Seite 1 von 1

Ich bin verwirrt!

Verfasst: 25.11.2009, 15:23
von cher123blau
Wer mich kennt hat sicherlch schon oft gelesen das ich abstillen möcht usw.

Das hat sich dank euch ja geändert und wir stillen nach wie vor nach Bedarf und seit ich das akzeptiert habe, das er stündlich bzw. alle 2 Stunden an die Brust möchte, klappt alles immer besser.

Ihr habt mir ein haufen Bücher vorgeschlagen und ich hab die meisten gekauft und gelesen. Viele fand ich gut und hab auch einiges für mich rausgefunden was ich gut finde und auch so machen werde.

Bei einem Buch

"Warum Babys Weinen von Aletha J. Solter"

verwirrt mich ein Kapitel voll

Ich zitiere genau aus dem Buch das eine Kapitel (und hoffe das ich das darf! So steht es wortwörtlich in dem Buch was ich oben genannt habe:):
"Welche Folgen hat es, wenn ich mein Kind stille, um es zu >>beruhigen<<?
Wenn sie beschlossen haben,Ihr Kind häufig zu stillen und zwar vor allem, um es zu beruhigen, und nicht nur, wenn es Hunger hat, müssen Sie nicht nur darauf gefasst sein, dass ihr Kind nachts häufiger aufwacht, sondern auch, dass es, wenn es von der Brust entwöhnt wird, viel weint, Wutausbrüche hat und häufig mit den Geschwistern zankt. All das sind Versuche ihres Babys, sich durch Weinen zu heilen. Deswegen sollten Sie sich fragen, ob SIe ihrem Beby bereits als Säugling erlauben wollen, von frühen Traumen zu heilen, oder erst später. Wenn Babys gestillt werden, ohne wirklich hunger zu haben, können sie auch übergewichtig werden. Entgegen der generellen Meinung kann ein Baby, das gestillt wird, sehr wohl übergewichtig werden (auch wenn das bei Flaschenkinder häufiger der Fall ist). In einer Untersuchung fand man herausch, dass 19% der gestillten Babys in den Vereinigten Staaten Übergewicht haben, das ist fas jedes fünfte. Früher verkörperten dicke Babys mit pausbäckigen Wangen und Fettringen an den Oberschenkeln das ideale Bild eines gut genährten Kindes. In der Webung für babynahrung oder Windeln finden wir auch heute noch übergewichtige Babys, die uns konsumenten suggerieren sollen, dass dickere Babys bessere Bays sind. in manchen Kulturen ist Rundlickeit ein Statussymbol, und dünne Babys stehen für Armut und Vernachlässigung. Wenn das dicke Baby jedoch zum dicken Kind wird, gilt es nicht mehr als attraktiv, und dicke Kinder werden von anderen Kindern oft gehänselt Außerdem sind dicke Kinder später anfälliger für gesundheitliche Probleme.
Sollten sie ihr Baby regelmäßig stillen, wenn es nicht hungrig ist, sondern eigentlich weinen muss, kann es davon abhängig werden, mithilfe des Stillens seine Emotionen zu unterdrücken. Jedes Mal wenn es unruhig wird, verhält es sich dann, als müsse es gestillt werden, weil es das so gewohnt ist. Das führt daszu, dass ältere Babys (mehr als ein halbes Jahr alt) Tag und Nacht alle zwei Stunden und häufiger oder jedes Mal, wenn sie sich körperlich verletzen oder frustiriert sind, gestillt wrden wollen. Das ist ein Zeiche dafür, dass das Stillen ein Kontrollmuster geworden ist., vergelichbar dem Daumenlutschen. Der einzige Unterschied ist, dass das Baby an einem Teil Ihres Körpers nuckelt satt an seinem eigenem.
