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Eisenmangel...z

Verfasst: 14.07.2009, 10:14
von Lolomama
Huhu ihr Lieben,

So, heute war unsere U4 und es ist (fast) alles tiptop mit Lea! Das kleine "fast": Sie hat einen Eisenwert von 10, also knapp unter der Grenze, wir mir der KiA sagte. Aber es gibt kein Grund da etwas zu unternehmen, wie er mir versicherte.

Nun habe ich im Netz ein wenig Recherche betrieben (warum mach ich das nur...) und gelesen, dass Kinder eventuell weniger zunehmen würden bei Eisenmangel. Nun, Lea war ja immer schon ein zierliches Mädchen, aber lt. KiA absolut im normalen Bereich und gesund. Ich denke mir jetzt aber, dass sie eventuell wegen dem Eisen nicht so gut zunimmt und dies ihr unter Umständen sogar viell. schaden würde. Was denkt ihr? Oder soll ich meinem KiA einfach vertrauen? So viel ich weiss, kann ich die MuMi nicht mit Eisen anreichern, indem ich Eisenpräparate zu mir nehme...

Und ich mache mir natürlich auch Vorwürfe, denn ich hatte während der Schwangerschaft auch einen Eisenmangel (auch so 10-11), aber konnte die Tabletten nicht nehmen, weil mein Magen sie nicht verträgt. Eventuell hätte ich da auf eine Eiseninfusion bestehen müssen, damit Lea nicht das gleiche hat.

Re: Eisenmangel...z

Verfasst: 14.07.2009, 10:14
von Lolomama
Sorry, das "z" im Titel ist einfach hineingerutscht :lol:

Re: Eisenmangel...z

Verfasst: 14.07.2009, 12:32
von ~Anna~
Ich glaube nicht das ein Zusammenhang zwischen deinem Eisenwert in der Schwangerschaft (soweit ich weiß ist bei einem Wert von 10-11 in der Schwangerschaft auch noch nicht von Eisenmangel zu sprechen! Es ist normal und in Ordnung das der Wert sinkt!) und ihrem Eisenwert jetzt besteht. Und es ist richtig das du deine Milch nicht anreichern kannst. Sie holt sich von dir was sie braucht. Du kannst höchstens für dich was tun.
Solange sie zunimmt und gedeiht, was der Arzt ja auch bestätigt und für ok befunden hat, würd ich auch nichts machen. Sollte sich was ändern, kann man immer noch handeln.

Re: Eisenmangel...z

Verfasst: 14.07.2009, 13:51
von jusl
Hast Du denn SELBST aktuell Eisenmangel? Falls JA, dann sollte der schon behandelt werden (dies würde sich DURCHAUS auf den Eisengehalt der Mumi auswirken, falls er durch mütterlichen Eisenmangel verringert war).

Die Einordnung von Leas Untersuchungsergebnis wird letztlich nur durch Ausprobieren gelingen. Denn entweder ist sie einfach zart und der leichte Eisenmangel hat für sie klinisch keine Bedeutung oder sie ist eben DESHALB so leicht, WEIL sie leicht anämisch ist. Wie will man das von außen feststellen?... :wink:
Was Du (idealerweise zusammen mit Deinem KiA!) da schauen kannst:
* wie war der Baby-Gewichtsverlauf von Dir und Leas Vater? Wart Ihr auch mini und zart?
* wie war die Geburt? Nabelschnur auspulsiert? Termingerecht und normalgewichtig geboren?
* ist Lea infektanfällig? Hat sie empfindliche Haut? Manchmal eingerissene Ohrlläppchen/Mundwinkel?
Je nach Antworten auf diese Fragen kann man überlegen, ob es nicht doch sinnvoll wäre, bei Lea Eisen zu substituieren.

Wichtig auf jeden Fall sind hier fundierte Info zum Beikoststart in einigen Wochen - denn es passiert relativ leicht, dass durch ungünstiges "Beikost-Management" Eisenmangelanämie auftritt bzw. verstärkt wird. Das sollte hier vermieden werden, insb. wenn Du auf Eisensubstitution bei Lea verzichtest.

LG;
Julia

Re: Eisenmangel...z

Verfasst: 14.07.2009, 18:56
von Lolomama
Hallo,

Ich habe aktuell wahrscheinlich keinen Eisenmangel mehr. Nach der Geburt sank mein Eisenwert leider auf 7.6 und ich habe deshalb 3x eine Infusion erhalten. War nach der dritten Infusion dann nicht mehr beim FA, aber ich denke, es sollte jetzt wieder gut sein.

Um auf die Fragen zu antworten:

* wie war der Baby-Gewichtsverlauf von Dir und Leas Vater? Wart Ihr auch mini und zart?

Leas Vater weiss ich nicht, aber ich war immer eine Zarte. Also denke ich, es kann auch Vererbung sein.

* wie war die Geburt? Nabelschnur auspulsiert? Termingerecht und normalgewichtig geboren?

Lea kam 5 Tage nach dem ET zur Welt. Und ich weiss nicht mal, ob die Nabelschnur auspulsiert ist, denke aber eher nicht. Es ging irgendwie alles so schnell... Und ja, sie war normalgewichtig, 3220g.

* ist Lea infektanfällig? Hat sie empfindliche Haut? Manchmal eingerissene Ohrlläppchen/Mundwinkel?

Nein, sie war noch nie krank, hat keine empfindliche Haut und auch nichts eingerissen. Würden diese Symptome auf einen schweren Eisenmangel hindeuten?

Re: Eisenmangel...z

Verfasst: 14.07.2009, 19:57
von jusl
Würden diese Symptome auf einen schweren Eisenmangel hindeuten?
:mrgreen: - manchmal auch auf leichten ;-)

Aus Deinen Zeilen konnte ich jedenfalls nichts herauslesen, was evtl. Mistrauen in Deinen KiA rechtfertigen würde... ;-) - ich denke, interessante wird's sicherlich noch mal Richtung Beikoststart. Dann sollten Hb und Ferritin auf jeden Fall noch mal kontrolliert werden, und die erste Beikost sollte eisenreich sein (UND v.a. die Eisenaufnahme aus der Muttermilch NICHT behindern!)

LG;
Julia

Re: Eisenmangel...z

Verfasst: 14.07.2009, 19:59
von Waschbaer78
jusl hat geschrieben: Wichtig auf jeden Fall sind hier fundierte Info zum Beikoststart in einigen Wochen - denn es passiert relativ leicht, dass durch ungünstiges "Beikost-Management" Eisenmangelanämie auftritt bzw. verstärkt wird. Das sollte hier vermieden werden, insb. wenn Du auf Eisensubstitution bei Lea verzichtest.

LG;
Julia
Kannst du das bitte mal genauer erläutern?Das interessiert mich..was meinst du mit ungünstigem Beikostmanagment?Ich hab gerade so eine Gewissensfrage..meiner ist 6 Monate alt,kam aber 6 Wochen zu früh zur Welt..nun bin ich mir unsicher mit dem beikoststart und hab Angst wegen dem Eisen..eigentlich olte ich ja noch 6 Wochen warten...

Re: Eisenmangel...z

Verfasst: 14.07.2009, 23:28
von jusl
Also: UNGÜNSTIG wären Nahrungsmittel, die z.B besonders reich an Calcium, Magnesium, Oxalsäure, Phosphat, Phytat sind, denn diese Stoffe hemmen die Eisenaufnahme, auch die des Eisens aus der Muttermilch.
Muttermilch sollte im gesamten ersten LJ nicht durch andere Lebensmittel ERSETZT, sondern lediglich mit fester Nahrung ERGÄNZT werden. Wird sie nämlich durch eisenarme Lebensmittel ersetzt, dann steht dem Baby noch weniger Eisen zur Verfügung (Klassiker: statt Stillen mittags nen Möhrchenbrei :roll: ). Muttermilch enthält zwar relativ wenig Eisen, aber dieses wird, anders als das Eisen in vielen anderen Nahrungsmitteln, zu einem hohen Prozentsatz vom Baby aufgenommen. Deshalb ist es wichtig, diese sehr gute Bioverfügbarkeit nicht durch die oben genannten Stoffe, kurz vor oder nach dem Stillen gefüttert, zu zerstören (z.B: mittags zum Stillen Spinat, nachmittags zum Stillen Rhabarberkompott)

Eisen ist nicht gleich Eisen, sondern es liegt in verschiedenen Formen vor, die vom Körper unterschiedlich gut aufgenommen werden. (5mg Eisen aus Blutwurst ist also nicht gleich 5mg Eisen aus Pfifferlingen, was die Wirkung aufs Baby anbelangt - auch wenn beides etwa den gleichen Eisengehalt hat.) Grundsätzlich wird Eisen aus Fleisch zu einem höheren Prozentsatz aufgenommen als Eisen aus pflanzlicher Nahrung.

Vitamin C, Fruchtsäuren, Fruchtzucker verbessern die Eisenaufnahme - dass viel Obst gesund ist, wissen wir alle ;-) - und in Sachen Eisenmangel gilt dies doppelt ;-)

Grundsätzlich gelten beim Einführen der ersten festen Nahrung ja nicht wirklich viele Regeln... allerdings lohnt es sich, bei (drohender) Eisenmangelanämie doch etwas genauer hinzuschauen. Also statt Ersatzmilchbrei am Abend doch lieber Fleisch plus Früchte plus Stillen. ;-)
Ich hab gerade so eine Gewissensfrage..meiner ist 6 Monate alt,kam aber 6 Wochen zu früh zur Welt..
:?: :lol:
Wenn nicht andere Gründe dagegen sprechen, sollte beim Beikoststart das korrigerte Alter genommen werden. (Warum sollte ein frühgeborenes Kind FRÜHER körperlich REIF für feste Nahrung sein als Reifgeborene?? Eher ist wohl das Gegenteil der Fall ;-)) Eisenmangelanämie ist eigentlich kein Grund, bei einem ansonsten beikostunreifen Kind VORZEITIG mit Beikost anzufangen (allerdings sollte sie medikamentös behandelt werden!).
Sinnvoll ist ohnehin, sich lieber individuell am Kind statt am Kalender zu orientieren: wenn es kauen kann, vielleicht schon ein paar Zähnchen blitzen, es Nahrung gezielt zum Mund führen kann, festes schlucken kann, und etwa (korr.) 6 Monate alt ist - DANN ist es ein guter Zeitpunkt für die ersten Versuche mit fester Nahrung.

LG;
Julia

Re: Eisenmangel...z

Verfasst: 15.07.2009, 10:41
von Waschbaer78
Danke für die ausführliche Antwort :D Unser Beikoststart ist verschoben...