Ich schrieb:
"echte" Brustentzündungen sind i.d.R. NICHT OHNE Antibiotika in den Griff zu kriegen.
Zu allen Regeln gibt es Ausnahmen. Aber z.B. allein die Tatsache, dass man mehrmals eine Mastitis entwickelt (evtl sogar an der gleichen Stelle, kann aber auch wandern), kann ein Hinweis auf eine nicht vollständige Ausheilung des ursprünglichen Entzündungsherdes sein.
Zusätzlich zu den von Daria genannten Symptomen kann auch noch eine (letztlich willkürlich gewählte) massiv erhöhte Keimzahl in der Milch als Entscheidungskriterium herangezogen werden; in manchen Situationen wird die Keimzahl der Milch standartmäßig untersucht (z.B. wenn ein Frühchen gestillt wird).
Eine klinische Unterscheidung ist manchmal nicht ganz einfach - zumal auch nicht oder falsch behandelte Milchstaus schlimmstenfalls in eine Mastitis übergehen können. Die Grenze ist dann willkürlich zu ziehen - die Summe und die Schwere der Symptome macht's dann.
Aber Mastitis z.B. muss gar nicht unbedingt mit Milchstau einhergehen - es ist möglich, dass die Milch überall wunderbar fließt und dennoch das Drüsengewebe massiv entzündet ist.
Ich kann alle Frauen, v.a. die mit offensichtlicher Mehrfach-Neigung, nur ermutigen, sich entsprechend vernünftig behandeln zu lassen. Mastitis ist KEIN "normaler" Begleitumstand der Stillzeit, im Gegensatz zu z.B. vorübergehenden Milchstaus oder beanspruchten BW, die allermeist problemlos mit Abwarten/Änderungen im Stillmanagement oder Selbstbehandlung verschwinden.
LG;
Julia