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Was ein Prof. im Schlaflabor vom Familienbett...

Verfasst: 16.02.2009, 22:45
von Anjuta2008
...hält.
Hallo,

ich war mit meinem Kleinen im Schlaflabor, weil ich manchmal das Gefühl hatte, er atmet im Schlaf schlecht.
Mehrmals bin ich neben ihm aus dem Schlaf hochgeschreckt und fand ihn fast steif und leblos...
Aber er kam immer zu sich....
Im Labor haben sie nun alles beobachtet und er hat wohl keine Apnoe.ZUM Glück!

Aber die Schwestern haben mich richtig "angemacht" ,weil er mit 14 Monaten nur an der Brust einschläft und ich nachts
sogar in das schöne Gitterbett steigen musste, weil er da natürlich absolut nicht ruhig schlafen konnte...
Die eine Schwester hat mich dann angefahren:
"Das haben SIE ihm anerzogen, und das wissen Sie auch!!!"

Aber das in einem Ton, so barsch und unfreundlich...abgesehen davon, dass ich nur auf seine Bedürfnisse eingehe und
ich eher finde, dass den anderen Kindern, die nicht gestillt, getragen und familiengebettet sind, etwas ABERZOGEN wird, dass denen
die Bedürfnissbefriedigung versagt bleibt.

Der leitende Prof. meinte auch noch mit mir sprechen zu müssen, weil ich wohl so komisch bin
und mein ach so altes und gr0ßes Kind noch stille und dann auch noch herumtrage.
Das müsste ich doch abstellen und er müsse jetzt dringend im eigenen Zimmer schlafen:"

ECHT????
Ich habe dem Herrn Professor vorgeschlagen, Jean Liedloff zu lesen.
Denn ich lasse mir hier nicht reinreden,...so als ob ich lauter Unfug machen würde...

Es ist unglaublich oder?


Ich bin aber trotzdem leicht amüsiert über diese Reaktionen!!!

Liebe Grüße
Anne mit Viktor, der eben im Tuch auf meinem Rücken eingeschlafen ist, weil ich noch viel Hausarbeit hatte, der nun
neben dem Papa im Familienbett kuschelt.

Re: Was ein Prof. im Schlaflabor vom Familienbett...

Verfasst: 16.02.2009, 22:48
von jusl
:shock: Klingt ja gruselig...

das traurige ist, dass Mütter die es so machen wie Du - GANZ NORMAL EBEN! - auf diese Weise nur schwer Hilfe von solchen Experten kriegen, wenn sie tatsächlich mal wg. was medizinischem oder so nötig wäre.

LG,
Julia

Re: Was ein Prof. im Schlaflabor vom Familienbett...

Verfasst: 17.02.2009, 11:06
von Britta84
Anjuta2008 hat geschrieben:...hält.
..., weil ich manchmal das Gefühl hatte, er atmet im Schlaf schlecht.
Mehrmals bin ich neben ihm aus dem Schlaf hochgeschreckt und fand ihn fast steif und leblos...
Aber er kam immer zu sich....
Jakob schläft in seinem Zimmer (ein und wacht bei uns auf), aaaaaaber wenn ich das auch nur ein mal erlebt hätte was du wohl schon öfter hattest würde ich ihn nie "unbeobachtet" schlafen lassen. Was wäre wenn du nicht wach geworden wärst...ich möchte nicht mal darüber nachdenken :(

Das Schlaflabor sollte das Familienbett da wirklich unterstützen. ICH finde die Einstellung zum :klokotz:

Re: Was ein Prof. im Schlaflabor vom Familienbett...

Verfasst: 17.02.2009, 11:22
von mayra
Ich könnte darüber nicht amüsiert sein... das geht den Herrn Professor oder die Schwestern gar nichts an. Außerdem ist ja immer noch die Frage, was eigentlich "normal" ist? Meiner Meinung nach Stillen, FB, tragen ;-)

Re: Was ein Prof. im Schlaflabor vom Familienbett...

