Rücksichtslos?
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Lösche Benutzer 1828
Re: Rücksichtslos?
Und auch hier (ich verstehe den aggressiven Unterton nicht
) - ich mag es auch nicht, wenn ein Kind ständig zugestöpselt ist. Aber dennoch rege ich mich nicht über andere auf, die das so tun. WEiß ich, ob nicht gerade ein schlechter Tag vorliegt? KInd krank? Da hatten meine auch Tage, an denen sie nur mit Schnuller rumliefen. Wenn es dem Kind ein echtes Bedürfnis in dem Moment ist, dann darf es das auch.
- Hauptstadtkind
- alter SuT-Hase
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Re: Rücksichtslos?
Sandküste hat geschrieben:Wenn Dir wirklich eine Frau gegenübersitzt, Du sprichst mit ihr und sie sitzt da oben ohne - dann kennst Du sie ja wohl und kannst Ihr sagen "Hey, das stört mich jetzt."Anne hat geschrieben:Ich finde, die Brust ist einfach was intimes, das ich nur meinem Partner oder dem Kind zeige. Notfalls noch im Schwimmbad oder in der Sauna. Aber mehr muss (für mich) nicht sein. Ein Brust gehört in unserer Kultur (im normalen öffentlichen Leben) verdeckt, da ändern auch Medien nichts daran (die ich ignorieren kann, wenn ich will - sitzt eine Frau provokativ vor mir und unterhält sich mit mir, kann ich das nicht).
Verständnis und mehr Rücksichtnahme sollte es wahrscheinlich auf beiden Seiten geben. Stillen ist was Natürliches, aber auch Privates und Intimes. Würde mein Mann auf von mir vorgekautem Essen stehen, würd ich das auch nur zu Hause machen und nicht im Restaurant (oder dort nur sehr unauffällig).
Und nein, ich habe nichts gegen das öffentliche Stillen. Aber wie gesagt: Rücksichtnahme auf beiden Seiten...
Ersetze das ich durch man. Ich habe mich unglücklich ausgedrückt und mich in eine andere Person hineinversetzt, die ein Problem mit öffentlichen Stillen hat.
Meine Freundin hat eine Zeit lang so gestillt - nicht in der S-Bahn, aber auf dem Leeren Spielplatz, bei uns zu Hause. Mich hat das absolut nicht gestört - es ist eine Brust, ein Körperteil.
Welche Frau will wirklich damit provozieren? Ich habe das noch nicht erlebt - eher gedankenlos, weil sie sich einfach nciht "schämt".
Ich finde, es ist Provokation, wenn man in einem Land, in dem öffentliches Stillen nicht toleriert wird, die Brust blank zieht und nicht dezent stillt. Nackt rumlaufen ist auch natürlich, aber das tu ich in einem islamischen Land auch nicht. Es gibt gesellschaftliche Grenzen. Es ist traurig, dass es sie gibt. Aber so schnell werden sie sich auch nicht ändern. Würde mich auch nciht aufs Klo verbannen lassen, aber je nach Fall gucken, wie ich mich am Besten arrangieren kann, dass alle möglichst glücklich sind.
Das mit dem vorgekauten Essen- hmmm, das finde ich, kann man nun nicht vergleichenDas wäre eine sehr absonderliche Angewohnheit - aber das Stillen von Kindern ist natürlich, auch über den 1. Geburtstag hinaus, und normal. Kinder stillen sich wirklich selbst entschieden meist sehr viel später ab (zwischen 4 und 7 Jahren wohl).
*seufz* Okay. Anders. Es gibt auch Mütter, die kauen den Kindern was vor. Das ist auch natürlich. Machst dus dann dezent, gar nicht oder ohne drüber nachzudenken in der Öffentlichkeit?
mit Großkind (7) und Kleinkind (3)
Es kommt nicht darauf an, wo jemand steht. Wichtiger ist, in welche Richtung er blickt. (Terry Pratchett)
Es kommt nicht darauf an, wo jemand steht. Wichtiger ist, in welche Richtung er blickt. (Terry Pratchett)
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Lösche Benutzer 1828
Re: Rücksichtslos?
Meine Kinder haben nur Fingerfood gegessen- keine Ahnung, was ich dann machen würde.
