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Mangelnde Zunahme, kreuzen der Perzentile nach unten
Verfasst: 27.09.2024, 18:48
von Strapunzl
Hallo zusammen!
Meine Tochter ist nun 9 Wochen alt, war eine kurze vaginale Geburt und ist mein zweites Kind.
Sie kam mit 3900 Gramm auf die Welt und hat bereits nach 5 Tagen dann ihr Geburtsgewicht wieder erreicht als sie von der Hebamme zuhause gewogen wurde. 2 Tage später war der nächste Besuch, Gewicht trotz gefühlt zwei Tagen dauerstillen gleich. Die Hebamme hatte dann eine Woche Urlaub und hat uns gebeten ihr in dieser Woche das Gewicht zu senden. Sie hat uns mitgeteilt was die kleine erreichen muss- das haben wir nicht geschafft und ab dann ging eigentlich eine Odyssee los - ich habe komplett das Vertrauen in mich und meine kleine Tochter verloren. Zur Info: mein erstes Kind war eine Raupe, Stillprobleme standen also gar nicht auf meinem Schirm.
Long Story Short: neben einem weichen Kehlkopf hatte die kleine auch noch ein verkürztes Zungenband, das wurde mit 3 Wochen getrennt, in der Woche danach war die Zunahme super. Dann hab ich ihr mal einen Schnuller gegeben und hier wohl einiges kaputt gemacht. Wir waren mittlerweile schon überall: Cranio Sacral, Osteopathie, Stillambulanz, Stilltreffs & Logopädie. Bei der Logopädin kam das erste Mal eine „brauchbare“ Info: hoher Gaumen, schwache Mund- und Zungenmuskulatur. Sie saugt kaum bzw. schmatzt/klickt beim Stillen und nimmt eigentlich nur meine MSR mit (die habe ich bis vor einigen Tagen richtig gut gespürt und die andere Brust hat derweil auch immer getropft, das ist seit ein paar Tagen auch nicht mehr).
Sie wurde immer nach Bedarf gestillt, hat aber Tag und Nacht echt viel geschlafen und kaum mal was angemeldet. Ich habe dann zeitweise Tag und Nacht den Wecker auf alle 2h gestellt und ihr die Brust angeboten. Weiters nimmt sie eigentlich nur eine Brust pro Mahlzeit und saugt recht kurz aktiv (ev mal 5 Minuten oder so).
Ihre Daten waren folgende:
24.7.24 3900 Gramm (Geburt)
26.7.24 3640 Gramm (Entlassung)
31.7.24 3880 Gramm
08.8.24 4020 Gramm
11.8.24 4090 Gramm
14.8.24 Frenotomie
17.8.24 4330 Gramm
21.8.24 4450 Gramm (erstes Mal Schnuller gegeben)
26.7.25 4460 Gramm
03.9.24 4710 Gramm (erster Besuch beim Kinderarzt; lt ihr in Ordnung, auch wenn sie 90 perzentile auf die 60 damit gerutscht ist)
12.9.24 4680 Gramm (1 Tag Fieber davor lt Blutbild einen Virus bekämpft), Messung durch Hebamme
13.9.24 4775 Gramm (Kontrolle beim Kinderarzt)
17.9.24 4820 Gramm (Wiegung Stillambulanz)
20.9.24 4895 Gramm (Kontrolle Kinderarzt)
25.9.24 4912 Gramm (Wiegung Stillambulanz)
Sie befindet sich nun also auf der 34. Perzentile. Zufütterung haben wir mit folgendem schon versucht:
Flasche mit MuMi (Mam, Nuk, Avent, Lansinoh) - hier nimmt sie maximal 50ml wenn man es ihr total aufdrängt, lasst dafür aber dann eine Stillmahlzeit aus
Brusternährungsset: das Maximum waren hier mal 15ml, aber eventuell habe ich das noch nicht richtig in der Anwendung.
Trinkbecher, Löffel & Spritze (Sahne schöpfen) verweigert sie auch. Jegliche Art der zufütterung klappt bei ihr einfach nicht.
Hat sie sich eventuell an wochenlangen Hunger gewöhnt? Wenn ich mich nach ihr richten würde, wären unsere Stillabstände sicher länger als zwei Stunden, auch wenn sie am Nachmittag gerne mal öfter an der Brust ist, hier aber wohl eher nuckelt?
