Gedeihstörung mit 9 Monaten?
Verfasst: 13.10.2024, 20:10
Hallo!
Ich bin heute durch Zufall auf dieses Forum gestoßen, weil ich so langsam nicht mehr weiter weiß. Daher hier (so verkürzt wie möglich) unsere Geschichte:
Meine zweite Tochter wurde im Januar mit 3.150 g und 50 cm gesund geboren. Es folgte eine Neugeboreneninfektion, die aber nach 8 Tagen Krankenhaus erledigt war, und wir konnten nach Hause. In der Zeit im Krankenhaus hat die Maus gut zugenommen, sie hatte schon am 3. Tag ihr Geburtsgewicht wieder.
Als wir nach Hause kamen, ging die Gewichtszunahme schleppend voran. Teils gab es von Hebammentermin zu Hebammentermin keinerlei Zunahme. Ich sprach die Hebamme auf das Thema Zungenband an, weil ich das Gefühl hatte, dass das Stillen irgendwie unrund lief. Ich hatte auch nach den ersten Tagen noch schmerzende Brustwarzen und die Maus hat ständig an- und wieder abgedockt und ist oft schon nach wenigen Schlucken an der Brust eingeschlafen. Die Hebamme kannte sich mit dem Thema aber nicht aus und so gingen weitere Wochen ins Land.
Mit 8 Wochen kam die Infektion mit RSV. Wir konnten einen erneuten Klinikaufenthalt vermeiden und die Infektion heilte innerhalb von zwei Wochen aus. Aber das Gewicht stieg weiterhin nur sehr langsam an, sodass wir mehrere Perzentilenkurven kreuzten und schließlich auch unterhalb der 3-Prozent-Perzentile ankamen. Die Kinderärztin sah in der Gewichtsentwicklung nie ein Problem und ist sehr entspannt.
Im April hatten wir einen Termin zur Stillberatung mit Spezialisierung auf das Thema Zungenband. Schnell stand fest, dass hier deutliche Probleme bestanden. Hoher, schmaler Gaumen, zusammengepresste Kiefer, eingestülpte Oberlippe, Schnalzen, gequetschte Brustwarzen, Vasospasmus... Die Liste ist noch länger. Mitte Mai bekamen wir einen Termin beim Spezialisten, der alles bestätigte und uns zur Frenotomie riet. Diese haben wir dann auch direkt durchführen lassen und plötzlich schienen alle Probleme verschwunden. Wir haben wochenlange Vorbereitung gehabt und das aktive Wundmanagement unter stetiger Nachsorge gemacht. Osteopathie gemacht. Trotzdem kamen die Probleme zurück. Und vor allem: Die Gewichtskurve ging - nach einem kurzen Anstieg - weiter nach unten. Es folgte eine richtig harte Zeit mit abendlichem Power Pumping, um die Milchmenge zu steigern, Zufüttern der Muttermilch über die Flasche (BES, Sonde, Becher, Löffel hat alles nicht funktioniert), ständiges Anlegen. Es war der Horror. Ich musste - von einem zweiten Kinderarzt aus - Stillproben über 24 h machen, dabei kamen Gesamtmengen von 400 bis 500 ml heraus. Laut ihm viel zu wenig und erklärt auch die geringe Gewichtszunahme. Dringende Empfehlung, mit der Beikost zu starten.
Also wieder Stillberatung, Osteopathie, Physiotherapie, Logopädie. Ende Juli wurde eine zweite Frenotomie gemacht, da offensichtlich ein ganz kleiner Teil des posterioren Zungenbands wieder entstanden war. Wieder Besserung der Symptome, wieder leichte Zunahme (hier haben wir auch mit der Beikost gestartet). Das Stillen hat sich hier allerdings nicht so deutlich verbessert, da unsere Tochter laut Stillberaterin ja schon ein halbes jahr mit diesen Kompensationsmustern gestillt hat. Es folgte wieder ein Monat aktives Wundmanagement und die Bestätigung, dass alles top aussieht.
