Verzögerte Zunahme und unklares Zufütter-Management
Verfasst: 25.12.2023, 14:26
Hallo ihr Lieben,
nachdem ich einige Wochen bereits die Linksammlung aufmerksam durchgelesen habe und viel Stillwissen generieren konnte (erstmal herzlichen Dank für diese tolle Sammlung, das ist ein großer Wissensschatz!!), möchte ich mich heut mit meinem konkreten Fall einmal an euch wenden.
Meine erstgeborene Tochter kam am 4.11. mit einem Einstiegsgewicht von 3640g zur Welt. Sie war somit zwei Tage vor ET per sekundärem Kaiserschnitt nach Einleitungsversuch geboren. Von dem Kaiserschnitt war ich geschwächt und enttäuscht, leider habe ich auch keinen Stillvorbereitungskurs belegt, sodass es prompt drunter und drüber ging. Nach meinem heutigen Wissen begann die Fehlerserie bereits beim ersten Kontakt mit meiner Tochter im Kreißsaal: sie wurde mir voll bekleidet gereicht, nicht etwa nackt zum anständigen Bonding. Das erstmalige Andocken funktionierte aber super. Im Verlauf der folgenden Tage versuchten wir es nach unserem Dafürhalten mit dem Stillen, leider gab es von Seiten der KH-Angestellten nur viel Meinung und wenig Hilfe dabei. Die Kleine hatte zunächst eine Art Trinkschwäche, bei der sie bereits kurz nach dem Anlegen immer einschlief und animiert werden musste zum Weitertrinken. Da sie dann erwartungsgemäß Gewicht verlor und das auch am 2. oder 3. Tag bereits an die 10% Marke ging, empfahl man uns schnell das Zufüttern mit Flasche. Glücklicherweise gab es eine Teilzeitbeschäftigte Stillberaterin in der Klinik, welche uns dann mit offenen Armen empfing und erstmal ein paar Grundsätze erklärte. Das Kind wurde daraufhin ausgezogen und zum Bonding auf meinen Brustkorb gelegt. Aufgrund der Trinkschwäche und des Gewichtsverlustes, sowie kürzlich begonnenem Schrei-Marathon, empfahl sie uns dennoch eine Zufütterung. Diese wurde dann mit einer kleinen Sonde und Spritze (ich würde es mal modifiziertes BES nennen, korrigiert mich, wenn das daneben ist), die an meiner Brust festgeklebt wurde, mit Primergen (einem sog. Energiesupplement von Aptamil) begonnen. Daraufhin ist die Kleine das erste mal zufrieden eingeschlafen und hat prompt mehrere Stunden Schlaf nachgeholt. Somit haben wir dieses Vorgehen in den restlichen Tagen im KH weiter verfolgt. Die Stillberaterin zeigte uns am Tag vor Entlassung zudem die Zufütterung mittels Fingerfeeding, sodass mein Partner auch eine Möglichkeit hatte, einen Beitrag zur Ernährung unserer Tochter zu leisten. Am Entlassungstag (9.11.) bei der U2 hatte sie ein Gewicht von 3280g. zu Hause angekommen hatte die Hebamme leider erst am 11.11. abends Zeit, uns zu besuchen. Sie befürwortete das Zufüttern, zeigte nochmals ihre Technik zum asymmetrischen Anlegen beim Stillen und machte uns Mut. Generell muss ich sagen, ist sie sehr gut darin, einem gut zuzureden und einen zu erden, aber besonders hilfreiche Tipps kommen eher nicht von ihr. Eine andere Hebamme im Umkreis hier im ländlichen Raum gibt es leider nicht. Stillberaterinnen leider ebenso wenig, zumindest laut meiner bisherigen Recherche. Den Milcheinschuss bemerkte ich leider (oder zum Glück?) nicht, ich weiss nicht, ab wann die Milch begann zu fließen...
