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blöde ängste...

Verfasst: 07.06.2009, 11:39
von ellaundbo
... menno, langsam finde ich das nicht mehr normal! ich hatte am anfang echt schlimme ängste vor SIDS, da hat die hebamme im gvk für gesorgt, dann konnte lena auch nur auf dem bauch gut schlafen UND sie war in meinem bett, das war alles so "verboten". die erste zeit hat lena nur auf meinem bauch geschlafen, da hat meine nachsorge-hebi mir mut zu gemacht, und dann als lena dann langsam im beistellbett neben mir geschlafen hat (auf dem bauch) hat mein kia mir ein bißchen die angst genommen und meinte meine kleine sei was das kopfhalten und sonst so fit das ich mir wegen des auf dem bauch schlafens nicht so die gedanken machen soll. das war DAMALS, ist dann auch viel besser geworden, ich hab zwar dann immer noch dafür gesorgt das nacht dem nächtlichen stillen wieder platz zwischen uns ist, aber irgendwann hab ich auch damit aufgehört und wir haben immer arm in arm, nase an nase gelegen. jetzt braucht sie manchmal eben auch ihren platz weil's ihr zu warm wird also liegen wir manchmal eben nur nebeneinander oder kuscheln, je nach bedarf eben. es war alles super, ich hab mir kaum mehr gedanken gemacht und angst hatte ich auch keine.
dann ist 2 tage vor lenas erstem geburtstag mein opa gestorben und seitdem ist das thema irgendwie wieder so present in meinem kopf. sie schläft halt auch langsam immer längere phasen und irgendwann werde ich dann wohl wach weil sie sonst schon zum stillen angekuschelt gekommen wäre, dann atmet sie oft gaaanz ruhig, so das man sie kaum hört, und ich fühle dann jedes mal ob sie noch atmet... oder in der ersten schlafphase in der ich noch nicht mit im bett bin MUSS ich dann irgendwann ins zimmer gehen und horchen... da bin ich auch schonmal auf bett gesprungen weil ich sie von der tür aus nicht gehört habe...
heute nacht bin ich auch wieder wach geworden und hab sie nicht gehört, also hab ich gefühlt, und sie war kühler als sonst (ist sie immer wenn sie mit wollbody schläft das war mir aber natürlich nicht mehr im kopf und sie lag auch eh wieder ohne decke da, wie meistens eigentlich), ich hab mich so erschrocken das ich sie gerüttelt hab (ich muss bei dem gedanken jetzt schon wieder heulen), dann hat sie ihren kopf bewegt, sie hat echt tief geschlafen da sie nicht mal annähernd wach geworden ist davon, hat nur einmal den kopf bewegt und geseufzt und dann aber lauter geatmet, ist wohl dann in einen leichteren schlaf gekommen? ich möchte diese angst nicht mehr haben, ich finde das schrecklich. ansonsten bin ich was sie betrifft ziemlich angstfrei, ich lasse sie eigentlich erstmal alles alleine erproben und reiße sie nie irgendwo weg nur weil sie fallen könnte oder so (stehe bei bedarf eben hinter ihr, so unauffällig wie möglich), sie darf auch den spielplatz sand essen und steine in den mund nehmen, alleine rutschen, klettern etc., andere kinder dürfen ihr ins gesicht grabschen, ich finde wichtig das sie da auch selbst ein gefühl für bekommt was geht und was nicht geht, was weh tut und was nicht weh tut etc.
aber wenn sie so fest schläft da hört's auf mit angstfrei.

geht es jemandem auch so? oder ist bei euch die angst einfach automatisch gewichen mit dem ersten geburtstag? oder hattet ihr nie welche? wie geht ihr damit um, wenn ihr auch solche ängste habt?

Re: blöde ängste...

