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An die pumperfahrenen Mütter

Verfasst: 17.12.2009, 12:09
von alysia
Ich weis leider nicht mehr weiter.

Mein Sohn (es waren Zwillinge, Tochter verstarb leider 2 Tage später) ist nun 5 Wochen alt und ein extremes Frühchen (23+6), ihm gehts gut und er atemt auch mittlerweile selbstständig. Natürlich pumpe ich meine Milch ab damit dieser davon ernährt werden kann. Bis vor zwei Wochen hatte ich auch noch richtig viel Milch. Habe meist die Nacht durchgeschlafen, etwa 7-8 Stunden und hatte in der Früh 200-280 ml insgesamt. Tagsüber habe ich alle 3 Stunden abgepumpt bei einer Milchmenge von 100-140 ml zusammen. Doch eben seit 2 Wochen scheint meine Milch zurück zu gehen. Ich hatte auf Grund von einer Weihnachtsfeier und Abendessen bei Freunden 4 Tage Abends eine längere Pause wo ich nicht abgepumpt habe.

Heute in der früh schaffe ich gerade mal 120 ml und tagsüber sind es nur noch 80-100 ml. (in der Früh müsste es ja eigentlich mehr sein weil längere Pause) Nun fühlen sich meine Brüste auch oftmals mehr weich an als fest so wie sie es früher getan haben. Ich pumpe mit zwei elektronischen Aventpumpen gleichzeitig ab.

Langsam befällt mich die Angst das die Milch versiegen wird und ich es nicht mehr bis zu dem Zeitpunkt schaffen werde bis ich versuchen kann ihn zu stillen.

Was kann ich tun damit das nicht passiert und vorallem das die Milch wieder mehr wird? Ich habe zwar noch einen guten Vorrat, doch sobald er mehr bekommt wirds dann aber auch bald zu Ende gehen.

Meine Überlegung ist die 3 Stunden Abstände beizubehalten und auch in der Nacht alle 3 Stunden zu pumpen. Aber mir scheint irgendwie dass es trotzdem nicht wieder mehr wird.

Ich würde so gerne stillen, ich weis nur nicht ob ich es bis dahin schaffe.

Re: An die pumperfahrenen Mütter

Verfasst: 17.12.2009, 13:19
von darkdragonsoule
hallo liebe alysia

erstmal möchte ich dir mein beileid aussprechen dass eines deiner babys verstorben ist :(

ich finde es sehr gut dass du vorhast dein baby mit mumi zu ernähren.ich bin keine stillberaterin (habe aber gepumpstillt) und hoffe ich kann trotzdem schon ein paar sachen sagen.du wirst aber noch professionellen rat bekommen.

bist du in kontakt mit einer stillberaterin?hast du dein baby schon mal angelegt und saugt es an deiner brust?und wenn ja,habt ihr auch mal ein brusternährungsset in erwägung gezogen?(vielleicht benutzt du es ja schon)

ich habe bei meiner tochter (bei mir aber andere geschichte,ich kann wahrscheinlich nicht genügend milch produzieren) alle zwei stunden,manchmal alle nur alle drei stunden gepumpt.nachts alle drei stunden.morgens habe ich auch immer einmal mehr rausbekommen,das liegt aber nicht daran dass sich so viel in der brust sammelt,sondern weil nachts und am frühen morgen dein prolaktinspiegel höher ist und du auch ausgeruhter bist (ich hoffe ich erzähle da jetzt das richtige :lol: )

am besten könntest du deine milch steigern indem du dein kind so viel anlegst wie es möchte und wie es geht.
das wars mal von mir.

nochmal " ich finde das wirklich klasse dass du deinem kind deine mumi gibst und auch vorhast zu stillen" das wird schon werden,ihr schafft das schon :D

