Milchproduktion nach drei Monaten noch mal ankurbeln?
Verfasst: 04.03.2024, 22:32
Hallo!
Ich melde mich hier, nachdem ich schon verschiedene Schritte gegangen bin und einige „Fälle“ mit (an)gelesen habe. Ich hoffe mein Fall ist nicht komplett redundant.
Versuche mich möglichst kurz zu fassen!
Mir geht es vor allem darum, ob ich jetzt nach drei Monaten noch mal einen Anlauf in Richtung Milch-Produktion starten soll oder ob das rein zeitlich nicht mehr realistisch ist. Im Zusammenhang damit steht die Entscheidung „Brusternährungsset fortführen“ oder „Flasche einführen“ an, weil ich die Menge ohne Flasche wahrscheinlich nicht abgedeckt bekomme.
Mein Kind wurde Mitte Dezember mit 3300 g geboren. Heute, am Beginn der 12. Woche, sind wir bei 4300 g - also recht mau. Ihr geht es aber gut, sie ist sehr zappelig und interessiert. Im Großen und Ganzen war bei uns körperlich und stilltechnisch auch alles in Ordnung, ich scheine jedoch wenig Drüsengewebe und zusätzlich eine etwas schlechte Trinkerin zu haben. Ihr Zungenband wurde erst nach einem Monat durchgeschnitten.
Zum Zufüttern habe ich lange die Spritzen mit Sonden genutzt, seit drei Wochen tagsüber das Brusternährungsset. Die Zufütterungsmenge musste seit Januar von guten 100 ml pro Tag auf ca. 400 im Februar erhöht werden. Glaube durch die Spritzen hatten wir zusätzlich irgendwann eine schlechtere „Saugleistung“ bei ihr und als ich nach zwei Monaten allein zu Hause war hab ich auch weniger gepumpt.
Pumpen habe ich generell unregelmäßig und aktuell nur 1x täglich geschafft, da Kind sehr fordernd war. (Kommen eh nur so 20ml.) Zum Powerpumpen reicht es immer noch selten und ich wollte ja auch mal mein Baby genießen oder raus etc… leider hatte ich auch erst eine Woche nach Geburt zaghaft damit angefangen.
Jetzt bin ich bei 8mal Stillen mit meist 60ml pro Mahlzeit, nachts 30, relativ regelmäßig aller drei Stunden. In den letzten Tagen hat mein Kind aber auch mal mehr verlangt und angefangen, mit Zug aus dem Brusternährungsset zu trinken. Es dauert trotzdem meistens ca. eine Stunde.
Ergänzend, aber bei mir wahrscheinlich nicht ausschlaggebend: Ich habe außerdem am 7.2. mit Domperidon (3x1) begonnen, eine Woche später auch mit Bockshornklee ergänzt. Effekt war eigentlich nur eine gefühlt etwas längere „pure“ Trinkzeit an der Brust bevor ich das Set angelegt habe. Nach zwei Wochen wollte ich dann mit dem Ausschleichen beginnen (2x1), hatte allerdings ab dem vierten Tag damit plötzlich ein arg hungriges Kind. Das könnte auch mit einem Entwicklungsschub zusammenhängen, sie war allgemein nörgeliger. Ich habe dann noch mal auf 3x1 erhöht und es wurde etwas entspannter... Habe ab heute noch mal reduziert um zu sehen ob es sich tatsächlich in dem Maße auswirkt.
Mir wurde von zwei Stillberaterinnen wegen des Drüsengewebes jeweils recht klar gesagt, dass ich nicht damit rechnen kann voll zu stillen. Mit dem aktuellen Stand konnte ich mich bis zur frühen Beikost auch arrangieren. Nun bin ich aber verunsichert, da mein Status quo angesichts des immer noch stagnierenden Gewichts gesprengt wurde - sie soll natürlich mehr zunehmen und wachsen können!
Nun wurde mir ans Herz gelegt, pro Mahlzeit 90 ml mit Flasche zuzufüttern, um das Kind endlich „dick“ zu bekommen und weil sie das Set auch nach einer Stunde nicht immer leert.
Das hat mich sehr traurig gemacht und vor der Flasche und dem Abstillen graut es mir. Wenn es nicht ganz unvernünftig ist, würde ich das gern so weit wie möglich versuchen mit dem BES abzudecken.
Deshalb wären meine Fragen:
Ich melde mich hier, nachdem ich schon verschiedene Schritte gegangen bin und einige „Fälle“ mit (an)gelesen habe. Ich hoffe mein Fall ist nicht komplett redundant.
