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Laktoseunverträglichkeit - was nun?
Verfasst: 16.12.2008, 20:02
von Fröschla
Hallo ihr lieben,
endlich hab ich ein Forum gefunden, wo mir vielleicht jemand weiterhelfen kann.
Ich habe eine Tochter (13 Monate) die ich bis 6,5 Monate voll gestillt habe. Dann habe ich mit Beikost angefangen, was sie auch gut annahm. Mittlerweile isst sie tagsüber voll am Tisch mit (Vollkornbrot, -brötchen, Obst in kleinen Stücken, warme Mahlzeiten die nicht so stark gewürzt sind). Abends vorm Zubettgehen stille ich nochmal, dann kommt sie nachts meist einmal; manchmal auch zweimal, da stille ich auch. Morgens stille ich, ca. 1 Std. später machen wir gemeinsam Frühstück.
Mit 6 Monaten bekam sie rote Flecken an Hals, dann in den Armbeugen und Kniekehlen - laut KiA deutet das auf eine Milchunverträglichkeit hin - seitdem esse ich keinerlei Käse usw. habe alle Milchprodukte außer Butter aus meinem Haushalt verbannt.
Als Ersatz verwende ich Reis- und Hafermilch, manchmal auch Sojamilch.
Sie wurde von einer HOmöopathin behandelt; alle Flecken sind daraufhin verschwunden. Nach wie vor hat sie eine recht trockene Haut, kratzt dann und es bilden sich rote Flecken.
Laut KiA könne ich nun, nachdem sie ein Jahr alt ist, mit Käse oder Joghurt ausprobieren...........? Vom Gefühl her möchte ich ihr noch keine Kuhmilchprodukte geben; ich selbst habe mal einen Joghurt gegessen, bei ihr aber keine Auswirkungen gesehen.
Ich stille meine Tochter gerne, genieß es nach wie vor und möchte auch noch nicht abstillen - auch wenn mich die Äußerungen von aussen manchmal stören......
Nun zu meinem eigentlichen Problem: kann ich die Abendmahlzeit auch mal durch etwas anderes ersetzen, so dass ich abends doch mal weg kann? Womit? Hafer- oder Reismilch sind doch dazu nicht geeignet, oder? "Milchpulver" aus der Apotheke widerstrebt mir ebenso.
Wirkt sich das gleich auf meine Milchproduktion aus?
So, jetzt hab ich einen ganzen Roman geschrieben - vielleicht hat ja jemand den Nerv sich das durchzulesen und mir ein paar Gedanken dazu zu schreiben - ich wär auch sehr dankbar!
Lg
Fröschla
Re: Laktoseunverträglichkeit - was nun?
Verfasst: 16.12.2008, 20:09
von jusl
Erstmal: die Überschrift?!? Hast Du eine Laktoseunverträglichkeit, oder wie? (Deine Tochter jedenfalls nicht - sie ist noch im Stillalter!

)
Nach dem 1. Geburtstag sind Milchprodukte bei einem Kind, was schon gut feste Nahrung isst, nicht mehr zwingend notwendig. Du könntest also problemlos Reismilch o.ä. anbieten, wenn Du abends mal nicht da bist (und ihr das Stillen nicht in anderer Hinsicht fehlt

).
Wie oft stillt Ihr denn noch insgesamt? Denn wenn Ihr nur noch selten stillt UND dieses Stillen häufiger "ausnahmsweise" ausfällt, dann ist's mit dem Stillen vermutlich bald vorbei

(worauf Du natürlich nur dann achten müsstest, falls Du noch nicht abstillen willst)
LG;
Julia
Re: Laktoseunverträglichkeit - was nun?
Verfasst: 16.12.2008, 20:17
von Fröschla
Hallo Julia,
mir wurde erklärt, meine Tochter reagiere auf die Milchprodukte bzw Milch die ich zu mir nehme. Sie hätte eine Milchunverträglichkeit.
Wir stillen regelmäßig drei - bis viermal über die Nacht verteilt: Abends, irgendwann nachts und morgens. Dieses Stillen braucht sie noch - ich denke auch die Nähe und das Nuckeln; wobei sie zügig trinkt, wir kurz kuscheln und sie dann ins Bett kommt.
Lg
Melanie
Re: Laktoseunverträglichkeit - was nun?
Verfasst: 17.12.2008, 14:48
von jusl
Hallo,
aaah - mit "Milchunverträglichkeit" meinte Dein KiA dann wahrscheinlich "Kuhmilcheiweißallergie"

