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Verzögerte Zunahme und unklares Zufütter-Management

Verfasst: 25.12.2023, 14:26
von JellyBelly
Hallo ihr Lieben,

nachdem ich einige Wochen bereits die Linksammlung aufmerksam durchgelesen habe und viel Stillwissen generieren konnte (erstmal herzlichen Dank für diese tolle Sammlung, das ist ein großer Wissensschatz!!), möchte ich mich heut mit meinem konkreten Fall einmal an euch wenden.
Meine erstgeborene Tochter kam am 4.11. mit einem Einstiegsgewicht von 3640g zur Welt. Sie war somit zwei Tage vor ET per sekundärem Kaiserschnitt nach Einleitungsversuch geboren. Von dem Kaiserschnitt war ich geschwächt und enttäuscht, leider habe ich auch keinen Stillvorbereitungskurs belegt, sodass es prompt drunter und drüber ging. Nach meinem heutigen Wissen begann die Fehlerserie bereits beim ersten Kontakt mit meiner Tochter im Kreißsaal: sie wurde mir voll bekleidet gereicht, nicht etwa nackt zum anständigen Bonding. Das erstmalige Andocken funktionierte aber super. Im Verlauf der folgenden Tage versuchten wir es nach unserem Dafürhalten mit dem Stillen, leider gab es von Seiten der KH-Angestellten nur viel Meinung und wenig Hilfe dabei. Die Kleine hatte zunächst eine Art Trinkschwäche, bei der sie bereits kurz nach dem Anlegen immer einschlief und animiert werden musste zum Weitertrinken. Da sie dann erwartungsgemäß Gewicht verlor und das auch am 2. oder 3. Tag bereits an die 10% Marke ging, empfahl man uns schnell das Zufüttern mit Flasche. Glücklicherweise gab es eine Teilzeitbeschäftigte Stillberaterin in der Klinik, welche uns dann mit offenen Armen empfing und erstmal ein paar Grundsätze erklärte. Das Kind wurde daraufhin ausgezogen und zum Bonding auf meinen Brustkorb gelegt. Aufgrund der Trinkschwäche und des Gewichtsverlustes, sowie kürzlich begonnenem Schrei-Marathon, empfahl sie uns dennoch eine Zufütterung. Diese wurde dann mit einer kleinen Sonde und Spritze (ich würde es mal modifiziertes BES nennen, korrigiert mich, wenn das daneben ist), die an meiner Brust festgeklebt wurde, mit Primergen (einem sog. Energiesupplement von Aptamil) begonnen. Daraufhin ist die Kleine das erste mal zufrieden eingeschlafen und hat prompt mehrere Stunden Schlaf nachgeholt. Somit haben wir dieses Vorgehen in den restlichen Tagen im KH weiter verfolgt. Die Stillberaterin zeigte uns am Tag vor Entlassung zudem die Zufütterung mittels Fingerfeeding, sodass mein Partner auch eine Möglichkeit hatte, einen Beitrag zur Ernährung unserer Tochter zu leisten. Am Entlassungstag (9.11.) bei der U2 hatte sie ein Gewicht von 3280g. zu Hause angekommen hatte die Hebamme leider erst am 11.11. abends Zeit, uns zu besuchen. Sie befürwortete das Zufüttern, zeigte nochmals ihre Technik zum asymmetrischen Anlegen beim Stillen und machte uns Mut. Generell muss ich sagen, ist sie sehr gut darin, einem gut zuzureden und einen zu erden, aber besonders hilfreiche Tipps kommen eher nicht von ihr. Eine andere Hebamme im Umkreis hier im ländlichen Raum gibt es leider nicht. Stillberaterinnen leider ebenso wenig, zumindest laut meiner bisherigen Recherche. Den Milcheinschuss bemerkte ich leider (oder zum Glück?) nicht, ich weiss nicht, ab wann die Milch begann zu fließen...

