Optimierungsbedarf beim Tragen (Anfänger)
Verfasst: 28.03.2024, 20:18
Hallo,
nachdem ich im Stillforum so fantastische Beratung erhalten habe und mich durch die ein oder andere Thematik in der Trage-Linksammlung gelesen habe, suche ich nun euren Rat.
Mein Baby wurde am 4.11.2023 geboren- wird also kommende Woche 5 Monate alt. Meine Hebamme empfahl uns damals, das Tragen erst nach drei-vier Wochen nach Geburt zu beginnen, Begründung habe ich damals nicht erfragt. Ich vermute dass sie mir nach dem Kaiserschnitt ausreichend Erholung zukommen lassen wollte. Meine Tochter ist von Beginn an ein sehr intensives Baby gewesen, zunächst als Schreibaby und aufgrund nur unzureichender Besserung der Schreiproblematik nun als gefühlsstarkes Kind klassifizierbar. Sie ist unheimlich empfindlich gegenüber Reizen jeglicher Form und hat eine unzureichende Selbstregulationsfähigkeit. Wir haben in allen Hinsichten unsere Schwierigkeiten gehabt. Ich las immer überall, dass diese Kinder gern und viel getragen werden wollen, konnte dies mit unserem zunächst verwendeten elastischen TT von manduca leider nicht bestätigen. Ich muss hierzu sagen, dass sie in diesem elastischen TT beim Papa ganz gut schläft und er dies auch stets gut handhaben kann. Bei mir bestand zügig das Problem, dass sie sich beim Reinsetzen in das vorgebundene TT durchbiegt und wenn sie dann drin saß partout den Kopf nicht auf mein Brustbein legen wollte. Wir waren beim Osteopathen, es konnten Blockaden gelöst werden, den Kopf lehnte sie (nur bei mir!!) jedoch trotzdem nicht an.
Eine Freundin stellte uns dann eine Reihe Tragetücher und -hilfen zur Verfügung: es gibt zwei Ring-Slings aus gewebtem Tuchstoff, ein TT gewebt von Didymos (ich hoffe dass ich das korrekt wiedergebe), eine Mei Tai von girasol und wir hatten noch eine fullbuckle von manduca. Ich habe nun seit einigen Tagen mal die Mei Tai am Wickel, da ich einfach nicht mit dem elastischen Tuch weiterkomme und mein Baby den Kinderwagen in den meisten fällen ablehnt- ich aber nicht immer nur zu Hause sein möchte sondern mit Baby gern spazieren und auch gern mal einkaufen möchte. In der girasol-Trage ist sie zunächst einmal zufriedener, ich vermute dass sie es lieber mag, wenn die Bindung erst stattfindet, während sie bereits an meinem Körper ist und nicht wie beim TT sie in die fertige Konstruktion reingehoben wird. Ich habe nun sehr provisorisch auch das Stillen in dieser Trage versucht und trotz großer Brust hinbekommen, leider muss ich dafür aber die Brust stets festhalten und auch genau darauf achten, dass die Brust nicht ihre Nasenlöcher zudrückt. Das ist unbequem. Weiterhin kommt das Problem auf, dass sie sobald sie beim Stillen einschläft, natürlich viel zu niedrig sitzt und den Kopf immer nur gerade an mein Brustbein legt. Sie mag den Kopf nicht zur Seite drehen. Das mache ich dann meist sobald sie etwas fester schläft, aber sie wacht dabei oft auf und dann geht’s wieder von vorn los mit dem Stillen. Ihre Atemwege sind aber ohne das zur Seite drehen des Kopfes leider nicht sicher frei und das verhindert wieder ein entspanntes Tragen. Gibt es Tipps, wie ich vielleicht stillen kann ohne meine Hände zu benutzen, wie ich sie nach dem Einschlafen optimal positionieren kann oder wie ich freie Atemwege garantieren kann?
