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MuMi füttern: Alternative zur Flasche sinnvoll?

Verfasst: 25.06.2009, 15:06
von mamama
Im August beginne ich wieder zu arbeiten und will dann - wie bereits bei der Grossen - Mumi abpumpen und füttern. Bei der Grossen war das Füttern mit der Flasche quasi unmöglich. Von Alternativen hatte ich damals noch keine Ahnung und wir haben uns so durchgewurstelt :( .

Bei meinem Wiedereinstieg wird mein Kleiner knapp acht Monate alt sein. Nun frage ich mich, wie ich die Mumi dann am besten füttern (lassen) kann. Braucht es überhaupt eine Flasche oder geht das schon mit einer Tasse? Was ist von diesem "Doidy Cup" zu halten? Gute Idee oder unnötig?

Wie lange besteht eigentlich die Gefahr einer Saugverwirrung? Bis jetzt hat er nur an der Brust getrunken. Stillprobleme gab es bei uns nie. Er hat ab der ersten Sekunde getrunken wie ein Profi.

Die Pumpe habe ich schon und werde mir jetzt langsam einen Mumi-Vorrat anlegen. Ab wann sollte ich (bzw. die Betreuungsperson) denn mit der "alternativen Füttermethode" beginnen?

Helft mir doch mal auf die Sprünge, bitte. Danke!

LG Anita

Re: MuMi füttern: Alternative zur Flasche sinnvoll?

Verfasst: 25.06.2009, 15:10
von ~Anna~
Zur Saugverwirrung kann es immer kommen, das ist altersunabhängig! Ich würd es wohl auch eher mit dem Becher probieren.

Re: MuMi füttern: Alternative zur Flasche sinnvoll?

Verfasst: 25.06.2009, 15:20
von mamama
Was für ein Becher würde denn für ein bereits 8 Monate altes Kind Sinn machen? Die Fütterbecher für Neugeborene fassen ja nur etwa 50 ml (maximal). Gehen die auch für grössere Kinder noch? Oder kann man da schon zu einer normalen (Schnabel-)Tasse greifen?

LG Anita

Re: MuMi füttern: Alternative zur Flasche sinnvoll?

Verfasst: 25.06.2009, 15:36
von Altraia
In dem Alter sollte es kein Problem sein, Deinen Sohn an das Trinken aus einem normalen Becher zu gewöhnen.

Eine Saugverwirrung kann leider wirklich in jedem Alter auftreten.

Re: MuMi füttern: Alternative zur Flasche sinnvoll?

Verfasst: 25.06.2009, 15:57
von mamama
Ok, dann werde ich es mit einem Becher versuchen.

Ginge eigentlich auch eine Schnabeltasse oder eine Flasche mit Trinkschnabel (z.B. Avent)? Oder kann die auch Saugverwirrung auslösen? Ich vermute einfach, das würde die Betreuungsperson einfacher finden. Aber wenn nötig setze ich mich durch :wink: Kommt ja auch drauf an, was der Kleine dann lieber mag.

Ab wann sollte ich denn eigentlich damit beginnen?

LG Anita

Re: MuMi füttern: Alternative zur Flasche sinnvoll?

Verfasst: 25.06.2009, 19:32
von jusl
Ah - jetzt versteh ich Deine Anfrage zur Saugverwirrung nebenan :lol:

also, es ist richtig, dass Saugverwirrung in jedem Alter auftreten kann. Aber ebenso richtig ist, dass die Wahrscheinlichkeit dafür nach 8 problemlosen Stillmonaten deutlich geringer ist als in den ersten Monaten. Ich teile die Auffassung meiner Vorschreiberinnen, dass in diesem Alter das Bechertrinken irgendwie sinniger ist (und wahrscheinlich genauso schwer oder leicht zu lernen ist wie Flaschetrinken! ;-)).
Das ist halt immer das doofe mit Wahrscheinlichkeiten: Ein geringes Risiko ist schön und gut - nur ist man selbst dummerweise betroffen, hat man das Problem sozusagen zu 100% ;-)

LG;
Julia

Re: MuMi füttern: Alternative zur Flasche sinnvoll?

Verfasst: 25.06.2009, 20:24
von EhMiwE
Ich denke, es geht auf jeden Fall mit einem Becher. Ob der "Doidy Cup" unbedingt nötig ist, weiß ich nicht, aber wir haben ihn benutzt, seit unser Sohn 6 Monate alt war. Und er konnte schon bald problemlos daraus trinken.

Re: MuMi füttern: Alternative zur Flasche sinnvoll?

Verfasst: 25.06.2009, 22:13
von mamama
jusl hat geschrieben:Ah - jetzt versteh ich Deine Anfrage zur Saugverwirrung nebenan :lol:

also, es ist richtig, dass Saugverwirrung in jedem Alter auftreten kann. Aber ebenso richtig ist, dass die Wahrscheinlichkeit dafür nach 8 problemlosen Stillmonaten deutlich geringer ist als in den ersten Monaten. Ich teile die Auffassung meiner Vorschreiberinnen, dass in diesem Alter das Bechertrinken irgendwie sinniger ist (und wahrscheinlich genauso schwer oder leicht zu lernen ist wie Flaschetrinken! ;-)).
Das ist halt immer das doofe mit Wahrscheinlichkeiten: Ein geringes Risiko ist schön und gut - nur ist man selbst dummerweise betroffen, hat man das Problem sozusagen zu 100% ;-)

LG;
Julia
Jede Statistik ist nix wert, wenn man selber grad der "Ausreisser" darin ist - ich weiss. Und irgendwer muss ja auch die Flanken der Glockenkurve bevölkern :wink: .

Das heisst also, lieber von Anfang an den Becher, als eine "Saugverwirrung" an der Brust oder an der Flasche (das hatte ich schon mit der Grossen zur Genüge). So wie ich meinen Sohn einschätze, wird er so ein Ding, das er gleich selber greifen kann, sowieso mögen.

Schnabeltasse wäre also auch kein Problem, solange die Milch da selber rausfliesst und nicht via ein Saugventil rausbefördert werden muss, oder? Aber eine normale Tasse tönt auch gut.

Danke für die Aufklärung!

LG Anita

Re: MuMi füttern: Alternative zur Flasche sinnvoll?

Verfasst: 25.06.2009, 22:43
von jusl
Das mit der Gaußkurve hast Du schön gesagt :lol:

Also, die Schnabeltasse wird weniger in Zusammenhang mit Saugverwirrung diskutiert (genauso wenig wie Strohhalm), sondern häufiger mit Beißen! Es gibt echt viele Berichte, wo sich unangenehmerweise Stillbabys hatnäckiges Beißen angewöhnt hatten, und dies erst wieder besser wurde, als konsequent die Schnabeltassen weggelassen wurden... dies ist wohl unabhängig von Saugventil ja oder nein.

LG;
Julia

Re: MuMi füttern: Alternative zur Flasche sinnvoll?

Verfasst: 25.06.2009, 22:49
von Altraia
Ja, das mit der Beißerei kann ich - auch aus eigener schmerzhafter Erfahrung beim ersten Kind - nur bestätigen.

Daher gab's beim zweiten Kind nur Brust oder stinknormale Becher. Keine Saugverwirrung, keine Beißerei. ;-)