Nun zu meiner eigentlichen Problematik: wir hatten zu Hause noch den mitgegebenen Rest Primergen zu Ende zugefüttert und dann geschaut, ob mein Milcheinschuss dann vernünftig einsetzt, damit ich voll stillen kann. Eine Medela-Pumpe konnten wir ab dem 13.11. endlich gemietet nutzen, nachdem wir die Tage nach Entlassung ein anderes, ziemlich wenig nützliches Modell aus der Apotheke probierten. Beim Pumpen kamen jedoch immer nur so 10 bis maximal 15ml pro Seite (habe ja hier bei euch gelernt, dass das nicht so aussagekräftig ist, bezüglich der Milchmenge beim Stillen...). Weil ich dann nahezu täglich das Baby wog und mich manch ein Einzelwert (damals unwissend...) aus der Fassung brachte, haben wir dann begonnen, Pre mittels Flasche zuzufüttern. Hierbei hatten wir ganz ohne Schema täglich 1-2 mal zwischen 60 und 90ml Pre verabreicht. Ich muss dazu sagen, dass meine Tochter ein Schreibaby zu sein scheint, sodass ihre Stimmung keinerlei Anhalt für Sättigung oder ausreichende Nahrungszufuhr bietet. Zu dem Zeitpunkt gab es für mich also nur die Waage als Hinweis auf ausreichende Nahrungsaufnahme. Ich habe nebenher immer 1-4mal täglich abgepumpt- die Mengen pro Pumpsitzung blieben jedoch (bis heute) bei 20ml pro Seite, manchmal auch weniger. Wir haben dann das Abgepumpte per Flasche verfüttert, sodass wir die Pre-Nahrung nur gegeben haben, wenn kein Abgepumptes zur Verfügung stand. Seit dem 14.12. habe ich mehr oder weniger voll gestillt, eine Pre-Zufütterung gab es seit dem nur sehr selten, auch das Abpumpen habe ich dann reduziert, weil ich dachte wir hätten es jetzt soweit geschafft, dass meine Muttermilch ausreicht. Ich habe entsprechend der Aussage in eurer Linksammlung, dass Gewichtskontrollen massiv in die mütterliche Intuition eingreifen würden (und das empfand ich auch immer so, mich hat das unheimlich gestresst), das Wiegen auf 2-3x wöchentlich reduziert. Seit einigen Tagen habe ich dann mehr auf die Ausscheidung geschaut, sie hatte immer so 5-7 feuchte Einmalwindeln am Tag, jetzt habe ich diese auch gewogen, aber ich finde dass recht wenig Pipi-Gewicht zusammenkommt (gestern 215g, vorgestern 210g). Da mir Richtwerte für Babys in ihrem Alter fehlen, könntet ihr mir vllt mal sagen, was da so Normgrenze nach unten wäre? Stuhlgang hatte sie ganz am Anfang mehrmals täglich, zwischendrin als die meiste Pre-Zufütterung stattfand, war es z.T. nur alle 5-6 Tage, aktuell alle 2-3 Tage breiiger Stuhl. Empfinde das aus meiner Sicht als unauffällig.
Heute habe ich jetzt alle Gewichtsdaten mal in Übersicht aufgeschrieben und die wöchentliche Zunahme angesehen. Seit Entlassung aus der Klinik ist diese zuletzt stetig weniger geworden und nun bin ich alarmiert, da ich einfach keine Ahnung habe, wie ich meine beiden Wünsche unter einen Hut bekomme: dass mein Baby ausreichend zunimmt (und vllt auch mal zufrieden sein wird, was aber aufgrund der Schrei-Problematik jetzt nicht mein Nonplusultra sein wird) und dass ich Voll stillen kann. Wenn ich manchmal so mit anderen, wie ich zumindest dachte, stillkundigen Neu-Mamas in meinem Umfeld spreche, dann höre ich immer nur: Abpumpen und Zufüttern ist der Anfang vom Ende des Voll Stillens. Das möchte ich natürlich keinesfalls.