Wenn ich uns seitlich im Spiegel betrachte, empfinde ich ihre Haltung in der Trage für mein laienhaftes Verständnis ganz gut (oftmals besser als im elastischen TT), aber wenn ich von oben auf die Trage schaue, hab ich das Gefühl, dass es noch optimiert werden könnte. Ich weiß zB auch nicht, ob ich den Hüftgurt auf Höhe der Beckenknochen binden soll oder lieber eher auf Taillenhöhe, ob der einmal hochgeklappt oder original gebunden werden soll, was ich mit diesem „Sonnensegel“ oben machen soll, ob der Kopf ausreichend gestützt und nicht zu sehr in eine falsche Position gedrückt wird. Fragen über Fragen… Ein wesentliches Problem ist auch, dass ich aufgrund der Ungeduld meiner Tochter nicht endlos herumprobieren kann, weil sie eben schnell anfängt zu quengeln und zu weinen, sodass man dann am besten eine Variante parat hat, mit der man sie schnell per stillen zur Ruhe bekommt. Ich habe eigentlich vor der Geburt immer unbedingt tragen wollen- initial wollte ich nicht mal einen Kinderwagen anschaffen, weil ich eben lieber Team Trage war. Dass wir nun beides nicht zufriedenstellend nutzen können macht das Thema für mich nicht leichter.
Ich habe leider noch nicht so viel Wissen, als dass ich mir die fehlenden Infos zum bequemen und zufriedenstellenden Trage-Erlebnis selber zusammen suchen kann. Oftmals scheitere ich schon an den Begrifflichkeiten, die ich selbst beim googeln nicht gut für mich visualisieren kann.
Meine Tochter wiegt aktuell zirka 6kg, sie kann den Kopf schon hervorragend halten, den Sitz nimmt sie auf korrekte Weise über Drehung und Vierfüßlerstand noch nicht ein. Ihre Hüften wurden in zwei Sono-Untersuchungen jeweils für unauffällig befunden. Ich habe wie bereits erwähnt eine recht große Oberweite und neige leider auch zu einem Rundrücken.
Wie kann ich ein angenehmes Trage-Erlebnis für meine Tochter und mich etablieren?
Liebe Grüße
nachdem ich im Stillforum so fantastische Beratung erhalten habe und mich durch die ein oder andere Thematik in der Trage-Linksammlung gelesen habe, suche ich nun euren Rat.
Mein Baby wurde am 4.11.2023 geboren- wird also kommende Woche 5 Monate alt. Meine Hebamme empfahl uns damals, das Tragen erst nach drei-vier Wochen nach Geburt zu beginnen, Begründung habe ich damals nicht erfragt. Ich vermute dass sie mir nach dem Kaiserschnitt ausreichend Erholung zukommen lassen wollte. Meine Tochter ist von Beginn an ein sehr intensives Baby gewesen, zunächst als Schreibaby und aufgrund nur unzureichender Besserung der Schreiproblematik nun als gefühlsstarkes Kind klassifizierbar. Sie ist unheimlich empfindlich gegenüber Reizen jeglicher Form und hat eine unzureichende Selbstregulationsfähigkeit. Wir haben in allen Hinsichten unsere Schwierigkeiten gehabt. Ich las immer überall, dass diese Kinder gern und viel getragen werden wollen, konnte dies mit unserem zunächst verwendeten elastischen TT von manduca leider nicht bestätigen. Ich muss hierzu sagen, dass sie in diesem elastischen TT beim Papa ganz gut schläft und er dies auch stets gut handhaben kann. Bei mir bestand zügig das Problem, dass sie sich beim Reinsetzen in das vorgebundene TT durchbiegt und wenn sie dann drin saß partout den Kopf nicht auf mein Brustbein legen wollte. Wir waren beim Osteopathen, es konnten Blockaden gelöst werden, den Kopf lehnte sie (nur bei mir!!) jedoch trotzdem nicht an.
