Milchmengen Reduzierung erneut gescheitert
Verfasst: 10.06.2024, 07:24
Hallo ihr Lieben,
Entschuldigt dass es etwas länger wird.
Zu meiner Geschichte:
Ich habe einen 10 Jährigen Sohn und eine Tochter die am 11.04.2024 mit 3815 und 56 cm geboren wurde. (Größe beim Kinderarzt bei U3 jedoch 53?!) Um sie wird es auch hier gehen.
Nach einem anfänglich guten Geburtsstart, hatte ich nach 4 Stunden Presswehen einen Geburtsstillstand. Genau wie bei meinen Sohn, musste ein sekundäre Kaiserschnitt gemacht werden. „Glück im Unglück“, denn ich erlitt während der Geburt eine Uterusruptur, hätte also anschließend ohnehin operiert werden müssen.
Total erschöpft, wurde sie dadurch auch erst 45 Minuten später angelegt. Das Anlegen lief jedoch ganz gut. Da ich meinen Sohn zuvor auch Vollgestillt habe, hab ich mir nicht großartig Gedanken übers Stillen gemacht und wie wichtig die ersten Tage sind, um die Milchproduktion in Gang zu bringen bzw. die Weichen für das spätere Stillen gestellt werden. Im Nachhinein mach ich mir deswegen massive Vorwürfe. Vielleicht hätte ich mit ihr im Krankenhaus mehr nackt kuscheln sollen, sie mehr anlegen oder direkt anfangen müssen zu pumpen… Ich war zu überzeugt, dass es mit ihr auch klappen wird, hab mich auf das Stillen gar nicht vorbereitet, bis dann die U2 kam. Sie hatte 11% abgenommen. Wog nur noch 3390g. Zufüttern war hier zwingend notwendig. Es folgten viele Tränen.
Glücklicherweise waren wir in einem stillfreundlichen Krankenhaus. Wir fütterten mit einer Sonde direkt an der Brust zu, was wir bis heute immer noch tun. Am 4. Tag fing dann das Pumpen an. Meine Ausbeute waren klägliche 2-3 Tropfen Muttermilch. Mittlerweile kriege ich je 15 Min. Sitzung zwischen 10-70ml beidseitig zusammen.
Der Milcheinschuss kam richtig spürbar an Tag 6-7. Unsere Hebamme zu der Zeit war im Nachhinein eher ein Hindernis als eine Hilfe. Ratschläge und Kommentare wie „gib deiner Tochter die Flasche und soviel Pre wie sie will.“, „ich weiß nicht ob es mit dem Stillen noch klappen wird, weil du ja nichts abgepumpt bekommst“ oder „ein Baby sollte innerhalb 15 Minuten sich mit 120 ml satt trinken“ ließen uns an ihrer Stillkompetenz zweifeln. Dank diesem Forum war uns nach Woche 3 klar, wir sollten die Zusammenarbeit beendeten, was wir kurze Zeit später auch taten. Zuvor haben wir jedoch den Vorschlag der Flaschenfütterung mit Bauchschmerzen umgesetzt. Die Zufütterungsmengen lag zu der Zeit zwischen 150-200ml Pre/Tag. Zwischenzeitlich haben wir in der 2. Woche eigenständig versucht einfach nur anzulegen. Nach 4 Tagen ausprobieren, nam sie nur 10g zu, weswegen wir auf anraten der Hebamme wieder mit dem Pre zufüttern anfingen, diesmal jedoch mit durchschnittlich 50-60ml Pre/ Tag. Die Zunahme wurde besser, war jedoch noch nicht ganz optimal. Meine Milchmenge war wohl doch nicht ausreichend.
Aktuell können wir auf Pre komplett verzichten. Bis vor 3 Tagen wurde sie nämlich täglich mit ca 60-100 ml Mumi zugefüttert was ich mit 1-2x pumpen und 1x Powerpumpen pro Tag sammeln konnte. Während oder kurz nach dem Powerpumpen erhielt meine Kleine anstatt meiner Brust eine Flasche (40-60 ml), da meine Brüste für die nächste Stillmahlzeit meistens nicht schnell genug Milch nach produzieren konnte und weil sie zeitweise Abends meine Brust verweigerte.
Die Zunahme war jedenfalls mit 190 g/Woche super, weswegen wir vor 4 Tagen erneut eine Reduzierung der Milchmenge (25-60 ml/Tag) wagten.