Unser Stillalltag ist meist so, dass wir 9-12 mal stillen am Tag, zwischen 30 Minuten und 1,5 Stunden dauert das dann (letzteres eher mit Dauernuckeln am Ende) Nachts sind meine Angaben da recht ungenau, weil ich oft dabei selber einschlafe und nicht mitbekomme, wann sie abdockt. Einen Tag mal im Bett bleiben und kuscheln habe ich versucht, aber sie schreit sich einfach so die Seele aus dem Leib, dass wir das mehr oder weniger abgebrochen haben. Ich bin da etwas ratlos.. Bezüglich der Saugtechnik empfinde ich sie als ausreichend effektiv, die Hebamme hat sich nicht negativ dazu geäußert, sie trinkt initial an der Brust mit kräftigen Saugzügen und schluckt nach jedem Zug. Zwischen den Milchspendereflexen verfällt sie mal ins Nuckeln, aber sobald wieder was kommt saugt sie ordentlich. Neuerdings wird sie bisschen unruhig und zappelig und jault wenn der nächste MSR zu lange auf sich warten lässt. Ich begegne dem oftmals mit Wechselstillen, dann geht es meist. Beruhigungssauger haben wir aufgrund der ausgeprägten Schreisymptomatik ab Beginn Dezember auch benutzt, ich lege aber Wert darauf (und kommuniziere das auch mit meinem Partner), dass immer zuerst die Brust versucht wird, Schnuller erst wenn sie abgedockt ist und trotzdem nicht aufhört und sich weiter reinsteigert ins Brüllen. Eine Saugverwirrung würde ich für mein Dafürhalten nicht unbedingt vermuten.
Wir waren beim Osteopathen am 11.12., dieser hat zwei Blockaden an der Wirbelsäule festgestellt und behoben, den Tag danach war sie etwas ruhiger vom Schreien her, aber das hat nicht lang angehalten, Anfang Januar gehen wir nochmal zu ihm. Abgesehen von der Schrei-Problematik, ist meine Tochter ein gesundes Baby. Bei der U3 gab es keine Auffälligkeiten. Die Kinderärztin hat mir allerdings nicht so gut gefallen, da sie meinte dass es dem Kind egal wäre, ob es gestillt oder mit der Flasche ernährt würde (sie hatte das ein bisschen so formuliert, dass das Stillen zwar in der Studienlage deutlich besser erscheint, aber sie empfände das anders..), dann sprach sie sich klar gegen Co-Sleeping aus und zum krönenden Abschluss fragte sie, ob meine damals 4 Wochen alte Tochter denn schon durchschlafe. Also ich sag mal so, fachlich kann man da bessere erwischen, aber bei uns auf dem Land gibt es leider keine Ausweichmöglichkeit.

Ich würde jetzt im Anschluss nochmal ihre Gewichtsdaten aufschreiben, damit es einen Einblick in die Problematik gibt.

04.11. 3640g KH bei Geburt
09.11. 3280g KH bei Entlassung
11.11. 3305g. alle folgenden Messungen fanden zu Hause auf einer Babywaage statt (morgens etwa gleiche Zeit)
13.11. 3350g
14.11. 3425g
15.11. 3430g
16.11. 3505g
18.11. 3505g
19.11. 3465g
20.11. 3525g
21.11. 3550g
22.11. 3620g
23.11. 3680g
24.11. 3710g
25.11. 3710g
26.11. 3790g
27.11. 3770g
28.11. 3780g
29.11. 3880g
30.11. 3875g
01.12. 3900g an dem Tag waren wir zusätzlich bei der U3, dort wurden 3845g gewogen
02.12. 3920g
03.12. 3890g
04.12. 3970g
05.12. 3975g
06.12. 4040g
08.12. 4035g
10.12. 4050g
11.12. 4140g
13.12. 4145g
14.12. 4210g
18.12. 4260g
20.12. 4310g
22.12. 4325g
25.12. 4395g


Sollten jetzt noch relevante Aspekte fehlen, so ergänze ich diese gerne. Meine Anliegen habe ich im Text nochmal fett hervorgehoben.
Herzlichen Dank und frohe Weihnachten allerseits!

Re: Verzögerte Zunahme und unklares Zufütter-Management

Verfasst: 26.12.2023, 00:56
von Glyzinie
Dir auch frohe Weihnachten!

Ich konnte dem Text nicht entnehmen, ob denn noch eure Hebamme kommt.
Und womit ihr wiegt. Eine Waage aus der Apotheke? Und immer morgens oder zu anderen festen Zeiten?

Die Kinderärztin ist ja wirklich :shock:

Viele hier sind von der Zufütterung mit Pre auch wieder weggekommen. Meist mit dem BES. Das muss also nicht der Anfang vom Ende sein. Einen genauen Plan brauchst du dafür, aber da wirst du ja dann auch beraten.

Re: Verzögerte Zunahme und unklares Zufütter-Management

Verfasst: 26.12.2023, 02:26
von JellyBelly
Hallo Glyzinie,

wir wiegen zu Hause mit einer Eono Babywaage, die haben wir von einer Freundin übernommen. Sie wiegt, wie in den Daten erkennbar auf 5g „genau“, durch das Gezappel vom Baby schwanken die Messwerte aber gelegentlich bei mehrmaligem hintereinander wiegen.
Die Hebamme kommt noch, wegen Krankheit ihrerseits und jetzt wegen der Feiertage war es zuletzt aber im zwei Wochen Abstand. Sie will zwischen den Feiertagen das nächste Mal vorbeikommen.

Liebe Grüße

Re: Verzögerte Zunahme und unklares Zufütter-Management

Verfasst: 26.12.2023, 15:32
von klecksauge
Hallo JellyBelly,

herzlichen Glückwunsch zum Wunder! Schön, dass du dir Hilfe holst.

Ja, Pumpen und Zufüttern ist bei schlechter (!) Begleitung leider oft der Beginn einer Abwärtsspirale. Aber! Das muss überhaupt nicht so sein.

Ich möchte gar nicht so viel zur Vergangenheit sagen, nur zur Kinderärztin. Ich weiß wie katastrophal die Versorgung regional ist. Wenn du keine andere Möglichkeit hast, wirst du einen Weg finden müssen, zurecht zu kommen. Bestimmte Themen einfach nicht ansprechen oder direkt löschen, wenn ungefragt was gesagt wird.

Ich habe mir gerade eine Gewichtskurve erstellt.
Aktuell sollte eine Zufütterung weiter erfolgen.
Und am besten ohne Flasche.
Kannst du dir die Nutzung mittels Spritze und Sonde vorstellen? Also ein selbst gebautes BES?
Oder, weil sicher eher im Haus vorhanden, mit einem Becher?

Du hast bisher schon immer kleine Mengen zugefüttert. Das ist sehr gut. Auch das machen wir so weiter. 30-60ml als Einzelmenge nach dem Stillen. Nicht nachts. Nur am Tag. 3-4 x anbieten.

Pumpe ist sicher noch im Haus, richtig?`
Wie genau hast du bisher gepumpt?

Das alles unter einem Hut zu bekommen, ich verstehe, dass das deine größte Sorge ist. Und deswegen wirst du auch nicht, wie es oft empfohlen wird, nach jedem Stillen pumpen müssen. Oft reicht es, sich 1-3 x am Tag Zeit zu nehmen.
Berichte bitte wie du das bisher gestaltet hast. Dann schauen wir zusammen, was für dich geht.
Kannst du Milch per Hand gewinnen? Als Alternative zum Pumpen.

Zum Wiegen noch:
Täglich finde ich zu viel. Wie wäre es mit MO, MI, SA
Immer unter gleichen Bedingungen.

Ansonsten lese ich was von Wechselstillen, sehr gut. Kennst du Brustkompression?

So, ich denke, das ist erstmal genug. Wir müssen das Stück für Stück angehen.

Re: Verzögerte Zunahme und unklares Zufütter-Management

Verfasst: 26.12.2023, 22:33
von JellyBelly
Hallo Klecksauge,

erstmal vielen Dank für die zügige Rückmeldung trotz Feiertage! Ich freue mich sehr, mit Plan an die Sache ranzugehen.
Wir haben heut direkt mal versucht, mit einem Becher abgepumpte Muttermilch nach dem Stillen zu füttern. Das hat nicht so gut funktioniert. Ich wäre aber bereit da weitere Versuche zu starten. Anschließend hat mein Freund mittels Fingerfeeding insgesamt 50ml füttern können, bevor das Saugen ein Ende hatte. Beim letzten Stillen vorm Schlafen ist meine Tochter an der Brust eingeschlafen und daher haben wir das anschließende Zufüttern auf morgen vertagt. Beim Stillen selber hat sie aber kräftig getrunken und zwar an beiden Brüsten. Eine Sonde und Spritze haben wir noch aus der Klinik hier, sobald mein Freund wieder arbeiten muss und ich allein die Zufütterung bewerkstelligen muss, werde ich Becher oder die modifizierte BES-Methode probieren und eben bei der Option bleiben, die am besten für mich und meine Tochter funktioniert.

Die gemietete Pumpe (mit Doppelpumpenset an einer elektrischen Pumpe) ist nach wie vor verfügbar, ich pumpe aktuell seit 3 Tagen im Power-Modus abends 4x15 Minuten mit jeweils 10 Minuten Pause dazwischen. Generell habe ich meist 1-4 mal täglich gepumpt, mit meist um die 20ml Ertrag pro Seite. Im Powermodus habe ich am Ende 50-90ml insgesamt gewonnen. Das Pumpen an sich ist dank Pump-BH nicht dramatisch, wenn ich jedoch meine Tochter allein betreue, weil ihr Papa auf Arbeit ist, dann muss ich oft abbrechen, weil sie sich nicht ablegen lässt oder zu meckern beginnt. Milch per Hand habe ich bisher nicht gewonnen, gibt es dabei irgendeinen Vorteil?

Dreimal wöchentlich wiegen klingt gut, das werde ich so übernehmen.
Wechselstillen ist meist erforderlich, weil die Kleine nach gewisser Zeit an einer Brust unruhig wird, vermutlich weil der Milchfluss versiegt oder zu geringfügig ist. Seit ca. 1,5 Wochen hört man dann zu Beginn an der "neuen" Brust richtig, wie Milch in ihrem Mund landet und sie laut schluckt. Das hält aber nicht besonders lange an, dann gibt es Nuckel-Phasen bis der nächste MSR folgt und die Milch wieder sprudelt. Mehr als drei solche MSR-Phasen habe ich bisher nicht beobachtet, habe aber auch noch nicht so aktiv mal drauf geachtet. Ist es denn bei Frauen, die ausreichend Milch haben so, dass immer und immer wieder ein MSR ausgelöst wird und ein Baby theoretisch unbegrenzt trinken könnte? Wenn irgendwann bei mir keine Milch hörbar mehr fließt, dann probiere ich gelegentlich die Brustkompression (habe ich natürlich in der Linksammlung gefunden und gelesen!), woraufhin noch ein paar Schlucke hervorgelockt werden. Aber auch das ist begrenzt. Gibt es für die Brustkompression noch andere Einsatzmöglichkeiten, auf die du abzielst mit deiner Frage?

Übrigens habe ich auf Anraten meiner Hebamme bereits eine Packung Piulatte sowie aktivierten Bockshornklee eingenommen. Viel Änderung habe ich jedoch nicht feststellen können. Sollte ich das weiterhin einnehmen? Domperidon könnte ich mir auch besorgen, wäre das sinnvoll?

Liebe Grüße

Re: Verzögerte Zunahme und unklares Zufütter-Management

Verfasst: 27.12.2023, 22:01
von JellyBelly
Hallo nochmal,

ich wollte noch kurz die heutigen Ereignisse ergänzen. Das heutige Wiegen zeigte 4445g zur selben Zeit wie sonst, unbekleidet mit einer frischen Windel.

