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an alle Stillberaterinnen -Neurodermitis-Mama
Verfasst: 11.10.2009, 21:44
von Spingo80
hallo ihr lieben.
Ich hab mal eine Frage.
Ich war beim Hautarzt und wir reden so über meine Neurodermitis und über unseren Kinderwunsch, kommen aufs Stillen und er war entsetzt, das ich nicht vom Gyn zu einer Stillberaterin mit Neurodermitis-zusatzquallifikation geschickt wurde.
Laut seiner Aussage müssen Frauen mit Neurodermitis ganz anders stillen/sich pflegen , weil die Neurod. besonders an dem BW beim Stillen hervortritt.
Ok, meine Hebamme hat keine Ahnung, das hab ich dann im Nachhinein festgestellt.
Deswegen die Frage an euch:
Lernt jede Stillberaterin sowas? Oder muss man sich da speziel fortbilden?
Gibt es da "gebündelte" Infos zu im Netz? Evt ein Buch?
Würde meine Habame auch interessieren, ich hab gesagt, ich recherchiere ( oh je, das ist bestimmt falsch geschrieben) mal für uns beide zusammen.....
Also:
Wo finde ich solche Infos?
Wer macht solche Fortbildungen? Was ist anders.....
Danke schon mal.
Re: an alle Stillberaterinnen -Neurodermitis-Mama
Verfasst: 11.10.2009, 22:31
von Altraia
Ich habe noch nie von einer Stillberaterin mit Neurodermitis-Zusatzqualifikation gelesen.
Selbst bin ich aber Stillberaterin und habe Neurodermitis

. Hier sind mehrere stillende Neurodermitikerinnen unterwegs, die können sicherlich auch Erfahrungsberichte geben.
Ich selbst habe erst seit der Beikostzeit meiner Kinder ganz gelegentlich Ekzeme an der Brust, und zwar wenn sie etwas essen, worauf ich allergisch reagiere (frisches Obst beispielsweise). Das ist dann ganz einfach die übliche Kontaktallergie, übertragen über Nahrungsreste im Mund. Zähneputzen könnte da helfen oder auch einfach Abwarten bis zum nächsten Stillen.
Allerdings war bei mir der Stillstart recht schmerzhaft, beim zweiten Kind trotz definitiv korrekten Anlegens. Ich schiebe das schon teilweise auf meine besonders empfindliche Haut, habe aber leider keine wirkliche Lösung dafür gefunden außer Abwarten, bis das Stillen sich eingespielt und die Brust sich ein wenig abgehärtet hat. Das funktionierte beide Male tatsächlich. Nach den ersten ca. 3 Wochen war das Stillen schmerzfrei und eine wirklich positive Erfahrung.
Ich würde auf eine wirklich gute Anlegetechnik achten und die üblichen Maßnahmen zur Brustpflege beherzigen. Dabei kann Dir aber jede gute Stillberaterin zur Seite stehen.
Re: an alle Stillberaterinnen -Neurodermitis-Mama
Verfasst: 12.10.2009, 10:45
von Lovis
Ich habe auch Neurodermitis und in fast 5 Jahren Stillzeit insgesamt nur wenige Tage wunde BW gehabt - und das, weil Baby nicht mit dem starken Milchspendereflex klarkam. An der Brust hatte ich noch nie mit der ND zu tun.
Re: an alle Stillberaterinnen -Neurodermitis-Mama
Verfasst: 12.10.2009, 10:52
von Monique
Ist ja schonmal nicht schlecht, dass Dein Hautarzt Stillberaterinnen kennt und empfiehlt.
Neurodermitis-Zusatzqualifikationen gibt es meines Wissens nach nicht.
Ich denke, dass viele Frauen wissen, was ihrer Haut gut tut. Das gilt auch für die Stillzeit.
Es gibt auch Frauen, die Ihre Haut in der Stillzeit mit Muttermilch pflegen und damit Erfolg haben und viele Schübe in den Griff bekommen.
Als Hautarzt wird er sicher immer dann auf Frauen treffen, die gerade einen Schub haben. Einen generellen Querschnitt wird er wahrscheinlich nicht kennen.
Ich begleite in der Stillberatung auch Frauen mit Neurodermitis. Bisher hatte ich keine wirklich schweren Fälle, und KEINEN, der in unmittelbarem Zusammenhang mit der Stillzeit stand.
Re: an alle Stillberaterinnen -Neurodermitis-Mama
Verfasst: 12.10.2009, 15:12
von Spingo80
Monique hat geschrieben:
Es gibt auch Frauen, die Ihre Haut in der Stillzeit mit Muttermilch pflegen und damit Erfolg haben und viele Schübe in den Griff bekommen.
.
Ich wollte das nicht schreiben, weil so ganz verstanden hab ichs nicht, aber der HA hat gemeint, das grade die Pflege das schlimmste sei, was man tun kann wenn man neurodermitis hat. ( an den BW natürlich und da hab ich sie)
Weil der Speichel die Haut austrocknet und das Eiweiß aus der Milch sich in die Mikroverletzungen setzt, da dann klumt und wasser zeiht und deswegen die HAut gesprengt wird. Oder so ähnlich.
Man solle lieber eine Vor-stillen und eine Nach-stillen creme benutzen.
Ich muss noch mal nachfragen glaub ich....
Also bei mir wars schon so, das ich während des Stillens die BW rausnehmen musste um zu kratzen, ich konnte es nicht aushalten und das hatte nix mit essen zu tun, ich hab ja blos 10 wochen gestillt.
Aber ich frag noch mal nach....
Re: an alle Stillberaterinnen -Neurodermitis-Mama
Verfasst: 15.10.2009, 21:41
von MamaMaus
hallo!
Ich bin zwar keine Stillberaterin, habe (bzw. hatte

) aber Neurodermithis.
Ich sah furchtbar aus als kleines Kind, war am GANZEN Körper ständig wund und eitrig. Mit ich weiß nicht... glaub 8 wurde es ein wenig besser und mit 14 wars sehr erträglich. Ich hatte da nur mehr gelegentlich in den Ellenbeugen wunde Stellen.
Als ich dann (mit 19) schwanger wurde, wurde es sofort wieder schlimmer. Ich hatte schon am Ende der Schwangerschaft bereits wunde Brustwarzen. Die ersten 5 Wochen Stillen waren der Horror, ich hab teilweise aufgeschrien vor lauter Schmerzen. Ich habe mich Lasern lassen , Wollfett geschmiert wie eine Wilde, dann Bepanthen... nichts hat geholfen.
Erst als ich dann mit ALLEN aufgehört habe, ist es besser geworden. Ab sehr viel besser wurde die ND erst, als ich, als die Kleine 10 Monate alt war, abstillte (bzw, sie stillte sich ab

) .
Ganz weg ging die ND dann, als ich (mit 21) zum zweiten Mal schwanger wurde. Und seit dem ist sie definitiv weg *freu* Ich kann essen was ich will, ich kann Wolle anziehen, ich kann sogar im Advent Kekserl backen und so viel ins Mehl greifen wie ich will

.
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Die Große hat keine ND. Die Kleine schon, aber nur ganz leicht. Sie hat ab und zu in den Armbeugen wunde Stellen, aber es schränkt sie überhaupt nicht ein. Der KiA hat gemeint, das wächst sich aus bis sie in die Schule kommt
Lg MamaMaus