Re: An die pumperfahrenen Mütter

Verfasst: 17.12.2009, 13:35
von Aditi
kan grad nur kurz aber nur soviel: ich hatte eine ähnliche situation und es hat geklappt nach insges. 7 wochen hat sie gestillt :D
-nimm eine medela pumpe (nicht die mit A..)
- laß dir von stillberaterin zeitgen, wie du die maus am besten anlegst
-beim pumpen maus oder foto von maus angucken
-beim pumpen was lustiges im fernsehen angucken (v.a. um 4uhr morgens ich hab immer dharma und greg geguckt :lol: )
-alle 4h 24 h durch hat bei mir knapp gereicht
-geholfen hat_ viel ruhe, keine verwandtenbesuche etc(auf später verschieben), sich abschotten und von göga bekochen lassen :wink:
-bionade holunder und wassermelone (mir fällt später bestimmt noch mehr ein)
-für den notfall ha milchpulver in den schrank stellen (wir habens nie benutzt), nimmt den druck raus.
-nach dem duschen o. baden direkt pumpen

viel erfolg!
ihr schafft das!!

Re: An die pumperfahrenen Mütter

Verfasst: 17.12.2009, 14:23
von Sonnenblume23
Huhu,

ich habe auch ein Frühchen und mußte pumpen. Ich habe tagsüber alle drei STunden und nachts eine Pause von fünf Stunden gehabt. Also eine längere Pause. Wenn ich steigern wollte, habe ich tagsüber alle zwei Stunden gepumpt. Nicht immer ganz regelmäß9g, aber nie länger als drei Stunden Pause. Ich habe auch mit Medela gepumpt und wir sind damit sehr gut gefahren.

Vielleicht kannst du teilweise direkt bei deinem Kleinen pumpen? Das regt auch sehr an. So ich muß leider weiter, mein Frühchen braucht mich hier gerade

Re: An die pumperfahrenen Mütter

Verfasst: 17.12.2009, 16:21
von Struppi
Liebe Alysia!

Auch ich möchte Dir mein tiefes Beileid ausprechen. Es tut mir leid, dass eins Deiner Zwillinge gehen musste.

Ich selber bin auch Frühchen-Mama (32+5) und habe 4 Wochen nur gepumpt, weil der Kleine zu schwach zum Stillen war.

Ich habe konsequent alle 3 Stunden (auch nachts) gepumpt mit der Doppelpumpe von Meleda. Dazu gabs viel Stilltee und jede Menge Ruhe.

Ich wünsche Dir viel Kraft und Unterstützung.

Re: An die pumperfahrenen Mütter

Verfasst: 17.12.2009, 20:50
von darkdragonsoule
du kannst dir übrigens von deinem gynäkologen/gin eine doppelpumpe mit einem doppelpumpset verschreiben lassen und es einfach immerwieder verlängern.erstens hast du dann kein so großes gefummel mehr und zweitens kannst du dann besser stimulieren wenn du beide gleichzeitig pumpst.am besten finde ich die medela sympohny (habe einige pumpen versucht)..das ist die neuste in den apotheken.

Re: An die pumperfahrenen Mütter

Verfasst: 17.12.2009, 22:19
von lunite
Hallo!
Es tut mir sehr leid, dass Du eines Deiner Kinder gehen lassen musstest. Und kann mir selbst kaum vorstellen, wieviel Kraft Du nun aufbringst, Dein lebendes Kind zu versorgen und dann noch für Muttermilch zu sorgen! Hast Du genug Unterstützung zu Hause? Beim Stillen ist Ruhe die erste Bürgerpflicht - soweit möglich natürlich! Ein Doppelpumpset ist sicher schon mal gut, wahrscheinlich hast Du das bereits. Vor allem, versuche nicht, Dich unter Druck zu setzen. Leicht gesagt, ich weiss. Mir hilft es am Arbeitsplatz, irgendwas anderes zu machen, wenn ich auf die Fläschchen starre, dann bekomme ich nur halb so viel Milch raus.
Halte durch! Und eine Stillberaterin ist sicher eine gute Idee.
LG
Regine

Re: An die pumperfahrenen Mütter

Verfasst: 18.12.2009, 21:31
von mayra
Zunächst einmal: herzlich willkommen!! Und es tut mir sehr leid, dass deine Tochter gestorben ist... :(