Stillen als Kontrollmuster kann sich zu Zuckersucht entwickeln, weil die Muttermilch zimlich süß ist. Wenn ein Kleinkind süße Nahrungsmittel eindeutig bevorzugt, wurde es möglicherweise als Säugling an der Brust überfüttert. Die Vorliebe für Süßes ist bei Kindern nicht allgemein üblich. Kinder, die nur gestillt wurden, wenn sie Hunger hatten sind seltener zuchersüchtig und essen später auch gern Gemüse und andere vollwertige Lebensmittel.
Überstillte Babys können als Erwachsene dazu neigen, zu viel zu Essen, zu trinken oder zu rauchen, statt zu weinen, wenn sie weinen müssen. Möglicherweise stopfen sie sich automatischetwas in den Mund, wenn sie aufgebracht sind, um schermzliche Gefühle vorrübergehend wegzuschieben und nicht weinen zu müssen. Viele ERwachsene trösten sich mit Keksen, Schokolade oder anderen Süßigkeiten, wenn sie niedergeschlagen sind oder ANgst haben. Andere greifen zum Bier oder zur Zigarette. Ohne die Gelegenheit, sich von schmerzlichen Emotionen zu entlasten, ist es sehr schwer, sich dieses Verhalten abzugewöhnen.
Wenn ihr Kind sein Weinen mithilfe des Stillens unterdrückt heilt es möglicherweise nicht von frühen Traumen. Das heißt auch dass es anfälliger für sämtliche emotionalen Schwierigkeiten ist, die durch Traumen ausgeläst werden könne. Eines dieser Probleme, das sich schon früh zeigen kann, ist aggressives Verhalten. Wenn Kleindkinder häufig andere Kinder schlagen oder beißen, dann fast immer, weil sie nicht genug weinen durften. Ihr Ärger äußert sich in verzerrter Form. Mütter die ihr Baby seit Jahren Häufig sitllen, baten mich um RAt, weil sich ihr Kind anderen Kindern oder sogar der Muttter selbst gegenüber so aggressiv verhielt. Dieses Problem lässt sich meistens zimlich schnell lösen. Die Mutter sollte einfach damit aufhören, die Emotionen ihres Kindes mit Stillen zu unterdrücken und es zu einer gesunden Entlastung durch Weinen und Wutausbrüche ermutigen. Trotz dieser möglichen Folgen von Überstillen müssen Sie sich aber kleine übertriebenen Sorgen machen, wenn ihr Baby ein entssprechendes Kontrollmuster entwickelt hat und sein Weinen mit dem Stillen unterdrückt. Sobald sie aufhören, das STillen als Beruhigungsmittel zu benutzen, kann und wird ihr Kind sein Weinen nachholen. Halten sie ihr baby lliebevoll, und machen sie sich auf lange Wein-Sitzungen gefasst. Dann werden sie schließlich mit einem glücklicheren, aufgeweckteren Baby belohnt, das weniger Ansprüche stellt und nachts besser schläft. Denken Sie aber daran, ihr Baby beim Weinen niemlas allein zu lassen.