Ich habe 10x gestillt (obwohl das nächtliche Stillen schon eher ein Clustern ist, man weiß nicht wo eine Mahlzeit anfängt und aufhört.), wir haben dreimal tagsüber zugefüttert, zweimal mit Sonde an der Brust und einmal mittels Fingerfeeding. Dabei konnten wir aber nur insgesamt 100ml abgepumpte Muttermilch füttern, weil die Kleine dann anscheinend immer satt ist, sie schläft dann ein oder saugt nicht mehr adäquat.

Es gab heute 7 Windeln die feucht bis nass waren, ich habe diese auch gewogen. Wir kamen auf 240g. Soll ich weiterhin die Windeln wiegen? Ihre Stimmung ist trotz Zufüttern unverändert, mir ist nur aufgefallen dass sie eben vermehrt auch einschläft, wenn sie vermutlich satt ist. Sonst beim stillen trinkt und nuckelt sie eigentlich auch gern mal stundenlang, ohne wirklich sehr müde zu werden. Die Kinderärztin meinte hierzu im übrigen, dass man das stillen auf 15 Minuten pro Seite konsequent begrenzen und anschließend mit pre zufüttern solle. Sie würde zu viel Energie beim ausgedehnten Stillen verlieren. Ich sehe das eigentlich anders, weil es ja auch nicht-nutritives Stillen gibt und das damit ja auch unterbunden wird, was meinst du dazu?

Schönen Abend!

Re: Verzögerte Zunahme und unklares Zufütter-Management

Verfasst: 29.12.2023, 22:53
von klecksauge
Moin!

Du klingst viel besser, finde ich!

Ob Becher Fingerfeeding, schau was gerade für euch besser klappt.

Pumpen, das hast du super gemacht. Ich denke, 2x am Tag reicht, mehr ist nicht realistisch.

Handgewinnung:
Der Unterschied ist der Haut zu Haut Kontakt und du muss nichts vor/nachbereiten. Du brauchst nur ein sauberes Gefäß.

Brustkompression, genau, damit kannst du zum Weitertrinken animieren, Milchproduktion wird angeregt und es landet mehr im Kind. Also weiter gerne einbauen. :-)

Nein, du muss gar nichts einnehmen.
Viel effektiver ist ein gutes Stillmanagment. Und an den Schrauben drehen wir ja gerade.


10x stillen klingt schon mal gut!
Ich denke, dass die 100ml extra schon ausreichen könnten. Stresst euch da nicht. Eine richtige Tendenz sehen wir in einer Woche am Gewicht. Und dann justieren wir nach, das kann in die eine oder andere Richtung gehen.

Ausscheidungen: Wie ist es mit dem Stuhlgang?

Magst du einfach die Tabelle weiter führen:

04.11. 3640g KH bei Geburt
09.11. 3280g KH bei Entlassung
11.11. 3305g. alle folgenden Messungen fanden zu Hause auf einer Babywaage statt (morgens etwa gleiche Zeit)
13.11. 3350g
14.11. 3425g
15.11. 3430g
16.11. 3505g
18.11. 3505g
19.11. 3465g
20.11. 3525g
21.11. 3550g
22.11. 3620g
23.11. 3680g
24.11. 3710g
25.11. 3710g
26.11. 3790g
27.11. 3770g
28.11. 3780g
29.11. 3880g
30.11. 3875g
01.12. 3900g an dem Tag waren wir zusätzlich bei der U3, dort wurden 3845g gewogen
02.12. 3920g
03.12. 3890g
04.12. 3970g
05.12. 3975g
06.12. 4040g
08.12. 4035g
10.12. 4050g
11.12. 4140g
13.12. 4145g
14.12. 4210g
18.12. 4260g
20.12. 4310g
22.12. 4325g
25.12. 4395g
27.12 4445g 10x gestillt 100ml MuMi