Im September haben wir dann endlich einmal alles soweit "ruhen" lassen bis auf Physiotherapie und Logopädie, und auch nicht gewogen. Nun hab ich letzte Woche doch noch einmal gewogen und war total erschrocken. Es hat sich einen Monat lang rein gar nichts getan am Gewicht, wenn dann sogar geringe Abnahme. Das Stillen ist mittlerweile wieder unangenehm, sie kaut und beißt und presst ihren Kiefer zusammen. Sie dockt ständig an und ab, ist dauernd abgelenkt. Trinkt nur so 2 Minuten.
Was um alles in der Welt mache ich falsch?? Ich habe meine erste Tochter drei Jahre lang gestillt, und wir beide haben es geliebt. Und hier fühlt sich alles nur verkrampft an
ich weiß nicht mehr weiter, zumal das Gewicht immer noch so niedrig ist. Ich muss dazu sagen, dass sie unglaublich mobil ist. Sie krabbelt, zieht sich überall hoch, ist immer in Bewegung und motorisch sehr fit. Die Kinderärztin sieht keinen Grund zur Sorge. Aber warum um alles in der Welt nimmt sie so schlecht zu? Sie bekommt mittlerweile zwei- bis dreimal am Tag Beikost (eine Mischung aus BLW und Brei), ich mische Mandelmus, Öl und Butter unter... aber sie scheint auch einfach nicht so viel zu "brauchen".
Sollte ich das Ganze einfach "vergessen" und auf meine Intuition hören? Dass sie völlig okay so ist, wie sie ist? Oder verpasse ich irgendetwas, wenn ich jetzt nichts weiter tue?
Hier noch die Gewichtsdaten:
16.01. 3150 g 50 cm
02.02. 3420 g
05.02. 3580 g
13.02. 3740 g
21.02. 3800 g
19.03. 4190 g 54 cm
12.04. 4480 g 56 cm
20.04. 4530 g
23.04. 4590 g.
30.04. 4690 g
11.05. 4810 g 59 cm
21.05. 4950 g
27.05. 5100 g 62 cm
13.06. 5260 g
27.06. 5370 g
24.07. 5600 g 65 cm
16.08. 5850 g
07.09. 6100 g 68 cm
06.10. 6100 g
Ich bin heute durch Zufall auf dieses Forum gestoßen, weil ich so langsam nicht mehr weiter weiß. Daher hier (so verkürzt wie möglich) unsere Geschichte:
Meine zweite Tochter wurde im Januar mit 3.150 g und 50 cm gesund geboren. Es folgte eine Neugeboreneninfektion, die aber nach 8 Tagen Krankenhaus erledigt war, und wir konnten nach Hause. In der Zeit im Krankenhaus hat die Maus gut zugenommen, sie hatte schon am 3. Tag ihr Geburtsgewicht wieder.
Als wir nach Hause kamen, ging die Gewichtszunahme schleppend voran. Teils gab es von Hebammentermin zu Hebammentermin keinerlei Zunahme. Ich sprach die Hebamme auf das Thema Zungenband an, weil ich das Gefühl hatte, dass das Stillen irgendwie unrund lief. Ich hatte auch nach den ersten Tagen noch schmerzende Brustwarzen und die Maus hat ständig an- und wieder abgedockt und ist oft schon nach wenigen Schlucken an der Brust eingeschlafen. Die Hebamme kannte sich mit dem Thema aber nicht aus und so gingen weitere Wochen ins Land.
Mit 8 Wochen kam die Infektion mit RSV. Wir konnten einen erneuten Klinikaufenthalt vermeiden und die Infektion heilte innerhalb von zwei Wochen aus. Aber das Gewicht stieg weiterhin nur sehr langsam an, sodass wir mehrere Perzentilenkurven kreuzten und schließlich auch unterhalb der 3-Prozent-Perzentile ankamen. Die Kinderärztin sah in der Gewichtsentwicklung nie ein Problem und ist sehr entspannt.
