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Gefahren von Vitamingaben und Nahrungsergänzungsmitteln

Verfasst: 13.09.2009, 14:01
von Lilliane
Da gerade wieder die Frage nach Vitamin D kam, möchte ich vielleicht gerne noch darauf hinweisen, daß Nahrungsergänzungsmittel kein Spielzeug sind!
Es ist mir unverständlich, daß Kinderärzte NEMs verschreiben ohne vorher per Bluttest abzuklären ob ein tatsächlicher Bedarf besteht.
Kein Medikament ohne Nebenwirkungen!
Dies gilt auch für Nahrungsergänzungsmittel!
Zum einen sind die sog, Trägersubstanzen - aus denen eine Pille oder Tropfen bestehen - immer gut diverse Nebenwirkungen zu erzeugen.
Zum anderen können Überdosierungen von Vitraminen und Mineralstoffen zu Schädigungen führen!!
Wasserlösliche Vitamin können kaum überdosiert werden, da sie vom Körper leicht ausgeschwemmt werden können.
Fettlösliche Vitamine hingegen bergen ein großese Risiko der Überdosierung.
Ein Zuviel an B Vitaminen zum Beispiel, kann das Nervensystem schädigen.
Ein Zuviel an Vitamin D kann zu Herz und Nieren schäden führen, da der Körper in diesen Organen dann zuviel Kalk ablagert.

Ich würde mir wünschen, daß Ärzte und diverse Ratgeber nicht immer so bedenkenlos Vitamin- und Mineralstoffgaben empfehlen.
Eine ausgewogene Ernährung und täglich eine Stunde an der frischen Luft sollten bei den meisten zu einer Guten Nährstoffversorgung führen.
Vitamin- und Mineralstoffpräparate sollten wie Medikamente angesehen werden, denn man kann damit auch viel Schaden anrichten!
Es ist mir unverständlich wie der breiten Masse eigeredet wird, sie bräuchten Zusatzstoffe. (Genauso, wie ja jeder 2. erzählt wird sie könne nicht stillen :evil: )
Nahrungergänzungsmittel sollten für die ganz wenigen da sein, die es tatsächlich brauchen!
Aber die Werbung erzählt uns ja auch, wir könnten bedenkenlos ne Aspirin schlucken um besser die Treppen zur Aussichtsplattform hochzukommen :roll:

Re: Gefahren von Vitamingaben und Nahrungsergänzungsmitteln

Verfasst: 13.09.2009, 14:10
von Johana
Hmmm, ich nehme zur Zeit Vitamin B und habe von Arzt und Hebamme und Packungsbeilage versichert bekommen, dass zuviel Vit. B über die Nieren ausgeschieden wird, ohne diese zu belasten. Eine Überdosierung mit B-Vitaminen ist also quasi nicht möglich...

Insgesamt stimme ich dir zu: Ich finde es auch befremdlich, dass einige einfach so (aus irgendwelchen Gefühlen heraus) Vitamine in sich "reinschaufeln" oder dass es so oft empfohlen wird ("Ach, du hast xy, dann nimm doch xy!")...

LG, Johana

Re: Gefahren von Vitamingaben und Nahrungsergänzungsmitteln

Verfasst: 13.09.2009, 14:12
von Lilliane
Johana hat geschrieben:Hmmm, ich nehme zur Zeit Vitamin B und habe von Arzt und Hebamme und Packungsbeilage versichert bekommen, dass zuviel Vit. B über die Nieren ausgeschieden wird, ohne diese zu belasten. Eine Überdosierung mit B-Vitaminen ist also quasi nicht möglich...
warte, ich geh mal suchen...

Re: Gefahren von Vitamingaben und Nahrungsergänzungsmitteln

Verfasst: 13.09.2009, 14:13
von Johana
Au ja :D !

Re: Gefahren von Vitamingaben und Nahrungsergänzungsmitteln

Verfasst: 13.09.2009, 14:32
von Lilliane
...so, wieder da :D
Zwischendruch noch n Kind gerstillt.

Also. Vitamin B ist ja wasserlöslich und daher eher nicht so leicht überdosierbar.
Problem ist aber, daß einige Hersteller schon von sich aus die Präparate hoffnungslos hoch dosieren.
zu lesen hier:
http://www.topnews.de/vitamin-b-praepar ... ert-320541

Hier noch ein paa mögliche Nebenwirkungen:
Gefahr bei Überdosierung:
B6
Ab 100 mg pro Tag können Gefäßerweiterungen, Jucken, Übelkeit, Kopfschmerz und Allergien auftreten. Bei grammweiser Einnahme kann es sogar zu Leberschäden und Entzündungen der Magenschleimhaut kommen.