Ich bin leicht verzweifelt, weil dieses nach unten kreuzen der Perzentile mir Angst macht. Wir haben dadurch auch gar keinen richtigen Alltag, weil das Thema Gewicht so präsent ist. Mein erstes Kind hat derzeit kaum etwas von mir weil ich entweder damit beschäftigt bin meiner Tochter die Brust zu geben oder sie in den Schlaf zu tragen (ablegen geht bislang nicht).
Hat hier jemand eine Idee was ich noch versuchen könnte? Ich pumpe 1-2x Tag ab, glaube aber, dass ich eigentlich genug Milch habe. Ich komme beim abpumpen (beiderseits) auf 80-150 ml pro 10 Minuten.
Manchmal habe ich das Gefühl, sie will einfach nicht mehr - vielleicht weil sie noch nie ein Sättigungsgefühl hatte?
Re: Mangelnde Zunahme, kreuzen der Perzentile nach unten
Verfasst: 30.09.2024, 09:25
von Strapunzl
Hier noch mal die Daten ergänzt:
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Ein Mädchen
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Bislang nicht. Es gab ein paar Versuche mit Flasche, Spritze, Löffel, Becher und BES. Bislang lehnt sie alles ab. Als wir einmal 50ml Mumi mit Flasche geben konnten hat sie einfach weniger gestillt.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Normalerweise wenn es nach ihr geht so alle 1,5-3 Stunden (eher bei 3 Stunden). Sie trinkt den ersten MSP brav mit, manchmal noch den zweiten. Selten 10 Minuten an der Brust und meist nur eine Seite. Ich habe die letzten Tage immer den Wecker auf 2h gestellt und stille sie. Versuche Brustkompression und Wechselstillen, nicht immer erfolgreich. Sie war eine sehr verschlafene Maus, Tag und Nacht. Nacht geht immer noch gut, da hat sie tlw eine Stillpause von 4h wenn es nach ihr geht. Untertags ist es derzeit schwerer. Es gibt viel zu sehen und sie schläft meist nur bei körperkontakt. Das geht nicht immer.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Richtig schwere Windeln (also so ca 100 Gramm) macht sie nur 2 morgens. Meist kommen wir auf 5-6 Urinwindeln, Stuhlgang inzwischen eher so bei alle 3 Tage.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
War eigentlich gut, es war eine echt kurze Geburt ohne Eingriffe (außer Lachgas bei den letzten 4 Wehen). Sie hat rasch zugenommen aber sicherlich 4 Tage Mekonium ausgeschieden. Kannte ich so von meinem ersten nicht. Das waren locker 3-4 volle Windeln mit mekonium.
Andockprobleme hab ich anfangs nicht bemerkt.
Als dann das Gewicht Thema wurde ist mir schon aufgefallen dass sie öfter schmatzt bzw das Vakuum verliert und nicht nicht „aussaugt“. Zungenband wurde mit 3 Wochen durchtrennt, war dann geringfügig besser.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Ja hat es mal bekommen, sind aber weg. Schnuller kam kurz nach renotomie mal zum Einsatz, der ist jetzt aber weg. Flaschen haben wir versucht, sie weiß damit aber gar nichts anzufangen.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Wir waren gefühlt schon überall. Cranio Sacral, Osteopathie, Logopädie. Am ehesten ist es wegen Hypotonie Erklärbar. Hoher Gaumen, keine gute Koordination der Zunge und schwache Mundmuskulatur.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Nein gar nichts
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Ist mein zweites. Mein erstes hat immer eindeutige Hungerzeichen gegeben und kräftig gesaugt. Beide Kinder waren schwer bei der Geburt. Mein erster ist jetzt gewichtsmäßig in der 28ten Perzentile, Gewicht war bei der Geburt in der 97ten. Mit 3-5 Monaten in der 90er, 7-8 Monaten in der 50ten und danach zeitweise sogar unter der 10ten.
