Buch: Schlaf Kindlein,verflixt nochmal / Jerina Prekop - wer
Verfasst: 15.12.2008, 16:24
Hat jemand von euch dieses Buch gelesen ?
Ich bin grad dabei, und für mich ist´s irgendwie wie eine Offenbarung.
Mir kommt so vor, als würde da zu 100% von UNS geschrieben...
Es macht mich aber auch sehr traurig, denn trotz allerbester Absichten haben wir offensichtlich ziemlich vieles falsch gemacht.
Ich hab Theresa - nach einer irrsinnig schweren Geburt (die wir beide bald nicht dapackt hätten) - als Schreibaby heimgekriegt und war mit der Situation völlig allein gelassen, und auch total überfordert. Aber ich wollte immer nur das allerbeste für sie.
Wer das Buch gelesen hat, wird sich jetzt auskennen - für alle anderen wird´s wohl ein bisschen verwirrend werden...
Die HÜLLE hat Theresa (hoffentlich) in ausreichendem Maß bekommen. Ich hab sie die ersten Monate (nachts) gepuckt und vom ersten Tag an dem wir zuhause waren im Tragetuch getragen. Anders hätten wir die Zeit überhaupt nicht überstanden...
Den RHYTMUS... tja, nachdem sie sich standhaftest geweigert hat, die (gut gemeinte) Wiege anzunehmen (und ich wohl zu wenig konsequent war) hat sie den Rhytmus beim Tragen im TT bekommen. Oder bei den (wenigen) Ausfahrten im KiWa (weil sie den auch nie wirklich leiden konnte).
So weit - so gut.
Aber jetzt kommts...
SICHERHEIT hat sie dem Buch zufolge so gut wie keine, denn: wir hatten (bis dato unverändert...) nie einen gleichbleibenden Schlafplatz, also einen Ort, den Theresa auch mit "schlafen" assozieren kann. Nachdem anfangs wirklich gar nix funktioniert hat, hab ich natürlich experimentiert und verschiedenes angeboten (und genau das ist nicht gut...) und sie schlafen lassen, wo sie´s angeboten hat. Also mal im TT, mal im Auto im MaxiCosi, mal im KiWa, mal auf meinem Arm beim stillen...
Tagsüber schläft Theresa immer wo anders - je nachdem, wie es mir gelingt sie in den Schlaf zu bringen. Sie ist oft sooo müde, und ich weiß einfach oft nicht, wie ich´s machen soll. Einschlafstillen geht tagsüber so gut wie gar nicht - da wird sie nur grob, reißt auf mir rum, turnt am Kopf herum, zwickt in die Brust... Im Zweifelsfall hilft Autofahren... aber das ist etwas, was ICH nicht möchte - für jeden Schlaf ins Auto steigen.
Laut Prekop kann aber nur ein Kind, das Sicherheit (durch einen fixen Schlafplatz und durch eine sich sicher fühlende Mutter) hat auch "echte" Geborgenheit empfinden.
Dieses Kapitel hat mir besonders weh getan.
Ich versuche wirklich alles, um es unserer Kleinen gut gehen zu lassen, sie spüren zu lassen, daß sie geliebt wird. Aber scheinbar mache ich es durch meine oft konfuse, unsichere Art was das Schlafen angeht, für Theresa unmöglich, sich geborgen zu fühlen.
Selbst die Kinder vor 2 Generationen, die ins hinterste Zimmer ins Gitterbett gesteckt wurden und die man brüllen ließ, fühlten sich demzufolge "sicherer". Sie verspürten zwar keine Geborgenheit (wie auch...) aber sie hatten die Sicherheit, daß sie jeden Abend in den gleichen Raum gekommen sind - eine unveränderbare Tatsache - und daß niemand gekommen ist um sie zu trösten - auch eine unveränderbare Tatsache.
Laut Prekop haben diese Kinder mehr Sicherheit bekommen, als unsere Kinder heutzutage, denen wir in allerbester Absicht alles mögliche anbieten und ihnen immer mehr Freiräume schaffen. Freiräume, mit denen ein Baby nicht zurecht kommt.
Ich habe inzwischen schon einige Bücher rund ums Thema Schlaf gelesen - dieses hier ist aber für mich das erste, wo ich wirklich den Zusammenhang gewisser Dinge verstehe - und leider auch, warum unser Mädchen eine so schlechte Schläferin ist.
