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Einschlafbegleitung eskaliert :(

Verfasst: 15.02.2025, 21:46
von Erbsenmama
Hallo ihr Lieben,
das ist mein erster Beitrag hier, auch wenn ich schon seit der Geburt meiner Tochter im November 2022 viel mitlese.

Ihr habt mir schon oft geholfen, vielleicht weiß auch diesmal jemand Rat.

Meine Erbse ist inzwischen 2 Jahre alt. Wir schlafen noch immer im Familienbett und haben bis Ende 2024 zum Einschlafen und in der Nacht noch viel gestillt. Nachdem das Stillen in der Nacht eher mehr als weniger wurde, habe ich im Januar räumlich abgestillt. Das hat die Kleine erstaunlich gut mitgemacht und die Nächte selbst sind inzwischen wesentlich besser geworden. Was mich aktuell in den Wahnsinn treibt ist die Einschlafbegleitung. Wir hatten ein schönes, neues Ritual: Ein Buch lesen, ein bisschen singen und erzählen, dann ankuscheln und einschlafen. Es ging nicht superschnell, dauerte aber auch keine Stunden. Meist war es friedlich und entspannt für uns beide.

Dann wurde es plötzlich immer später, bis es klappte. Oftmals mussten wir nochmal für eine halbe Stunde aufstehen. Gut, der Schlafbedarf könnte sich ändern.
Nun klappt es aber seit ein paar Tagen gar nicht mehr, egal wie offensichtlich müde sie ist. Sie kommt einfach nicht zur Ruhe, zappelt, klettert, will wieder aufstehen. Auch eine frühere Zeit haben wir probiert, um eine Übermüdung auszuschließen.

Gerade endet es in aller Regel damit, dass ich meinen Mann rufe und völlig entnervt den Raum verlasse. Dann weint sie ganz schlimm nach mir, schläft aber kurze Zeit drauf beim Papa ein.

Ichs finde es ganz furchtbar, sie dann so „zurückzulassen“. Gleichzeitig kann ich das Gehampel nicht mehr ertragen. Ich bin quasi schon geladen, wenn wir nur das Schlafzimmer betreten.
Ich will einfach nur, dass mein Kind genügend Schlaf bekommt und ich ein bisschen Feierabend habe. :(

Gleich mit dem Papa ins Bett gehen hat bisher übrigens nie funktioniert, wenn ich zu Hause war. Da ist das Spiel dann umgekehrt.


Vermutlich ist es eine Phase, die wir irgendwie durchstehen müssen. Aber vielleicht hat ja doch jemand einen schlauen Tipp, dann würde ich mich sehr freuen. :)

Re: Einschlafbegleitung eskaliert :(

Verfasst: 15.02.2025, 22:31
von Kaba
Wir hatten/haben solche Phasen bei beiden Kindern immer wieder, vor allem so zwischen 1,5 und 3..oft nur zwei, drei Nächte und dann sind sie wieder problemlos eingeschlafen, manchmal länger, manchmal war ein neues Ritual nötig.

Wenn sie beim Papa nach kurzem Protest einschläft - wie wäre es denn, wenn du nicht genervt abhaust, sondern ihr bewusst gute Nacht sagst und dass jetzt der Papa übernimmt?

Macht sie noch einen Mittagsschlaf? Müdigkeit hilft hier schon immer sehr.

Re: Einschlafbegleitung eskaliert :(

Verfasst: 15.02.2025, 22:35
von Kaba
Also ich glaub gerade so im Alter deiner Kleinen haben hier beide Kinder entdeckt, dass man ja einfach beschließen könnte, noch nicht zu schlafen und zu schauen, was der Abend sonst noch so zu bieten hat :wink: Wir haben auch einige Abende mit dem Kind noch eine Tierdoku auf dem Sofa geguckt (oder was ähnliches langweilig-harmloses, vorgestern: Wahlkampf. Also der ist leider nur aus Kinderperspektive lamgweilig-harmlos, aber ja). Eine Stunde später hat es dann meist direkt geklappt mit dem Schlafen.

Re: Einschlafbegleitung eskaliert :(

Verfasst: 16.02.2025, 06:37
von ShinyCheetah
Ich kenne das auch und fand/finde es furchtbar.

