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bekoststart und dauerstillen
Verfasst: 09.01.2009, 15:00
von rose
hallo,
ich versuche es seit eingen tagen mit beikost (meine tochter ist 6 monate alt) , jedoch ohne erfolg.. kann es daran liegen, dass sie vielleicht nie hunger hat? ich stille sie sehr oft und zudem wird meine brust auch als schnuller benutzt.. daher denke ich mir, dass sie wohl nie hunger hat.. kann es sein, dass es daran liegt? und wie kann ich das ändern? ich kann sie momentan schlecht 3 stunden hinhalten..
Re: bekoststart und dauerstillen
Verfasst: 09.01.2009, 17:29
von Taratha
Ich kann dir aus Erfahrung sagen: ein Kind, das essen will isst auch direkt nach ner Stillmahlzeit.
Der Klops stillt immer ganz ausgiebig nach dem Mittagsschlaf und isst danach locker 2 Kartoffeln.
Essen und Stillen sind keine Konkurrenten, sondern ergänzen sich in der Anfangszeit
LG Daniela
Re: bekoststart und dauerstillen
Verfasst: 09.01.2009, 21:52
von Altraia
Ich kann Tharata nur voll und ganz beipflichten.
Sehr viele Babys sind mit 6 Monaten noch nicht beikostreif. Und ein Kind, das wirklich essen will, tut dies trotz Stillens nach Bedarf. Ich selbst hatte von jeder Sorte ein Kind und weiß daher auch privat, wovon ich spreche

.
Still weiterhin nach Bedarf und biete zusätzlich Beikost an (deshalb heißt es ja auch "Bei"kost), dann kann sie sich nehmen, was sie braucht.
Re: bekoststart und dauerstillen
Verfasst: 09.01.2009, 22:54
von Laquiqui
Und mein Sohn isst auch mit 14 Monaten nur selten und dann auch nur geringe Mengen. Mach Dir keine Sorgen! Dein Kind ist noch so klein!
Re: bekoststart und dauerstillen
Verfasst: 09.01.2009, 23:32
von jusl
Das stimmt - Stillen und Beikost sind quasi gänzlich unabhängige Phänomene!
Meine jüngsten stillen noch unverändert viel, ohne Einschränkung nach Bedarf (und der scheint echt groß zu sein

) - aber hauen am Familientisch rein wie die Großen!
LG;
Julia
Re: bekoststart und dauerstillen
Verfasst: 10.01.2009, 10:42
von rose
kann schon sein, dass sie vielleicht noch nicht reif genug ist (obwohl sie mir am liebsten das essen aus der hand reissen würde) .. aber ich wollte schon gern mit beikost anfangen, weil ich mir doch sehr unsicher bin, ob meine milch noch nahrhaft genug ist...
bei meiner ersten tochter war es so, dass sie bis zum 5. monat super zunahm (bewegte sich immer zwischen der 3. und 50. perzentile), dann rutschte sie ab dem 5. bis zum 7. monat aus ihrer kurve raus und bewegt sich seitdem (bis heute 2,5 jahre) kontinuierlich unter der 3. perzentile (also auf der -3% perzentile, wenn es sowas gäbe