- Drachenblut
- alter SuT-Hase
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Re: Rücksichtslos?
[quote="Sandküste
Und Stillen ist nicht immer was intimes - ich sehe das anders. Ich stillte meine Säuglinge nach Bedarf. Das war auch mal alle 1-2 Stunden, anfangs auch dann längere Stillmahlzeiten. Dafür kann und will ich mich nicht immer ins stille Kämmerlein auf meinen Schaukelstuhl zurückziehen, mein Spitzennachthemd anziehen und verzückt lächlen (Achtung: überspitzt
). Das muss und soll auch mal unterwegs gehen, mal beim Kaffee mit dre Freundin, auf dem Spielplatz, bei einem Elterngespräch im Kindergarten, im Wartezimmer beim Arzt. Dann ist es halt mal nebenher, nebenbei, ich bin dabei in Gedanken woanders.[/quote]
Genauso geht es mir! Für mich ist das Stillen nicht zwangsläufig intim. Eigentlich sogar meistens nicht... Mir haben schon einige erzählt, dass sie das so innig und intim empfunden haben. Ich les auch beim stillen oder quatsch mit meinem Mann. Es ist nicht immer die totale, innere Verbundenheit.
Und meine Schwester meinte halt auch, dass ihr die Innigkeit, die Intimität unangenehm sei, so als würde sie in einem sehr intimen Moment stören. Aber wenn ich gerade quatsche, dann ist das keine Innigkeit, dann erfüll ich sein Bedürfnis, und kann mich dennoch auf anderes konzentrieren.
Insgesamt hat mir die Realität gezeigt, dass ich zu desorientiert bin, um die ganze Zeit dran zu denken, jetzt doch mich abseits hinzusetzen. Wenn Felix stillen will, dann kommt er, ich leg ihn an und danach fällt mir ein, ich hätte mich ja ein wenig abseits setzen können. Aber da ist es meist schon wieder vorbei... Aber wenn ich dran denke, dann seh ich schon zu, dass ich niemanden absichtlich provoziere. Wobei ich ja tatsächlich für die Gefühle des anderen nix kann... Aber man kann ja dennoch Rücksicht nehmen.
Ansonsten bin ich erstaunt, das ist ja ne richtig "wilde" Diskussion hier
...
Und Stillen ist nicht immer was intimes - ich sehe das anders. Ich stillte meine Säuglinge nach Bedarf. Das war auch mal alle 1-2 Stunden, anfangs auch dann längere Stillmahlzeiten. Dafür kann und will ich mich nicht immer ins stille Kämmerlein auf meinen Schaukelstuhl zurückziehen, mein Spitzennachthemd anziehen und verzückt lächlen (Achtung: überspitzt
Genauso geht es mir! Für mich ist das Stillen nicht zwangsläufig intim. Eigentlich sogar meistens nicht... Mir haben schon einige erzählt, dass sie das so innig und intim empfunden haben. Ich les auch beim stillen oder quatsch mit meinem Mann. Es ist nicht immer die totale, innere Verbundenheit.
Und meine Schwester meinte halt auch, dass ihr die Innigkeit, die Intimität unangenehm sei, so als würde sie in einem sehr intimen Moment stören. Aber wenn ich gerade quatsche, dann ist das keine Innigkeit, dann erfüll ich sein Bedürfnis, und kann mich dennoch auf anderes konzentrieren.
Insgesamt hat mir die Realität gezeigt, dass ich zu desorientiert bin, um die ganze Zeit dran zu denken, jetzt doch mich abseits hinzusetzen. Wenn Felix stillen will, dann kommt er, ich leg ihn an und danach fällt mir ein, ich hätte mich ja ein wenig abseits setzen können. Aber da ist es meist schon wieder vorbei... Aber wenn ich dran denke, dann seh ich schon zu, dass ich niemanden absichtlich provoziere. Wobei ich ja tatsächlich für die Gefühle des anderen nix kann... Aber man kann ja dennoch Rücksicht nehmen.
Ansonsten bin ich erstaunt, das ist ja ne richtig "wilde" Diskussion hier
LG Drachenblut mit ihrer 3köpfigen Brut 
Erfahrungen sind wie Apfelkuchen:
am besten selbstgemacht!