Anstatt zu Powerpumpen bot ich ihr z.B. direkt meine Brust an. Leider hatte ich zum Start der Reduzierung einen leichten Milchstau (rechts, die gute Milchbrust), der heute jedoch komplett weg ist. Zudem spüre ich seit 2-3 Tagen mein MSR nicht mehr regelmässig (trotz Brustmassage) und höre meine Kleine auch nicht mehr gut trinken. Deswegen hatten wir sie gestern erneut gewogen und mussten feststellen, dass sie in den 3 Tagen sogar 15 g abgenommen hat.
Meine Fragen daher:
- Passt die Zufütterungsmenge überhaupt?
- Hat sie eine Saugverwirrung oder ist das ein normales Verhalten wenn sie manchmal meine Brust verweigert?
- Hat mein „kaputter“ MSR mit dem Milchstau zutun oder warum will er nicht mehr richtig kommen?
- Hab ich doch nicht genug Milch?
Ich hoffe wirklich ihr könnt mir helfen. Ich wünsche mir nichts sehnlicher als endlich wieder vollzustillen. Rahmenbedingungen sind ja eigentlich gar nicht so schlecht, oder?! Trotzdem will es irgendwie nicht klappen…
Zusammengefasst:
Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
- Ein Mädchen
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
- 2-3 mal Mumi täglich zwischen 20-60ml pro Fütterung. Gesamtmenge pro Tag unterschiedlich. Zwischen 50-100 ml
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
- Stillen pro Tag zwischen 10-14 mal zwischen 15-45 Minuten. Versuche beidseitig wenn sie es zulässt. Schlafpausen 1-1,5 Stunden?
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
- Leider nicht gut dokumentiert da der Papa immer mal wieder übernimmt und ich vergesse das einzutragen. Schätzungsweise 4x Urin und 1x alle 1-2 Tage Stuhl.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
- siehe oben
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
- Schnuller selten während Autofahrt ansonsten Sonde und Flasche.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
- 1 x Stillberatung in der Vergangenheit
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
- Gut eingestellt Schilddrüsenüberfunktion
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
- siehe oben
Die Gewichtsdaten folgen.
Entschuldigt dass es etwas länger wird.
Zu meiner Geschichte:
Ich habe einen 10 Jährigen Sohn und eine Tochter die am 11.04.2024 mit 3815 und 56 cm geboren wurde. (Größe beim Kinderarzt bei U3 jedoch 53?!) Um sie wird es auch hier gehen.
Nach einem anfänglich guten Geburtsstart, hatte ich nach 4 Stunden Presswehen einen Geburtsstillstand. Genau wie bei meinen Sohn, musste ein sekundäre Kaiserschnitt gemacht werden. „Glück im Unglück“, denn ich erlitt während der Geburt eine Uterusruptur, hätte also anschließend ohnehin operiert werden müssen.
Total erschöpft, wurde sie dadurch auch erst 45 Minuten später angelegt. Das Anlegen lief jedoch ganz gut. Da ich meinen Sohn zuvor auch Vollgestillt habe, hab ich mir nicht großartig Gedanken übers Stillen gemacht und wie wichtig die ersten Tage sind, um die Milchproduktion in Gang zu bringen bzw. die Weichen für das spätere Stillen gestellt werden. Im Nachhinein mach ich mir deswegen massive Vorwürfe. Vielleicht hätte ich mit ihr im Krankenhaus mehr nackt kuscheln sollen, sie mehr anlegen oder direkt anfangen müssen zu pumpen… Ich war zu überzeugt, dass es mit ihr auch klappen wird, hab mich auf das Stillen gar nicht vorbereitet, bis dann die U2 kam. Sie hatte 11% abgenommen. Wog nur noch 3390g. Zufüttern war hier zwingend notwendig. Es folgten viele Tränen.
Glücklicherweise waren wir in einem stillfreundlichen Krankenhaus. Wir fütterten mit einer Sonde direkt an der Brust zu, was wir bis heute immer noch tun. Am 4. Tag fing dann das Pumpen an. Meine Ausbeute waren klägliche 2-3 Tropfen Muttermilch. Mittlerweile kriege ich je 15 Min. Sitzung zwischen 10-70ml beidseitig zusammen.