Eine Freundin stellte uns dann eine Reihe Tragetücher und -hilfen zur Verfügung: es gibt zwei Ring-Slings aus gewebtem Tuchstoff, ein TT gewebt von Didymos (ich hoffe dass ich das korrekt wiedergebe), eine Mei Tai von girasol und wir hatten noch eine fullbuckle von manduca. Ich habe nun seit einigen Tagen mal die Mei Tai am Wickel, da ich einfach nicht mit dem elastischen Tuch weiterkomme und mein Baby den Kinderwagen in den meisten fällen ablehnt- ich aber nicht immer nur zu Hause sein möchte sondern mit Baby gern spazieren und auch gern mal einkaufen möchte. In der girasol-Trage ist sie zunächst einmal zufriedener, ich vermute dass sie es lieber mag, wenn die Bindung erst stattfindet, während sie bereits an meinem Körper ist und nicht wie beim TT sie in die fertige Konstruktion reingehoben wird. Ich habe nun sehr provisorisch auch das Stillen in dieser Trage versucht und trotz großer Brust hinbekommen, leider muss ich dafür aber die Brust stets festhalten und auch genau darauf achten, dass die Brust nicht ihre Nasenlöcher zudrückt. Das ist unbequem. Weiterhin kommt das Problem auf, dass sie sobald sie beim Stillen einschläft, natürlich viel zu niedrig sitzt und den Kopf immer nur gerade an mein Brustbein legt. Sie mag den Kopf nicht zur Seite drehen. Das mache ich dann meist sobald sie etwas fester schläft, aber sie wacht dabei oft auf und dann geht’s wieder von vorn los mit dem Stillen. Ihre Atemwege sind aber ohne das zur Seite drehen des Kopfes leider nicht sicher frei und das verhindert wieder ein entspanntes Tragen. Gibt es Tipps, wie ich vielleicht stillen kann ohne meine Hände zu benutzen, wie ich sie nach dem Einschlafen optimal positionieren kann oder wie ich freie Atemwege garantieren kann?
Wenn ich uns seitlich im Spiegel betrachte, empfinde ich ihre Haltung in der Trage für mein laienhaftes Verständnis ganz gut (oftmals besser als im elastischen TT), aber wenn ich von oben auf die Trage schaue, hab ich das Gefühl, dass es noch optimiert werden könnte. Ich weiß zB auch nicht, ob ich den Hüftgurt auf Höhe der Beckenknochen binden soll oder lieber eher auf Taillenhöhe, ob der einmal hochgeklappt oder original gebunden werden soll, was ich mit diesem „Sonnensegel“ oben machen soll, ob der Kopf ausreichend gestützt und nicht zu sehr in eine falsche Position gedrückt wird. Fragen über Fragen… Ein wesentliches Problem ist auch, dass ich aufgrund der Ungeduld meiner Tochter nicht endlos herumprobieren kann, weil sie eben schnell anfängt zu quengeln und zu weinen, sodass man dann am besten eine Variante parat hat, mit der man sie schnell per stillen zur Ruhe bekommt. Ich habe eigentlich vor der Geburt immer unbedingt tragen wollen- initial wollte ich nicht mal einen Kinderwagen anschaffen, weil ich eben lieber Team Trage war. Dass wir nun beides nicht zufriedenstellend nutzen können macht das Thema für mich nicht leichter.
Ich habe leider noch nicht so viel Wissen, als dass ich mir die fehlenden Infos zum bequemen und zufriedenstellenden Trage-Erlebnis selber zusammen suchen kann. Oftmals scheitere ich schon an den Begrifflichkeiten, die ich selbst beim googeln nicht gut für mich visualisieren kann.
Meine Tochter wiegt aktuell zirka 6kg, sie kann den Kopf schon hervorragend halten, den Sitz nimmt sie auf korrekte Weise über Drehung und Vierfüßlerstand noch nicht ein. Ihre Hüften wurden in zwei Sono-Untersuchungen jeweils für unauffällig befunden. Ich habe wie bereits erwähnt eine recht große Oberweite und neige leider auch zu einem Rundrücken.
Wie kann ich ein angenehmes Trage-Erlebnis für meine Tochter und mich etablieren?
Liebe Grüße