Im April hatten wir einen Termin zur Stillberatung mit Spezialisierung auf das Thema Zungenband. Schnell stand fest, dass hier deutliche Probleme bestanden. Hoher, schmaler Gaumen, zusammengepresste Kiefer, eingestülpte Oberlippe, Schnalzen, gequetschte Brustwarzen, Vasospasmus... Die Liste ist noch länger. Mitte Mai bekamen wir einen Termin beim Spezialisten, der alles bestätigte und uns zur Frenotomie riet. Diese haben wir dann auch direkt durchführen lassen und plötzlich schienen alle Probleme verschwunden. Wir haben wochenlange Vorbereitung gehabt und das aktive Wundmanagement unter stetiger Nachsorge gemacht. Osteopathie gemacht. Trotzdem kamen die Probleme zurück. Und vor allem: Die Gewichtskurve ging - nach einem kurzen Anstieg - weiter nach unten. Es folgte eine richtig harte Zeit mit abendlichem Power Pumping, um die Milchmenge zu steigern, Zufüttern der Muttermilch über die Flasche (BES, Sonde, Becher, Löffel hat alles nicht funktioniert), ständiges Anlegen. Es war der Horror. Ich musste - von einem zweiten Kinderarzt aus - Stillproben über 24 h machen, dabei kamen Gesamtmengen von 400 bis 500 ml heraus. Laut ihm viel zu wenig und erklärt auch die geringe Gewichtszunahme. Dringende Empfehlung, mit der Beikost zu starten.
Also wieder Stillberatung, Osteopathie, Physiotherapie, Logopädie. Ende Juli wurde eine zweite Frenotomie gemacht, da offensichtlich ein ganz kleiner Teil des posterioren Zungenbands wieder entstanden war. Wieder Besserung der Symptome, wieder leichte Zunahme (hier haben wir auch mit der Beikost gestartet). Das Stillen hat sich hier allerdings nicht so deutlich verbessert, da unsere Tochter laut Stillberaterin ja schon ein halbes jahr mit diesen Kompensationsmustern gestillt hat. Es folgte wieder ein Monat aktives Wundmanagement und die Bestätigung, dass alles top aussieht.
Im September haben wir dann endlich einmal alles soweit "ruhen" lassen bis auf Physiotherapie und Logopädie, und auch nicht gewogen. Nun hab ich letzte Woche doch noch einmal gewogen und war total erschrocken. Es hat sich einen Monat lang rein gar nichts getan am Gewicht, wenn dann sogar geringe Abnahme. Das Stillen ist mittlerweile wieder unangenehm, sie kaut und beißt und presst ihren Kiefer zusammen. Sie dockt ständig an und ab, ist dauernd abgelenkt. Trinkt nur so 2 Minuten.
Was um alles in der Welt mache ich falsch?? Ich habe meine erste Tochter drei Jahre lang gestillt, und wir beide haben es geliebt. Und hier fühlt sich alles nur verkrampft an
Sollte ich das Ganze einfach "vergessen" und auf meine Intuition hören? Dass sie völlig okay so ist, wie sie ist? Oder verpasse ich irgendetwas, wenn ich jetzt nichts weiter tue?
Hier noch die Gewichtsdaten:
16.01. 3150 g 50 cm
02.02. 3420 g
05.02. 3580 g
13.02. 3740 g
21.02. 3800 g
19.03. 4190 g 54 cm
12.04. 4480 g 56 cm
20.04. 4530 g
23.04. 4590 g.
30.04. 4690 g
11.05. 4810 g 59 cm
21.05. 4950 g
27.05. 5100 g 62 cm
13.06. 5260 g
27.06. 5370 g
24.07. 5600 g 65 cm
16.08. 5850 g
07.09. 6100 g 68 cm
06.10. 6100 g