Nun zu meiner eigentlichen Problematik: wir hatten zu Hause noch den mitgegebenen Rest Primergen zu Ende zugefüttert und dann geschaut, ob mein Milcheinschuss dann vernünftig einsetzt, damit ich voll stillen kann. Eine Medela-Pumpe konnten wir ab dem 13.11. endlich gemietet nutzen, nachdem wir die Tage nach Entlassung ein anderes, ziemlich wenig nützliches Modell aus der Apotheke probierten. Beim Pumpen kamen jedoch immer nur so 10 bis maximal 15ml pro Seite (habe ja hier bei euch gelernt, dass das nicht so aussagekräftig ist, bezüglich der Milchmenge beim Stillen...). Weil ich dann nahezu täglich das Baby wog und mich manch ein Einzelwert (damals unwissend...) aus der Fassung brachte, haben wir dann begonnen, Pre mittels Flasche zuzufüttern. Hierbei hatten wir ganz ohne Schema täglich 1-2 mal zwischen 60 und 90ml Pre verabreicht. Ich muss dazu sagen, dass meine Tochter ein Schreibaby zu sein scheint, sodass ihre Stimmung keinerlei Anhalt für Sättigung oder ausreichende Nahrungszufuhr bietet. Zu dem Zeitpunkt gab es für mich also nur die Waage als Hinweis auf ausreichende Nahrungsaufnahme. Ich habe nebenher immer 1-4mal täglich abgepumpt- die Mengen pro Pumpsitzung blieben jedoch (bis heute) bei 20ml pro Seite, manchmal auch weniger. Wir haben dann das Abgepumpte per Flasche verfüttert, sodass wir die Pre-Nahrung nur gegeben haben, wenn kein Abgepumptes zur Verfügung stand. Seit dem 14.12. habe ich mehr oder weniger voll gestillt, eine Pre-Zufütterung gab es seit dem nur sehr selten, auch das Abpumpen habe ich dann reduziert, weil ich dachte wir hätten es jetzt soweit geschafft, dass meine Muttermilch ausreicht. Ich habe entsprechend der Aussage in eurer Linksammlung, dass Gewichtskontrollen massiv in die mütterliche Intuition eingreifen würden (und das empfand ich auch immer so, mich hat das unheimlich gestresst), das Wiegen auf 2-3x wöchentlich reduziert. Seit einigen Tagen habe ich dann mehr auf die Ausscheidung geschaut, sie hatte immer so 5-7 feuchte Einmalwindeln am Tag, jetzt habe ich diese auch gewogen, aber ich finde dass recht wenig Pipi-Gewicht zusammenkommt (gestern 215g, vorgestern 210g). Da mir Richtwerte für Babys in ihrem Alter fehlen, könntet ihr mir vllt mal sagen, was da so Normgrenze nach unten wäre? Stuhlgang hatte sie ganz am Anfang mehrmals täglich, zwischendrin als die meiste Pre-Zufütterung stattfand, war es z.T. nur alle 5-6 Tage, aktuell alle 2-3 Tage breiiger Stuhl. Empfinde das aus meiner Sicht als unauffällig.
Heute habe ich jetzt alle Gewichtsdaten mal in Übersicht aufgeschrieben und die wöchentliche Zunahme angesehen. Seit Entlassung aus der Klinik ist diese zuletzt stetig weniger geworden und nun bin ich alarmiert, da ich einfach keine Ahnung habe, wie ich meine beiden Wünsche unter einen Hut bekomme: dass mein Baby ausreichend zunimmt (und vllt auch mal zufrieden sein wird, was aber aufgrund der Schrei-Problematik jetzt nicht mein Nonplusultra sein wird) und dass ich Voll stillen kann. Wenn ich manchmal so mit anderen, wie ich zumindest dachte, stillkundigen Neu-Mamas in meinem Umfeld spreche, dann höre ich immer nur: Abpumpen und Zufüttern ist der Anfang vom Ende des Voll Stillens. Das möchte ich natürlich keinesfalls.
