Langzeitstillen - wie erkläre ich es meinem Mann
Verfasst: 30.08.2009, 12:23
Hallo,
dies ist mein erster Beitrag im Stillforum.
Meine Tochter ist nun 15 Monate alt und wird abends, nachts 1-2 mal und morgens gestillt. Gelegentlich auch noch tagsüber, wenn sie zahnt oder total übermüdet nicht in den Mittagsschlaf kommt, oder es einfach so möchte. Sie nimmt von Anfang an keinen Schnuller, ausser zum damit Spielen und dann kann es auch mal vorkommen, dass sie einfach ein Nuckel-Bedürfniss (und keinen Hunger) hat. Ich finde das nicht schlimm. Andere Kinder nehmen dann den Schnuller oder den Daumen, sie halt lieber Mama.
Meiner Tochter (das nehme ich zumindest an
) und mir geht es damit ganz gut, auch wenn ich mal gerne wieder eine Nacht durchschlafen würde
Aber das ist ein anderes Thema.
Leider ist mein Mann (sowie Teile meiner und seiner Familie und einige Freunde und Bekannte- "wie, Du stillst immer noch?" ist irgendwie ihr Standard-Satz) total dagegen, und möchte gerne, dass ich "endlich" abstille. Er meint, ich wäre egoistisch (gebe ich ja auch teilweise zu, für mich bedeutet Abstillen der nächste Schritt in Richtung "kein-Baby-mehr", deshalb warte ich, dass sie sich irgendwann selbst abstillt) und es wäre nicht gut für unsere Tochter. O-Ton: "Willste dann in der grossen Pause auch noch zur Schule fahren, und sie Stillen." Seine Oma fing schon nach 4 Monaten an, ob ich denn meine, ich hätte noch genug Milch, und ob ich nicht mal dem Kind was richtiges zu essen geben wolle.
Dazu kommt ja auch noch, dass sie im Beistellbett schläft, was für mich den klaren Vorteil birgt, dass ich nachts nicht quer durch die Wohnung zu einem schreienden Kind muss. Und ich finde es einfach schön. Wenn sie nachts aufwacht, kriecht sie zu mir ins Bett rüber, und "bedient" sich mehr oder weniger selbst
und kriecht dann entweder zurück ins Beistellbett oder bleibt mit im Bett. "Das arme Kind muss doch in seinem eigenen Bett im eigenen Zimmer schlafen. Dann schläft es auch durch."
Wie mache ich nun meinem Mann und allen anderen Zweiflern klar, dass meine Tochter keinen Psychischen Schaden davonträgt, wenn ich sie weiterhin stille, solange sie das will und sie weiterhin im Beistellbett schläft. Gibt es irgendwo einen Artikel oder so, dass Langzeitstillen und Familienbett nur Vorteile hat?
Mir fällt auch leider kein passender Spruch ein, den ich den Schlecht-Rednern an den Kopf werfen kann. Bisher habe ich immer nichts gesagt, und innerlich ist mir die Galle übergelaufen. Ich will mich nicht rechtfertigen müssen, warum ich das Stillen und Schlafen so handhabe. Für mich fühlt es sich richtig an, und meine Tochter macht nicht den Eindruck, als würde es ihr nicht gefallen oder in irgendeiner Form schaden. Im Gegenteil, ich finde, sie ist aufgeweckter und weniger Mama-fixiert als manch anderes Kind. Sie kann sich z. B. meistens auch gut mit sich selbst beschäftigen (liest oder spielt auf dem Fussboden, während ich meinen Haushalt mache), ist eigentlich noch nicht krank gewesen, ausser mal ner Schnoddernase, nem wunden Po beim Zahnen oder Fieber (Zahnen oder Impfung).
Sorry für den Roman, aber ich ärgere mich gerade über meinen Mann, der gestern abend bei Freunden, wieder seinen Senf dazu abgeben musste.
dies ist mein erster Beitrag im Stillforum.
Meine Tochter ist nun 15 Monate alt und wird abends, nachts 1-2 mal und morgens gestillt. Gelegentlich auch noch tagsüber, wenn sie zahnt oder total übermüdet nicht in den Mittagsschlaf kommt, oder es einfach so möchte. Sie nimmt von Anfang an keinen Schnuller, ausser zum damit Spielen und dann kann es auch mal vorkommen, dass sie einfach ein Nuckel-Bedürfniss (und keinen Hunger) hat. Ich finde das nicht schlimm. Andere Kinder nehmen dann den Schnuller oder den Daumen, sie halt lieber Mama.
Meiner Tochter (das nehme ich zumindest an
Leider ist mein Mann (sowie Teile meiner und seiner Familie und einige Freunde und Bekannte- "wie, Du stillst immer noch?" ist irgendwie ihr Standard-Satz) total dagegen, und möchte gerne, dass ich "endlich" abstille. Er meint, ich wäre egoistisch (gebe ich ja auch teilweise zu, für mich bedeutet Abstillen der nächste Schritt in Richtung "kein-Baby-mehr", deshalb warte ich, dass sie sich irgendwann selbst abstillt) und es wäre nicht gut für unsere Tochter. O-Ton: "Willste dann in der grossen Pause auch noch zur Schule fahren, und sie Stillen." Seine Oma fing schon nach 4 Monaten an, ob ich denn meine, ich hätte noch genug Milch, und ob ich nicht mal dem Kind was richtiges zu essen geben wolle.
Dazu kommt ja auch noch, dass sie im Beistellbett schläft, was für mich den klaren Vorteil birgt, dass ich nachts nicht quer durch die Wohnung zu einem schreienden Kind muss. Und ich finde es einfach schön. Wenn sie nachts aufwacht, kriecht sie zu mir ins Bett rüber, und "bedient" sich mehr oder weniger selbst
Wie mache ich nun meinem Mann und allen anderen Zweiflern klar, dass meine Tochter keinen Psychischen Schaden davonträgt, wenn ich sie weiterhin stille, solange sie das will und sie weiterhin im Beistellbett schläft. Gibt es irgendwo einen Artikel oder so, dass Langzeitstillen und Familienbett nur Vorteile hat?
Mir fällt auch leider kein passender Spruch ein, den ich den Schlecht-Rednern an den Kopf werfen kann. Bisher habe ich immer nichts gesagt, und innerlich ist mir die Galle übergelaufen. Ich will mich nicht rechtfertigen müssen, warum ich das Stillen und Schlafen so handhabe. Für mich fühlt es sich richtig an, und meine Tochter macht nicht den Eindruck, als würde es ihr nicht gefallen oder in irgendeiner Form schaden. Im Gegenteil, ich finde, sie ist aufgeweckter und weniger Mama-fixiert als manch anderes Kind. Sie kann sich z. B. meistens auch gut mit sich selbst beschäftigen (liest oder spielt auf dem Fussboden, während ich meinen Haushalt mache), ist eigentlich noch nicht krank gewesen, ausser mal ner Schnoddernase, nem wunden Po beim Zahnen oder Fieber (Zahnen oder Impfung).
Sorry für den Roman, aber ich ärgere mich gerade über meinen Mann, der gestern abend bei Freunden, wieder seinen Senf dazu abgeben musste.