Du könntest versuchen, deine eigenen Grenzen klarer zu erkennen und dann rechtzeitig zu reagieren. Es klingt, als ob du auf einer Skala von 1 - 10 was Genervtheit angeht bis 9 oder 10 wartest, bis du an deinen Mann abgibst - und dann erst Mal weiter auf der 8 bleibst. Und inzwischen schon auf einer 7 startest.

Vielleicht kannst du versuchen, optimistischer reinzugehen und ganz bewusst schon bei 6 oder 7 an deinen Mann abgeben. Und das vorher auch klar an Kind und Mann kommunizieren. Und auch beim Einschlafen ruhig zwischendurch Updates geben: "Boa, du hast mich schon wieder getreten! Das tut weh! Ich bin jetzt nicht mehr bei 5, sondern bei 6! Bei 7 mag ich nicht mehr, dann gehe ich". Aber auch "Gerade ist es wieder ganz kuschelig, jetzt fühl ich mich schon viel weniger genervt - ich glaube ich bin bei 3".

Vielleicht ist der Gedanke ja was für dich :)

Re: Einschlafbegleitung eskaliert :(

Verfasst: 16.02.2025, 07:11
von Reike
Hier hat einschlafen mit Papa auch nur geklappt, wenn ich wirklich nicht da war. Kannst du abends ne Runde spazieren gehen, wenn die beiden ins Schlafzimmer gehen, und dich nachher wieder in die Wohnung schleichen? Das hat bei uns ganz gut geklappt. Mama verabschiedet sich, zieht Schuhe und Jacke an und geht durch die Haustür war offensichtlich, dass Papa jetzt zuständig ist. Nach ein paar Tagen reichte der Hinweis, dass ich gleich nochmal weg muss und es mit Papa ins Bett geht.

Macht die Erbse noch Mittagsschlaf? Sehr lange Einschlagbegleitung war bei allen dreien das Zeichen, den abzuschaffen oder deutlich zu kürzen. Bei der Kleinen ist es im Moment so, dass sie nicht schlafen kann, wenn sie tagsüber auch nur fünf Minuten im Auto schläft. Dann ist sie zwar ab sieben offensichtlich müde. Wühlt aber entsprechend gnatschig bis zehn im Bett rum.

Re: Einschlafbegleitung eskaliert :(

Verfasst: 16.02.2025, 09:05
von Sommermama2017
Ja, Mittagsschlaf evtl kürzen oder ganz abschaffen, würde ich auch mal probieren.

Das Gehampel könnte auch zeigen, dass da noch Energie ist, die raus muss. Evtl extra, noch vor dem Schlafen legen ein bisschen toben, damit sie dann ruhiger werden kann?

Wie sehr "klebt" sie an die?
Irgendwann mit 2 (glaub ich. Aber wahrscheinlich eher erst mit 2,5 oder so) hab ich bei der Großen glaube ich mal angefangen mit, "Wenn du schlafen möchtest, dann sei bitte still. Wenn du zappelst, gehe ich nochmal raus. Du kannst mich rufen/holen, wenn du müde bist und schlafen möchtest." Das hat bei uns insofern funktioniert, dass L gerne noch ein bisschen gespielt hat, aber auch sehr gerne bei mir war. Aber mich gab es dann abends nur im Bett, dunkles Zimmer, liegen.
Sowas klappt nicht bei allen Kindern, aber man könnte es versuchen.

Re: Einschlafbegleitung eskaliert :(

Verfasst: 16.02.2025, 10:35
von Umgedacht
Oder planmäßig mit Papa abwechseln. Machen wir seit Ewigkeiten und es funktioniert üblicherweise gut. Dann fragt sie immer ob heute "Mamatag" oder "Papatag" ist. Mama ist etwas beliebter, aber wenn Papatag ist, ist das auch ok. "Tag" bezieht sich hier auf die Einschlafbegleitung.

Re: Einschlafbegleitung eskaliert :(

Verfasst: 16.02.2025, 19:24
von Erbsenmama
Guten Abend und vielen lieben Dank für eure Antworten und Ideen! :)
Ich komme erst jetzt zum Schreiben, habe aber alles im Laufe des Tages schon gelesen und mir durch den Kopf gehen lassen. Ich versuche jetzt mal gesammelt zu antworten.