B6
Vitamin B6 ist relativ ungiftig. Erst ab 2 Gramm täglich ist mit schweren Bewegungs- und Nervenstörungen zu rechnen.

Gefunden hier:
http://www.deam.de/heilp/beitrag/vitamin.htm

Mh, ich hatte mal vor ein paar Wochen ne echt tolle Seite dazu (Übersosierungen von Vit. und Min.) im Netz gefunden, finde sie leider nicht mehr.

Re: Gefahren von Vitamingaben und Nahrungsergänzungsmitteln

Verfasst: 13.09.2009, 14:35
von Johana
Danke :D !

Ich halte mich brav an die Dosierung, dann kann nix passieren (lasse eh gerade ausschleichen) :wink: !

Liebe Grüße, Johana

Re: Gefahren von Vitamingaben und Nahrungsergänzungsmitteln

Verfasst: 13.09.2009, 14:44
von Lilliane
Hi Johana,

ja, manchmal können diese Dinger sehr wichtig, nützlich und hilfreich sein!

Aber das einer breiten Masse eingeredet wird sie bräuchte etwas, was in Wahrheit nur wenige wirklich benötigen, daß ist Geldmacherei und zudem eben auch gefährlich!!

Re: Gefahren von Vitamingaben und Nahrungsergänzungsmitteln

Verfasst: 13.09.2009, 15:33
von Pueppi
@Liliane:

Deine Quellen sind?

Re: Gefahren von Vitamingaben und Nahrungsergänzungsmitteln

Verfasst: 13.09.2009, 15:44
von Lilliane
feline hat geschrieben:@Liliane:

Deine Quellen sind?
private Gespräche mit 2 Ärzten,
diverse Bücher,
google,
eigenes Denken

Re: Gefahren von Vitamingaben und Nahrungsergänzungsmitteln

Verfasst: 13.09.2009, 15:47
von Maja
Wichtig ist hier wie auch immer im Leben, dass man sich INFORMIERT und NACHDENKT.

Es hat durchaus seinen Sinn, dass Kinderärzte zB Vitamin D verschreiben - es gibt durchaus viele Babys, die da einen Mangel bekommen, weil sie nämlich kaum an die frische Luft, geschweige denn ans Tageslicht kommen und wenn dann nur bis zur Nasenspitze verschnürt im abgehängten Kinderwagen oder im extra zugedeckten Maxicosi. Oder unter der Tragejacke mit Kapuze drüber. In diesen Breitengraden gibt es durchaus Monate, in denen es nicht so leicht und vor allem recht unkomfortabel ist, einem Kind ausreichend Haut-Licht-Kontakt zu bieten. Und sobald die Sonne überhaupt mal scheint setzt man sich wegen Sonnenbrandgefahr in die abgedunkelte Wohnung und huscht nur abends noch mal kurz raus, wenn die Sonne schon hinter den Häusern verschwunden ist. Und Vitamin-D-haltige Lebensmittel gehören nur selten zu dem klassisch deutschen Mutter-Kind-Speiseplan.
Natürlich gibt es viele Alternativen zur synthetischen, tagtäglichen Vitamin-D-Gabe: für Sonnenkontakt sorgen, täglich bei jedem Wetter und nicht bis zur Halskrause verschnürt rausgehen, die richtigen Nahrungsmittel verzehren, im Bedarfsfalle auf natürliche Mittel wie Aufbaukalk oder Lebertran zurückgreifen, regelmäßig vom Arzt per Schädelknochen-Tastuntersuchung und notfalls Blutbild den Status checken lassen, etc. Natürlich sind die auch definitiv gesünder als täglich Tabletten einzuschmeissen. Aber nicht jede Mutter will sich so gut informieren, so viel nachdenken und sich soviel Arbeit damit machen. Und nicht jeder Arzt hat Lust, sich sein Beratungszeit-Einnahmen-Verhältnis mit so individueller Versorgung herunterziehen zu lassen.

Und so ähnlich verhält es sich mit den meisten anderen Vitaminpräparaten auch. Man ist immer besser bedient, wenn man erst sein Gehirn einschaltet, bevor man sich irgendwas in den Mund steckt. Leider machen das die wenigsten und wundern sich dann, warum sie fett, krank und schlapp werden. Und warum das auch mit Vitaminpillen nicht besser wird.
Wenn hingegen eine echte Mangelversorgung besteht, dann ist es gut, dass es solche Präparate gibt. Man sollte sie auch nicht verteufeln.

Viele Grüße!