Re: Mangelnde Zunahme, kreuzen der Perzentile nach unten
Verfasst: 30.09.2024, 12:15
von Strapunzl
Edit:
ich kann den ursprünglichen Beitrag nicht mehr bearbeiten, hier also die korrekte Gewichtskurve:
24.7.24 3900 Gramm (Geburt)
26.7.24 3740 Gramm (Entlassung)
31.7.24 3880 Gramm
08.8.24 4020 Gramm
11.8.24 4090 Gramm
14.8.24 Frenotomie
17.8.24 4330 Gramm
21.8.24 4450 Gramm (erstes Mal Schnuller gegeben)
26.7.25 4460 Gramm
03.9.24 4710 Gramm (erster Besuch beim Kinderarzt; lt ihr in Ordnung, auch wenn sie 90 perzentile auf die 60 damit gerutscht ist)
12.9.24 4680 Gramm (1 Tag Fieber davor lt Blutbild einen Virus bekämpft), Messung durch Hebamme
13.9.24 4775 Gramm (Kontrolle beim Kinderarzt)
17.9.24 4820 Gramm (Wiegung Stillambulanz)
20.9.24 4895 Gramm (Kontrolle Kinderarzt)
25.9.24 4912 Gramm (Wiegung Stillambulanz, geeichte Waage)
30.9.24 5040 Gramm (Wiegung Mutter-Kind-Zentrum, geeichte Waage)
Sie befindet sich nun also in der 34ten Perzentile. Ich mache derzeit Wechselstillen und Brustkompression, mal erfolgreich mal nicht. Dieses Wochenende habe ich mit ihr im Hotel eingecheckt und wir hatten viel Hautkontakt und stillen, das hat schon mal geholfen.
Gibt es eventuell einen Tipp wie das Zufüttern doch noch klappen könnte? Ich habe mir nun das BES von Medela in der alten Version bestellt - ich habe oftmals gelesen, dass das viele besser finden als die neue Version. Ein besseres Tape zum ankleben ist auch schon auf dem Weg zu mir.
Liebe Grüße!
Re: Mangelnde Zunahme, kreuzen der Perzentile nach unten
Verfasst: 04.10.2024, 20:41
von Valencia
Hallo Strapunzl,
Schön, dass du hierher gefunden hast! Ich kämpfe leider mit ähnlichen Problemen und kann leider keine guten Tipps da lassen, möchte dir aber mal eine Portion Kraft schicken.
Mein Baby wurde auch sehr schwer geboren (97er Perzentile), lag vor ein paar Wochen auf der 50. Und ich bin mir sicher, dass sie mittlerweile drunter ist.
Da meine Tochter auch keine Zufütterung angenommen hat, stelle ich die abgepumpte MuMi in den Kühlschrank und füttere ihr nach 1 bis 2 Tagen den Rahm mit einem Löffel. Den mag sie gerne.
Bei 150ml kommt da sicher gut was zusammen.
Und ich glaube, wenn sich nach 72 stunden noch kein Mod gemeldet hat, kannst du deinen Beitrag melden!
Alles Gute!
Re: Mangelnde Zunahme, kreuzen der Perzentile nach unten
Verfasst: 06.10.2024, 18:05
von Strapunzl
Valencia hat geschrieben: 04.10.2024, 20:41
Hallo Strapunzl,
Schön, dass du hierher gefunden hast! Ich kämpfe leider mit ähnlichen Problemen und kann leider keine guten Tipps da lassen, möchte dir aber mal eine Portion Kraft schicken.
Mein Baby wurde auch sehr schwer geboren (97er Perzentile), lag vor ein paar Wochen auf der 50. Und ich bin mir sicher, dass sie mittlerweile drunter ist.
Da meine Tochter auch keine Zufütterung angenommen hat, stelle ich die abgepumpte MuMi in den Kühlschrank und füttere ihr nach 1 bis 2 Tagen den Rahm mit einem Löffel. Den mag sie gerne.
Bei 150ml kommt da sicher gut was zusammen.
Und ich glaube, wenn sich nach 72 stunden noch kein Mod gemeldet hat, kannst du deinen Beitrag melden!
Alles Gute!
Liebe Valencia,
Danke für deine lieben Worte! Rahm abgeschöpft habe ich auch schon, um den reißt sie sich aber leider auch nicht. Auch das BES bringt nicht wirklich was. Wir waren nun mit ihr bei der Logopädin. Die meinte, dass ihre Mund- und Zungenmuskulatur noch zu schwach ist, die Kleine sich aber wahrscheinlich trotzdem holt was sie braucht, und es einfach Kinder gebe, die sich gegen jegliche Art der Zufütterung wehren. Die Logopädin ist auch IBCLC und meinte ich solle jetzt einfach mal aufhören den Wecker zu stellen und zu versuchen mich an ihren Rhythmus anzupassen und wieder mehr Vertrauen in sie und mich zu bringen. Ihrer Meinung nach - und auch der Meinung der Stillambulanz unseres KHs - gibt es einfach Kinder, die sich beim Stillen immer nur so „durchwurschteln“ und oftmals dann erst bei der Beikost richtig zulegen. Unsere kleine schaut uns jetzt mit 10 Wochen schon quasi das Essen weg - ich hoffe wirklich, dass es spätestens dann besser wird.