Mittagsschlaf macht die Erbse noch und zumindest, wenn es am Abend vorher spät wurde, braucht sie ihn ganz dringend. In der Woche auch, da ich sie für die Kita wecken muss und Kitatage für sie auch anstrengender sind. Am Wochenende begrenzen wir den Mittagsschlaf aber inzwischen. Hilft aber nicht wirklich, ich fürchte eher, sie überdreht dadurch am Abend 😬.

Ich vermute am ehesten, dass sie (wie auch sonst) ihren eigenen Willen ausprobieren will und einfach beschließt, nicht zu schlafen. Sie sagt ja auch „Ich will nicht schlafen. Ich bin noch nicht müde.“ Auch, wenn offensichtlich das Gegenteil der Fall ist. Sie muss quasi „aus Versehen“ einschlafen, während man erzählt, aber für ewiges Vorlesen/vom Tag erzählen habe ich abends nicht mehr den nötigen Nerv.

Sie würde niemals alleine im Schlafzimmer bleiben. Wenn ich nochmal aufstehe, ist sie dabei. Und freut sich oder brüllt, je nachdem.

Ich versuche auf jeden Fall, entspannter an die Sache zu gehen und rechtzeitig abzubrechen, ehe ich zu grummelig werde. Aktuell hört sie neben mir Hörspiel. Vielleicht können wir gleich auf die Schlaflieder umsteigen und kuscheln. Und wenn nicht, gehen wir in 15 min nochmal runter. Der „Fluchtplan“ hilft mir, ruhig zu bleiben 😅


Ein planmäßiges Abwechseln mit Papa wäre absolut mein Ziel, aber bisher undenkbar, wenn ich nicht jeden zweiten Abend verschwinden würde. Aber vielleicht müssten wir das eine Weile in Kauf nehmen, bis es klappt.

So, lange genug. Ich sehe jetzt mal, ob die Erbse kuscheln mag.
Einen schönen Abend euch!

Re: Einschlafbegleitung eskaliert :(

Verfasst: 16.02.2025, 20:33
von Kaba
Erbsenmama hat geschrieben: 16.02.2025, 19:24
Mittagsschlaf macht die Erbse noch und zumindest, wenn es am Abend vorher spät wurde, braucht sie ihn ganz dringend. In der Woche auch, da ich sie für die Kita wecken muss und Kitatage für sie auch anstrengender sind.
Der Trick ist ja gerade - ohne Mittagsschlaf wird es vielleicht abends nicht mehr spät (sondern evtl auch deutlich früher) und dadurch muss man dann morgens eventuell auch nicht mehr wecken. Muss natürlich für euch nicht passen, mit zwei brauchen ja viele den Schlaf noch. Hier hat die Große ab dem zweiten Geburtstag nicht mehr tagsüber geschlafen und die Kleine bleibt jetzt endlich auch in der Kita zuverlässig wach. Wenn sie doch mal schläft, wird es abends 10 oder so...

Re: Einschlafbegleitung eskaliert :(

Verfasst: 16.02.2025, 20:41
von Erbsenmama
Update:
Jetzt schläft die Erbse. Nachdem ich -friedlich- an Papa übergeben habe, sie sich eine halbe Stunde krampfhaft wachgehalten hat und dann angeblich noch Hunger hatte. 🙄
Für mich war es trotzdem entspannter, weil ich nicht die ganze Zeit übernehmen musste.

Aber ich denke gerade trotzdem nach, ob sie vllt erst so spät müde genug ist….

Wie ist das so bei euren Kids in dem Alter? In der Woche steht sie um sechs auf, in der Kita gibt’s Mittagsschlaf von etwa 12.30 - 14.30. Die letzten Wochen ging es dann gegen 8 ins Bett.
Am Wochenende schläft sie bis 7, bekommt nur eine knappe Stunde Mittagsschlaf. Ist das ungewöhnlich viel? Die Erbse hatte schon immer einen relativ hohen Schlafbedarf, aber vielleicht sollten wir testweise doch am Mittagsschlaf schrauben…