Verfasst: 07.06.2009, 11:55
von darkdragonsoule
hallo

das hört sich furchtbar an,du hörst dich furchtbar getsresst an. *knuddel*

ich kann dich verstehen.ich fühle fast jede nacht ein paar mal nach,bzw horche ob meine noch atmet.manchmal schaffe ich es zu denken dass alles gut gehen wird und vertraue einfach darauf.aber eben nur manchmal.ich mag doro nichmal in einen buggy setzen weil ich angst habe jemand klaut sie raus oder so...

aber wir tun ja schon was wir könne um das sids risiko zu mindern.

leider kann ich jetzt nichts anderes sagen.nur dass es mir auch so geht.

lg

Re: blöde ängste...

Verfasst: 07.06.2009, 12:20
von ellaundbo
darkdragonsoule hat geschrieben:hallo

das hört sich furchtbar an,du hörst dich furchtbar getsresst an. *knuddel*

ich kann dich verstehen.ich fühle fast jede nacht ein paar mal nach,bzw horche ob meine noch atmet.manchmal schaffe ich es zu denken dass alles gut gehen wird und vertraue einfach darauf.aber eben nur manchmal.ich mag doro nichmal in einen buggy setzen weil ich angst habe jemand klaut sie raus oder so...

aber wir tun ja schon was wir könne um das sids risiko zu mindern.

leider kann ich jetzt nichts anderes sagen.nur dass es mir auch so geht.

lg
das beruhigt ja schon mal das ich nicht die einzige bin. ich komme mir manchmal echt blöde vor. gestresst bin ich eigentlich nicht so deswegen... mag sein das es heute so scheint, weil der schreck heute nacht war echt mal richtig heftig. es ist schlimm wie das gehirn innerhalb von sekunden das horror-szenario abspielt und man ist dem einfach nur ausgeliefert. es ist auch nicht jede nacht oder so, aber im moment ist halt hart weil lena ne zeitlang schlecht geschlafen hat und jetzt schläft sie gerade fast "besser" als je zuvor, da gucke ich dann schon öfter mal ins zimmer zwischendurch, bzw. freue mich wenn das babyfon 'nen mucks macht, oder wache eben nachts auf während sie weiter schläft. da merke ich auch mal wieder das ich am liebsten einfach einen 3std.-rhythmus habe mit ihr, sch... auf durchschlafen!

ich hoffe das es jetzt wirklich nur mit den tod meines opas zu tun hat, das war halt auch für mich das erste mal das es so "nah" war, bei meinen omas war ich entweder währenddessen oder vorher außer landes, und sie haben nicht in der selben stadt gewohnt, da war es nicht so present, meinen opa hatte ich halt noch ein paar tage vorher besucht und es hat einfach auch keiner damit gerechnet.

Re: blöde ängste...

Verfasst: 07.06.2009, 13:18
von Sagittaria
Ich gucke nachts auch immer, ob Anna noch atmet :roll:

Ich fürchte, das ist normal und wird bestimmt nicht leichter, wenn die Kids älter werden :oops:

Mein Horrorszenario im Moment ist, dass Anna vor ein Auto läuft/fällt oder ein Autofahrer die Kontrolle verliert und auf den Bordstein fährt etc. Ich male mir den ganzen Mist dann auch noch in schaurigen Bildern aus :?

Re: blöde ängste...

Verfasst: 07.06.2009, 13:43
von asujakin
Also unser Sohn hat wohl ein "erhöhtes Risiko" am SIDS zu sterben, weil er ein Junge und ein Frühchen ist. 3 Tage vor seiner Entlassung bat ich die Schwestern, ihn vom Monitor abzumachen, damit ich mich dran gewöhnen kann "ohne Kontrolle" zu sein. Bis dahin lief ich in's Zimmer, erster Blick ging auf den Monitor, wie ist die Atemfrequenz, die Sauerstoffsättigung?! Als er noch in der Klinik war dachte ich, ich würde Zuhause STERBEN VOR ANGST... Doch irgendwie kams ganz anders. Die erste Zeit hat er nur auf dem Bauch geschlafen und vergrub sein Gesicht schön in's Nestchen vom Stubenwagen (der auch einen Himmel hatte) - also auch all das was man nicht machen soll. Aber Angst hatte ich nie. Vielleicht einfach aus einem Urvertrauen heraus, dass er's bis hier her geschafft hat - was soll dann noch kommen?! Ich hab keine Ahnung...

