4 Wochen: Brust anschreien und wenig effektives Saugen
Verfasst: 08.09.2024, 21:52
Hallo Zusammen,
ich habe mich extra hier angemeldet um den Beitrag verfassen zu können und hoffe ich bekomme auch Tipps wenn ich nicht alles angeben kann (wir haben zB keine Waage).
Unsere Tochter ist am 13.08. bei 37+3 mit 2.550g geboren.
Ich habe sie von Beginn an gestillt, Gewicht wurde im KH bzw. von der Hebamme täglich kontrolliert. Am 8. LT mussten wir beginnen zuzufüttern. Die Abnahme war zwar noch knapp unter 10%, es ging allerdings schon einige Tage so schleppend bzw. negativ voran und sie wurde immer schläfriger. War kaum noch wach zu kriegen zum trinken…
Zunächst haben wir es stillfreundlich versucht, aber sie war so müde dass sie gar nicht mehr an der Brust getrunken hat. Entsprechend viel mussten wir zufüttern damit sie überhaupt zunimmt und letztlich haben wir die Menge nur per Flasche geschafft. Trotzdem habe ich immer versucht sie zuvor anzulegen und, ab da wo sie nicht mehr an der Brust getrunken hat, danach abzupumpen (Medela Doppelpumpe). Leider kann ich sehr schlecht abpumpen trotz aller Versuche (Brustkompressionen, Wärme etc.) kommen immer nur 20-40ml raus weshalb wir PRE dazu füttern müssen. So betreiben wir es nun seit 2,5 Wochen: Stillen, Zufüttern, Pumpen. Da ich einen knapp 2jährigen Sohn habe schaffe ich es nicht mehr, nach jedem Stillen abzupumpen. Aber ich schaffe 1x nachts und einmal täglich 1h Power Pumpen. Dazu 1-2x nach dem Stillen unter Tags.
Seit wir zufüttern nimmt sie immens zu, hier haben wir keine Probleme mehr. Ich komm gut damit klar, zufüttern zu müssen, da ich durch eine Brust OP auf einer Seite kaum Milch habe und somit vermutlich nie voll Stillen könnte.
Aber zwei Dinge belasten mich sehr:
1. Seit wir Flasche geben wird die Brust extrem angeschrien. Anfangs komplett, mit Stillhütchen ist sie nach einigen Tagen wieder überhaupt an die Brust. Seitdem ist es sehr unterschiedlich: teils geht sie problemlos ran, teils wird kurz gemeckert und teils schreit sie sich so sehr in Rage dass ich abbrechen muss. Mich belastet das sehr, mein Baby minutenlang schreien zu lassen und ich frage mich, was hier der richtige Weg ist. Sein lassen wenn sie schreit? Trotzdem durchziehen? Wenn sie dann mal an der Brust ist, trinkt sie idR auch. Ich will halt keinen „Hass“ auf die Brust aufbauen bei ihr. Ich habe das Gefühl gerade wenn der Hunger sehr groß ist hat sie keine Geduld für die Brust.
2. Obwohl sie mittlerweile wacher und kräftiger ist, schläft sie sehr schnell und oft beim Trinken ein. Sie trinkt 3-5min maximal effektiv, dann schläft sie ein. Ich kann sie zwar immer wieder wecken, aber trotzdem trinkt sie einfach sehr wenig effektiv. Das merke ich auch daran, dass ich manchmal genauso viel nach dem Stillen abpumpen kann wie wenn sie nicht getrunken hätte davor. Bei der Flasche ist es besser, aber auch hier schläft sie meist mehrmals dazwischen ein. Wir haben es zum Test mal mit Sonde und Spritze an der Brust probiert, auch hier hat sie sehr zaghaft / mit vielen Pausen getrunken! Gibt es irgendwelche Möglichkeiten das Trinken effektiver zu gestalten? So lange sie die Brust nicht effektiv leert, muss ich danach abpumpen um meine eh wenige Milchmenge zu erhalten. Bei einem Stillabstand von 2,5-3h schaffe ich das im Alltag aber kaum noch. Es wäre einfach toll, wenn sie das was in der Brust ist effektiv trinken würde. Den Rest können wir gern zufüttern. Ich lasse sie abends natürlich auch oft zur Beruhigung an die Brust ohne großen Hunger. Hier nuckelt sie dann nur was ja in dem Fall ok ist… ist das kontraproduktiv? Ich liebe es ehrlich gesagt sehr, sie so nah zu haben.