Begrenzung der Mahlzeit:
Es gibt Situationen, wo das Sinn machen kann. Das sehe ich bei euch aber nicht so. Ihr seid nicht sehr weit weg vom ausschließlichen Stillen. Und der Körperkontakt hilft auch. Wenn eine Stillphase mal wirklich lang und sehr unruhig ist und du den Eindruck hat, dass sie nicht in den Schlaf findet, aber gut getrunken hat, dann würde ich sie mal in eine Trage oder Tuch binden. Das hilft auch bei sehr anstrengenden Clusterphasen um mal eine Pause zu bekommen.
Vor allem ist die Pre-Gabe wieder konträr zu deinem Wunsch voll zu stillen.....

Re: Verzögerte Zunahme und unklares Zufütter-Management

Verfasst: 30.12.2023, 19:00
von JellyBelly
Hallo Klecksauge,

erstmal die Zahlen:

04.11. 3640g KH bei Geburt
09.11. 3280g KH bei Entlassung
11.11. 3305g. alle folgenden Messungen fanden zu Hause auf einer Babywaage statt (morgens etwa gleiche Zeit)
13.11. 3350g
14.11. 3425g
15.11. 3430g
16.11. 3505g
18.11. 3505g
19.11. 3465g
20.11. 3525g
21.11. 3550g
22.11. 3620g
23.11. 3680g
24.11. 3710g
25.11. 3710g
26.11. 3790g
27.11. 3770g
28.11. 3780g
29.11. 3880g
30.11. 3875g
01.12. 3900g an dem Tag waren wir zusätzlich bei der U3, dort wurden 3845g gewogen
02.12. 3920g
03.12. 3890g
04.12. 3970g
05.12. 3975g
06.12. 4040g
08.12. 4035g
10.12. 4050g
11.12. 4140g
13.12. 4145g
14.12. 4210g
18.12. 4260g
20.12. 4310g
22.12. 4325g
25.12. 4395g
27.12 4445g, 10x gestillt 100ml MuMi, 2x gepumpt
28.12. xxxxg, 10x gestillt, 60ml MuMi, 25ml Pre, 1x gepumpt
29.12. xxxxg, 11x gestillt, 100ml Pre, 0x gepumpt
30.12. 4560g, Rest folgt

Bisher läuft es ganz ok mit dem Zufüttern, wir mussten aufgrund fehlender Abgepumpter Milch nun doch mehr auf Pre-Nahrung setzen, das ärgert mich bisschen. Aber es gibt so Tage, da klappt das alles nicht so, wie man plant. Frage mich echt, wie das Mütter mit mehreren Kindern zeitlich handhaben... Jedenfalls klappte zuletzt das Becher-Füttern etwas besser, obwohl dabei immer noch eine schwer abschätzbare Menge daneben geht. Fingerfeeding ist dann meist die Alternative. Leider musste aus Einfachheit auch einmal wieder die Flasche genutzt werden, gerade mein Freund tut sich immer schwer, die stillfreundlichen Varianten anzuwenden. Wie wahrscheinlich ist denn eigentlich das Auftreten einer Saugverwirrung, wenn die Stilltechnik eigentlich gut etabliert scheint? Und denkst du, dass das Ziel Voll stillen in unserem Fall noch realistisch erreichbar sein könnte? Das Gewicht heute war ja erstmal, abgesehen von der Aussagekraft eines einzelnen Wertes, sehr erfreulich.
Stuhlgang hatte sie vergangene Nacht, davor zuletzt am 25., jeweils immer eine etwas größere Portion. Also von alle 6 Tage bis etwa alle 2 Tage variiert die Frequenz dabei.

Liebe Grüße

Re: Verzögerte Zunahme und unklares Zufütter-Management

Verfasst: 31.12.2023, 13:49
von klecksauge
Nur kurz:
Gewichtstendenz ist gut.
Mehr als die letzten Tage braucht ihr nicht zufüttern.

Am Abend hoffentlich noch mal mehr.