Mein Mann dagegen ist genau das Gegenteil. Hier mal 2 Beispiele:

1. Der Zwerg lag noch in der Klinik, da hat mein Mann Nachts (im SCHLAF) seine Bettdecke als "Päckchen" zusammengerollt und diese im Arm "gewiegt". Er dachte, das sei Noah. Er musste dann auf Toilette (wachte also so halb auf), legte die Decke gaaaanz vorsichtig ab und ging auf's WC. Dort angekommen bekam er panische Angst, der Zwerg könnte sich ja die Decke über den Kopf ziehen :shock: und eilte zurück in's Schlafzimmer, um festzustellen, dass es "nur" die Bettdecke war und Noah ja garnicht da war :(

2. Mitten in der Nacht schmeisst mein Mann seine Decke in die Höhe... Ich erschrecke total und frage ihn, was er da macht? Als ich endlich ne Antwort bekomme sagt er "Ich dachte Noah hätte sich in die Decke gegraben, aber so erstickt er doch? Also dachte ich, ich schmeiss die Decke hoch, weil Noah ja schwerer ist, würde er als erstes wieder runterfallen und ich kann ihn auffangen" :shock: :?

Wir haben die Anordnung im Familienbett nun geändert. Sonst schlief der Zwerg in der Mitte, das geht nun nicht mehr, da mein Mann total schlecht schläft und ständig schaut ob er noch atmet - er traut sich nicht, richtig einzuschlafen aus Angst er könnte sich auf ihn legen oder so.

Also schläft der Zwerg aussen (praktisch an der Wand geschützt durch ein Stillkissen) - meist in meinem Arm - ich schlafe in der Mitte.

Die Sicherheitsvorkehrungen wg. SIDS wurden mir auch in's Gehirn gehämmert...auf der Frühchenintensiv, auf der Pflegestation, der Kinderklinik (wobei sie Noah in der Kinderklinik in meinem Bett schlafen ließen :wink: ), von der Hebamme und und und. Als Noah ne Woche Zuhause war, sagte ich meiner Hebamme, dass er bei uns im Bett schläft und sie sagte "Das ist auch das Beste für euch, ihr braucht das! Ich hatte meine auch im Bett". (sie sei wohl nur dazu verpflichtet, diese SIDS-Infos weiter zu geben). Als wir in der Kinderklinik waren (vor nem Monat ca.) traf ich ne Schwester von der Frühchenintensiv wieder. Sie wollte wissen, wie es uns so geht usw. Ich erzählte ihr, dass er nur bei uns im Bett gut schläft und sie sagte "Schööön, ich hatte meine Jungs auch im Bett, aber das darf man ja niemandem sagen... :wink: "

Natürlich sind die Gefahren da, aber nach allem, was wir mit unserem Zwerg so durchhaben (angefangen von der Art der Zeugung) bin ich überzeugt - wenn ein Kind gehen möchte geht es, egal wie "sicher" die Umgebung ist. Wenn es leben will, lebt es, egal wie "schlecht" die Bedinungen sind.

So schwer es einem auch fällt, man kann nur vertrauen.

Aber ich schätze, diese Angst um's Kind ist die belastendste überhaupt - ich seh's ja an meinem Mann :cry:

Re: blöde ängste...

Verfasst: 07.06.2009, 14:31
von ellaundbo
Sagittaria hat geschrieben:Ich gucke nachts auch immer, ob Anna noch atmet :roll:

Ich fürchte, das ist normal und wird bestimmt nicht leichter, wenn die Kids älter werden :oops:

