Extreme Kontaktschläferin 18 M. - Prognosen?
Verfasst: 09.01.2024, 15:12
Meine Tochter ist und war schon immer eine extreme Kontaktschläferin - und mich würden Erfahrungen diesbezüglich interessieren.
Kurzversion:
Meine Tochter schläft seit 18 Monaten nur auf oder an mir (95 Prozent) und Papa (5 Prozent). Sobald sie schläft, kann man sich kaum bewegen, sie umbetten schon gar nicht. Kennt jemand das extreme Kontaktschlafen bis in dieses Alter? Ändert sich dies erfahrungsgemäß ab einem gewissen Alter noch oder muss man es eben doch schonend beibringen?
Langversion:
- Kind fast 18 Monate alt
- Schläft ausschließlich beim Stillen (90 %) Autofahren oder Tragen ein. An sich für uns kein Problem.
- Lässt sich seitdem sie 4-5 Wochen alt ist tagsüber nicht mehr schlafend ablegen. Nachts ging es noch nie! (Ausnahme: frühe Morgenstunden seit dem sie so ca. 10 Monate alt ist. Also direkt neben mich auf die Matratze, nicht so was abenteuerliches wie ein Beistellbett oder so). Sollte das Ablegen am Tag doch mal funktionieren, dann ist sie nach 5-30 min wach und schläft auch nicht mehr ein.)
- Alle Schläfchen sind Kontaktschläfchen, entweder auf meinem Arm oder direkt neben mir (das funktionierte erst mit 10 Monaten) oder in der Trage bei meinem Mann.
- Sie reagiert unempfindlich auch Helligkeit und Geräusche, aber ich darf mich beim Liegen/Sitzen nur sehr begrenzt bewegen, sonst ist sie wach. Sie hat da ganz feine Sensoren. Wach sein bedeutet Stillen-müssen, damit sie weiterschläft und/oder nicht verzweifelt weint. Entsprechend bin ich nicht mehr sehr experimentierfreudig.
- Nachts wacht sie so alle 2 Stunden auf und wird kurz gestillt und schläft weiter, manchmal gibt’s auch mal ne Phase von 4 Stunden. Das Aufwachen an sich ist für mich aber nicht so das Problem und ich bin meistens gut erholt, hier helfen mir die Stillhormone wohl noch. Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann nicht das Durchschlafen, sondern dass ich mich einfach auch mal umdrehen könnte oder sie 10 cm wegschieben, aber da würde sie aufwachen.
- Wir kommen mit der Situation aktuell gut klar und haben unser Leben und Aufgabenverteilung entsprechend eingerichtet. Radikale Schlaftrainings lehnen wir ab. Auch für sanftere, begleitete Methoden fehlt uns der Leidensdruck.
- Ich möchte betonen, dass ich viele Aspekte dieses Schlafverhaltens auch sehr genieße, z.B. die körperliche Nähe. Aber ich bin natürlich durch die Situation unglaublich fremdbestimmt und eingeschränkt. Sollte ich mal richtig krank sein, bricht hier unser System zusammen.
- Solange die Situation so ist, möchte ich nicht in den Urlaub fahren, da unsere besondere Art des Co-Sleepings wahrscheinlich schlecht mit Hotelbetten funktioniert und Schlecht-Schlafen für mich kein Urlaub ist. Meinem Mann ist’s recht, er ist eh kein großer Urlauber. Haben aber noch einen Hotelgutschein, den wir dieses Jahr einlösen müssten. Zudem würde ich eigentlich in der zweiten Jahreshälfte gerne schwanger werden und habe großen Respekt davor, dann immer noch 12+ Stunden in der Nacht und am Tag ein schlafendes 2-Jähriges an mir kleben zu haben. Vom Leben mit Neugeborenem mal ganz abgesehen.
- In 2 Monaten beginnt die KITA. Habe schon oft gehört, dass da schlaftechnisch eh alles anders ist. Bin sehr neugierig, wie es da läuft und hoffe da auch auf einen neuen Impuls.
Trotzdem möchte ich mal vorsichtig in die Runde fragen:
- Kennt ihr sowas über so eine lange Zeit? Habe sogar eine Freundin, bei deren Kind es auch so war bis es ca. 2 war. Vielleicht sollte ich sie auch nochmal fragen. Aber bei allen anderen hatte sich das Thema im ersten Lebensjahr erledigt. Wann war das bei euch vorbei?
- Evolutionsbiologisch ist ihr Verhalten ja leicht zu erklären und viele kennen diese Phasen, aber unser Fall ist ja schon in dieser Radikaltät ungewöhnlich. Oder bin ich ja einfach naiv und alle anderen haben einfach irgendwann kurzen Prozess gemacht?
- Kann irgendein Entwicklungsschritt die Lage „verbessern“. Hatte mal die Theorie gelesen, dass fortgeschrittene Mobilität einen größeren Erschlaffungszustand begünstigt, aber das hat sich bisher nicht bewahrheitet.
Meine Prognosen sind folgende:
- A) ab Sommer steigt eventuell mein Leidensdruck und ich muss das abgelegte Schlafen beibringen (ablegen, Wut darüber begleiten, Erschöpfung abwarten), quasi wie beim Abstillen
- B) das Kind stillt sich ab oder wird abgestillt und ändert dadurch sein (Ein-)Schlafverhalten.