Unser Stillalltag ist meist so, dass wir 9-12 mal stillen am Tag, zwischen 30 Minuten und 1,5 Stunden dauert das dann (letzteres eher mit Dauernuckeln am Ende) Nachts sind meine Angaben da recht ungenau, weil ich oft dabei selber einschlafe und nicht mitbekomme, wann sie abdockt. Einen Tag mal im Bett bleiben und kuscheln habe ich versucht, aber sie schreit sich einfach so die Seele aus dem Leib, dass wir das mehr oder weniger abgebrochen haben. Ich bin da etwas ratlos.. Bezüglich der Saugtechnik empfinde ich sie als ausreichend effektiv, die Hebamme hat sich nicht negativ dazu geäußert, sie trinkt initial an der Brust mit kräftigen Saugzügen und schluckt nach jedem Zug. Zwischen den Milchspendereflexen verfällt sie mal ins Nuckeln, aber sobald wieder was kommt saugt sie ordentlich. Neuerdings wird sie bisschen unruhig und zappelig und jault wenn der nächste MSR zu lange auf sich warten lässt. Ich begegne dem oftmals mit Wechselstillen, dann geht es meist. Beruhigungssauger haben wir aufgrund der ausgeprägten Schreisymptomatik ab Beginn Dezember auch benutzt, ich lege aber Wert darauf (und kommuniziere das auch mit meinem Partner), dass immer zuerst die Brust versucht wird, Schnuller erst wenn sie abgedockt ist und trotzdem nicht aufhört und sich weiter reinsteigert ins Brüllen. Eine Saugverwirrung würde ich für mein Dafürhalten nicht unbedingt vermuten.
Wir waren beim Osteopathen am 11.12., dieser hat zwei Blockaden an der Wirbelsäule festgestellt und behoben, den Tag danach war sie etwas ruhiger vom Schreien her, aber das hat nicht lang angehalten, Anfang Januar gehen wir nochmal zu ihm. Abgesehen von der Schrei-Problematik, ist meine Tochter ein gesundes Baby. Bei der U3 gab es keine Auffälligkeiten. Die Kinderärztin hat mir allerdings nicht so gut gefallen, da sie meinte dass es dem Kind egal wäre, ob es gestillt oder mit der Flasche ernährt würde (sie hatte das ein bisschen so formuliert, dass das Stillen zwar in der Studienlage deutlich besser erscheint, aber sie empfände das anders..), dann sprach sie sich klar gegen Co-Sleeping aus und zum krönenden Abschluss fragte sie, ob meine damals 4 Wochen alte Tochter denn schon durchschlafe. Also ich sag mal so, fachlich kann man da bessere erwischen, aber bei uns auf dem Land gibt es leider keine Ausweichmöglichkeit.
Ich würde jetzt im Anschluss nochmal ihre Gewichtsdaten aufschreiben, damit es einen Einblick in die Problematik gibt.
04.11. 3640g KH bei Geburt
09.11. 3280g KH bei Entlassung
11.11. 3305g. alle folgenden Messungen fanden zu Hause auf einer Babywaage statt (morgens etwa gleiche Zeit)
13.11. 3350g
14.11. 3425g
15.11. 3430g
16.11. 3505g
18.11. 3505g
19.11. 3465g
20.11. 3525g
21.11. 3550g
22.11. 3620g
23.11. 3680g
24.11. 3710g
25.11. 3710g
26.11. 3790g
27.11. 3770g
28.11. 3780g
29.11. 3880g
30.11. 3875g
01.12. 3900g an dem Tag waren wir zusätzlich bei der U3, dort wurden 3845g gewogen
02.12. 3920g
03.12. 3890g
04.12. 3970g
05.12. 3975g
06.12. 4040g
08.12. 4035g
10.12. 4050g
11.12. 4140g
13.12. 4145g
14.12. 4210g
18.12. 4260g
20.12. 4310g
22.12. 4325g
25.12. 4395g
Sollten jetzt noch relevante Aspekte fehlen, so ergänze ich diese gerne. Meine Anliegen habe ich im Text nochmal fett hervorgehoben.