Mein Horrorszenario im Moment ist, dass Anna vor ein Auto läuft/fällt oder ein Autofahrer die Kontrolle verliert und auf den Bordstein fährt etc. Ich male mir den ganzen Mist dann auch noch in schaurigen Bildern aus :?
oh wei... ja! das kommt als nächstes, lena läuft jetzt... ich weiß auch nicht wie andere das machen und mit ihren kindern an einer straße entlang laufen, selbst an der hand muss man ja nur mal eine sekunde locker halten und schwupps! da braucht man doch eigentlich eine leine :oops:. das mit dem kontrolleverlierendem autofahrer ist hier um die ecke gerade erst passiert und eine frau ist dabei gestorben... :(, da wäre man dann auch mit kind an der leine nicht sicher... ach mensch...
trotzdem, so "normale" angst finde ich auch ok, die ist auch schützend, aber ich hab sie heute nacht echt gerüttelt (so wie man jemanden an der schulter wachrüttelt)... hab schon angst das ich sie das nächste mal hochreisse oder sowas blödes was sie auch noch total verschreckt, ich hätte ja auch einfach noch näher dran und horchen, aber ich hab gleich gerüttelt wie in panik :(. ich hab auch noch nicht erlebt das sie so fest geschlafen hat... langsam hab ich das gefühl sie hat den tiefen schlaf ihres papas geerbt, der schläft auch wie ein stein...
asujakin hat geschrieben:Also unser Sohn hat wohl ein "erhöhtes Risiko" am SIDS zu sterben, weil er ein Junge und ein Frühchen ist. 3 Tage vor seiner Entlassung bat ich die Schwestern, ihn vom Monitor abzumachen, damit ich mich dran gewöhnen kann "ohne Kontrolle" zu sein. Bis dahin lief ich in's Zimmer, erster Blick ging auf den Monitor, wie ist die Atemfrequenz, die Sauerstoffsättigung?! Als er noch in der Klinik war dachte ich, ich würde Zuhause STERBEN VOR ANGST... Doch irgendwie kams ganz anders. Die erste Zeit hat er nur auf dem Bauch geschlafen und vergrub sein Gesicht schön in's Nestchen vom Stubenwagen (der auch einen Himmel hatte) - also auch all das was man nicht machen soll. Aber Angst hatte ich nie. Vielleicht einfach aus einem Urvertrauen heraus, dass er's bis hier her geschafft hat - was soll dann noch kommen?! Ich hab keine Ahnung...

Mein Mann dagegen ist genau das Gegenteil. Hier mal 2 Beispiele:

1. Der Zwerg lag noch in der Klinik, da hat mein Mann Nachts (im SCHLAF) seine Bettdecke als "Päckchen" zusammengerollt und diese im Arm "gewiegt". Er dachte, das sei Noah. Er musste dann auf Toilette (wachte also so halb auf), legte die Decke gaaaanz vorsichtig ab und ging auf's WC. Dort angekommen bekam er panische Angst, der Zwerg könnte sich ja die Decke über den Kopf ziehen :shock: und eilte zurück in's Schlafzimmer, um festzustellen, dass es "nur" die Bettdecke war und Noah ja garnicht da war :(

2. Mitten in der Nacht schmeisst mein Mann seine Decke in die Höhe... Ich erschrecke total und frage ihn, was er da macht? Als ich endlich ne Antwort bekomme sagt er "Ich dachte Noah hätte sich in die Decke gegraben, aber so erstickt er doch? Also dachte ich, ich schmeiss die Decke hoch, weil Noah ja schwerer ist, würde er als erstes wieder runterfallen und ich kann ihn auffangen" :shock: :?

Wir haben die Anordnung im Familienbett nun geändert. Sonst schlief der Zwerg in der Mitte, das geht nun nicht mehr, da mein Mann total schlecht schläft und ständig schaut ob er noch atmet - er traut sich nicht, richtig einzuschlafen aus Angst er könnte sich auf ihn legen oder so.

Also schläft der Zwerg aussen (praktisch an der Wand geschützt durch ein Stillkissen) - meist in meinem Arm - ich schlafe in der Mitte.

