ständig neue Stillhürden - Baby 9 Monate schluckt viel Luft
Verfasst: 20.05.2024, 17:55
Hallihallo,
ich hab jetzt schon viele Themen hier durchgelesen und noch nicht so wirklich was konkretes zu meinem Problem gefunden, bzw. es gab einige Threads zu ähnlichen Problemen die aber nie weitergeführt wurden, sodass ich leider sehr ratlos bin gerade.
Vielleicht vorweg, wir haben, nach anfänglich zögerlicher Gewichtszunahme in den ersten drei Wochen, keine Gewichtsprobleme. Ich weiß, dass das hier bei vielen ganz ganz anders ist. Unsere aktuelle Problematik liest sich bereits ein wenig im Titel und zwar schluckt mein Böhnchen bei JEDEM stillen sehr viele Luft, sodass ich sie immer wieder bäuern muss. Das ist unsere aktuelle Baustelle, die mich momentan aber wir haben eigentlich seit die Maus zwei Monate ist, immer wieder neue Stillhürden. Eventuell hilft das dabei das Luftschlucken richtig einzuordnen. Angefangen hat es damit, dass sie mit ca. 2 Monaten die Brust immer öfter verweigert hat bis ich sie schlussendlich fast nur noch im Halbschlag stillen konnte. Unser Tag sah so aus, dass ich sie mehrfach in den Schlaf geschuckelt und gesungen habe, um sie dann stillen zu können. Irgendwann hat nur noch in der Trage auf dem Pezziball zum Stillen in den Schlaf befördern funktioniert. Die erste Stillberaterin kam im November, war sehr lieb und hat das Problem darin gesehen, dass ich entspannter mit der Verweigerung umgehen sollte und ich die Bohne bis auf wenige Ausnahmen tagsüber im Wachzustand stillen soll (natürlich war an dem Termin der Vorführeffekt und die Bohne hat ganz brav und lange gestillt, als die Beraterin da war). Für mich war das irgendwie einleuchtend, da ich ohnehin eine Wochenbettdepression hatte und die Situation mich extrem gestresst hat. Leider hat mir der Tipp bis aus ein völlig überhungertes Baby, das auch nach über 6 Stunden Stillpause (am Tag nicht in der Nacht) sich immernoch von der Brust weggedreht, leider nichts gebracht. Also bin ich zu unserem Alltag mit Halbschlafstillen zurückgekehrt und habe mir so gut es ging versucht ein normales Leben mit Dates außer Haus zurück zu erobern.
Das habe ich dann gute 3,5 Monate durchgezogen, bis ich Ende Januar eine neue Stillberaterin kontaktiert habe. Die hat eine medizinische Zusatzqualifikation und ist spezialisiert auf orale Restriktionen. Das Zugenband ist scheinbar kein Problem, weder das vordere noch beim hintere. Lediglich ein hoher Gaumen wurde festgestellt. Wir wurden mit Verdacht auf Blockaden zu einer Chiropraktikerin nach Köln verwiesen. Dort waren wir und es wurden zwei Blockaden gelöst. Danach wurde das Stillen zwar besser aber immernoch nicht gut. Das Böhnchen lässt sich mit wenigen Ausnahmen nur unter Bewegung (Pezziball oder Trage) stillen aber ich bin einfach schon überglücklich, dass ich meinem Kind beim stillen in die Augen schauen kann.
Mittlerweile dominiert allerdings unser Stillen, dass sie sehr viel Luft schluckt. Sie macht Klickgeräusche, Schnalzt und macht so Fopp-Geräusche (wenn das Sinn ergibt). Das kam von Anfang an immer mal wieder vor, das sie den Mund nie so richtig groß auf macht, aber gerade hab ich das Gefühl sie schluckt mehr Luft als Milch
. Ich höre richtig wie sie den Saugschluss verliert. Sie baut selten ein großes Vakuum auf, die Brust bekomme ich oft ohne Schmerzen mit ein wenig Zug aus ihrem Mund raus. Sogar im Liegen im Halbschlaf nachts, was bisher immer gut geklappt hat, wird Luft geschluckt. Sie hat deshalb oft Bauchweh, windet sich und wacht öfter nachts auf. Ich bin tagsüber oft im dunklen Raum mit ihr, weil sie nur im müden Zustand in reizarmer Umgebung trinken mag. Von 30-45 Minuten Stillzeit bin ich bestimmt locker die Hälfte damit beschäftigt die Luft wieder aus dem Baby zu bekommen. Wenn sie an der Brust einschläft und das ist eigentlich meist der Abschluss einer Stillmahlzeit, lasse ich sie wohl oder übel mit der Restluft im Bauch schlafen und hoffe, dass sie dabei nicht zu sehr leidet. Ich weine momentan sehr oft deswegen und wünsche mir so sehr, dass das Stillen irgendwann mal einfacher wird. Ich kämpfe mich durch und es fühlt sich auch oft genug an wie ein richtiger Kampf. Die Stillberaterin war zwar nochmal da, aber konnte mir auch nicht mehr weiterhelfen als bisher. Den Schnuller lassen wir außerdem seit Januar konsequent weg. Wir haben es die Tage mal nochmal angeboten, damit mein Mann sie nachts auch mal nochmal beruhigen kann, aber sie weiß gar nicht mehr was man mit dem Schnuller macht
. Irgendwie schön und irgendwie auch doof, weil es gefühlt nichts gebracht hat den Schnuller weg zu lassen.
