Zum Vollstillen trotz Zufütterung?
Verfasst: 29.09.2024, 04:13
Hallo an alle,
Nach einem weiteren emotionalen Down-Break auf Grund unserer Stillsituation und der Erkenntnis, dass 'stilles Mitlesen' nicht reicht, wende ich mich nun an euch - vielleicht könnt ihr mir und meinem Mateo aus der vetrackten Still-Situation helfen.
Hier das Problem:
Mateo wurde am 5.9. per geplantem Kaiserschnitt, auf Grund einer schwierigen Schwangerschaft entbunden.
Geburtsgewicht: 3420g
Er wurde mir noch im OP auf die Brust gelegt, nach der Rückkehr in den Kreißsaal kam der erste Stillversuch, welcher auf Grund von Anpassungsschwierigkeiten leider nicht wirklich funktionierte. Er konnte die Brustwarze nicht greifen, war insgesamt müde und von der Gesamtsituation überfordert. Über den Tag wurde es dann immer mal wieder probiert, mit mäßigem Erfolg. Irgendwann kamen dann die ersten Hilfsmittel (Stillhütchen) dazu... und seit der Nacht 5./6.9. füttern wir auf Anweisung in der Klinik mit Pre-Nahrung zu, weil wir da schon auf 3115g Gewicht gefallen sind.
Für nichtmal 24h ist das schon enorm, aber: an dem Tag waren es knapp 33°C und die Klinikräume in praller Sonne. Alle haben geschwitzt - auch der kleine Mann war sacknass obwohl er nur in der Windel lag. Zusätzlich bekam ich vor der OP auch 500ml Flüssigkeitsinfusion, die er natürlich auch mit abbekommen hat. Und um das Ganze noch mehr zu verfälschen hat man ihm *nach* der Aufnahme des Geburtsgewichtes noch einmal die Nabelschnur gekürzt. Alles in allem war es vermutlich - eigentlich - nicht so furchtbar wie es sich liest, aber... nun ja.
Auf jeden Fall füttern wir seither zu. Das Stillen im KH war ein Kampf, da der Kleine leider extrem schnell frustriert ist und sich dann völlig in Rage schreit. Schlechte Voraussetzungen um das Saugen an einer Brust mit recht flachen Brustwarzen und vermutlich straffen hinteren Zungenbändchen zu lernen. Zufüttern erfolgte zunächst mit Sonde an der Brust (quasi wie BES, nur mit Ampulle zum Einspritzen), dann per Fingerfeeding (als ich nach 2h Versuch zu Stillen und einem Baby, das sich heiser geschrien hat mitten in der Nacht völlig aufgelöst bei den Schwestern stand und um Hilfe gebettelt habe...). Zusätzlich wurde abgepumpt. Der Milcheinschuss kam ungefähr nach 4 Tagen, war aber eher ein langsames Steigern der Milch und kein richtiger 'Einschuss'.
Nach der Rückkehr nach Hause haben wir das Stillen gemeinsam mit meiner Hebamme auf folgende Situation stabilisieren können:
* Stillen nach Bedarf mit Stillhütchen.
* Sobald Mateo den ersten Hunger überwunden hat und es schafft sich ein wenig zu konzentrieren: Versuch ohne Stillhütchen anzulegen und weiter stillen. Das klappt allerdings nicht immer.
* Beide Brüste werden wechselseitig gegeben (li-re-li-re).
* Wenn er dann noch Hunger hat: Zufüttern von Nahrung mittels Medela Calma Flasche (von Hebamme empfohlen).
-> Die Stillmahlzeiten ziehen sich bei Mateo mit diesem System auf gut und gerne 2h und mehr. Und das bei jeder Mahlzeit. Auf 10-12x Stillen am Tag sind wir aus diesem Grund nie gekommen. Irgendwann muss er ja auch mal Schlafen und ich zumindest auf die Toilette gehen.
* Abpumpen nach Bedarf, wenn er zu lange Stillpausen hat oder ich das Gefühl habe, dass er eingeschlafen ist ohne die Brust leer getrunken zu haben. Wenn ich in den langen Stillpausen abpumpe ist die Menge sehr schwankend, 50-60ml insgesamt sind es aber in aller Regel (aus einer Brust allerdings deutlich mehr als aus der Anderen).