)
der kinderarzt sagte damals, es läge daran, das meine muttermilch nicht mehr ausreiche (nicht an quantität, sondern an qualität) und ich müsse unbedingt die milchmahlzeiten ersetzen.. ich fing dann auch mit 5,5 monaten langsam mit beikost an. ich dachte bis vor kurzem, er hätte unrecht und es läge daran, das sie eine weile nicht mehr so gut zunahm, weil ein zucchinisüppchen weniger kalorienreich ist, wie meine muttermilch.
nun ist es bei der anderen tochter so, dass sie exakt das gleiche gewicht wie meine erste tochter damals hat und seit genau dem gleichen zeitpunkt nicht mehr so gut zunimmt (also seitdem sie 4,5-5 monate alt ist). also liegt es an der muttermilch, dass sie ihr nicht mehr ausreicht? hat mein kinderarzt doch recht, dass die kinder ab 6 monaten andere nahrung brauchen?
meine maus ist auch so schon recht zierlich (wiegt 5800g mit 6 monaten) und ich will echt nicht, dass sie genauso dünn wird wie ihre schwester. deshalb dachte ich, dass es sinnvoll ist, jetzt mit beikost anzufangen, oder was soll ich machen?
Re: bekoststart und dauerstillen
Verfasst: 10.01.2009, 10:49
von rose
achso, muss dazu sagen, dass ich meine erste tochter noch recht lange weiterstillte (aber nicht voll) , weil ich dem kinderarzt nicht glaubte..
Re: bekoststart und dauerstillen
Verfasst: 10.01.2009, 14:42
von jusl
der kinderarzt sagte damals, es läge daran, das meine muttermilch nicht mehr ausreiche (nicht an quantität, sondern an qualität)
Das ist nicht möglich. Wenn die "Muttermilchqualität" für die ersten Monate ausreicht, dann tut sie das ebenso für die folgenden Monate. Ein beikostreifes Kind sollte ab 6 Monaten ZUSÄTZLICH, NICHT ANSTATT Muttermilch feste Nahrung bekommen - andersherum ist es nicht sinnvoll, einem Kind was offenbar noch nicht reif für feste Nahrung ist, bei weiterhin gutem Gedeihen feste Nahrung "reinzuzwingen".
...und ich müsse unbedingt die milchmahlzeiten ersetzen..
Klares Nein. Im ersten Lebensjahr wird die Muttermilch grundsätzlich ERGÄNZT, nicht ERSETZT. Tatsächlich ist es sogar so, dass bei (zu) frühem Beikoststart Nährstoffmangel begünstigt wird, weil nämlich ab diesem Zeitpunkt die Nährstoffe "um Aufnahme konkurrieren" müssen: gibt man z.B. statt Muttermilch Bananen, dann wird wg. des hohen Magnesiumgehalts der Bananen das Eisen aus der Muttermilch nicht mehr so gut aufgenommen wie vorher, so dass Eisenmangel begünstigt wird (als einfaches Beispiel). Diese Zusammenhänge sind gut untersucht.
Gewichtskurven sind bei gesunden, phyiologisch ernährten Kindern v.a. anlagebedingt. Es wäre also gar nicht ungewöhnlich, wenn Dein zweites Kind ebenfalls ähnlich "wächst" wie Dein erstes - dies ist kaum zu beeinflussen. Das einzige, was bei SEHR zarten Kindern sinnvollerweise ausgeschlossen werden sollte, sind Eisen- und Zinkmangel.
Ansonsten ist es aber ganz normal, dass Kinder, die in den ersten Monaten kräftig zugelegt haben, dies im zweiten Lebenshalbjahr nicht mehr tun.
LG;
Julia
Re: bekoststart und dauerstillen
Verfasst: 11.01.2009, 11:22
von claudia820
Ich würd dir raten lass es bleiben und probier es einfach in zwei drei wochen wieder. Lass euch Zeit!!
Deine Milch ist sicher immer noch nahrhaft, sonst würd sie ja vor lauter Hunger schreien, das ist aber nicht der Fall, oder?
Re: bekoststart und dauerstillen
Verfasst: 11.01.2009, 20:10
von Waldbeere
Meine Ärztin wollte mir auch weiß machen, das Fabian hätte ab dem 6 Monat Gemüse oder Obstbrei essen müsse. Ich habe sehr mit ihr diskutiert und war sauer, sagte ihr das er noch nicht soweit ist und es nicht nehme, ich ihn bestimmt nicht zwinge und ihm die Zeit lasse. Jetzt mit fast 9 Monaten findet er Brei toll, also still weiter und biete es ihr immer wieder mal an, wenn sie soweit ist, wirst du es merken. Meine Kinder sind auch eher zierlich und der Kleine hatte auch eisenprobleme von Geburt an, was aber nie was mit dem Stillen zu tun hatte.