Rica hat geschrieben:bis jetzt hatte ich noch keine trageberatung, sondern nur kontakt zu den trageberatern.
Hallo,
ich kram das noch mal hoch, da es gerade mein Thema ist....
Ich überlege auch gerade was ich als Trageberaterin bieten sollte, kann und auch möchte.
Ich würde gerne diesen Satz ein wenig erläutert haben:
Wie sah der Kontakt denn aus?
Wenn Du schreibst das Du noch keine Trageberatung hattest, vielleicht wären im persönlichen Treffen, unter Umständen ganz andere Sachen genannt oder gezeigt worden....was aber ja manchmal am Telefon oder per eMail gar nicht geht, weil es Handgriffe sind die man sehen oder gezeigt bekommen muß.
Kann es vielleicht auch "einfach" daran liegen?
Ich persönlich versuche die Mutter dort abzuholen wo sie steht. Und ihr auch nahezulegen das sie überlegen soll wann es für das Kind die beste Zeit am Tag ist eine Beratung in Anspruch zu nehmen.
Es ist für das Kind eine Sondersituation und wenn es dann auch noch kurz vor dem Schlafen ist, dann ist das nicht unbedingt so günstig....da kennt die mutter ihr Kind am besten.
Das erkläre ich auch im Vorgespräch.
Weiterhin lasse ich mir von der Mutter ein wenig ihre Situation beschreiben in der sie sich befinden...Anzahl der Kinder, Partner oder Alleinerziehend oder was sonst noch für mich interessant sein könnte, wann möchte sie tragen....
hat sie ein tuch soll sie es mitbringen, ebenso Tragehilfen.
Während der Beratung schaue ich immer aufs Kind.....allerdings muß ich auch da schauen wie ich das eventuell mache, wenn das Kind nur weint wir dann gar nicht wirklich zu etwas kommen...denn dann treffen einfach auch Ansprüche aufeinander die ich so nicht kalkulieren kann. Wir sind da halt auch Menschen die ihre BEdürfnisse haben und wenn so ein kleines Baby nur weint, dann habe ich auch schon Beratungen abgebrochen und angeboten das wir uns ein anderes mal wiedertreffen.
Das ist dann für mich nicht befriedigend udn ich stelle mir auch vor das die mutter das genauso sieht...aber manchmal ist es so, das eine Situation entsteht die leider dann so ist und in der ich dann schauen muß was ich am sinnvollsten, in meinen Möglichkeiten, daraus mache.
Ich denke aber nicht das dies dann darüber entscheidet ob ich eine gute oder weniger gute Trageberaterin bin....fände ich zunmindest sehr schade.
Ich persönlich finde es total wichtig, das Eltern auf ihren Bauch hören und auch erklären das ich die falsche Beraterin bin wenn sie sich bei mir nicht aufgehoben fühlen oder meine Art nicht mit ihnen harmoniert. Denn ich möchte niemanden überreden, ich möchte Wege aufzeigen an deren Umsetzung die Eltern mitgestalten müssen...sie sind es die sich auf meine Arbeit einlassen sollten und diese mit ihrem Kind gemeinsam umsetzen müssen.
Das geht nur über Vertrauen. Und ich würde es niemandem übel nehmen der nach 10 Minuten aufsteht ganz klar sagt das er mit mir persönlich ein Problem hat. Unter diesen Umständen halte ich eine Beratung von meiner Person, für nicht gut, denn sie würde den Eltern nur Frust bescheren der sie dann am Ende auch noch teuer zu stehen kommt.
Wobei ich auch schon erlebt habe das Eltern mir ganz klar erklärt haben das sie sich mehr Lösungen gewünscht hätten....gut, das konnte ich in diesem Fall nicht bieten, da ich Beraterin bin und nicht für alles eine Patentlösung habe.