* Außer Stillhütchen und der Calma-Flasche, gibt es keine weiteren künstlichen Sauger
Aktuell wird über den gesamten Tag zwischen 150ml und 300ml PRE zugefüttert. Das ist aber sehr, sehr schwankend. Es gibt Stillmahlzeiten wo Mateo es schafft zumindest aus der einen Brust wirklich hörbar tiefe Schlucke zu nehmen - wenn das ein paar Mal klappt, kommen wir auf die 150ml. Wenn das nicht klappt, ist es eben mehr.
Das Gewicht von letzter Woche Dienstag lag bei 3650g auf der Hebammenwaage. Als wir selbst diese Woche Dienstag nochmal gemessen haben, lagen wir bei knapp 4kg (normale Küchenwaage, daher nur als Richtwert zu sehen). Nächsten Dienstag haben wir wieder Hebammen-Besuch, da bekommen wir das nächste Gewicht.
Nasse Windeln produziert er aber am laufenden Band (5-7/Tag), Stuhlgang Windeln ebenfalls (2-4/Tag). Also scheint es ihm schon gut zu gehen.
Mein Wunsch wäre es schon, dass wir zum Vollstillen kommen. Ich lege keinen großen Wert darauf ob mit Stillhütchen oder ohne - mir geht es hauptsächlich darum, dass er wirklich von der MuMi profitieren kann und zmdst das Stillen für uns beide angenehmer wird, wo die Schwangerschaft schon eine Katastrophe war. Aktuell ist es für mich nämlich eher eine 'Prüfungssituation' mit 'Leistungsdruck' ob es denn dieses Mal für ihn reicht oder nicht. Sicher merkt auch Mateo diese innere Anspannung... .....
Ich hoffe auch, dass sich bei einer für ihn passenderen Milchmenge vielleicht dieses sehr lange Stillen bei jeder Mahlzeit etwas entzerrt, sodass wir da in einen etwas alltagstauglicheren Rhythmus kommen. Ich kann ja nicht auf ewig auf der Couch leben.
Könnt ihr mir hier Ratschläge geben oder mir sagen, wie ich vorgehen könnte? Oder ist an der Stelle Hopfen und Malz verloren?
Nach einem weiteren emotionalen Down-Break auf Grund unserer Stillsituation und der Erkenntnis, dass 'stilles Mitlesen' nicht reicht, wende ich mich nun an euch - vielleicht könnt ihr mir und meinem Mateo aus der vetrackten Still-Situation helfen.
Hier das Problem:
Mateo wurde am 5.9. per geplantem Kaiserschnitt, auf Grund einer schwierigen Schwangerschaft entbunden.
Geburtsgewicht: 3420g
Er wurde mir noch im OP auf die Brust gelegt, nach der Rückkehr in den Kreißsaal kam der erste Stillversuch, welcher auf Grund von Anpassungsschwierigkeiten leider nicht wirklich funktionierte. Er konnte die Brustwarze nicht greifen, war insgesamt müde und von der Gesamtsituation überfordert. Über den Tag wurde es dann immer mal wieder probiert, mit mäßigem Erfolg. Irgendwann kamen dann die ersten Hilfsmittel (Stillhütchen) dazu... und seit der Nacht 5./6.9. füttern wir auf Anweisung in der Klinik mit Pre-Nahrung zu, weil wir da schon auf 3115g Gewicht gefallen sind.
Für nichtmal 24h ist das schon enorm, aber: an dem Tag waren es knapp 33°C und die Klinikräume in praller Sonne. Alle haben geschwitzt - auch der kleine Mann war sacknass obwohl er nur in der Windel lag. Zusätzlich bekam ich vor der OP auch 500ml Flüssigkeitsinfusion, die er natürlich auch mit abbekommen hat. Und um das Ganze noch mehr zu verfälschen hat man ihm *nach* der Aufnahme des Geburtsgewichtes noch einmal die Nabelschnur gekürzt. Alles in allem war es vermutlich - eigentlich - nicht so furchtbar wie es sich liest, aber... nun ja.