. Wenn eine stillende Mutter Kuhmilch zu sich nimmt, dann kann es passieren, dass Spuren davon in ihrer Milch auftauchen. Auf diese Spuren von Fremdeiweiß können Kinder allergisch reagieren. (Mit LAKTOSE hat all dies nichts zu tun - Laktose ist Milchzucker, der in Muttermilch wie auch in Tiermilch enthalten ist. Laktoseintoleranz liegt dann vor, wenn jemand nicht mehr genug Laktase produziert (Laktase ist das Enzym, das den Milchzucker spaltet). Dies ist frühestens im Schulkind-Alter der Fall; mit anderen Worten: Babys und Kleinkinder können gar nicht laktoseintolerant sein, weil sie ja noch im Stillalter sind.)
Jedenfalls: da Du noch mehrmals am Tag stillst, braucht Dein Kind definitiv keine Ersatzmilch oder Tiermilch oder Kuhmilchprodukte. Wenn Du mal nicht da bist, kannst Du einfach irgendetwas anderes zu essen/trinken anbieten - viele Kleinkinder mögen Reismilch/Hafermilch u.ä. sehr gerne.
LG;
Julia
Re: Laktoseunverträglichkeit - was nun?
Verfasst: 17.12.2008, 15:04
von purzel2008
Wurde denn die Milcheiweßallergie serologisch (d.h. mit einem Bluttest) nachgewiesen? Falls nicht sollte das meiner Meinung nach bald möglichst gemacht werden. So wie Du das schreibst, hört es sich eher wie ein Verdacht an?!
Re: Laktoseunverträglichkeit - was nun?
Verfasst: 17.12.2008, 16:59
von Fröschla
Hallo,
vielen Dank erst mal für eure Antworten.
Es wurde auf mein Drängen hin schon im April ein Bluttest gemacht; dabei kam heraus, dass sie eben keine Milcheiweißallergie hat, sondern eben eine Unverträglichkeit (so hat es mir der KiA erklärt). Ebenso wurde ein allgemeiner Lebensmittelallergietest gemacht, der nur "leicht erhöht" ausfiel - was immer das auch heißen mag.
Auf LM habe ich bisher keine Reaktion gemerkt...
LG
Fröschla
Re: Laktoseunverträglichkeit - was nun?
Verfasst: 17.12.2008, 17:05
von jusl
Ja, das gibts... gerade Kinder, die zu atopischen Hautgeschichten oder Verdauungsproblemen neigen, reagieren oft sehr empfindlich auf "nicht artgerechte"; industriell verarbeitete oder künstliche Lebensmittel, ohne dass eine klassische Allergie darauf nachgewiesen werden kann.
Jedenfalls: schön, dass Ihr die Symptome soweit in den Griff gekriegt habt!
LG,
Julia
Re: Laktoseunverträglichkeit - was nun?
Verfasst: 17.12.2008, 18:07
von Nudelsuppe
Wir haben ein ähnliches Problem, wir haben es gut in den Griff bekommen indem ich auf Milchprodukte verzichte und die kleine eben auch.
Ich finde es klasse dass Du so auf dein Gefühl hörst und noch nicht mit Kuhmilchprodukten startest, wenn es Dir unheimlich ist.
Als Lara noch kleiner war und ich ihr Brei angerührt hab, habe ich immer Breie genommen wo draufstand sie müssen mit Folgemilch angerührt werden, so dass eben noch kein Milchpulver drin ist. Diese hab ich dann mit abgepumpter Mumi angerührt. Falls Du nicht pumpen willst oder kannst, kannst Du es auch mit Wasser anrühren, Reis und Hafermilch eignen sich genauso gut.
Ich drück die Daumen dass sich die Lage durch dein verantwortungsbewusstes Handeln (Meiden von Fremdeiweiß) entspannt.
Liebe Grüße,
Re: Laktoseunverträglichkeit - was nun?
Verfasst: 18.12.2008, 19:32
von Fröschla
Hallo Nicole,
vielen Dank für deine Anteilnahme und Info - es zeigt mir, dass ich wenigstens nicht alleine mit dem Problem bin. In meinem Bekanntenkreis wird das nicht so akzeptiert und ich bin oft hin und her gerissen. Bisher hab ich aber immer auf mein Gefühl gehört und wie ich jetzt lese, war das richtig so!
Also vielen Dank ihr beiden!
Lg
Melanie
Re: Laktoseunverträglichkeit - was nun?
Verfasst: 18.12.2008, 21:48
von isyisy
Hallo Melanie!
Nein, ihr seid damit sicher nicht allein!
Bei meiner Tochter wurde eine "atopische Hautgeschichte" (wie Julia sagt) irgendwann mit vier oder fünf Monaten festgestellt (weiß nicht mehr genau) und seitdem verzichten wir auch auf Milchprodukte, Eier und Nüsse. Fisch scheint keine Probleme zu bereiten. Wir haben jetzt auch einen Bluttest machen lassen, da die Haut phasenweise immer noch fürchterlich aussah, ohne dass wir einen Grund dafür wussten (wobei man Stress etc. ja nie ganz ausschließen kann). Laut Ärztin ist es so, dass positiv getestete Lebensmittel auf jeden Fall gemieden werden müssen während negativ getestete damit nicht zwangsläufig auch unproblematisch sind. Diese kann man dann vorsichtig antesten.
Wir haben auch Salbe verschrieben bekommen, die scheinbar ganz gut für die Süße funktioniert.
Außerdem ist es wohl häufig so, dass die Unverträglichkeiten irgendwann nachlassen bzw. weg sind. Dann kann man versuchen, homöopathisch auf die Lebensmittel vorzubereiten, damit es nicht wieder zu Reaktionen kommt.
Um die Calciumversorgung zu gewährleisten trinkt die Lütte Sprudelwasser mit viel Calcium. Fürs Eisen gibts eben regelmäßig Fleisch, bei uns meist in der Form von Brotbelag, da sie das am liebsten isst.
Dazu stillen wir noch.
Ich finde das Thema recht komplex und habe immer das Gefühl, nicht ganz durchzublicken.