Danke fürs Lesen und eure Erfahrungen, komme mir mittlerweile recht weltfremd betriebsblind vor.
Kurzversion:
Meine Tochter schläft seit 18 Monaten nur auf oder an mir (95 Prozent) und Papa (5 Prozent). Sobald sie schläft, kann man sich kaum bewegen, sie umbetten schon gar nicht. Kennt jemand das extreme Kontaktschlafen bis in dieses Alter? Ändert sich dies erfahrungsgemäß ab einem gewissen Alter noch oder muss man es eben doch schonend beibringen?
Langversion:
- Kind fast 18 Monate alt
- Schläft ausschließlich beim Stillen (90 %) Autofahren oder Tragen ein. An sich für uns kein Problem.
- Lässt sich seitdem sie 4-5 Wochen alt ist tagsüber nicht mehr schlafend ablegen. Nachts ging es noch nie! (Ausnahme: frühe Morgenstunden seit dem sie so ca. 10 Monate alt ist. Also direkt neben mich auf die Matratze, nicht so was abenteuerliches wie ein Beistellbett oder so). Sollte das Ablegen am Tag doch mal funktionieren, dann ist sie nach 5-30 min wach und schläft auch nicht mehr ein.)
- Alle Schläfchen sind Kontaktschläfchen, entweder auf meinem Arm oder direkt neben mir (das funktionierte erst mit 10 Monaten) oder in der Trage bei meinem Mann.
- Sie reagiert unempfindlich auch Helligkeit und Geräusche, aber ich darf mich beim Liegen/Sitzen nur sehr begrenzt bewegen, sonst ist sie wach. Sie hat da ganz feine Sensoren. Wach sein bedeutet Stillen-müssen, damit sie weiterschläft und/oder nicht verzweifelt weint. Entsprechend bin ich nicht mehr sehr experimentierfreudig.
- Nachts wacht sie so alle 2 Stunden auf und wird kurz gestillt und schläft weiter, manchmal gibt’s auch mal ne Phase von 4 Stunden. Das Aufwachen an sich ist für mich aber nicht so das Problem und ich bin meistens gut erholt, hier helfen mir die Stillhormone wohl noch. Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann nicht das Durchschlafen, sondern dass ich mich einfach auch mal umdrehen könnte oder sie 10 cm wegschieben, aber da würde sie aufwachen.
- Wir kommen mit der Situation aktuell gut klar und haben unser Leben und Aufgabenverteilung entsprechend eingerichtet. Radikale Schlaftrainings lehnen wir ab. Auch für sanftere, begleitete Methoden fehlt uns der Leidensdruck.
- Ich möchte betonen, dass ich viele Aspekte dieses Schlafverhaltens auch sehr genieße, z.B. die körperliche Nähe. Aber ich bin natürlich durch die Situation unglaublich fremdbestimmt und eingeschränkt. Sollte ich mal richtig krank sein, bricht hier unser System zusammen.
- Solange die Situation so ist, möchte ich nicht in den Urlaub fahren, da unsere besondere Art des Co-Sleepings wahrscheinlich schlecht mit Hotelbetten funktioniert und Schlecht-Schlafen für mich kein Urlaub ist. Meinem Mann ist’s recht, er ist eh kein großer Urlauber. Haben aber noch einen Hotelgutschein, den wir dieses Jahr einlösen müssten. Zudem würde ich eigentlich in der zweiten Jahreshälfte gerne schwanger werden und habe großen Respekt davor, dann immer noch 12+ Stunden in der Nacht und am Tag ein schlafendes 2-Jähriges an mir kleben zu haben. Vom Leben mit Neugeborenem mal ganz abgesehen.
- In 2 Monaten beginnt die KITA. Habe schon oft gehört, dass da schlaftechnisch eh alles anders ist. Bin sehr neugierig, wie es da läuft und hoffe da auch auf einen neuen Impuls.
Trotzdem möchte ich mal vorsichtig in die Runde fragen:
- Kennt ihr sowas über so eine lange Zeit? Habe sogar eine Freundin, bei deren Kind es auch so war bis es ca. 2 war. Vielleicht sollte ich sie auch nochmal fragen. Aber bei allen anderen hatte sich das Thema im ersten Lebensjahr erledigt. Wann war das bei euch vorbei?
- Evolutionsbiologisch ist ihr Verhalten ja leicht zu erklären und viele kennen diese Phasen, aber unser Fall ist ja schon in dieser Radikaltät ungewöhnlich. Oder bin ich ja einfach naiv und alle anderen haben einfach irgendwann kurzen Prozess gemacht?
- Kann irgendein Entwicklungsschritt die Lage „verbessern“. Hatte mal die Theorie gelesen, dass fortgeschrittene Mobilität einen größeren Erschlaffungszustand begünstigt, aber das hat sich bisher nicht bewahrheitet.
Meine Prognosen sind folgende:
- A) ab Sommer steigt eventuell mein Leidensdruck und ich muss das abgelegte Schlafen beibringen (ablegen, Wut darüber begleiten, Erschöpfung abwarten), quasi wie beim Abstillen
- B) das Kind stillt sich ab oder wird abgestillt und ändert dadurch sein (Ein-)Schlafverhalten.
Danke fürs Lesen und eure Erfahrungen, komme mir mittlerweile recht weltfremd betriebsblind vor.