Die Sicherheitsvorkehrungen wg. SIDS wurden mir auch in's Gehirn gehämmert...auf der Frühchenintensiv, auf der Pflegestation, der Kinderklinik (wobei sie Noah in der Kinderklinik in meinem Bett schlafen ließen :wink: ), von der Hebamme und und und. Als Noah ne Woche Zuhause war, sagte ich meiner Hebamme, dass er bei uns im Bett schläft und sie sagte "Das ist auch das Beste für euch, ihr braucht das! Ich hatte meine auch im Bett". (sie sei wohl nur dazu verpflichtet, diese SIDS-Infos weiter zu geben). Als wir in der Kinderklinik waren (vor nem Monat ca.) traf ich ne Schwester von der Frühchenintensiv wieder. Sie wollte wissen, wie es uns so geht usw. Ich erzählte ihr, dass er nur bei uns im Bett gut schläft und sie sagte "Schööön, ich hatte meine Jungs auch im Bett, aber das darf man ja niemandem sagen... :wink: "

Natürlich sind die Gefahren da, aber nach allem, was wir mit unserem Zwerg so durchhaben (angefangen von der Art der Zeugung) bin ich überzeugt - wenn ein Kind gehen möchte geht es, egal wie "sicher" die Umgebung ist. Wenn es leben will, lebt es, egal wie "schlecht" die Bedinungen sind.

So schwer es einem auch fällt, man kann nur vertrauen.

Aber ich schätze, diese Angst um's Kind ist die belastendste überhaupt - ich seh's ja an meinem Mann :cry:
finde ich toll das zumindest du da relaxt bist, dieses urvetrauen hatte ich dann irgendwann auch, da hatte ich überhaupt keine sorge, auch wenn lena mal krank war, hab ich immer auf ihren körper vertraut der sich selber heilte, ich wünschte ich wäre da auch wieder. da sieht man mal wieder was der kopf mit einem für spielchen treibt, dein mann ist da ja ein ganz extremes beispiel.
ich war auch froh das die nachtschwester im krankenhaus gleich bei der schichtübergabe gesagt hat das die kleinen viel besser bei mama schlafen, ich wollte eigentlich eh nicht dort bleiben und mein kind in diesen glaskasten legen konnte ich auch nicht. und meine nachsorge hebi hat auch immer gesagt das sie ruhig auf meinem bauch schlafen soll, das ich mir nicht so große gedanken machen soll und und und... lena ist glaube ich auch überhaupt kein risikofall, ich war einmal nachts weil sie so schlimm gehustet hat im kh, die dame am telefon meinte sie röchelt ganz schön - da sind wir hin, dort haben sie dann die sauerstoffsättigung gemessen, die war bei 99%, sie meinte so hoch hatten sie noch nie gehabt (lag vielleicht aber daran das lena am tage bestimmt 4 stunden an der frischen luft war ;-)). danach hab ich mir dann auch noch weniger sorgen gemacht, bis eben mein opa verstorben ist, seitdem... und es kamen dann noch so kleinigkeiten... ein unfall auf der autobahn, das erste was ich sehe ist ein kuscheltier auf der fahrbahn hinter der absperrung (auch noch ein löwe... meine maus liebt löwen), da ist mir auch ganz anders geworden. im moment sind meine sinne glaube ich für sowas einfach extrem geschärft, ich hoffe das lässt wieder ein wenig nach und wird nicht noch schlimmer.

meint ihr das ist ok sich damit ihr so auseinander zu setzen? gerade das was ich jetzt geschrieben habe mag für den ein oder anderen ja doch wieder angst auslösen? oder ist man sich eh eigentlich klar drüber was alles passieren kann? ich glaub mir hilft das, das mal so auf zu schreiben, aber ich möchte nicht bei anderen die eh schon vorhandenen ängste noch verschlimmern.

Re: blöde ängste...

Verfasst: 07.06.2009, 15:08
von asujakin
Natürlich ist es in Ordnung darüber zu reden und es ist auch ganz wichtig, sich über solche Ängste auszutauschen finde ich.

Wenn sich jemand verrückt machen möchte, tut er das - im Internet gibt es für diesen Zweck Seiten zur Genüge...also daran hindern wirst du niemand können. Ich habe sowieso die Erfahrung gemacht, je mehr man liest, desto mehr macht man sich Sorgen.