Der Milcheinschuss kam richtig spürbar an Tag 6-7. Unsere Hebamme zu der Zeit war im Nachhinein eher ein Hindernis als eine Hilfe. Ratschläge und Kommentare wie „gib deiner Tochter die Flasche und soviel Pre wie sie will.“, „ich weiß nicht ob es mit dem Stillen noch klappen wird, weil du ja nichts abgepumpt bekommst“ oder „ein Baby sollte innerhalb 15 Minuten sich mit 120 ml satt trinken“ ließen uns an ihrer Stillkompetenz zweifeln. Dank diesem Forum war uns nach Woche 3 klar, wir sollten die Zusammenarbeit beendeten, was wir kurze Zeit später auch taten. Zuvor haben wir jedoch den Vorschlag der Flaschenfütterung mit Bauchschmerzen umgesetzt. Die Zufütterungsmengen lag zu der Zeit zwischen 150-200ml Pre/Tag. Zwischenzeitlich haben wir in der 2. Woche eigenständig versucht einfach nur anzulegen. Nach 4 Tagen ausprobieren, nam sie nur 10g zu, weswegen wir auf anraten der Hebamme wieder mit dem Pre zufüttern anfingen, diesmal jedoch mit durchschnittlich 50-60ml Pre/ Tag. Die Zunahme wurde besser, war jedoch noch nicht ganz optimal. Meine Milchmenge war wohl doch nicht ausreichend.
Aktuell können wir auf Pre komplett verzichten. Bis vor 3 Tagen wurde sie nämlich täglich mit ca 60-100 ml Mumi zugefüttert was ich mit 1-2x pumpen und 1x Powerpumpen pro Tag sammeln konnte. Während oder kurz nach dem Powerpumpen erhielt meine Kleine anstatt meiner Brust eine Flasche (40-60 ml), da meine Brüste für die nächste Stillmahlzeit meistens nicht schnell genug Milch nach produzieren konnte und weil sie zeitweise Abends meine Brust verweigerte.
Die Zunahme war jedenfalls mit 190 g/Woche super, weswegen wir vor 4 Tagen erneut eine Reduzierung der Milchmenge (25-60 ml/Tag) wagten.
Anstatt zu Powerpumpen bot ich ihr z.B. direkt meine Brust an. Leider hatte ich zum Start der Reduzierung einen leichten Milchstau (rechts, die gute Milchbrust), der heute jedoch komplett weg ist. Zudem spüre ich seit 2-3 Tagen mein MSR nicht mehr regelmässig (trotz Brustmassage) und höre meine Kleine auch nicht mehr gut trinken. Deswegen hatten wir sie gestern erneut gewogen und mussten feststellen, dass sie in den 3 Tagen sogar 15 g abgenommen hat.
Meine Fragen daher:
- Passt die Zufütterungsmenge überhaupt?
- Hat sie eine Saugverwirrung oder ist das ein normales Verhalten wenn sie manchmal meine Brust verweigert?
- Hat mein „kaputter“ MSR mit dem Milchstau zutun oder warum will er nicht mehr richtig kommen?
- Hab ich doch nicht genug Milch?
Ich hoffe wirklich ihr könnt mir helfen. Ich wünsche mir nichts sehnlicher als endlich wieder vollzustillen. Rahmenbedingungen sind ja eigentlich gar nicht so schlecht, oder?! Trotzdem will es irgendwie nicht klappen…
Zusammengefasst:
Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
- Ein Mädchen
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
- 2-3 mal Mumi täglich zwischen 20-60ml pro Fütterung. Gesamtmenge pro Tag unterschiedlich. Zwischen 50-100 ml
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
- Stillen pro Tag zwischen 10-14 mal zwischen 15-45 Minuten. Versuche beidseitig wenn sie es zulässt. Schlafpausen 1-1,5 Stunden?
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
- Leider nicht gut dokumentiert da der Papa immer mal wieder übernimmt und ich vergesse das einzutragen. Schätzungsweise 4x Urin und 1x alle 1-2 Tage Stuhl.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
- siehe oben
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
- Schnuller selten während Autofahrt ansonsten Sonde und Flasche.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
- 1 x Stillberatung in der Vergangenheit
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
- Gut eingestellt Schilddrüsenüberfunktion
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
- siehe oben
Die Gewichtsdaten folgen.