Fragen:
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Ein Mädchen
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Leider seit Tag 8 mit PRE und MuMi. Ca. 6-7x 60ml die aber teils nur halb getrunken werden. Sie wird immer (!) zuerst angelegt und bekommt danach die Flasche.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Eine Stillmazeit ca. 30-40min, danach noch zufüttern. Leider gibt es Mahlzeiten wo sie die Brust komplett verweigert da entsprechend kürzer. Generell sind in den 30-40min aber sehr sehr viele Pausen in denen sie nur nuckelt oder sogar ganz schläft.
IdR hat sie alle 2,5-3h Hunger, auch nachts da teils mal 4h. Da „braucht“ sie dann auch die Flasche nach der Brust. Dazwischen wird sie immer wieder nur gestillt, zB abends oft 3-4 mal bevor wir dann wieder zufüttern müssen. Man merkt es ganz gut, wenn sie eben nach dem Stillen untröstlich weint und gar nicht zufrieden ist dass sie mehr braucht.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Pipi in jeder Windel, also mindestens 6-7x pro Tag. Stuhl mindestens 1x am Tag, meist 2-3x.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Zu Beginn lief es sehr gut: im Kreißsaal angelegt, laut Hebamme gut gesaugt. Permanent bei mir auch nachts und mind. alle 2h angelegt. Probleme ab 8.LT. Milcheinschuss nach 2,5 Tagen.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Flasche Lansinoh (kleinster Sauger), Stillhütchen
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Hebamme: Kontrolle des Gewichtes aktuell noch 1x pro Woche, Kinderarzt: einmal Kontrolle ob Infektion / Anämie vorhanden da so schläfrig an LT 8 (war alles ok).
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Geburt bei 37+3 und sehr leicht, dadurch Saugschwäche
Brust OP meinerseits: Implantat links da kaum angelegte Brust, diese bildet kaum Milch. Brustverkleinerung rechts, hier aber deutlicher Milcheinschuss und z.B. pralle Brust vor Stillen, auslaufende Milch etc.
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Mein Sohn war nach Geburt in der Kinderklinik. Da ich keinerlei Unterstützung hatte beim Stillen, hab ich den Anfang verpasst. Ich hatte dann nie einen wirklichen Milcheinschuss und wir haben sehr bald aufgegeben und nur Flasche gegeben.
ich habe mich extra hier angemeldet um den Beitrag verfassen zu können und hoffe ich bekomme auch Tipps wenn ich nicht alles angeben kann (wir haben zB keine Waage).
Unsere Tochter ist am 13.08. bei 37+3 mit 2.550g geboren.
Ich habe sie von Beginn an gestillt, Gewicht wurde im KH bzw. von der Hebamme täglich kontrolliert. Am 8. LT mussten wir beginnen zuzufüttern. Die Abnahme war zwar noch knapp unter 10%, es ging allerdings schon einige Tage so schleppend bzw. negativ voran und sie wurde immer schläfriger. War kaum noch wach zu kriegen zum trinken…
Zunächst haben wir es stillfreundlich versucht, aber sie war so müde dass sie gar nicht mehr an der Brust getrunken hat. Entsprechend viel mussten wir zufüttern damit sie überhaupt zunimmt und letztlich haben wir die Menge nur per Flasche geschafft. Trotzdem habe ich immer versucht sie zuvor anzulegen und, ab da wo sie nicht mehr an der Brust getrunken hat, danach abzupumpen (Medela Doppelpumpe). Leider kann ich sehr schlecht abpumpen trotz aller Versuche (Brustkompressionen, Wärme etc.) kommen immer nur 20-40ml raus weshalb wir PRE dazu füttern müssen. So betreiben wir es nun seit 2,5 Wochen: Stillen, Zufüttern, Pumpen. Da ich einen knapp 2jährigen Sohn habe schaffe ich es nicht mehr, nach jedem Stillen abzupumpen. Aber ich schaffe 1x nachts und einmal täglich 1h Power Pumpen. Dazu 1-2x nach dem Stillen unter Tags.
Seit wir zufüttern nimmt sie immens zu, hier haben wir keine Probleme mehr. Ich komm gut damit klar, zufüttern zu müssen, da ich durch eine Brust OP auf einer Seite kaum Milch habe und somit vermutlich nie voll Stillen könnte.