Es gibt doch auf der Autobahn diese neue Anti-Raser-Drängler-Kampagne...Wo sie solche Passfotos von Familien, Pärchen oder so haben... und dann stehen Namen drunter... Oder ein zercrashted Auto mit nem Aufkleber "Baby an Board"... als ich diese Leinwand das erste Mal sah, hatte ich Tränen in den Augen - mir setzt sowas auch schon zu.

Oder in den Nachrichten...wenn's um entführte, ermordete oder missbrauchte Kinder geht. Bevor der Zwerg da war, war ich immer betroffen und dachte "die armen Kinder, die arme Familie, schlimm, dass sowas passieren muss". Jetzt ist der Zwerg da und wenn eine solche Meldung kommt (so wie neulich als in Mexiko Feuer in einer Krabbelgruppe ausbrach und viele Säuglinge starben) muss ich sofort losweinen, es geht mir total nah.

Ich denke solche Ängste sind ganz normal und auch wichtig. Wir möchten unsere Sprösslinge ja vor allem Unheil beschützen und für sie eine "heile Welt" schaffen (auch wenn dies nicht möglich ist). Im Grunde geht's ja um die Erhaltung der Menschheit (wenn man's mal global sieht)... deswegen werden Schwangere auch so gut behandelt - als wären sie heilig :mrgreen: Ein Urinstinkt also.

Früher hatten die Mütter Angst, der Wolf könnte die Babies fressen, heute haben wir Angst vor SIDS - wobei sich die Ängste sicherlich mit den "Erkenntnissen" der Wissenschaft und dem vermehrten Wissen der heutigen Gesellschaft sicherlich gesteigert haben :cry:

Re: blöde ängste...

Verfasst: 07.06.2009, 21:10
von fruba
Bei uns schläft die kleine Maus auch mit im Bett, sonst wäre es auch zu anstrengend weil die Maus nur schwer einschlafen tut. Im Krankenhaus haben sie uns Familienbett verordnet :!: Ich mache mir kaum Sorgen, wohl aber meine Frau weil sie Angst hat die kleine könnte einen Hitzestau oder sonst etwas bekommen wenn sie im Schlaf ihre Decke über sie zieht. Zeitweise legen wir deshalb eine Kindermatratze mit ins Bett um eine Grenze zu haben.

Ich selbst mache mir weniger Sorgen wenn Püppi mit bei mir schläft,... Problem ist halt dann immer das stillen, da wandert sie wieder auf Mamas Seite.

Ich denke die Kleine meldet sich wenn ihr etwas nicht passt (das macht sie jetzt gerade auch lautstark mal schnell in's Tuch binde). Also ich habe das im Krankenhaus etwas getestet in dem ich mich auf der Matratze bewegt habe, die kleinen spüren sehr viel, auch im Schlaf.

Ich habe mehr Angst vor meinen Reaktionen im Schlaf, z.B. wenn die Maus mich mit ihren Fingernägeln kratzt. Ich habe schon mal geträumt das mich ein kleines Kätzchen an der Hand kratzt, und die Kralle an meinem Daumenrücken abgebrochen wäre,... wenn man da aus Panik die Katze aus dem Bett werfen möchte :oops: (Hm.. Tuch hat nicht funktioniert nochmal nuckeln bei Mama und viel schreien)

Aber ich denke man darf sich da nicht verrückt machen. Wir tun hier alle unser bestes für die Kleinen. Ich hätte eher Angst wenn Püppi in ihren eigenem Zimmer ganz im dunklen und ohne jegliches Geräusch schläft.

Testen ob Püppi noch atmet tun wir auch manchmal aber eher wenn sie so friedlich im Tragetuch schläft und sich soo lange nicht meldet. Oder wenn sie mal alleine nebenan schläft und wir einsam ohne sie sind.

Re: blöde ängste...

