Stillprobleme: Kauleisten in Aktion...
Verfasst: 11.12.2023, 10:30
Hallo zusammen,
ich bin so langsam mit meinem Latein am Ende und hoffe, vielleicht durch den ein oder anderen Erfahrungsbericht noch ein bisschen Hoffnung schöpfen zu können. Das grundsätzliche Problem ist, dass das Stillen schmerzt, da mein 3,5 Monate alter Sohn eher mit den Kauleisten beißt als mit der Zunge zu saugen, oder zumindest die Zunge beim Saugen nicht über der unteren Kauleiste lässt. Evtl. nutzt er auch die Kauleisten für das Vakuum… ich bin mir unsicher.
Zusammengefasst die Eckdaten:
• 24.8.23 Geburt von Jona (komplikationslose Schwangerschaft, komplikationslose Geburt auf natürlichem Wege ohne Schmerzmittel)
• Jona entwickelt sich super und nimmt gut zu. Es gab und gibt zu keinem Zeitpunkt Sorgen, was seine Ernährung und Entwicklung angeht.
• wunde Brustwarzen zu Beginn, das Andocken ist über längere Zeit schmerzhaft
• innerhalb der ersten Wochen mehrfach Milchstau und Brustentzündung, zuletzt am 22.9.23 (die letzte und heftigste)
• immer wieder Schmerzen an den Brüsten, dauerhaft empfindliche Brustwarzen
• Das Stillen ist teilweise schmerzfrei, die Schmerzen sind vor allem zwischen den Stillmahlzeiten stark.
• 19.10.23 Stillberaterin zu Besuch: Gemeinsam wird einiges ausgeschlossen (kein Schnuller —> keine Saugverwirrung, Anlegen sieht gut aus…). Ergebnis: Ich spüre den Milchfluss sehr stark, oft ist es nach dem Stillen schmerzhaft. Die Stillberaterin hat außerdem den Eindruck, dass Jona sehr stark mit dem Kiefer arbeitet und empfiehlt daher den Besuch bei einer Osteopathin.
• Nun sind auch die Stillmahlzeiten zunehmend schmerzhaft, die Brustwarzen bluten.
• 31.10.23 Ich lerne die Hebamme kennen, bei der ich Babymassage und Rückbildung mache. Sie sieht Jonas Mund beim Weinen und meint, dass sein Zungenbändchen die blutigen Brustwarzen und die Schmerzen verursacht. (Bisher hatten alle das Zungenbändchen für in Ordnung befunden.)
• Die Stillberaterin ist überrascht und empfiehlt als alternative Möglichkeit eine Kinderphysiotherapeutin.
• 8.11.23 Termin bei der Osteopathin, leichte Verspannung im Nackenbereich; Im Anschluss an den Termin ändert sich leider nichts an den Schmerzen.
• Die Schmerzen sind nach wie vor da, die Brustwarzen bluten aber nicht mehr.
• 15.11.23 Termin beim Zahnarzt (Spezialist): Das Zungenbändchen sei sehr stark ausgeprägt und sollte durchtrennt werden.
• 17.11.23 Termin bei einer Kinderphysiotherapeutin; Sie kann nicht weiterhelfen.
• Was bis hier immer mal wieder auffiel: Ich streckte Jona die Zunge raus, um ihn dazu zu animieren, das gleiche zu tun. Ich hatte nämlich mehr und mehr den Eindruck (spätestens seit dem Hinweis der Hebamme am 31.10.), dass er mit den Kauleisten auf meine Brüste „beißt“, anstatt zu saugen. Das Zungerausstrecken meinerseits erwiderte er meist mit einem Lächeln, streckte aber nie selbst die Zunge raus. Wir hatten nur ab und zu gesehen, dass er die Zunge kurz über die Lippen hinweg rausgestreckt hatte, dachten also, dass er das grundsätzlich kann.
• 23.11.23 Termin beim Zahnarzt: Das Zungenbändchen wird durchtrennt.
• Im Anschluss daran ändert sich zunächst nichts. Wir dehnen die Wunde regelmäßig.
• Ab ca. 4.12.23 scheint Jona plötzlich seine Zunge „entdeckt“ zu haben, denn er streckt sie sehr oft nach draußen (auch ohne Animation), spielt damit, lutscht vermehrt auf seiner Faust und am Daumen. Nun erwidert er auch mein Zungerausstrecken teilweise damit, dass er ebenfalls die Zunge rausstreckt. Manche Stillmahlzeiten sind nun angenehmer. Das Dehnen der Wunde wird etwas schwieriger, da er mit der Zunge den Finger rausdrückt.
