3,5 Wochen: BES/Flasche/Nuckeln an Brust entwöhnen hin zum vollstillen
Verfasst: 23.08.2024, 00:29
Hallo zusammen,
am 28.07.24 ist unsere Tochter mit 57cm (bei der U2 53cm) und 3960g auf die Welt gekommen. Wir haben ambulant entbunden. Sie hat innerhalb von 5 Tagen 11% abgenommen und war dann bei einem Gewicht von 3480g. Meine Hebamme meinte dann, dass wir zufüttern müssen, da auch die Ausscheidungen gering waren. Mekonium kam zwar, Urin aber gar keins, außer in den ersten 24 Std. Wir haben dann stillfreundlich mit einem BES (Venenkatheter und Spritze) begonnen und dann gab es direkt eine dicke Mekonium-Windelexplosion und ich konnte zum ersten Mal richtig verstehen, was "Schluckgeräusche" sind. Mein Mutterherz hat geblutet und ich habe mir direkt Vorwürfe gemacht, dass mein Kind verhungert, weil ich so unbedingt stillen wollte... Sie war in den ersten 1-2 Nächten dann auch nach dem zufüttern im komatösen Schlaf, wir konnten sie nicht wecken oder wach halten. Das war schier unmöglich. Insofern war es wohl wirklich dringend notwendig zuzufüttern. Sie war allerdings nicht gelb, die Kinderärztin war ganz entspannt und meinte, dass das stillen (ich musste meine Tochter während der U2 beruhigen) gut aussieht und wir so weitermachen sollen. Am gleichen Tag meinte unsere Hebamme jedoch, dass wir zufüttern sollen.
Seitdem füttern wir mit BES zu. Wir haben das Set von Ephelia. Also kein Medela. Das klappt soweit auch ganz gut, aber manchmal ist es für mich echt schwierig die Sonde so zu setzen, dass meine Tochter das von alleine ziehen kann. Ich drücke ihr die Milch nicht in den Mund... Die Gewichtszunahme ist sehr langsam, meine Tochter hat erst 2,5 Wochen nach der Geburt das Geburtsgewicht erreicht. Wir haben zwischenzeitlich auch mit der Flasche zugefüttert, weil das BES mich bzw. uns nervlich so fertig gemacht hat, dass wir eine alternative Lösung brauchten. Der ganze Alltag dreht sich nur noch um Milch fertig machen, Set sauber machen, Kind füttern/wecken usw. Es war nervenraubend. Mit der Flasche war´s dann zwar etwas besser, aber ihr fehlte die Zeit an der Brust, die sich dann nach dem Flasche füttern genommen hat und ich hing dann letzten Endes genauso lange wie mit dem BES auf dem Sofa und habe mein Kind gefüttert bzw. nuckeln lassen...
Jetzt stillen wir wieder und nutzen überwiegend das BES. Wenn das clustern mir zu krass wird (heute z.B. von 16-22 Uhr), dann füttern wir bzw. mein Mann auch nochmal mit der Flasche, damit ich etwas Pause kriege.
Unser Wunsch wäre es, wenn wir vollstillen könnten. Allerdings braucht meine Tochter ewig lang beim stillen. Mind. 45-60 Min. manchmal sogar 90 Minuten. Und ich habe den Eindruck, dass sie nicht effektiv saugt. Vorgestern konnte ich sie tatsächlich mit stillen und ohne zufüttern so satt kriegen, dass sie entspannt eingeschlafen ist (Hände offen) und dann 3 Stunden geschlafen hat und friedlich war. Ansonsten höre ich zwar immer mehr Schluckgeräusche, das ist aber meistens nur die ersten 5 minuten so, dann schwinden sie und sie "saugt", aber ich höre nichts mehr. Irgendwann fängt sie das dauernuckeln an. Wenn ich meine, sie ist eingeschlafen und ich will sie abdocken, fängt sie an zu weinen und will meine Brust. Und so hängen wir dann stundenlang zusammen. Meine Brustwarzen sind nicht wund, aber empfindlich.
Ich habe Milch. Versuche auch abzupumpen, aber direkt nach Stillmahlzeiten gelingt es mir nicht, da meine Tochter sehr körpernah ist und sofort aufwacht, wenn ich sie ablege. Powerpumpen klappt auch nicht immer, versuche ich aber. Hier pumpe ich kaum Milch ab, maximal 20ml. Beim stillen habe ich jedoch vor, während und nach dem stillen immer Milchtropfen an den Brustwarzen und des öfteren spritzt es auch. Insofern gehe ich davon aus, wenn das stillen effektiv wäre, auch genug Milch haben zu können.
Was kann ich tun, um nun schnellstmöglichst vom BES/der Flasche wegzukommen bzw. die Mengen zu reduzieren? Ich habe Sorge, dass sie noch weniger zunimmt oder sogar abnimmt, wenn ich einfach weniger mit BES zufüttere und sie mehr saugen lasse. Zumal ich auch nicht immer Schluckgeräusche wahrnehme und sie auch öfters unzufrieden erscheint, wenn sie nur die Brust hatte. Wir kommen dann vom daueranlegen gar nicht mehr weg...
Hier nun noch die Antworten zu euren Fragen:
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Ein Mädchen.
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Sie wird mit Pre-Nahrung zugefüttert. Aktuell sind wir bei etwa 380g tgl. Pro Stillmahlzeit etwa 60-80g. ca. 6x/tgl.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
60-90 Minuten, ca. 10x/tgl., Schlafpausen tagsüber ca. 3 Stunden, nachts ca. 4-5 Stunden (sie wird nicht geweckt).
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
1x tgl. Stuhl, alle 2 Std. ist die Stoffwindel voll mit Urin.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Ambulant entbunden, war direkt auf der Brust, BreastCrawl, konnte dann an meinen Brüsten trinken. Nach 2,5 Std. U1, nach 4 Std. zuhause gewesen. Viel mit mir und meinem Mann gebondet, viel angelegt und gestillt.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Ja, sie kennt Flaschen von Philips mit Saugergrößen 1 - 3. Wird häufig mit der Größe 2 gefüttert, da die 1 ihr noch zu anstrengend ist und sie da länger als 45 Minuten braucht oder es gar nicht zu Ende schafft.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Stillberatung war im Haus gewesen. Anlegepositionen optimiert. Empfehlung: Mehr stillen ohne zufüttern. Kinderärztliche Kontrolle des Zungenbands: es wurde kein verkürztes Zungenbändchen festgestellt. Osteopath am 16.9. terminiert.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Ich habe Hashimoto, bin gut eingestellt (0,7 - mein Wohlfühlbereich). Nächste Kontrolle Anfang September. Nehme L-Thyroxin ein. PCOS vorhanden, aktuell keine Medikamente (Metformin aber vorrätig zuhause).
Gewichtsentwicklung:
28.07.: 3960g Geburtsgewicht
30.07.: 3680g
31.07.: 3530g
01.08.: 3430g
02.08.: 3560g
03.08.: 3640g
05.08.: 3750g
08.08.: 3810g
12.08.: 3890g
16.08.: 4030g
19.08.: 4090g
Liebe Grüße
Frepa
am 28.07.24 ist unsere Tochter mit 57cm (bei der U2 53cm) und 3960g auf die Welt gekommen. Wir haben ambulant entbunden. Sie hat innerhalb von 5 Tagen 11% abgenommen und war dann bei einem Gewicht von 3480g. Meine Hebamme meinte dann, dass wir zufüttern müssen, da auch die Ausscheidungen gering waren. Mekonium kam zwar, Urin aber gar keins, außer in den ersten 24 Std. Wir haben dann stillfreundlich mit einem BES (Venenkatheter und Spritze) begonnen und dann gab es direkt eine dicke Mekonium-Windelexplosion und ich konnte zum ersten Mal richtig verstehen, was "Schluckgeräusche" sind. Mein Mutterherz hat geblutet und ich habe mir direkt Vorwürfe gemacht, dass mein Kind verhungert, weil ich so unbedingt stillen wollte... Sie war in den ersten 1-2 Nächten dann auch nach dem zufüttern im komatösen Schlaf, wir konnten sie nicht wecken oder wach halten. Das war schier unmöglich. Insofern war es wohl wirklich dringend notwendig zuzufüttern. Sie war allerdings nicht gelb, die Kinderärztin war ganz entspannt und meinte, dass das stillen (ich musste meine Tochter während der U2 beruhigen) gut aussieht und wir so weitermachen sollen. Am gleichen Tag meinte unsere Hebamme jedoch, dass wir zufüttern sollen.
Seitdem füttern wir mit BES zu. Wir haben das Set von Ephelia. Also kein Medela. Das klappt soweit auch ganz gut, aber manchmal ist es für mich echt schwierig die Sonde so zu setzen, dass meine Tochter das von alleine ziehen kann. Ich drücke ihr die Milch nicht in den Mund... Die Gewichtszunahme ist sehr langsam, meine Tochter hat erst 2,5 Wochen nach der Geburt das Geburtsgewicht erreicht. Wir haben zwischenzeitlich auch mit der Flasche zugefüttert, weil das BES mich bzw. uns nervlich so fertig gemacht hat, dass wir eine alternative Lösung brauchten. Der ganze Alltag dreht sich nur noch um Milch fertig machen, Set sauber machen, Kind füttern/wecken usw. Es war nervenraubend. Mit der Flasche war´s dann zwar etwas besser, aber ihr fehlte die Zeit an der Brust, die sich dann nach dem Flasche füttern genommen hat und ich hing dann letzten Endes genauso lange wie mit dem BES auf dem Sofa und habe mein Kind gefüttert bzw. nuckeln lassen...
Jetzt stillen wir wieder und nutzen überwiegend das BES. Wenn das clustern mir zu krass wird (heute z.B. von 16-22 Uhr), dann füttern wir bzw. mein Mann auch nochmal mit der Flasche, damit ich etwas Pause kriege.
Unser Wunsch wäre es, wenn wir vollstillen könnten. Allerdings braucht meine Tochter ewig lang beim stillen. Mind. 45-60 Min. manchmal sogar 90 Minuten. Und ich habe den Eindruck, dass sie nicht effektiv saugt. Vorgestern konnte ich sie tatsächlich mit stillen und ohne zufüttern so satt kriegen, dass sie entspannt eingeschlafen ist (Hände offen) und dann 3 Stunden geschlafen hat und friedlich war. Ansonsten höre ich zwar immer mehr Schluckgeräusche, das ist aber meistens nur die ersten 5 minuten so, dann schwinden sie und sie "saugt", aber ich höre nichts mehr. Irgendwann fängt sie das dauernuckeln an. Wenn ich meine, sie ist eingeschlafen und ich will sie abdocken, fängt sie an zu weinen und will meine Brust. Und so hängen wir dann stundenlang zusammen. Meine Brustwarzen sind nicht wund, aber empfindlich.
Ich habe Milch. Versuche auch abzupumpen, aber direkt nach Stillmahlzeiten gelingt es mir nicht, da meine Tochter sehr körpernah ist und sofort aufwacht, wenn ich sie ablege. Powerpumpen klappt auch nicht immer, versuche ich aber. Hier pumpe ich kaum Milch ab, maximal 20ml. Beim stillen habe ich jedoch vor, während und nach dem stillen immer Milchtropfen an den Brustwarzen und des öfteren spritzt es auch. Insofern gehe ich davon aus, wenn das stillen effektiv wäre, auch genug Milch haben zu können.
Was kann ich tun, um nun schnellstmöglichst vom BES/der Flasche wegzukommen bzw. die Mengen zu reduzieren? Ich habe Sorge, dass sie noch weniger zunimmt oder sogar abnimmt, wenn ich einfach weniger mit BES zufüttere und sie mehr saugen lasse. Zumal ich auch nicht immer Schluckgeräusche wahrnehme und sie auch öfters unzufrieden erscheint, wenn sie nur die Brust hatte. Wir kommen dann vom daueranlegen gar nicht mehr weg...
Hier nun noch die Antworten zu euren Fragen:
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Ein Mädchen.
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Sie wird mit Pre-Nahrung zugefüttert. Aktuell sind wir bei etwa 380g tgl. Pro Stillmahlzeit etwa 60-80g. ca. 6x/tgl.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
60-90 Minuten, ca. 10x/tgl., Schlafpausen tagsüber ca. 3 Stunden, nachts ca. 4-5 Stunden (sie wird nicht geweckt).
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
1x tgl. Stuhl, alle 2 Std. ist die Stoffwindel voll mit Urin.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Ambulant entbunden, war direkt auf der Brust, BreastCrawl, konnte dann an meinen Brüsten trinken. Nach 2,5 Std. U1, nach 4 Std. zuhause gewesen. Viel mit mir und meinem Mann gebondet, viel angelegt und gestillt.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Ja, sie kennt Flaschen von Philips mit Saugergrößen 1 - 3. Wird häufig mit der Größe 2 gefüttert, da die 1 ihr noch zu anstrengend ist und sie da länger als 45 Minuten braucht oder es gar nicht zu Ende schafft.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Stillberatung war im Haus gewesen. Anlegepositionen optimiert. Empfehlung: Mehr stillen ohne zufüttern. Kinderärztliche Kontrolle des Zungenbands: es wurde kein verkürztes Zungenbändchen festgestellt. Osteopath am 16.9. terminiert.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Ich habe Hashimoto, bin gut eingestellt (0,7 - mein Wohlfühlbereich). Nächste Kontrolle Anfang September. Nehme L-Thyroxin ein. PCOS vorhanden, aktuell keine Medikamente (Metformin aber vorrätig zuhause).
Gewichtsentwicklung:
28.07.: 3960g Geburtsgewicht
30.07.: 3680g
31.07.: 3530g
01.08.: 3430g
02.08.: 3560g
03.08.: 3640g
05.08.: 3750g
08.08.: 3810g
12.08.: 3890g
16.08.: 4030g
19.08.: 4090g
Liebe Grüße
Frepa