheit von einer anderen Person im Raum, Herzschlagfrequenz, Herzrhythmus und Blutdruck des Patienten positiv beeinflussen. Es erscheint vernünftig anzunehmen, dass bei Babys und Kindern ähnliche gesundheitliche Vorteile hervorgerufen werden, wenn sie mit vertrauten Personen im selben Raum sind.

Ein Kind, das Tag und Nacht umsorgt wird, fühlt sich in seinem Glauben an die Liebe und Unterstützung seiner Eltern bestätigt, anstatt mit Gefühlen wie Angst, Ärger und Einsamkeit Nacht für Nacht zurechtkommen zu müssen. Kinder, die sich während der Nacht dicht neben ihren Müttern und/oder Vätern sicher fühlen durften, wachsen zu Erwachsenen heran, die besser mit unausweichlichen Stresssituationen, die das Leben nun mal mit sich bringt, zurecht kommen. John Holt bringt es auf den Punkt, wenn er sagt: "Liebe und Geborgenheit in der frühen Kindheit erfahren zu haben, hat nichts mit Verwöhnen gemein, sondern ist wie ein dickes Bankkonto: ein Fundament aus Selbstachtung und Selbstsicherheit, von dem das Kind zehren und die Herausforderungen des Lebens meistern kann."
Quelle




Außerdem gibts noch diese Seite, auf der man einige Argumente finden kann.
Liebe Grüße
Anika mit Lisa (03/95), Livie (07/06), Nottie (03/08 ) und

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Nimue1212
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Re: Pro-Familienbett-Argumente

Beitrag von Nimue1212 »

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Annabanana
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Re: Pro-Familienbett-Argumente

Beitrag von Annabanana »

Zum Babybalkon: Wir haben einen aus einem Standard-Kindergitterbett, also 70 x 140 cm. Da hat neulich mein 5-jähriger drin geschlafen, mein 3-jähriger schläft dort noch regelmäßig. Lohnt also!

LG, Silke
kja1985

Re: Pro-Familienbett-Argumente

Beitrag von kja1985 »

Hm, ich finde immer die Schlafsituation muss für alle stimmen. Meinen Mann war es auch immer zu viel mit Baby im Bett, aber er ist dann vorübergehend und ohne Protest oder Gemecker in ein anderes Zimmer ausgezogen zum Schlafen, weil er eingesehen hat dass die Babys mich brauchen und ich nachts nicht dauernd hin und her wandern kann.

Jetzt haben die beiden seit Kurzem ein gemeinsames Kinderzimmer und Mann und ich schlafen wieder zusammen. Und die Pause hat uns durchaus gut getan, es ist wieder richtig schön zusammen einzuschlafen und aufzuwachen.
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