Zu deinem Still-Pump-Problem:

Durch einen vierwöchigen Stillstreik musste ich in dieser Zeit ausschliesslich pumpen und da ich zunächst "falsch beraten" war, ging meine Milch arg zurück. Zum steigern habe ich 2 Tage (ca. 48h) lang alle 2h gepumpt, doppelseitig und mind. 10-15min. Nach zwei Tagen floss wieder mehr Milch. Dabei war Ruhe und Wärme sehr wichtig. Nachts habe ich im Bad auf dem Boden gemütlich vor dem Heizlüfter abgepumpt. Auch sonst habe ich keine langen Pausen gelassen: tagsüber alle 3h, Pause nur zwischen ca.22h und 6h. Ich stillte davor aber auch schon 9 Monate lang, daher würde ich dir eher dazu raten, keine so lange Pause zu lassen. Und ich habe IMMER mind. 10min gepumpt. Das regt die Milchbildung nochmal an, und ich hatte dann meist noch einen zweiten MSR ausgelöst.

Viel Erfolg!

Re: An die pumperfahrenen Mütter

Verfasst: 26.12.2009, 16:00
von safri
Hallo Alysia;

wow :) 23.SSW und er atmet schon selber, das ist wirklich super, ein kleiner Kaempfer, Herzlichen Glueckwunsch.

Ich war in einer sehr aehnlichen Situation, mein Sohn kam 27+1 und ich haber drei Monate Mumi fuer ihn abgepumpt. Dadurch dass er extreme Probleme mit der Atmung hatte, konnten wir auch echt erst spaet anfangen mit dem anlegen und den Versuchen zu stillen.

Das Pumpen hat mich soooo genervt, aber ich wollte durchhalten und habe immer gegeben was halt ging. Insgesamt hat er vielleicht 10 Flaschen Kunstmilch bekommen, - ich habe immer direkt fuer den naechsten Tag produziert, weil die Vorraete schnell aufgebraucht waren.

Es ist normal, dass nach vier/fuenf Wochen die erste "Krise" kommt und die Milch zurueck geht. Bleib dran, es lohnt sich! Und den kleinen Wutz so schnell wie moeglich an die Brust.
Als ich wirklich gemerkt habe, ich brauche mehr Milch, habe ich tagsueber konsequent alle 2h-2,5h abgepumt, immer weitergepumpt, auch wenn nichts mehr kam (pro Seite 10 min) und den naechsten Milcheinschuss abgewartet. Nach zwei/drei Tagen hatte ich dann wieder etwas mehr Milch, aber es ging sehr schnell, dass auch mal wieder weniger Milch da war (wenn viel los war zu Hause und ich nicht zum pumpen kam).

Im Krankenhaus habe ich den Kleinen dann irgendwann jeden Tag ein-zweimal gestillt, aber klar er war noch sehr schwach und hat sich oft verschluckt.

Es war echt nicht leicht, eine super-stressige Zeit, aber als der Kleine nach Hause kam, habe ich auf mein Gefuehl gehoert, hab denen im Krankenhaus gesagt, ich will ihn auf jeden Fall OHNE Magensonde mitnehmen, und dann haben wir halt gestillt gestillt gestillt! :D Keine Flasche, kein Schnuller, nur Brust! Innerhalb von wenigen Tagen hat er es richtig gut gekonnt, ohne Verschlucken und so.
Und so super zugenommen.

Ich wuensche Euch viel viel Kraft und dir viel Durchhaltevermoegen mit der Pumperei.
LG

Re: An die pumperfahrenen Mütter

Verfasst: 26.12.2009, 17:01
von tania
mein beileid zum tod deiner tochter - wie furchtbar.

hier bist du an der richtigen adresse mit deinen abpump-problemen. such dir trotzdem noch eine stillberatung, auch zur moralischen unterstützung. abpumpen ist einfach arbeit und die trennung von deinem kind sicher schwer. kannst du ihn oft sehen, könnt ihr känguruen?

alles alles gute für dich und deinen sohn!