Mir fällt es jedoch unglaublich schwer ihr und mir wieder zu vertrauen, vor allem weil sie sich nachts kaum meldet…
Allerdings muss ich zugeben, dass ich anfangs mit ihr sehr entspannt war und eigentlich auch das stillen als super empfand - bis eben das erste mal die Sorge da war, dass das Gewicht nicht passt. Nun versuche ich das halt etwas entspannter zu sehen, das gelingt mir bislang aber nur teilweise.
Re: Mangelnde Zunahme, kreuzen der Perzentile nach unten
Verfasst: 06.10.2024, 23:09
von klecksauge
Moin!
Ich versuche mich morgen zu melden, vermutlich wird es aber eher DI Nachmittag werden.
Re: Mangelnde Zunahme, kreuzen der Perzentile nach unten
Verfasst: 07.10.2024, 14:31
von Strapunzl
Hier die aktualisierten Daten:
24.7.24 3900 Gramm (Geburt)
26.7.24 3740 Gramm (Entlassung)
31.7.24 3880 Gramm
08.8.24 4020 Gramm
11.8.24 4090 Gramm
14.8.24 Frenotomie
17.8.24 4330 Gramm
21.8.24 4450 Gramm (erstes Mal Schnuller gegeben)
26.7.25 4460 Gramm
03.9.24 4710 Gramm (erster Besuch beim Kinderarzt; lt ihr in Ordnung, auch wenn sie 90 perzentile auf die 60 damit gerutscht ist)
12.9.24 4680 Gramm (1 Tag Fieber davor lt Blutbild einen Virus bekämpft), Messung durch Hebamme
13.9.24 4775 Gramm (Kontrolle beim Kinderarzt)
17.9.24 4820 Gramm (Wiegung Stillambulanz)
20.9.24 4895 Gramm (Kontrolle Kinderarzt)
25.9.24 4912 Gramm (Wiegung Stillambulanz, geeichte Waage)
30.9.24 5040 Gramm (Wiegung Mutter-Kind-Zentrum, geeichte Waage)
04.10.24 5100 Gramm (Wiegung Kinderarzt)
07.10.24 5140 Gramm (Wiegung Mutter-Kind-Zentrum)
gestillt wird das Baby nach Bedarf. Nachts hat sie schon mal 5 Std Pause gemacht, normalerweise liegt das Maximum bei 4 Std und wird gegen frühmorgens kürzer (so auf 2 Stunden). Untertags ist sehr unterschiedlich, am Nachmittag trinkt sie jedoch oft stündlich. Mehr als 2 Stunden Pause gibt es kaum. Da bleibt sie allerdings nicht besonders lang an der Brust, ich vermute sie nimmt da nur den ersten MSP mit. Es ist natürlich schwierig das Saugen richtig zu erlernen, wenn man es quasi gar nicht muss. Durch die vielen kleinen Mahlzeiten kommt sie wahrscheinlich im Lauf des Tages trotzdem auf eine gewisse Menge. Ich stehe dem Zufüttern wirklich nicht negativ gegenüber, zwischendrin war ich auch so weit und hätte generell mit Flasche gefüttert (gern auch mit abgepumpter MuMi) - was auch immer wir versuchen wird jedoch abgelehnt, als würde sie einfach nichts anderes im Mund ertragen....
Re: Mangelnde Zunahme, kreuzen der Perzentile nach unten
Verfasst: 08.10.2024, 17:38
von klecksauge
Moin!
So, nun schaffe ich es dir was zu schreiben.
Die Kurve habe ich mir angeschaut, ich kann deine Sorgen gut nachvollziehen.
Aber du hast auch viel versucht und schon viel Gutes getan! Dafür darfst du dich gerne mal selbst ordentlich loben.
Habt ihr noch Termine bei der Logo?
Für mich ist es logisch, dass nach einer Frenotomie eben nicht alles zack gut ist ist, sondern oftmals die Muskulatur, das Saug/Schluckmuster nicht optimal ist und da weiter dran gearbeitet werden sollte.
Hast du es mit dem alten BES schon probiert?
Die Pumpmenge ist gut, ich denke auch, dass du genug Milch hast.
Wie oft pumpst du?
Fütterst du den Rahm momentan noch zu?
Re: Mangelnde Zunahme, kreuzen der Perzentile nach unten
Verfasst: 08.10.2024, 21:02
von Strapunzl
klecksauge hat geschrieben: 08.10.2024, 17:38
Moin!