• 6.12.23 Termin bei der Osteopathin als Nachsorge des Zungenbändchendurchtrennens: Sie sagt, bei Jona sei alles super. Termin beim Zahnarzt: Die Wunde sieht gut aus, wir sollen weiterhin dehnen.
• 7.12.23 Die Stillmahlzeiten sind wieder schmerzhafter; es ist schwer auszuhalten. Wie schon zuvor schmerzen die Brustwarzen auch zwischen den Stillmahlzeiten, wenn ich z.B. Jona auf den Arm nehme.
• Ich versuche immer mal wieder sein Gesicht zu massieren, um sein Saugen zu verbessern.
• Seit dem 8.12.23 habe ich den Eindruck, dass es auf und ab geht. Mal scheint er gut zu trinken und es fühlt sich mehr wie Saugen als Beißen an, in der vergangenen Nacht hat er aber beispielsweise wieder eher gekaut und es war sehr unangenehm.
Das Durchtrennen ist nun 2,5 Wochen her und ich hatte natürlich gehofft, dass ich etwas früher eine deutliche Verbesserung spüre. Allerdings war Jona zum Zeitpunkt der Durchtrennung ja schon 3 Monate alt, sodass es eventuell doch länger dauert, bis er das Saugen richtig lernt. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn ich von ähnlichen Fällen erfahren würde und wüsste, wie lange es noch dauern kann. Ich glaube, ich habe mittlerweile sämtliche Forenbeiträge dazu durchgekämmt… Ich versuche immer wieder nach jedem Strohhalm zu greifen, da ich sehr gerne weiterhin stillen möchte.
Danke!!
Hier noch die weiteren Daten, falls wichtig:
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Junge
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Nein
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
ca. 11-12x pro Tag, jeweils ca. 10min
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
alle 2-3 Tage Stuhlgang, regelmäßig volle Windeln
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
(siehe oben, Jona hatte häufig seine Händchen im Weg und hat seinen Kopf hin und her bewegt, was das Andocken erschwerte)
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Nein
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
(siehe oben)
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
(siehe oben)
ich bin so langsam mit meinem Latein am Ende und hoffe, vielleicht durch den ein oder anderen Erfahrungsbericht noch ein bisschen Hoffnung schöpfen zu können. Das grundsätzliche Problem ist, dass das Stillen schmerzt, da mein 3,5 Monate alter Sohn eher mit den Kauleisten beißt als mit der Zunge zu saugen, oder zumindest die Zunge beim Saugen nicht über der unteren Kauleiste lässt. Evtl. nutzt er auch die Kauleisten für das Vakuum… ich bin mir unsicher.
Zusammengefasst die Eckdaten:
• 24.8.23 Geburt von Jona (komplikationslose Schwangerschaft, komplikationslose Geburt auf natürlichem Wege ohne Schmerzmittel)
• Jona entwickelt sich super und nimmt gut zu. Es gab und gibt zu keinem Zeitpunkt Sorgen, was seine Ernährung und Entwicklung angeht.
• wunde Brustwarzen zu Beginn, das Andocken ist über längere Zeit schmerzhaft
• innerhalb der ersten Wochen mehrfach Milchstau und Brustentzündung, zuletzt am 22.9.23 (die letzte und heftigste)
• immer wieder Schmerzen an den Brüsten, dauerhaft empfindliche Brustwarzen
• Das Stillen ist teilweise schmerzfrei, die Schmerzen sind vor allem zwischen den Stillmahlzeiten stark.
• 19.10.23 Stillberaterin zu Besuch: Gemeinsam wird einiges ausgeschlossen (kein Schnuller —> keine Saugverwirrung, Anlegen sieht gut aus…). Ergebnis: Ich spüre den Milchfluss sehr stark, oft ist es nach dem Stillen schmerzhaft. Die Stillberaterin hat außerdem den Eindruck, dass Jona sehr stark mit dem Kiefer arbeitet und empfiehlt daher den Besuch bei einer Osteopathin.
• Nun sind auch die Stillmahlzeiten zunehmend schmerzhaft, die Brustwarzen bluten.