(sorry wegen den ganzen Rechtschreibfehler)

Ich bin voll verwirrt. Ich habe bis jetzt immer nach Bedarf gestillt und natürlich auch oft zum beruhigen. In letzter Zeit öfter zum beruhigen als zum essen oder trinken.

Hab ich alles falsch gemacht und bin selber schuld das er in der Nacht so oft kommt?

Re: Ich bin verwirrt!

Verfasst: 25.11.2009, 15:45
von bumba
nur kurz: ich kenne viele tolle Bücher, die aber teilweise haarsträubende Still- oder Erziehungstipps beinhalten...

Ich ziehe mir immer das raus, was ich brauche und von dem mMn der Autor auch Ahnung hat. D.h. dann bezogen auf´s Stillen, das ich mich da an Autoren halte, die auch Ahnung vom Stillen haben (LLL, IBCLC).

Re: Ich bin verwirrt!

Verfasst: 25.11.2009, 15:48
von mucha
ich kenne das buch und halte es in weiten teilen auch für sehr gut. dieses kapitel finde ich allerdings "eigenartig".
dass man gestillte kinder überfüttern kann, daran glaube ich beispielsweise nicht, denn wenn sie nicht hungrig sind, nuckeln sie ja meist nur (das kennen wir ja alle :wink: ).

ich denke, dass frau solters einstellung zu jeglicher art von (wie sie sie nennt) kontrollmustern eine andere ist, als wir sie hier haben. stillen wird von den meisten stillmamas ja genau dafür eingesetzt: um das kind zu beruhigen, es zu "stillen" (=still werden zu lassen). genau das, findet frau solter, ist der falsche weg. ihrer ansicht nach soll das baby seinen frust, seinen kummer, weswegen auch immer es an die brust möchte, durch bgleitetes weinen kompensieren.

wie man das jetzt für sich handhabt, ist dann wieder die eigene entscheidung.

Re: Ich bin verwirrt!

Verfasst: 25.11.2009, 16:05
von Lovis
Ich möchte nicht jeden einzelnen Absatz aus dem eingestellten Text kommentieren (beim Lesen dachte ich noch, das tue ich, aber dann hätte ich einen Roman geschrieben). Ich habe den Eindruck, die Autorin hat vom Stillen wenig bis keine Ahnung, Stillberaterin ist sie sicher nicht. Und genau so würde ich den Text lesen - also wie einen ungefragten Ratschlag einereher unwissenden Außenstehenden.

Mal abgesehen davon, wenn man ihre Behauptung, Kinder würden vom Stillen abhängig, wenn man es zur Beruhigung einsetzt, konsequent weiter denkt, dürfte man auch nicht anders trösten (z.B. mit in-den-Arm-Nehmen), weil das Kind davon ja auch abhängig werden könnte *kopfschüttel*

Re: Ich bin verwirrt!

Verfasst: 25.11.2009, 21:27
von cocotte
Na also, ich kenn das Buch nicht, aber das Zitat hinterlässt bei mir eigentlich nur ziemliche, naja, Ratlosigkeit *kopfschüttel*

Ich zweifel ja schon mal heftig an, dass es "überstillte" Babys gibt, und im Zusammenhang mit dem Stillen vor übergewichtigen Kleinkindern zu warnen, die von anderen gehänselt werden, erscheint mir geradezu lächerlich.
mucha hat geschrieben:ich denke, dass frau solters einstellung zu jeglicher art von (wie sie sie nennt) kontrollmustern eine andere ist, als wir sie hier haben. stillen wird von den meisten stillmamas ja genau dafür eingesetzt: um das kind zu beruhigen, es zu "stillen" (=still werden zu lassen). genau das, findet frau solter, ist der falsche weg. ihrer ansicht nach soll das baby seinen frust, seinen kummer, weswegen auch immer es an die brust möchte, durch bgleitetes weinen kompensieren.

wie man das jetzt für sich handhabt, ist dann wieder die eigene entscheidung.
Das unterschreib ich mal.

Natürlich mag es nicht verkehrt sein, wenn das Kind älter wird, auch mal andere Mittel und Wege zu finden, um das Kind beruhigen zu können, diesen Gedankengang kann ich ja in Teilen noch irgendwie nachvollziehen. Zumindest mir war bzw. ist das schon wichtig, dass ich meine Tochter auch trösten kann, ohne gleich die Brust "auszupacken". Und es sicher richtig, mal kurz innezuhalten, und sich zu überlegen, will mein Kind jetzt wirklich die Brust, oder hat es eigentlich ein ganz anderes Bedürfnis. Aber so wie Frau Solter das beschreibt, diese angeblich "ungeweinten Tränen" usw. das finde ich schon sehr sehr seltsam. Außerdem spricht sie ja z.T. auch von Babys, die grade mal 6 Monate alt (diese magische Grenze mal wieder ! :roll: ) sind. Und das ist ja wohl völlig indiskutabel.

Re: Ich bin verwirrt!