Mir geht es vor allem darum, ob ich jetzt nach drei Monaten noch mal einen Anlauf in Richtung Milch-Produktion starten soll oder ob das rein zeitlich nicht mehr realistisch ist. Im Zusammenhang damit steht die Entscheidung „Brusternährungsset fortführen“ oder „Flasche einführen“ an, weil ich die Menge ohne Flasche wahrscheinlich nicht abgedeckt bekomme.
Mein Kind wurde Mitte Dezember mit 3300 g geboren. Heute, am Beginn der 12. Woche, sind wir bei 4300 g - also recht mau. Ihr geht es aber gut, sie ist sehr zappelig und interessiert. Im Großen und Ganzen war bei uns körperlich und stilltechnisch auch alles in Ordnung, ich scheine jedoch wenig Drüsengewebe und zusätzlich eine etwas schlechte Trinkerin zu haben. Ihr Zungenband wurde erst nach einem Monat durchgeschnitten.
Zum Zufüttern habe ich lange die Spritzen mit Sonden genutzt, seit drei Wochen tagsüber das Brusternährungsset. Die Zufütterungsmenge musste seit Januar von guten 100 ml pro Tag auf ca. 400 im Februar erhöht werden. Glaube durch die Spritzen hatten wir zusätzlich irgendwann eine schlechtere „Saugleistung“ bei ihr und als ich nach zwei Monaten allein zu Hause war hab ich auch weniger gepumpt.
Pumpen habe ich generell unregelmäßig und aktuell nur 1x täglich geschafft, da Kind sehr fordernd war. (Kommen eh nur so 20ml.) Zum Powerpumpen reicht es immer noch selten und ich wollte ja auch mal mein Baby genießen oder raus etc… leider hatte ich auch erst eine Woche nach Geburt zaghaft damit angefangen.
Jetzt bin ich bei 8mal Stillen mit meist 60ml pro Mahlzeit, nachts 30, relativ regelmäßig aller drei Stunden. In den letzten Tagen hat mein Kind aber auch mal mehr verlangt und angefangen, mit Zug aus dem Brusternährungsset zu trinken. Es dauert trotzdem meistens ca. eine Stunde.
Ergänzend, aber bei mir wahrscheinlich nicht ausschlaggebend: Ich habe außerdem am 7.2. mit Domperidon (3x1) begonnen, eine Woche später auch mit Bockshornklee ergänzt. Effekt war eigentlich nur eine gefühlt etwas längere „pure“ Trinkzeit an der Brust bevor ich das Set angelegt habe. Nach zwei Wochen wollte ich dann mit dem Ausschleichen beginnen (2x1), hatte allerdings ab dem vierten Tag damit plötzlich ein arg hungriges Kind. Das könnte auch mit einem Entwicklungsschub zusammenhängen, sie war allgemein nörgeliger. Ich habe dann noch mal auf 3x1 erhöht und es wurde etwas entspannter... Habe ab heute noch mal reduziert um zu sehen ob es sich tatsächlich in dem Maße auswirkt.
Mir wurde von zwei Stillberaterinnen wegen des Drüsengewebes jeweils recht klar gesagt, dass ich nicht damit rechnen kann voll zu stillen. Mit dem aktuellen Stand konnte ich mich bis zur frühen Beikost auch arrangieren. Nun bin ich aber verunsichert, da mein Status quo angesichts des immer noch stagnierenden Gewichts gesprengt wurde - sie soll natürlich mehr zunehmen und wachsen können!
Nun wurde mir ans Herz gelegt, pro Mahlzeit 90 ml mit Flasche zuzufüttern, um das Kind endlich „dick“ zu bekommen und weil sie das Set auch nach einer Stunde nicht immer leert.
Das hat mich sehr traurig gemacht und vor der Flasche und dem Abstillen graut es mir. Wenn es nicht ganz unvernünftig ist, würde ich das gern so weit wie möglich versuchen mit dem BES abzudecken.
Deshalb wären meine Fragen:
- Lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt vielleicht mit diszipliniertem Pumpen (und/oder häufigerem Stillen) noch etwas bei der Milchmenge bewegen oder ist es „zu spät“?
- Mit welchem zeitlichen Umfang müsste ich rechnen, um mit viel Pumpen ggf. einen Effekt in der Milchproduktion zu erzielen?
- Wenn ich jetzt (teilweise) mit Flasche füttere, hätte ich die Chance nach einem Monat (oder so, je nach Gewicht) mit etwas Aufwand noch mal einem Still-Versuch zu starten? Gibt es da einen spätesten Zeitpunkt?