Herzlichen Dank und frohe Weihnachten allerseits!
nachdem ich einige Wochen bereits die Linksammlung aufmerksam durchgelesen habe und viel Stillwissen generieren konnte (erstmal herzlichen Dank für diese tolle Sammlung, das ist ein großer Wissensschatz!!), möchte ich mich heut mit meinem konkreten Fall einmal an euch wenden.
Meine erstgeborene Tochter kam am 4.11. mit einem Einstiegsgewicht von 3640g zur Welt. Sie war somit zwei Tage vor ET per sekundärem Kaiserschnitt nach Einleitungsversuch geboren. Von dem Kaiserschnitt war ich geschwächt und enttäuscht, leider habe ich auch keinen Stillvorbereitungskurs belegt, sodass es prompt drunter und drüber ging. Nach meinem heutigen Wissen begann die Fehlerserie bereits beim ersten Kontakt mit meiner Tochter im Kreißsaal: sie wurde mir voll bekleidet gereicht, nicht etwa nackt zum anständigen Bonding. Das erstmalige Andocken funktionierte aber super. Im Verlauf der folgenden Tage versuchten wir es nach unserem Dafürhalten mit dem Stillen, leider gab es von Seiten der KH-Angestellten nur viel Meinung und wenig Hilfe dabei. Die Kleine hatte zunächst eine Art Trinkschwäche, bei der sie bereits kurz nach dem Anlegen immer einschlief und animiert werden musste zum Weitertrinken. Da sie dann erwartungsgemäß Gewicht verlor und das auch am 2. oder 3. Tag bereits an die 10% Marke ging, empfahl man uns schnell das Zufüttern mit Flasche. Glücklicherweise gab es eine Teilzeitbeschäftigte Stillberaterin in der Klinik, welche uns dann mit offenen Armen empfing und erstmal ein paar Grundsätze erklärte. Das Kind wurde daraufhin ausgezogen und zum Bonding auf meinen Brustkorb gelegt. Aufgrund der Trinkschwäche und des Gewichtsverlustes, sowie kürzlich begonnenem Schrei-Marathon, empfahl sie uns dennoch eine Zufütterung. Diese wurde dann mit einer kleinen Sonde und Spritze (ich würde es mal modifiziertes BES nennen, korrigiert mich, wenn das daneben ist), die an meiner Brust festgeklebt wurde, mit Primergen (einem sog. Energiesupplement von Aptamil) begonnen. Daraufhin ist die Kleine das erste mal zufrieden eingeschlafen und hat prompt mehrere Stunden Schlaf nachgeholt. Somit haben wir dieses Vorgehen in den restlichen Tagen im KH weiter verfolgt. Die Stillberaterin zeigte uns am Tag vor Entlassung zudem die Zufütterung mittels Fingerfeeding, sodass mein Partner auch eine Möglichkeit hatte, einen Beitrag zur Ernährung unserer Tochter zu leisten. Am Entlassungstag (9.11.) bei der U2 hatte sie ein Gewicht von 3280g. zu Hause angekommen hatte die Hebamme leider erst am 11.11. abends Zeit, uns zu besuchen. Sie befürwortete das Zufüttern, zeigte nochmals ihre Technik zum asymmetrischen Anlegen beim Stillen und machte uns Mut. Generell muss ich sagen, ist sie sehr gut darin, einem gut zuzureden und einen zu erden, aber besonders hilfreiche Tipps kommen eher nicht von ihr. Eine andere Hebamme im Umkreis hier im ländlichen Raum gibt es leider nicht. Stillberaterinnen leider ebenso wenig, zumindest laut meiner bisherigen Recherche. Den Milcheinschuss bemerkte ich leider (oder zum Glück?) nicht, ich weiss nicht, ab wann die Milch begann zu fließen...