Verfasst: 25.11.2009, 22:20
von tania
für mich stimmt in dem zitierten absatz gar nichts.

ich handel nach der maxime: ist mein kind heute glücklich? heute tat es ihm gut zu stillen. heute ist er gut und ruhig eingeschlafen als er müde war - an meiner brust. ich war kein bisschen genervt, ich genieße jede stillmahlzeit. wie kann ich wissen, was morgen ist? heute war er glücklich. er braucht meine brust und ich stille sehr gern.

ich hoffe, du hast es in dir drin schon gewusst und fragst hier "nur" nach bestätigung. merkst du, wie gut es deinem kind geht? merkst du, wenn er unruhig und quengelig ist und du ihm die brust gibst (dabei hat er doch gerade erst..) und er danach einfach friedlich ist? das ist stillen. das schönste für dein kind. ja, auch das beste, aber vor allem das schönste.

ich freue mich zu lesen, dass du deinem kind jetzt gerne viiiel zu oft ( :wink: ) und ständig die brust gibst. dein sohn weiß am besten, wann er die brust braucht.

Re: Ich bin verwirrt!

Verfasst: 26.11.2009, 13:09
von Minchen
das ist doch auch dieser "tyrannen-ansatz", oder?

ich handhabe das so, dass ich mir mein kind (und ich spreche hier nicht von einem säugling, sondern einem größeren, vor allem MEINEM größeren kind) genau ansehe - hat er nur ein kleines wehwehchen, tröste ich ihn auch einfach so mit in-den-arm-nehmen und streicheln/pusten, was auch immer. hat er sich wirklich weh getan oder zahnt oder ist krank, dann stille ich ihn auch zu trost.

er hat eine geringe frustrationstoleranz,aber ob das wirklich am stillen liegt? ich hab eher den eindruck, das ist ein charakterzug, denn sein bruder ist bislang gaaaanz anders!

liebe cher, handle einfach nach gefühl! wie immer! :wink: 8)

Re: Ich bin verwirrt!

Verfasst: 26.11.2009, 13:21
von Lösche Benutzer 1828
ich sag es jetzt mal einfach so heraus, das i st halt so meine Art:

beim Lesen dieses Buches habe ich ständig nur gedacht - was für ein absoluter Quatsch und was für eine arme Frau, die so eine Einstellung zu Kindern hat.....

Ich habe das Buch ganz schnell entsorgt und den geistigen Müll in meinem Kopf auch - und werde nie wieder was von ihr lesen!

Re: Ich bin verwirrt!

Verfasst: 27.11.2009, 14:26
von Sonnenblume23
wenn ich ein buch lese, dann ziehe ich auch immer nur das heraus, was ich daraus brauche und die dinge, die ich nicht so sehe, vergesse ich dann wieder. alle meine kinder habe ich nach bedarf gestillt. aus keinem ist ein kleiner Tyran geworden. ich bin da also jetzt auch zuversichtlich.

und bei jonathan ist es zum beispiel auch so, das er gerne stillt, aber nicht so oft, wie seine schwestern und auch nicht einfach zur beruhigung. er trinkt, wenn er hungrig ist, sonst brüllt er die brust an. dann will er ins tuch und beruhigt sich dort. für ihn ist also das tragetuch die beruhigung schlechthin und nicht die brust, obwohl ich sie ihm ja zunächst auch immer zur beruhigung angeboten habe.

die kinder zeigen uns schon was sie brauchen, davon bin ich überzeugt.

Re: Ich bin verwirrt!

Verfasst: 27.11.2009, 16:39
von Lösche Benutzer 1828
meine Tochter ist fast nie beim stillen eingeschlafen - was ich als sehr anstrengend empfunden habe....Stillen war Nahrung für sie, gerne auch vor dem Einschlafen, aber eingeschlafen ist sie ohne Brust - dafür lange dann mit Schnuller..tagsüber mußte ich sie immer in den Schlaf tragen, stillen fidne ich viel angenehmer