Meine Freundin stillt ab (SLP)
Verfasst: 25.12.2008, 21:48
Heute war meine Freundin, Dominics Patentante, mit ihrer kleinen Tochter, 4 Monate, bei uns. Sie konnte von Anfang an problemlos stillen, hatte nie wunde Brustwarzen, die Kleine nahm von Anfang an super an Gewicht zu, schlief schon mit knapp 8 Wochen durch (ohne geferbert zu werden, aber nicht im Familienbett), und nun hört sie dennoch auf mit Stillen. Sie stillt nicht gerne in der Öffentlichkeit und die Kleine hat nun wieder einen Schub, wo sie manchmal eine halbe Stunde oder länger an der Brust ist, nach zwei Stunden dann aber schon wieder an selbige will. (Was ja alles normal und gesund ist.)
Meine Freundin ist kein sehr geduldiger Mensch. Sie hat deshalb vor ein paar Wochen angefangen, wenn sie im Stress und eh schon spät dran war, der Kleinen die Flasche zu geben statt zu stillen, weil das schneller ging. Mittlerweile gibt sie ihr unterwegs nur noch die Flasche und stillt höchstens 3 Mal innert 24 Stunden. Dass das deutlich zu wenig für ihre Brust ist, merkt sie nun, da die Milch rasant zurück ging/geht.
Für SIE stimmt es so, es ist für SIE der sanfte Weg zum Abstillen, da ihre Brust auch nicht leidet. Dem Baby ist es augenscheinlich egal, woher das Futter kommt, Hauptsache, es kommt welches. Mir tut es einfach Leid, weil ich weiss, wie gut und gesund das Stillen doch wäre. Natürlich muss es der Mutter auch gut gehen, moralisch sowieso, und es wäre für mich kein Thema, wenn sie wegen schwerwiegenden Gründen das Stillen beenden müsste. Aber 'nur' wegen ein wenig Ungeduld und weil sie halt öfters irgendwohin ein wenig zu spät kommt ist für mich persönlich einfach kein 'richtiger' Grund.
Ich weiss, dass es ihre eigene Entscheidung ist und rede ihr selbstverständlich nicht drein. Ich habe sie von Anfang an versucht 'sanft' zu unterstützen, habe ihr meine Pumpe geliehen (geht ihr auch zu langsam), habe ihr auch theoretisches Stillwissen vermittelt (so gut das eben unter Freundinnen geht, frau will ja nicht 'Druck ausüben', wenn Ihr wisst, was ich meine), monatelang in ihrer Schwangerschaft auch jede (Still-)Frage versucht zu beantworten und trotzdem hat das alles nicht gefruchtet.
Auf der anderen Seite hat die Kleine immerhin 3 Monate voll und jetzt noch mindestens einen Monat teilweise stillen dürfen, das ist doch auch schon etwas!
Und trotzdem nagt da noch was in mir. Ich bin ja LLL-Azubi, bald fertig mit der Ausbildung, aber 'schaffe' es nicht mal, eine Freundin zum länger Stillen zu motivieren sondern kann ihr jetzt nur noch Tipps geben, wie sie einen Milchstau und eine Brustentzündung beim Abstillen vermeiden kann...
Meine Freundin ist kein sehr geduldiger Mensch. Sie hat deshalb vor ein paar Wochen angefangen, wenn sie im Stress und eh schon spät dran war, der Kleinen die Flasche zu geben statt zu stillen, weil das schneller ging. Mittlerweile gibt sie ihr unterwegs nur noch die Flasche und stillt höchstens 3 Mal innert 24 Stunden. Dass das deutlich zu wenig für ihre Brust ist, merkt sie nun, da die Milch rasant zurück ging/geht.
Für SIE stimmt es so, es ist für SIE der sanfte Weg zum Abstillen, da ihre Brust auch nicht leidet. Dem Baby ist es augenscheinlich egal, woher das Futter kommt, Hauptsache, es kommt welches. Mir tut es einfach Leid, weil ich weiss, wie gut und gesund das Stillen doch wäre. Natürlich muss es der Mutter auch gut gehen, moralisch sowieso, und es wäre für mich kein Thema, wenn sie wegen schwerwiegenden Gründen das Stillen beenden müsste. Aber 'nur' wegen ein wenig Ungeduld und weil sie halt öfters irgendwohin ein wenig zu spät kommt ist für mich persönlich einfach kein 'richtiger' Grund.
Ich weiss, dass es ihre eigene Entscheidung ist und rede ihr selbstverständlich nicht drein. Ich habe sie von Anfang an versucht 'sanft' zu unterstützen, habe ihr meine Pumpe geliehen (geht ihr auch zu langsam), habe ihr auch theoretisches Stillwissen vermittelt (so gut das eben unter Freundinnen geht, frau will ja nicht 'Druck ausüben', wenn Ihr wisst, was ich meine), monatelang in ihrer Schwangerschaft auch jede (Still-)Frage versucht zu beantworten und trotzdem hat das alles nicht gefruchtet.
Auf der anderen Seite hat die Kleine immerhin 3 Monate voll und jetzt noch mindestens einen Monat teilweise stillen dürfen, das ist doch auch schon etwas!
Und trotzdem nagt da noch was in mir. Ich bin ja LLL-Azubi, bald fertig mit der Ausbildung, aber 'schaffe' es nicht mal, eine Freundin zum länger Stillen zu motivieren sondern kann ihr jetzt nur noch Tipps geben, wie sie einen Milchstau und eine Brustentzündung beim Abstillen vermeiden kann...