Ich bin grad dabei, und für mich ist´s irgendwie wie eine Offenbarung.
Mir kommt so vor, als würde da zu 100% von UNS geschrieben...
Es macht mich aber auch sehr traurig, denn trotz allerbester Absichten haben wir offensichtlich ziemlich vieles falsch gemacht.
Ich hab Theresa - nach einer irrsinnig schweren Geburt (die wir beide bald nicht dapackt hätten) - als Schreibaby heimgekriegt und war mit der Situation völlig allein gelassen, und auch total überfordert. Aber ich wollte immer nur das allerbeste für sie.
Wer das Buch gelesen hat, wird sich jetzt auskennen - für alle anderen wird´s wohl ein bisschen verwirrend werden...
Die HÜLLE hat Theresa (hoffentlich) in ausreichendem Maß bekommen. Ich hab sie die ersten Monate (nachts) gepuckt und vom ersten Tag an dem wir zuhause waren im Tragetuch getragen. Anders hätten wir die Zeit überhaupt nicht überstanden...
Den RHYTMUS... tja, nachdem sie sich standhaftest geweigert hat, die (gut gemeinte) Wiege anzunehmen (und ich wohl zu wenig konsequent war) hat sie den Rhytmus beim Tragen im TT bekommen. Oder bei den (wenigen) Ausfahrten im KiWa (weil sie den auch nie wirklich leiden konnte).
So weit - so gut.
Aber jetzt kommts...
SICHERHEIT hat sie dem Buch zufolge so gut wie keine, denn: wir hatten (bis dato unverändert...) nie einen gleichbleibenden Schlafplatz, also einen Ort, den Theresa auch mit "schlafen" assozieren kann. Nachdem anfangs wirklich gar nix funktioniert hat, hab ich natürlich experimentiert und verschiedenes angeboten (und genau das ist nicht gut...) und sie schlafen lassen, wo sie´s angeboten hat. Also mal im TT, mal im Auto im MaxiCosi, mal im KiWa, mal auf meinem Arm beim stillen...
Tagsüber schläft Theresa immer wo anders - je nachdem, wie es mir gelingt sie in den Schlaf zu bringen. Sie ist oft sooo müde, und ich weiß einfach oft nicht, wie ich´s machen soll. Einschlafstillen geht tagsüber so gut wie gar nicht - da wird sie nur grob, reißt auf mir rum, turnt am Kopf herum, zwickt in die Brust... Im Zweifelsfall hilft Autofahren... aber das ist etwas, was ICH nicht möchte - für jeden Schlaf ins Auto steigen.
Laut Prekop kann aber nur ein Kind, das Sicherheit (durch einen fixen Schlafplatz und durch eine sich sicher fühlende Mutter) hat auch "echte" Geborgenheit empfinden.
Dieses Kapitel hat mir besonders weh getan.
Ich versuche wirklich alles, um es unserer Kleinen gut gehen zu lassen, sie spüren zu lassen, daß sie geliebt wird. Aber scheinbar mache ich es durch meine oft konfuse, unsichere Art was das Schlafen angeht, für Theresa unmöglich, sich geborgen zu fühlen.
Selbst die Kinder vor 2 Generationen, die ins hinterste Zimmer ins Gitterbett gesteckt wurden und die man brüllen ließ, fühlten sich demzufolge "sicherer". Sie verspürten zwar keine Geborgenheit (wie auch...) aber sie hatten die Sicherheit, daß sie jeden Abend in den gleichen Raum gekommen sind - eine unveränderbare Tatsache - und daß niemand gekommen ist um sie zu trösten - auch eine unveränderbare Tatsache.
Laut Prekop haben diese Kinder mehr Sicherheit bekommen, als unsere Kinder heutzutage, denen wir in allerbester Absicht alles mögliche anbieten und ihnen immer mehr Freiräume schaffen. Freiräume, mit denen ein Baby nicht zurecht kommt.
Ich habe inzwischen schon einige Bücher rund ums Thema Schlaf gelesen - dieses hier ist aber für mich das erste, wo ich wirklich den Zusammenhang gewisser Dinge verstehe - und leider auch, warum unser Mädchen eine so schlechte Schläferin ist.