Nun zu meiner eigentlichen Problematik: wir hatten zu Hause noch den mitgegebenen Rest Primergen zu Ende zugefüttert und dann geschaut, ob mein Milcheinschuss dann vernünftig einsetzt, damit ich voll stillen kann. Eine Medela-Pumpe konnten wir ab dem 13.11. endlich gemietet nutzen, nachdem wir die Tage nach Entlassung ein anderes, ziemlich wenig nützliches Modell aus der Apotheke probierten. Beim Pumpen kamen jedoch immer nur so 10 bis maximal 15ml pro Seite (habe ja hier bei euch gelernt, dass das nicht so aussagekräftig ist, bezüglich der Milchmenge beim Stillen...). Weil ich dann nahezu täglich das Baby wog und mich manch ein Einzelwert (damals unwissend...) aus der Fassung brachte, haben wir dann begonnen, Pre mittels Flasche zuzufüttern. Hierbei hatten wir ganz ohne Schema täglich 1-2 mal zwischen 60 und 90ml Pre verabreicht. Ich muss dazu sagen, dass meine Tochter ein Schreibaby zu sein scheint, sodass ihre Stimmung keinerlei Anhalt für Sättigung oder ausreichende Nahrungszufuhr bietet. Zu dem Zeitpunkt gab es für mich also nur die Waage als Hinweis auf ausreichende Nahrungsaufnahme. Ich habe nebenher immer 1-4mal täglich abgepumpt- die Mengen pro Pumpsitzung blieben jedoch (bis heute) bei 20ml pro Seite, manchmal auch weniger. Wir haben dann das Abgepumpte per Flasche verfüttert, sodass wir die Pre-Nahrung nur gegeben haben, wenn kein Abgepumptes zur Verfügung stand. Seit dem 14.12. habe ich mehr oder weniger voll gestillt, eine Pre-Zufütterung gab es seit dem nur sehr selten, auch das Abpumpen habe ich dann reduziert, weil ich dachte wir hätten es jetzt soweit geschafft, dass meine Muttermilch ausreicht. Ich habe entsprechend der Aussage in eurer Linksammlung, dass Gewichtskontrollen massiv in die mütterliche Intuition eingreifen würden (und das empfand ich auch immer so, mich hat das unheimlich gestresst), das Wiegen auf 2-3x wöchentlich reduziert. Seit einigen Tagen habe ich dann mehr auf die Ausscheidung geschaut, sie hatte immer so 5-7 feuchte Einmalwindeln am Tag, jetzt habe ich diese auch gewogen, aber ich finde dass recht wenig Pipi-Gewicht zusammenkommt (gestern 215g, vorgestern 210g). Da mir Richtwerte für Babys in ihrem Alter fehlen, könntet ihr mir vllt mal sagen, was da so Normgrenze nach unten wäre? Stuhlgang hatte sie ganz am Anfang mehrmals täglich, zwischendrin als die meiste Pre-Zufütterung stattfand, war es z.T. nur alle 5-6 Tage, aktuell alle 2-3 Tage breiiger Stuhl. Empfinde das aus meiner Sicht als unauffällig.
Heute habe ich jetzt alle Gewichtsdaten mal in Übersicht aufgeschrieben und die wöchentliche Zunahme angesehen. Seit Entlassung aus der Klinik ist diese zuletzt stetig weniger geworden und nun bin ich alarmiert, da ich einfach keine Ahnung habe, wie ich meine beiden Wünsche unter einen Hut bekomme: dass mein Baby ausreichend zunimmt (und vllt auch mal zufrieden sein wird, was aber aufgrund der Schrei-Problematik jetzt nicht mein Nonplusultra sein wird) und dass ich Voll stillen kann. Wenn ich manchmal so mit anderen, wie ich zumindest dachte, stillkundigen Neu-Mamas in meinem Umfeld spreche, dann höre ich immer nur: Abpumpen und Zufüttern ist der Anfang vom Ende des Voll Stillens. Das möchte ich natürlich keinesfalls.