(Tochter 1997, Sohn 1998, Sohn 2007)
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- Daria
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Re: Rücksichtslos?
Nicht anders als sonst. Wenn es MIR unangenehm wär, dann würde ich es abgeschiederweise machen. Aber nicht, wenn andere es sind. Die können gern weggehen - und dann gleich mal in andere Länder in Urlaub fahren, wo das gängier ist als hier...Maren hat geschrieben: Wie würdet ihr Euch in Zukunft verhalten?
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Lösche Benutzer 1828
Re: Rücksichtslos?
maren: ich stille jetzt - mit einer Unterbrechung von 3 Monaten- acht Jahre am Stück.
Da gibt es ganz viele Momente, wo Stillen einfach so nebenher läuft.
Und ich finde das gut so - genau aus dem Grund tragen wir doch auch oft unsere Kinder. Kind ist dabei, während wir andere Dinge tun, die Hände und den Kopf frei haben.
Das heißt ja nicht, dass es diese innigen Momente nicht gibt - klar, gibt es die. Aber dann halt wirklich zu Hause, gemütlich, in Ruhe.
Da gibt es ganz viele Momente, wo Stillen einfach so nebenher läuft.
Und ich finde das gut so - genau aus dem Grund tragen wir doch auch oft unsere Kinder. Kind ist dabei, während wir andere Dinge tun, die Hände und den Kopf frei haben.
Das heißt ja nicht, dass es diese innigen Momente nicht gibt - klar, gibt es die. Aber dann halt wirklich zu Hause, gemütlich, in Ruhe.
- cocotte
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 14.05.2009, 17:58
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Re: Rücksichtslos?
Hui, das ist hier aber eine erregte Diskussion geworden!
Bin doch etwas erstaunt.
[quote="Sandküste]
Und Stillen ist nicht immer was intimes - ich sehe das anders. Ich stillte meine Säuglinge nach Bedarf. Das war auch mal alle 1-2 Stunden, anfangs auch dann längere Stillmahlzeiten. Dafür kann und will ich mich nicht immer ins stille Kämmerlein auf meinen Schaukelstuhl zurückziehen, mein Spitzennachthemd anziehen und verzückt lächlen (Achtung: überspitzt
). Das muss und soll auch mal unterwegs gehen, mal beim Kaffee mit dre Freundin, auf dem Spielplatz, bei einem Elterngespräch im Kindergarten, im Wartezimmer beim Arzt. Dann ist es halt mal nebenher, nebenbei, ich bin dabei in Gedanken woanders.[/quote]
Gut gesagt - genau diese Beiläufigkeit ist es m.M. nach, die das Stillen eigentlich braucht, um in der Öffentlichkeit einfach wieder als etwas ganz Natürliches und NORMALES wahrgenommen zu werden.
Allerdings kann das halt nicht jede Frau; es geht schließlich um das ganz persönliche "Schamgefühl" - auch wenn es beim Stillen m.M. nach und rein verstandesmäßig betrachtet einfach nichts zu schämen gibt, aber Gefühl und Verstand gehen eben leider nicht immer Hand in Hand...
Ich hab ne Freundin, die 3 Kinder sehr lange gestillt hat, für mich immer ein ganz tolles Vorbild. Sie war genauso eine Mutter, die so ganz beiläufig stillen konnte, mit einer völligen Selbstverständlichkeit. Natürlich gab es hier im Kuhkaff auch mal dumme Kommentare - natürlich nie zu ihr persönlich
, GAAAANZ schlimm war es natürlich, als sie an unserer Hochzeit wagte, in der KIRCHE zu stillen (Gott sei uns gnädig...
), aber insgesamt hatte sie einfach so eine ganz selbstsichere Haltung was das Stillen anbelangt. Oft hab ich es auch gar nicht bemerkt, wenn sie stillte, Söhnchen 3 kam kurz angeflitzt mit knappen 2 Jahren, sie schob das T-Shirt nur kurz hoch, ließ in ganz kurz trinken, und das war´s. Wie soll ich sagen: Sie ruhte einfach in sich selbst, und nichts konnte ihr was anhaben. Das hat mich immer sehr beeindruckt.