Re: Verzögerte Zunahme und unklares Zufütter-Management

Verfasst: 01.01.2024, 12:15
von JellyBelly
Hallo Klecksauge,

04.11. 3640g KH bei Geburt
09.11. 3280g KH bei Entlassung
11.11. 3305g. alle folgenden Messungen fanden zu Hause auf einer Babywaage statt (morgens etwa gleiche Zeit)
13.11. 3350g
14.11. 3425g
15.11. 3430g
16.11. 3505g
18.11. 3505g
19.11. 3465g
20.11. 3525g
21.11. 3550g
22.11. 3620g
23.11. 3680g
24.11. 3710g
25.11. 3710g
26.11. 3790g
27.11. 3770g
28.11. 3780g
29.11. 3880g
30.11. 3875g
01.12. 3900g an dem Tag waren wir zusätzlich bei der U3, dort wurden 3845g gewogen
02.12. 3920g
03.12. 3890g
04.12. 3970g
05.12. 3975g
06.12. 4040g
08.12. 4035g
10.12. 4050g
11.12. 4140g
13.12. 4145g
14.12. 4210g
18.12. 4260g
20.12. 4310g
22.12. 4325g
25.12. 4395g
27.12 4445g, 10x gestillt 100ml MuMi, 2x gepumpt
28.12. xxxxg, 10x gestillt, 60ml MuMi, 25ml Pre, 1x gepumpt
29.12. xxxxg, 11x gestillt, 100ml Pre, 0x gepumpt
30.12. 4560g, 9x gestillt, 130ml Pre, 1x Power-Pumpen (4x)
31.12. xxxxg, 11x gestillt, 20ml Pre, 80ml MuMi, 0x gepumpt
01.01. 4625g, Rest folgt


Erstmal wünsche ich dir (und euch allen) ein frohes neues Jahr!
Heute früh nach der Zufütterung von 90ml Pre (zugegebenermaßen aus der Flasche) ist meine Tochter zum ersten Mal ohne Weinen oder Schreien im Tragetuch eingeschlafen. Völlig neuer Zustand. Ich sehe ja, dass wir eigentlich nicht massenhafte Mengen zufüttern und sie entsprechend auch einiges an Muttermilch aus der Brust bekommen muss, bei der Zunahme. Aber ich frage mich dennoch jedes mal beim Stillen, ob ich nicht zu wenig Milch habe. Sie wirkt nur sehr selten wirklich satt (geschweige denn zufrieden) nach dem Stillen. Nachts schläft sie nach dem Hinlegen die ersten 3-5 Stunden durch und ab dem ersten Aufwachen danach kommt sie so gut wie gar nicht mehr in den Schlaf. Ich stille sie dann im Liegen eigentlich die restliche Nacht bis 7/8 Uhr durch, muss alle 20-40 Minuten die Seite wechseln, weil sie dann meckert. Und sie zappelt so viel dabei. Es wirkt auf mich als würde sie nur über die lange Stillzeit auf ihre Mengen kommen, wünsche mir aber so sehr, dass sie einfach schon in den ersten, sagen wir, 15 Minuten ihre Menge bekommt und danach meinetwegen nuckelt um wieder einzuschlafen. Entsprechend der geschilderten Thematik frage ich mich, ob es sinnvoller ist, die Zufütterung immer auf mehrere Mahlzeiten zu verteilen, oder ob es reicht, einmal eine größere Menge zu verabreichen? Letzteres ist natürlich weniger Aufwand von der Vor- und Nachbereitung, aber führt evtl. ja nur zu einer wirklichen sattmachenden Situation am Tag. Man kann es auch so schwer deuten, weil sie einfach gefühlt immer schlecht gelaunt ist und unmittelbar schreit, wenn keine Brust im Mund ist oder sie schläft. Wir sind auch am 3.1. nochmal beim Osteopathen, weil ich mir ziemlich sicher bin, dass an den Kopfgelenken oder der Halswirbelsäule etwas nicht stimmt.

Vielen Dank und liebe Grüße