Aber zwei Dinge belasten mich sehr:
1. Seit wir Flasche geben wird die Brust extrem angeschrien. Anfangs komplett, mit Stillhütchen ist sie nach einigen Tagen wieder überhaupt an die Brust. Seitdem ist es sehr unterschiedlich: teils geht sie problemlos ran, teils wird kurz gemeckert und teils schreit sie sich so sehr in Rage dass ich abbrechen muss. Mich belastet das sehr, mein Baby minutenlang schreien zu lassen und ich frage mich, was hier der richtige Weg ist. Sein lassen wenn sie schreit? Trotzdem durchziehen? Wenn sie dann mal an der Brust ist, trinkt sie idR auch. Ich will halt keinen „Hass“ auf die Brust aufbauen bei ihr. Ich habe das Gefühl gerade wenn der Hunger sehr groß ist hat sie keine Geduld für die Brust.
2. Obwohl sie mittlerweile wacher und kräftiger ist, schläft sie sehr schnell und oft beim Trinken ein. Sie trinkt 3-5min maximal effektiv, dann schläft sie ein. Ich kann sie zwar immer wieder wecken, aber trotzdem trinkt sie einfach sehr wenig effektiv. Das merke ich auch daran, dass ich manchmal genauso viel nach dem Stillen abpumpen kann wie wenn sie nicht getrunken hätte davor. Bei der Flasche ist es besser, aber auch hier schläft sie meist mehrmals dazwischen ein. Wir haben es zum Test mal mit Sonde und Spritze an der Brust probiert, auch hier hat sie sehr zaghaft / mit vielen Pausen getrunken! Gibt es irgendwelche Möglichkeiten das Trinken effektiver zu gestalten? So lange sie die Brust nicht effektiv leert, muss ich danach abpumpen um meine eh wenige Milchmenge zu erhalten. Bei einem Stillabstand von 2,5-3h schaffe ich das im Alltag aber kaum noch. Es wäre einfach toll, wenn sie das was in der Brust ist effektiv trinken würde. Den Rest können wir gern zufüttern. Ich lasse sie abends natürlich auch oft zur Beruhigung an die Brust ohne großen Hunger. Hier nuckelt sie dann nur was ja in dem Fall ok ist… ist das kontraproduktiv? Ich liebe es ehrlich gesagt sehr, sie so nah zu haben.
Fragen:
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Ein Mädchen
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Leider seit Tag 8 mit PRE und MuMi. Ca. 6-7x 60ml die aber teils nur halb getrunken werden. Sie wird immer (!) zuerst angelegt und bekommt danach die Flasche.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Eine Stillmazeit ca. 30-40min, danach noch zufüttern. Leider gibt es Mahlzeiten wo sie die Brust komplett verweigert da entsprechend kürzer. Generell sind in den 30-40min aber sehr sehr viele Pausen in denen sie nur nuckelt oder sogar ganz schläft.
IdR hat sie alle 2,5-3h Hunger, auch nachts da teils mal 4h. Da „braucht“ sie dann auch die Flasche nach der Brust. Dazwischen wird sie immer wieder nur gestillt, zB abends oft 3-4 mal bevor wir dann wieder zufüttern müssen. Man merkt es ganz gut, wenn sie eben nach dem Stillen untröstlich weint und gar nicht zufrieden ist dass sie mehr braucht.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Pipi in jeder Windel, also mindestens 6-7x pro Tag. Stuhl mindestens 1x am Tag, meist 2-3x.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Zu Beginn lief es sehr gut: im Kreißsaal angelegt, laut Hebamme gut gesaugt. Permanent bei mir auch nachts und mind. alle 2h angelegt. Probleme ab 8.LT. Milcheinschuss nach 2,5 Tagen.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Flasche Lansinoh (kleinster Sauger), Stillhütchen
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Hebamme: Kontrolle des Gewichtes aktuell noch 1x pro Woche, Kinderarzt: einmal Kontrolle ob Infektion / Anämie vorhanden da so schläfrig an LT 8 (war alles ok).
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Geburt bei 37+3 und sehr leicht, dadurch Saugschwäche
Brust OP meinerseits: Implantat links da kaum angelegte Brust, diese bildet kaum Milch. Brustverkleinerung rechts, hier aber deutlicher Milcheinschuss und z.B. pralle Brust vor Stillen, auslaufende Milch etc.
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Mein Sohn war nach Geburt in der Kinderklinik. Da ich keinerlei Unterstützung hatte beim Stillen, hab ich den Anfang verpasst. Ich hatte dann nie einen wirklichen Milcheinschuss und wir haben sehr bald aufgegeben und nur Flasche gegeben.