Ich selbst merke mit einem nun 14 Monate alten Kind, dass ich diese Haltung in der Öffentlichkeit leider nicht immer an den Tag legen kann. Mich nerven zurzeit einfach die eeewigen Fragen, warum ich denn IMMER NOCH stille. Oder die gelegentlich etwas erstaunt-entsetzten Blicke, wenn ich mich doch mal traue. Letztens hab ichs im Restaurant auch einfach mal wieder "gewagt" - hab mich etwas zur Seite gedreht und gut war´s; ist glaub ich gar nicht groß aufgefallen. Es hat auch keiner was gesagt. an dem Tag hab ich aber auch ganz sicher und gut damit gefühlt.
Was ich damit sagen will: Wenn es einer Frau einfach nicht behagt, wenn das "Schamgefühl" einfach zu groß ist, in er Öffentlichkeit zu stillen, dann zieht man sich zum Stillen einfach besser zurück, weil es einem damit einfach besser geht. Hab das Gefühl, je unsicherer man sich selber im entscheidenden Moment fühlt, desto eher kommen negative Reaktionen.
[quote="Sandküste]
Und Stillen ist nicht immer was intimes - ich sehe das anders. Ich stillte meine Säuglinge nach Bedarf. Das war auch mal alle 1-2 Stunden, anfangs auch dann längere Stillmahlzeiten. Dafür kann und will ich mich nicht immer ins stille Kämmerlein auf meinen Schaukelstuhl zurückziehen, mein Spitzennachthemd anziehen und verzückt lächlen (Achtung: überspitzt
Gut gesagt - genau diese Beiläufigkeit ist es m.M. nach, die das Stillen eigentlich braucht, um in der Öffentlichkeit einfach wieder als etwas ganz Natürliches und NORMALES wahrgenommen zu werden.
Allerdings kann das halt nicht jede Frau; es geht schließlich um das ganz persönliche "Schamgefühl" - auch wenn es beim Stillen m.M. nach und rein verstandesmäßig betrachtet einfach nichts zu schämen gibt, aber Gefühl und Verstand gehen eben leider nicht immer Hand in Hand...
Ich hab ne Freundin, die 3 Kinder sehr lange gestillt hat, für mich immer ein ganz tolles Vorbild. Sie war genauso eine Mutter, die so ganz beiläufig stillen konnte, mit einer völligen Selbstverständlichkeit. Natürlich gab es hier im Kuhkaff auch mal dumme Kommentare - natürlich nie zu ihr persönlich
Ich selbst merke mit einem nun 14 Monate alten Kind, dass ich diese Haltung in der Öffentlichkeit leider nicht immer an den Tag legen kann. Mich nerven zurzeit einfach die eeewigen Fragen, warum ich denn IMMER NOCH stille. Oder die gelegentlich etwas erstaunt-entsetzten Blicke, wenn ich mich doch mal traue. Letztens hab ichs im Restaurant auch einfach mal wieder "gewagt" - hab mich etwas zur Seite gedreht und gut war´s; ist glaub ich gar nicht groß aufgefallen. Es hat auch keiner was gesagt. an dem Tag hab ich aber auch ganz sicher und gut damit gefühlt.
Was ich damit sagen will: Wenn es einer Frau einfach nicht behagt, wenn das "Schamgefühl" einfach zu groß ist, in er Öffentlichkeit zu stillen, dann zieht man sich zum Stillen einfach besser zurück, weil es einem damit einfach besser geht. Hab das Gefühl, je unsicherer man sich selber im entscheidenden Moment fühlt, desto eher kommen negative Reaktionen.
S. mit großem Mädchen *04/08 und fast großem Mädchen *02/10 und kleinem Mädchen *12/14 und winzigem Sternenbübchen *+11/17 im Herzen
Nicht müde werden
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten.
Hilde Domin
Nicht müde werden
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten.
Hilde Domin
-
Lösche Benutzer 1828
Re: Rücksichtslos?
Ganz so normal war es bei mir auch beim ersten Kind nicht - das ist ja auch natürlich. In unserer Gesellschaft wird halt selten gestillt - ich hatte vor meinen eigenen Kindern kaum Kontakt zu Säuglingen, kannte kaum M Ütter, hatte mich noch nie mit dem Stillen beschäftigt.