Unser Stillalltag ist meist so, dass wir 9-12 mal stillen am Tag, zwischen 30 Minuten und 1,5 Stunden dauert das dann (letzteres eher mit Dauernuckeln am Ende) Nachts sind meine Angaben da recht ungenau, weil ich oft dabei selber einschlafe und nicht mitbekomme, wann sie abdockt. Einen Tag mal im Bett bleiben und kuscheln habe ich versucht, aber sie schreit sich einfach so die Seele aus dem Leib, dass wir das mehr oder weniger abgebrochen haben. Ich bin da etwas ratlos.. Bezüglich der Saugtechnik empfinde ich sie als ausreichend effektiv, die Hebamme hat sich nicht negativ dazu geäußert, sie trinkt initial an der Brust mit kräftigen Saugzügen und schluckt nach jedem Zug. Zwischen den Milchspendereflexen verfällt sie mal ins Nuckeln, aber sobald wieder was kommt saugt sie ordentlich. Neuerdings wird sie bisschen unruhig und zappelig und jault wenn der nächste MSR zu lange auf sich warten lässt. Ich begegne dem oftmals mit Wechselstillen, dann geht es meist. Beruhigungssauger haben wir aufgrund der ausgeprägten Schreisymptomatik ab Beginn Dezember auch benutzt, ich lege aber Wert darauf (und kommuniziere das auch mit meinem Partner), dass immer zuerst die Brust versucht wird, Schnuller erst wenn sie abgedockt ist und trotzdem nicht aufhört und sich weiter reinsteigert ins Brüllen. Eine Saugverwirrung würde ich für mein Dafürhalten nicht unbedingt vermuten.
Wir waren beim Osteopathen am 11.12., dieser hat zwei Blockaden an der Wirbelsäule festgestellt und behoben, den Tag danach war sie etwas ruhiger vom Schreien her, aber das hat nicht lang angehalten, Anfang Januar gehen wir nochmal zu ihm. Abgesehen von der Schrei-Problematik, ist meine Tochter ein gesundes Baby. Bei der U3 gab es keine Auffälligkeiten. Die Kinderärztin hat mir allerdings nicht so gut gefallen, da sie meinte dass es dem Kind egal wäre, ob es gestillt oder mit der Flasche ernährt würde (sie hatte das ein bisschen so formuliert, dass das Stillen zwar in der Studienlage deutlich besser erscheint, aber sie empfände das anders..), dann sprach sie sich klar gegen Co-Sleeping aus und zum krönenden Abschluss fragte sie, ob meine damals 4 Wochen alte Tochter denn schon durchschlafe. Also ich sag mal so, fachlich kann man da bessere erwischen, aber bei uns auf dem Land gibt es leider keine Ausweichmöglichkeit.
Ich würde jetzt im Anschluss nochmal ihre Gewichtsdaten aufschreiben, damit es einen Einblick in die Problematik gibt.
04.11. 3640g KH bei Geburt
09.11. 3280g KH bei Entlassung
11.11. 3305g. alle folgenden Messungen fanden zu Hause auf einer Babywaage statt (morgens etwa gleiche Zeit)
13.11. 3350g
14.11. 3425g
15.11. 3430g
16.11. 3505g
18.11. 3505g
19.11. 3465g
20.11. 3525g
21.11. 3550g
22.11. 3620g
23.11. 3680g
24.11. 3710g
25.11. 3710g
26.11. 3790g
27.11. 3770g
28.11. 3780g
29.11. 3880g
30.11. 3875g
01.12. 3900g an dem Tag waren wir zusätzlich bei der U3, dort wurden 3845g gewogen
02.12. 3920g
03.12. 3890g
04.12. 3970g
05.12. 3975g
06.12. 4040g
08.12. 4035g
10.12. 4050g
11.12. 4140g
13.12. 4145g
14.12. 4210g
18.12. 4260g
20.12. 4310g
22.12. 4325g
25.12. 4395g
Sollten jetzt noch relevante Aspekte fehlen, so ergänze ich diese gerne. Meine Anliegen habe ich im Text nochmal fett hervorgehoben.
Herzlichen Dank und frohe Weihnachten allerseits!