Verfasst: 09.06.2009, 10:48
von tania
warum soll das risiko für sids erhöht sein, wenn das kind mit den eltern schläft? das gegenteil ist meines wissens der fall. gerade wenn sie sehr nah oder sogar mit körperkontakt schlafen, gleicht sich der atemrythmus und somit der schlaf an. und sids (wird im moment angenommen) wird ja durch zu frühen und zu langen †iefschlaf ausgelöst. wissen tun sies natürlich nicht. auf jeden fall hilft das sein mit der mutter (klappt glaube ich am besten mit der mutter), dass das baby langsam das richtige schlafen lernt, also auch aufwacht bei einem dieser kurzen normalen atmestillstände. so gelesen bei meredith small our babies ourselves (eh ein ganz ganz tolles buch, so ne art liedloff in wissenschaftlich).

ansonsten ging es vor kurzem im stillforum schon mal darum.

ich habe kaum angst vor sids, ich habe angst vor unfällen. ich bin gut im ausmalen und das war auch schon ohne baby so. jetzt natürlich noch viel schlimmer.

liebe grüße, tania

Re: blöde ängste...

Verfasst: 09.06.2009, 11:36
von ellaundbo
tania hat geschrieben:warum soll das risiko für sids erhöht sein, wenn das kind mit den eltern schläft? das gegenteil ist meines wissens der fall. gerade wenn sie sehr nah oder sogar mit körperkontakt schlafen, gleicht sich der atemrythmus und somit der schlaf an. und sids (wird im moment angenommen) wird ja durch zu frühen und zu langen †iefschlaf ausgelöst. wissen tun sies natürlich nicht. auf jeden fall hilft das sein mit der mutter (klappt glaube ich am besten mit der mutter), dass das baby langsam das richtige schlafen lernt, also auch aufwacht bei einem dieser kurzen normalen atmestillstände. so gelesen bei meredith small our babies ourselves (eh ein ganz ganz tolles buch, so ne art liedloff in wissenschaftlich).

ansonsten ging es vor kurzem im stillforum schon mal darum.

ich habe kaum angst vor sids, ich habe angst vor unfällen. ich bin gut im ausmalen und das war auch schon ohne baby so. jetzt natürlich noch viel schlimmer.

liebe grüße, tania
es geht nicht darum ob das risiko im familienbett erhöht ist oder nicht, das familienbett (ich konnte mir nie was anderes vorstellen) das beste ist zweifel ich auch gar nicht an (ist doch auch eigentlich klar wenn man meinen kompletten beitrag liest, oder?), es ging mehr darum das ich meine ängste, die durch die hebi im gvk ausgelöst wurden (und da hatte ich ja nunmal noch gar keine ahnung und sids war für mich bis dahin kein thema), und die hat uns eben die standard empfehlungen (z.b. bei http://www.schlafumgebung.de/ zu lesen) aufgetischt, und die sagen: im schlafzimmer der eltern, aber nicht im bett der eltern. da wird dir dann alles von überhitzung etc. erzählt, DARUM hatte ich DAMALS angst sie so nah bei mir schlafen zu lassen, aber das habe ich ja überwunden, ist also nicht mehr thema. ich hab jetzt keine angst weil lena in meinem bett schläft, sondern einfach... ja, ich weiß eben nicht warum, und darum geht es mir, das es jetzt wieder so aktuell ist und ich nachts sogar hochschrecke, wo es ja schon gar nicht mehr in meinem kopf war, sie schon immer bei mir schläft, über ein jahr alt ist, anscheinend eine top sauerstoffsättigung hat... und trotzdem ist sie da die angst (darum ging es mir...), da liegt nur die vermutung nahe oder ich hoffe, das es daran liegt das eben gerade jemand in meinem nahen umkreis gestorben ist.
ich habe mich aber auch sehr erschrocken das sie trotzdem sie neben mir liegt so tief geschlafen hat das sie nicht mal durch mein rütteln wach geworden ist und sich erst nach einer gefühlten ewigkeit bewegt hat.
aber es ist keine angst die mich ständig verfolgt, aber anscheinend ist sie ja wieder da, sonst würde ich nachts nicht so hochschrecken (DAS habe ich vorher nie gemacht).

es ging mir hier gar nicht darum zu diskutieren ob familienbett nun das risiko erhöht oder senkt.