Danke fürs Lesen meines Romans, tut gut das mal von der Seele geschrieben zu haben. Ich weiß gar nicht so richtig, ob mir jemand wirklich Tipps geben kann. Ich hoffe aber, dass sich vielleicht die ein oder andere Mama findet, die ähnliches kennt und mir Hoffnung machen kann, dass es sich irgendwann verwächst oder besser wird?
Ganz liebe Grüße, Aseret
ich hab jetzt schon viele Themen hier durchgelesen und noch nicht so wirklich was konkretes zu meinem Problem gefunden, bzw. es gab einige Threads zu ähnlichen Problemen die aber nie weitergeführt wurden, sodass ich leider sehr ratlos bin gerade.
Vielleicht vorweg, wir haben, nach anfänglich zögerlicher Gewichtszunahme in den ersten drei Wochen, keine Gewichtsprobleme. Ich weiß, dass das hier bei vielen ganz ganz anders ist. Unsere aktuelle Problematik liest sich bereits ein wenig im Titel und zwar schluckt mein Böhnchen bei JEDEM stillen sehr viele Luft, sodass ich sie immer wieder bäuern muss. Das ist unsere aktuelle Baustelle, die mich momentan aber wir haben eigentlich seit die Maus zwei Monate ist, immer wieder neue Stillhürden. Eventuell hilft das dabei das Luftschlucken richtig einzuordnen. Angefangen hat es damit, dass sie mit ca. 2 Monaten die Brust immer öfter verweigert hat bis ich sie schlussendlich fast nur noch im Halbschlag stillen konnte. Unser Tag sah so aus, dass ich sie mehrfach in den Schlaf geschuckelt und gesungen habe, um sie dann stillen zu können. Irgendwann hat nur noch in der Trage auf dem Pezziball zum Stillen in den Schlaf befördern funktioniert. Die erste Stillberaterin kam im November, war sehr lieb und hat das Problem darin gesehen, dass ich entspannter mit der Verweigerung umgehen sollte und ich die Bohne bis auf wenige Ausnahmen tagsüber im Wachzustand stillen soll (natürlich war an dem Termin der Vorführeffekt und die Bohne hat ganz brav und lange gestillt, als die Beraterin da war). Für mich war das irgendwie einleuchtend, da ich ohnehin eine Wochenbettdepression hatte und die Situation mich extrem gestresst hat. Leider hat mir der Tipp bis aus ein völlig überhungertes Baby, das auch nach über 6 Stunden Stillpause (am Tag nicht in der Nacht) sich immernoch von der Brust weggedreht, leider nichts gebracht. Also bin ich zu unserem Alltag mit Halbschlafstillen zurückgekehrt und habe mir so gut es ging versucht ein normales Leben mit Dates außer Haus zurück zu erobern.
Das habe ich dann gute 3,5 Monate durchgezogen, bis ich Ende Januar eine neue Stillberaterin kontaktiert habe. Die hat eine medizinische Zusatzqualifikation und ist spezialisiert auf orale Restriktionen. Das Zugenband ist scheinbar kein Problem, weder das vordere noch beim hintere. Lediglich ein hoher Gaumen wurde festgestellt. Wir wurden mit Verdacht auf Blockaden zu einer Chiropraktikerin nach Köln verwiesen. Dort waren wir und es wurden zwei Blockaden gelöst. Danach wurde das Stillen zwar besser aber immernoch nicht gut. Das Böhnchen lässt sich mit wenigen Ausnahmen nur unter Bewegung (Pezziball oder Trage) stillen aber ich bin einfach schon überglücklich, dass ich meinem Kind beim stillen in die Augen schauen kann.
Mittlerweile dominiert allerdings unser Stillen, dass sie sehr viel Luft schluckt. Sie macht Klickgeräusche, Schnalzt und macht so Fopp-Geräusche (wenn das Sinn ergibt). Das kam von Anfang an immer mal wieder vor, das sie den Mund nie so richtig groß auf macht, aber gerade hab ich das Gefühl sie schluckt mehr Luft als Milch
Danke fürs Lesen meines Romans, tut gut das mal von der Seele geschrieben zu haben. Ich weiß gar nicht so richtig, ob mir jemand wirklich Tipps geben kann. Ich hoffe aber, dass sich vielleicht die ein oder andere Mama findet, die ähnliches kennt und mir Hoffnung machen kann, dass es sich irgendwann verwächst oder besser wird?
Ganz liebe Grüße, Aseret