Verfasst: 17.02.2009, 11:26
von Lösche Benutzer 1828
Solchen Leuten begegne ich mittlerweile wirklich unfreundlich :evil: - traurig, traurg.

Re: Was ein Prof. im Schlaflabor vom Familienbett...

Verfasst: 17.02.2009, 11:30
von mayra
arrgg... ich könnte mich echt aufragen. Eine Freundin hat das selbe erlebt wie du. Beim Mittagsschlaf (GsD auf Mamas Brustkorb) hat ihre Kleine einfach nicht mehr weitergeatmet... stellt euch mal vor, das passiert im eigenen Zimmer... und der haben sie einen Quatsch erzählt... :evil: das Kind muss im eigenen Zimmer schlafen damit es genug Sauerstoff bekommt... die kleine wird mittlerweile mit so einem Überwachungsgerät überwacht, aber ich könnte keine Minute die Augen schließen, wenn das mein Kind wäre. Natürlich schläft sie im eigenen Zimmer (diese Eltern wollen das selbst auch unbedingt), aber hat immer noch ab und an Atemaussetzer... :shock:

Re: Was ein Prof. im Schlaflabor vom Familienbett...

Verfasst: 17.02.2009, 11:34
von LaLeMi
Oh mann... das ist so traurig :-(
Und wie jusl sagt, so bekommt man dann keine Hilfe, wenn es vielleicht notwendig wäre :-(

Re: Was ein Prof. im Schlaflabor vom Familienbett...

Verfasst: 17.02.2009, 11:58
von Uta
Ach ja, ist ja irgendwie das übliche. Manchmal finde ich es auch schwer, wegzuhören, auch wenn´s mir beim dritten Kind schon leichter fällt. Heute auch schon wieder: Kommt die immer noch nachts? Wie oft stillst du noch? Dreimal am Tag? Wie, sogar NOCH öfter??? Und das von einer Mutter, die einem sechs Monate altem Kind nicht mal mehr Folgemilch mehr gibt, sondern nur noch Wasser, Brei, Nudeln und was nicht noch alles.

Re: Was ein Prof. im Schlaflabor vom Familienbett...

Verfasst: 17.02.2009, 14:42
von SeLeMa
Wir hatten im Januar ein ähnliches Erlebnis. Leider waren wir für 4 Tage im Kinderspital unser Leevi hatte den RS Virus und brauchte Sauerstoff zur Unterstüzung. Ich wurde mit Leevi aufgenommen und kriegte zum Glück ein richtiges Spitalbett, nicht nur eine Pritsche. Aus dem Säuglingsbett nahm ich die Decke und wickelte daraus ein Stillkissen und platzierte es zu uns, ins grosse Bett. Die folgenden Tage schlief ich mit Leevi im grossen Bett und benutzte das Säuglinsbett als Wickeltisch, sehr praktische höhe ;)
Bei jeder Oberarztvisite wurde Leevi angesprochen (!) :"Du liegst ja schon wieder im falschen Bett" Leevi war zu dem Zeitpunkt 6 Wochen und hat noch nie wo anders geschlafen als ich. Der Arzt wollte mich auch des öffteren auf Heimaturlab schicken. Ich hab nur geantwortet, dass wenn ich hier raus geh, dann mit meinem Sohn zusammen!

Anjuta2008 hat geschrieben: Die eine Schwester hat mich dann angefahren:
"Das haben SIE ihm anerzogen, und das wissen Sie auch!!!"
Aber das in einem Ton, so barsch und unfreundlich...
Ich bin selber Pflegefachfrau, aber SO hab ich mich noch nie in Erziehung und Gesundheitsverhalten eingemischt. Das ist echt traurig und anmassend!

Re: Was ein Prof. im Schlaflabor vom Familienbett...

Verfasst: 17.02.2009, 18:32
von vivi
ich eher finde, dass den anderen Kindern, die nicht gestillt, getragen und familiengebettet sind, etwas ABERZOGEN wird
ganz genau :!: das hast du schön gesagt!
schade, dass DU dich rechtfertigen musst. und schlimm, dass die anderen SO überzeugt davon sind, dass es anders richtiger sei :roll: