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Was tun wenn der Mann gegen Langzeitstillen ist

Verfasst: 25.07.2024, 13:09
von julia0711
Hallo zusammen :)

ich bin eigentlich sehr überzeugt davon, dass Langzeitstillen das beste für ein Kind ist und habe meine Tochter sogar einige Jahre gestillt weil sie es auch sehr gemocht hat.

Nun ist es so, dass eine sehr gute Freundin von mir schon nach 6 Monaten daran denkt abzustillen, weil ihr Mann der Meinung ist, das ist der normale Zeitpunkt dafür und er es auch komisch findet wenn man ein Kind immer noch stillt wenn es schon älter ist. Ich habe aber das Gefühl, dass sie eigentlich gerne stillt und sich nur von ihrem Mann beeinflussen lässt und weiss jetzt nicht wie ich damit umgehen soll. Eigentlich geht mich das Ganze ja nichts an, aber ich möchte eben auch dass es ihr und dem Kleinen gut geht, weil sie mir am Herzen liegt.

Würdet ihr euch da einmischen? Und kann mir vielleicht jemand ein gutes Buch zu dem Thema empfehlen das man ihrem Mann mal zeigen könnte damit er dazu eine positivere Einstellung bekommt oder ein gutes Youtube Video sich damit befasst und die Vorteile zeigt udn vor allem auch vermittelt, dass es was normales ist?

Ich fühle mich da einfach irgendwie hilflos und vieleicht hat mir hier ja jemand ein paar Tipps wie ich mit der Situation umgehen soll, weil es mir echt schwerfällt das tatenlos mitanzusehen, weil ich eben denke, dass sie sich viel zu sehr von ihm beinflussen lässt und eigentlich was ganz anderes möchte. Andererseits ist das aber natürlich auch eine super private Sache und geht mich nichts an... Ich freu mich jedenfalls über eure Gedanken dazu

Re: Was tun wenn der Mann gegen Langzeitstillen ist

Verfasst: 25.07.2024, 13:16
von Krachbum
Hey,

Ich finde, du kannst das schon mit der Freundin thematisieren, wenn ihr euch gut kennt und offen sprecht. Ich habe bei kritischen Nachfragen immer die WHO-Keule geschwungen:
https://www.still-lexikon.de/empfehlung ... er-kinder/

Re: Was tun wenn der Mann gegen Langzeitstillen ist

Verfasst: 25.07.2024, 13:42
von Schnecke106
Ich würde auch etwas sagen, wenn Du das Gefühl hast, dass sie noch gar nicht abstillen möchte, finde ich total vertretbar.

Wenn der Mann nicht für Aussagen wie WHO Empfehlung, natürliches Abstillalter usw. empfänglich ist (mir wurde z.B. oft gesagt, dass das ja nur "wegen der armen Länder gesagt wird"), würde ich vielleicht einen Hinweis platzieren, dass im jungen Babyalter Ersatzmilch nötig ist und die teuer ist. Und vielleicht noch, dass bei Flaschen geben der Mann ja dann problemlos die Nächte übernehmen kann :D

Re: Was tun wenn der Mann gegen Langzeitstillen ist

Verfasst: 25.07.2024, 13:52
von julia0711
Schnecke106 hat geschrieben: 25.07.2024, 13:42 I...würde ich vielleicht einen Hinweis platzieren, dass im jungen Babyalter Ersatzmilch nötig ist und die teuer ist. Und vielleicht noch, dass bei Flaschen geben der Mann ja dann problemlos die Nächte übernehmen kann :D
Ah :D du würdest also praktische Gründe die ihn selber betreffen anbringen, sehr gute idee, an sowas hab ich gar nicht gedacht, aber männer ticken ja tatsächlich so :lol:

Re: Was tun wenn der Mann gegen Langzeitstillen ist

Verfasst: 25.07.2024, 14:30
von ShinyCheetah
Ich würde ihr vorschlagen, sich doch mal von einer Stillberaterin beraten zu lassen - ehrenamtlich, z. B. über die AFS oder LLL :)

Re: Was tun wenn der Mann gegen Langzeitstillen ist

Verfasst: 25.07.2024, 14:54
von Mäusebaby
Das kam im Jahr meiner Schwangerschaft heraus: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... der-Kinder

Ich habe dann 4,3 Jahre gestillt.

Re: Was tun wenn der Mann gegen Langzeitstillen ist

Verfasst: 25.07.2024, 18:26
von GemeineEsche
Wie alt ist das Baby denn? Also ist es jetzt 6 Monate und er sagt "ab jetzt" oder ist es noch jünger? Und ist Pre tatsächlich sein Plan oder denkt er, Kinder bekommen halt mit 4, 5, 6 Monaten Beikost und mit 7, 8 Monaten ist dann von allein gut mit Milch? Bei letzterem würde ich ja eher darauf zählen, dass die Zeit es dann richtet und er von selbst merkt, dass das in den seltensten Fällen so klappt.
Ansonsten würde ich auch an seine mitVerantwortung plädieren und auch, dass Stillen nicht sein Verantwortungsbereich ist. Wenn Mama und Kind das noch wollen und brauchen und ER nicht sich ums Abstillen kümmern will (aka Abstände im Blick haben, Equipment kaufen, sterilisieren (ist nicht nötig aber psst :wink: ) und wie gesagt wurde die Nächte übernehmen, dann muss er sich da wohl unterordnen.
Und will deine Freundin wirklich das alles auf sich nehmen, nur weil manche Leute das komisch finden? Ihr Mann ist ja auch nur geprägt von der Meinung seines Umfeldes. Ich glaube es gibt sehr wenige Menschen, die entgegen besserem Wissen wirklich überzeugt gegen das Stillen sind. In der Regel ist es doch Unwissenheit und Unsicherheit. Vielleicht traut deine Freundin sich das mal anzusprechen, das möchten sich wahrscheinlich auch die wenigsten Männer auf die Fahne schreiben lassen 🙈

Re: Was tun wenn der Mann gegen Langzeitstillen ist

Verfasst: 25.07.2024, 19:11
von julia0711
es ist jetzt 6 Monate. ja ich hab auch den eindruck dass er sich überhaupt nicht auskennt mit all dem, aber ich weiss das nicht im detail... und ich bin der meinung, dass zwischen meiner tochter und mir durch das lange stillen auch eine nähe und vertrautheit entstanden ist, die sich sonst nicht so entwickelt hätte. und die ist immer noch da

Re: Was tun wenn der Mann gegen Langzeitstillen ist

Verfasst: 25.07.2024, 19:16
von Lösche Benutzer 24994
Ich finde es kommt überhaupt nicht auf irgendwelche Fakten an. Die Frau will stillen, das Kind will stillen, fertig. Was hat der Mann damit zu tun? Oder will er seinem Kind gerne Fläschchen geben, damit er mehr beteiligt ist?

Ich würde ja versuchen, die Freundin zu stärken, dass sie und das Kind da mehr zu entscheiden haben als der Mann... Und bis 2 finde ich in Hinblick auf die WHO Empfehlung ehrlich gesagt auch kaum diskussionswürdig

Re: Was tun wenn der Mann gegen Langzeitstillen ist

Verfasst: 25.07.2024, 19:26
von julia0711
ihr mamn ist recht dominant und hat eben das sagen im haus, und das wirkt sich auch auf sowas aus. aber grundsätzlich hast du natürlich total recht dass das nur ihre entscheidung sein sollte und die vom kind. und ich finde auch dass die 2 jahre das mindeste sein sollten, ausser irgendwas spricht dagegen.