Zum Glück hatte ich in meinem Umkreis durch den Kontakt zu CC-Eltern viele Langzeitstillende - und auf einmal waren gestillte Kleinkinder ganz normal für mich. Ich wuchs dann da rein, habe sogar tandem gestillt.
Mittlerweile ist es für mich das normalste der Welt, ein Kleinkind zu stillen. Ich ertappe mich sogar manchmal bei dem Gedanken, wenn ich z.B. sehe wie ein Kind in Simons Alter sehr müde ist, doll weint usw. "warum stillt sie denn jetzt gerade nicht"
Für mich gehört es einfach dazu - ich könnte es mir gar nicht vorstellen, ihn nicht zu stillen in dem Alter.
In der Kirche stille ich auch - warum denn nicht dort?
ICH habe damit kein Problem - und ja, ganz ehrlich, wen es stört, der soll wegschauen, denke ich mir. Ich sitze nicht barbusig da herum oder wedele anderen meinen Busen um die Nase. Also sollen sie gefälligst nicht hinschauen.
Stillen wird immer noch so verklärt dargestellt - Frau soll sich zurückziehen, Ruhe haben, alles sauber, adrett, rein, unschuldig. Nicht umsonst hört man ja so oft "er/sie trinkt nicht, wenn wir unterwegs sind" "ich muss dann wieder zu Hause sein, weil ich dann stillen muss" - das macht das Stillen für mich dann wieder kompliziert. Neben dem gesundheitlichen und emotionalen Aspekt hat es für mich halt auch den enorm praktischen Grund: immer verfügbar, jederzeit dabei, Gedanken um die Nahrung muss ich mir nicht machen.
Zum Glück hatte ich in meinem Umkreis durch den Kontakt zu CC-Eltern viele Langzeitstillende - und auf einmal waren gestillte Kleinkinder ganz normal für mich. Ich wuchs dann da rein, habe sogar tandem gestillt.
Mittlerweile ist es für mich das normalste der Welt, ein Kleinkind zu stillen. Ich ertappe mich sogar manchmal bei dem Gedanken, wenn ich z.B. sehe wie ein Kind in Simons Alter sehr müde ist, doll weint usw. "warum stillt sie denn jetzt gerade nicht"
In der Kirche stille ich auch - warum denn nicht dort?
ICH habe damit kein Problem - und ja, ganz ehrlich, wen es stört, der soll wegschauen, denke ich mir. Ich sitze nicht barbusig da herum oder wedele anderen meinen Busen um die Nase. Also sollen sie gefälligst nicht hinschauen.
Stillen wird immer noch so verklärt dargestellt - Frau soll sich zurückziehen, Ruhe haben, alles sauber, adrett, rein, unschuldig. Nicht umsonst hört man ja so oft "er/sie trinkt nicht, wenn wir unterwegs sind" "ich muss dann wieder zu Hause sein, weil ich dann stillen muss" - das macht das Stillen für mich dann wieder kompliziert. Neben dem gesundheitlichen und emotionalen Aspekt hat es für mich halt auch den enorm praktischen Grund: immer verfügbar, jederzeit dabei, Gedanken um die Nahrung muss ich mir nicht machen.
- Minchen
- Dipl.-SuT
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- Registriert: 18.11.2008, 09:09
Re: Rücksichtslos?
"Tanze mit Deinem Baby im Mondschein, wenn es die Nacht zum Tag macht, singe fröhliche Lieder mit Deinen Kindern im Regen, mache Kissenschlachten, matsche mit ihnen im Schlamm und springe in Pfützen, macht ein Picknick UNTERM Tisch - vergiss nie: in 20 Jahren wirst Du sagen, es war die schönste Zeit Deines Lebens!"
von Minchen mit Frühling (2008), Sommer (2009), Herbst (2013) und Winter (2011)
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- Drachenblut
- alter SuT-Hase
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- Registriert: 03.08.2007, 08:52
Re: Rücksichtslos?
Oh mein Gott, das ist ja gruselig, was die da z.T. schreiben!
LG Drachenblut mit ihrer 3köpfigen Brut 
Erfahrungen sind wie Apfelkuchen:
am besten selbstgemacht!
(Tochter 1997, Sohn 1998, Sohn 2007)
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