• 31.10.23 Ich lerne die Hebamme kennen, bei der ich Babymassage und Rückbildung mache. Sie sieht Jonas Mund beim Weinen und meint, dass sein Zungenbändchen die blutigen Brustwarzen und die Schmerzen verursacht. (Bisher hatten alle das Zungenbändchen für in Ordnung befunden.)
• Die Stillberaterin ist überrascht und empfiehlt als alternative Möglichkeit eine Kinderphysiotherapeutin.
• 8.11.23 Termin bei der Osteopathin, leichte Verspannung im Nackenbereich; Im Anschluss an den Termin ändert sich leider nichts an den Schmerzen.
• Die Schmerzen sind nach wie vor da, die Brustwarzen bluten aber nicht mehr.
• 15.11.23 Termin beim Zahnarzt (Spezialist): Das Zungenbändchen sei sehr stark ausgeprägt und sollte durchtrennt werden.
• 17.11.23 Termin bei einer Kinderphysiotherapeutin; Sie kann nicht weiterhelfen.
• Was bis hier immer mal wieder auffiel: Ich streckte Jona die Zunge raus, um ihn dazu zu animieren, das gleiche zu tun. Ich hatte nämlich mehr und mehr den Eindruck (spätestens seit dem Hinweis der Hebamme am 31.10.), dass er mit den Kauleisten auf meine Brüste „beißt“, anstatt zu saugen. Das Zungerausstrecken meinerseits erwiderte er meist mit einem Lächeln, streckte aber nie selbst die Zunge raus. Wir hatten nur ab und zu gesehen, dass er die Zunge kurz über die Lippen hinweg rausgestreckt hatte, dachten also, dass er das grundsätzlich kann.
• 23.11.23 Termin beim Zahnarzt: Das Zungenbändchen wird durchtrennt.
• Im Anschluss daran ändert sich zunächst nichts. Wir dehnen die Wunde regelmäßig.
• Ab ca. 4.12.23 scheint Jona plötzlich seine Zunge „entdeckt“ zu haben, denn er streckt sie sehr oft nach draußen (auch ohne Animation), spielt damit, lutscht vermehrt auf seiner Faust und am Daumen. Nun erwidert er auch mein Zungerausstrecken teilweise damit, dass er ebenfalls die Zunge rausstreckt. Manche Stillmahlzeiten sind nun angenehmer. Das Dehnen der Wunde wird etwas schwieriger, da er mit der Zunge den Finger rausdrückt.
• 6.12.23 Termin bei der Osteopathin als Nachsorge des Zungenbändchendurchtrennens: Sie sagt, bei Jona sei alles super. Termin beim Zahnarzt: Die Wunde sieht gut aus, wir sollen weiterhin dehnen.
• 7.12.23 Die Stillmahlzeiten sind wieder schmerzhafter; es ist schwer auszuhalten. Wie schon zuvor schmerzen die Brustwarzen auch zwischen den Stillmahlzeiten, wenn ich z.B. Jona auf den Arm nehme.
• Ich versuche immer mal wieder sein Gesicht zu massieren, um sein Saugen zu verbessern.
• Seit dem 8.12.23 habe ich den Eindruck, dass es auf und ab geht. Mal scheint er gut zu trinken und es fühlt sich mehr wie Saugen als Beißen an, in der vergangenen Nacht hat er aber beispielsweise wieder eher gekaut und es war sehr unangenehm.
Das Durchtrennen ist nun 2,5 Wochen her und ich hatte natürlich gehofft, dass ich etwas früher eine deutliche Verbesserung spüre. Allerdings war Jona zum Zeitpunkt der Durchtrennung ja schon 3 Monate alt, sodass es eventuell doch länger dauert, bis er das Saugen richtig lernt. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn ich von ähnlichen Fällen erfahren würde und wüsste, wie lange es noch dauern kann. Ich glaube, ich habe mittlerweile sämtliche Forenbeiträge dazu durchgekämmt… Ich versuche immer wieder nach jedem Strohhalm zu greifen, da ich sehr gerne weiterhin stillen möchte.
Danke!!
Hier noch die weiteren Daten, falls wichtig:
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Junge
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Nein
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
ca. 11-12x pro Tag, jeweils ca. 10min
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
alle 2-3 Tage Stuhlgang, regelmäßig volle Windeln
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
(siehe oben, Jona hatte häufig seine Händchen im Weg und hat seinen Kopf hin und her bewegt, was das Andocken erschwerte)
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Nein
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
(siehe oben)
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
(siehe oben)