So, nun schaffe ich es dir was zu schreiben.
Die Kurve habe ich mir angeschaut, ich kann deine Sorgen gut nachvollziehen.
Aber du hast auch viel versucht und schon viel Gutes getan! Dafür darfst du dich gerne mal selbst ordentlich loben.
Habt ihr noch Termine bei der Logo?
Für mich ist es logisch, dass nach einer Frenotomie eben nicht alles zack gut ist ist, sondern oftmals die Muskulatur, das Saug/Schluckmuster nicht optimal ist und da weiter dran gearbeitet werden sollte.
Hast du es mit dem alten BES schon probiert?
Die Pumpmenge ist gut, ich denke auch, dass du genug Milch hast.
Wie oft pumpst du?
Fütterst du den Rahm momentan noch zu?
Vielen Dank für die lieben Worte!
Die letzten Tage habe ich nicht abgepumpt, da ich gemerkt habe, dass ich etwas in die "Überproduktion" gegangen bin und meine Kleine da noch mehr Schwierigkeiten hatte zu trinken. Den Rahm selber lässt sie sich gerade mal so geben, es geht aber mehr daneben als in sie rein.
Bei der Logopädin haben wir jetzt vorläufig keinen Termin mehr, sind jedoch bei einem Institut näher bei uns ebenfalls vorstellig geworden. Dies wird von der Caritas geführt und bietet Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie an - wir waren mit unserem ersten Kind bereits dort. Die Ärztin hat bereits die Logopäden dort informiert, wir sind also an den Übungen dran. Bislang habe ich auch das Gefühl, dass das schon was gebracht hat bzw. bringt.
Ich habe mir auch alle meine Aufzeichnungen bzgl Stillen etc noch mal zu Herzen genommen. Grundsätzlich muss ich sagen, dass die Zunahme meist dann gepasst hat, wenn ich sehr auf die Uhrzeiten geachtet habe und sie vor allem nachts nicht einfach so lange schlafen ließ wie sie wollte. Meine Maus meldet sich nicht unbedingt von selbst. Wir haben dreimal eine Stillprobe gemacht und zweimal hatten wir Erfolg mit einer Flaschenmahlzeit. Die Werte haben wir von 50-75ml variiert. Wenn ich die Kleine dazu bringe mehr zu trinken oder an der zweiten Brust zu trinken wird eigentlich gleich im Anschluss gespuckt. Ich konnte heute das alte BES ausprobieren (sehr viel besser als das neue!). Sie hat dabei 30 ml zu sich genommen und sich sofort im Anschluss zweimal dermaßen übergeben, dass wohl einiges wieder raus kam.
Sowohl Osteopathin als auch Cranio Sakral Therapeutin (ja ich weiß, das sind Disziplinen, denen viele Menschen eher ablehnend gegenüberstehen) meinten, dass sie noch gewisse Spannungen beim Zwerchfell/Mageneingang spüren.
Ich weiß nicht ob es möglich ist, aber ich habe inzwischen das Gefühl, dass hier nicht mehr (oder nur) das Saugen das Problem ist, sondern dass sie eventuell nicht sehr viel mehr als 50-70 ml pro Mahlzeit zu sich nehmen kann. Sie stoßt nach den Mahlzeiten sehr lange auf, macht immer Bäuerchen bzw. mehrere und kann absolut nicht auf den Rücken gelegt werden nach der Mahlzeit - oft sieht man bei ihr richtig wie der Mund auf einmal wieder voller Milch ist. Meist schluckt sie es eh tapfer runter. Schluckauf hat sie auch unglaublich viel. Dies würde halt auch erklären, warum sie sich nicht zufüttern lässt: aus dem einfachen Grund, dass sie mit diesen vergleichsweise geringen Mengen schon voll ist bzw. vielleicht einfach einen Druck in der Magengegend verspürt?
Grundsätzlich bin ich gerne wieder bereit zu pumpen, allerdings konnte ich die Milch bislang nie zufüttern und habe sie entweder als Badezusatz genutzt oder eingefroren. Jetzt wo ich wieder sehr auf die Abstände achte (untertags versuche ich 1,5-2h, nachts auch maximal 3 stunden Pause zu machen) gehe ich davon aus, dass ich noch einiges an Produktion hier steigern kann/werde.