Auf jeden Fall füttern wir seither zu. Das Stillen im KH war ein Kampf, da der Kleine leider extrem schnell frustriert ist und sich dann völlig in Rage schreit. Schlechte Voraussetzungen um das Saugen an einer Brust mit recht flachen Brustwarzen und vermutlich straffen hinteren Zungenbändchen zu lernen. Zufüttern erfolgte zunächst mit Sonde an der Brust (quasi wie BES, nur mit Ampulle zum Einspritzen), dann per Fingerfeeding (als ich nach 2h Versuch zu Stillen und einem Baby, das sich heiser geschrien hat mitten in der Nacht völlig aufgelöst bei den Schwestern stand und um Hilfe gebettelt habe...). Zusätzlich wurde abgepumpt. Der Milcheinschuss kam ungefähr nach 4 Tagen, war aber eher ein langsames Steigern der Milch und kein richtiger 'Einschuss'.
Nach der Rückkehr nach Hause haben wir das Stillen gemeinsam mit meiner Hebamme auf folgende Situation stabilisieren können:
* Stillen nach Bedarf mit Stillhütchen.
* Sobald Mateo den ersten Hunger überwunden hat und es schafft sich ein wenig zu konzentrieren: Versuch ohne Stillhütchen anzulegen und weiter stillen. Das klappt allerdings nicht immer.
* Beide Brüste werden wechselseitig gegeben (li-re-li-re).
* Wenn er dann noch Hunger hat: Zufüttern von Nahrung mittels Medela Calma Flasche (von Hebamme empfohlen).
-> Die Stillmahlzeiten ziehen sich bei Mateo mit diesem System auf gut und gerne 2h und mehr. Und das bei jeder Mahlzeit. Auf 10-12x Stillen am Tag sind wir aus diesem Grund nie gekommen. Irgendwann muss er ja auch mal Schlafen und ich zumindest auf die Toilette gehen.
* Abpumpen nach Bedarf, wenn er zu lange Stillpausen hat oder ich das Gefühl habe, dass er eingeschlafen ist ohne die Brust leer getrunken zu haben. Wenn ich in den langen Stillpausen abpumpe ist die Menge sehr schwankend, 50-60ml insgesamt sind es aber in aller Regel (aus einer Brust allerdings deutlich mehr als aus der Anderen).
* Außer Stillhütchen und der Calma-Flasche, gibt es keine weiteren künstlichen Sauger
Aktuell wird über den gesamten Tag zwischen 150ml und 300ml PRE zugefüttert. Das ist aber sehr, sehr schwankend. Es gibt Stillmahlzeiten wo Mateo es schafft zumindest aus der einen Brust wirklich hörbar tiefe Schlucke zu nehmen - wenn das ein paar Mal klappt, kommen wir auf die 150ml. Wenn das nicht klappt, ist es eben mehr.
Das Gewicht von letzter Woche Dienstag lag bei 3650g auf der Hebammenwaage. Als wir selbst diese Woche Dienstag nochmal gemessen haben, lagen wir bei knapp 4kg (normale Küchenwaage, daher nur als Richtwert zu sehen). Nächsten Dienstag haben wir wieder Hebammen-Besuch, da bekommen wir das nächste Gewicht.
Nasse Windeln produziert er aber am laufenden Band (5-7/Tag), Stuhlgang Windeln ebenfalls (2-4/Tag). Also scheint es ihm schon gut zu gehen.
Mein Wunsch wäre es schon, dass wir zum Vollstillen kommen. Ich lege keinen großen Wert darauf ob mit Stillhütchen oder ohne - mir geht es hauptsächlich darum, dass er wirklich von der MuMi profitieren kann und zmdst das Stillen für uns beide angenehmer wird, wo die Schwangerschaft schon eine Katastrophe war. Aktuell ist es für mich nämlich eher eine 'Prüfungssituation' mit 'Leistungsdruck' ob es denn dieses Mal für ihn reicht oder nicht. Sicher merkt auch Mateo diese innere Anspannung... .....
Ich hoffe auch, dass sich bei einer für ihn passenderen Milchmenge vielleicht dieses sehr lange Stillen bei jeder Mahlzeit etwas entzerrt, sodass wir da in einen etwas alltagstauglicheren Rhythmus kommen. Ich kann ja nicht auf ewig auf der Couch leben.
Könnt ihr mir hier Ratschläge geben oder mir sagen, wie ich vorgehen könnte? Oder ist an der Stelle Hopfen und Malz verloren?