Rückentragen ist so eine Sache, wenn man es erstmals übt.... ich erinnere mich noch sehr gut an mein Muffensausen!
Es braucht schon Überwindung, das Kind auf den Rücke zu packen. Gell, es geht nicht um "Abschieben"!!! Du siehst Dein Kind zwar nicht mehr, aber Du fühlst es umso mehr, und das kann unglaublich schön und intensiv sein. Ich bekam erst dann das Gefühl, dass ich meinen Kindern die Welt so richtig zeigen kann, als ich sie hinten zu tragen begann!
Damit der Rucksack klappt, beachte folgende Dinge:
Steh möglichst gerade, wenn Du festziehst. Das ist vermutlich das Letzte, was Du hören wolltest, wo Du ohnehin Angst hast... Aber wenn Du zu sehr vornübergebeugt stehst, dann rollst Du den Rücken ein, ziehst fest, und sobald Du Dich aufrichtest, fällt hinten alles in sich zusammen.
Was Du tun kannst:
Stell Dich mit Deinem Baby am Rücken in den Türrahmen. So, dass sein Po sanft (!) eingeklemmt wird. So rutscht Dir das Tuch nicht mehr über den Po hoch, und Du stehst automatisch gerader. Dein Rücken muss eine Linie bilden, mach wenn möglich noch einen Entenpo, und schau an den gegenüberliegenden Türrahmen (ist etwas trostlos, ich weiss

, aber so bleibt man gerade). Zieh nun Strähne um Strähne fest, und zwar möglichst weit vorne mit den Händen - dann hast Du mehr Zugkraft. Zieh mehr nach vorne als nach unten.
So bekommst Du Dein Tuch schön fest und brauchst nicht Angst zu haben, Dein Baby falle nach unten.
Ein weiterer Trick:
Ehe Du festziehst, klemme den Stoff unter den Kniekehlen zwischen Dich und das Baby. Ist ein Gefummel, bis man's raushat, aber dadurch wird der Beutel des Kindes besser.
Und wenn Du den Eindruck hast, nicht weiterzukommen - eine Trageberaterin hilft Dir gerne weiter! Dann kannst Du viele Tipps in echt sehen und wenn Du Fragen hast, kannst Du jederzeit nachfragen.
Liebe Grüsse
Dorothea