Pumpen konnte ich seit der Geburt quasi immer. Auch mit der Handpumpe gleich nach dem Stillen konnte ich mindestens 50ml pro Brust mit ein paar Mal Pumpe bewegen rausbringen. Ich habe meist gleich nach den Stillmahlzeiten oder eine Stunde später mit der Medela Hands Free gepumpt - bei beiden Brüsten habe ich hier eben so gut wie immer 80-150 ml rausbekommen.
Ich habe Donnerstag die nächste Möglichkeit zu wiegen (ansonsten Montag). Ich würde jetzt die nächste Zeit versuchen die Abstände sehr konsequent auf 1,5-2h zu legen und nachts auf jeden Fall 1-2 mehr als von ihr gefordert anzulegen und schauen wie sich das auf das Gewicht auswirkt.
Wir haben bereits einmal ausprobiert die Abstände etwas auszuweiten, in der Hoffnung, dass sie dann besser/aktiver saugt - pustekuchen. Sie lässt dann einfach eine Stillmahlzeit aus und ich befürchte das ist es was man auch auf der Kurve sieht.
Sorry für den Roman, aber mit eurer Erfahrung: kann es einfach sein, dass sie aus welchem Grund auch immer wirklich nur recht kleine Mengen trinken kann?
LG
Re: Mangelnde Zunahme, kreuzen der Perzentile nach unten
Verfasst: 10.10.2024, 06:28
von Valencia
Hallo Strapunzl,
vieles von dem, was du schreibst, kommt mir von meiner Tochter bekannt vor. Sie hatte zweimal eine Frenotomie, dennoch ist das Stillen nicht optimal. Wir waren auch bei der Logopädin, Cranio etc. große Durchbrüche haben wir leider nicht geschafft. Ich hatte monatelang wirklich große Sorgen, weil sie auf der Perzentile immer weiter runter gewandert ist.
Der Kinderarzt blieb allerdings immer entspannt. Was mir etwas geholfen hat, war die Erkenntnis, dass meine beiden anderen Kinder von jeweils unterschiedlichen Geburtsgewichten (50. P. und 74. P.) beide innerhalb der ersten 2-3 Monate auf die 30. Perzentile gefallen sind und sich da eingefunden haben. Und v.a. bei meinem mittleren Kind habe ich geschaut, dass ich stilltechnisch von Anfang an alles richtig mache, hatte dementsprechend viel Milch - und er wollte trotzdem nicht mehr stillen, hatte auch gerne Pausen von ca. 3 Stunden.
Unser jüngstes Kind war auch schwer zuzufüttern. Ab ca. 16 oder 17 Wochen habe ich dann einfach regelmäßig ca. 3x am Tag mit dem M*edela Becher Pre angeboten. Und 1x täglich den Rahm meiner abgepumpten MuMi vom Vortag. Das war die erste Zeit nicht viel, aber es hat sich schrittweise gebessert, so dass sie nun, wenn ich mal kurz nicht da bin und sie Hunger hat, zur Überbrückung doch aus dem Becher MuMi oder Pre trinkt. Aus der Flasche hat sie bisher 2 x 30 ml getrunken (beide male war ich nicht zuhause), mehr war da auch nicht zu machen.
Das mit dem Spucken kenne ich und macht meine Maus jetzt mit 7 Monaten auch noch, vor allem nach einer längeren Stillpause (z.B. wenn wir unterwegs waren), wenn sie dann sehr hastig und viel auf einmal trinkt. Ich habe den Eindruck sie holt sich eher kleinere Portionen, dafür aber öfter.
Mittlerweile isst sie ja ein wenig Beikost (große Sprünge macht man da anfangs auch nicht, aber es entlastet sehr, finde ich, wenn der eine oder andere Bissen dann doch im Kind landet). Ich biete meistens 3x täglich was an. Morgens und abends Brei und zwischendurch bzw mittags Fingerfood.
Aber ich weiß, wie doof es ist, wenn man sich so viel um das Gewicht bzw die Zufütterung des jüngsten Kindes sorgt - und aber auch das Geschwisterkind bzw auch der Familienalltag so viel Aufmerksamkeit fordert. Aber es ist jetzt tatsächlich mit zunehmendem Alter etwas besser geworden: sie stillt unterwegs nun besser, auch nachts meldet sie sich nun deutlich öfter (in den ersten 3 Monaten hat sie auch fest geschlafen und war kaum aufzuwecken) - das hängt vlt mit den Zähnen, kleinen Infekten oder so zusammen?
Ich schicke dir nochmal solidarische Grüße und wünsche euch, dass es sich bei euch bald stabilisiert!