Still-Unsicherheit im Wochenbett
Verfasst: 30.09.2023, 19:04
Hallo ihr Lieben,
Nachdem ich bei unserem ersten Kind bereits so tollen Zuspruch bekam und wir am Ende 15 Monate stillten, bitte ich nun beim zweiten Kind wieder um Unterstützung. Ich dachte, unser Stillbeginn war gut, aber inzwischen reißen mehr und mehr alte Wunden aus der Zeit mit unserer großen Tochter wieder auf. Aktuell steht die niedrige, wenn auch normale (?), Zunahme für mich im Raum. Außerdem bin ich immer noch unsicher bzgl. des Anlegens und der Häufigkeit des Stillens.
Was muss ich also tun, um ein tatsächliches Stillen nach Bedarf mit ausreichend großer Zunahme zu erreichen? Oder ist das alles nur mein Kopf? Wie sieht für uns das beste Still-Management aus?
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Mädchen
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Nein
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Am Tag stillen wir mindestens alle 1-3 Stunden, bei Bedarf öfter. Teilweise bekomme ich sie gar nicht von der Brust weg, scheint aber dann eher ins nuckeln überzugehen, also eher clustern, aber zu verschiedenen Tageszeiten. Sie scheint zumindest nicht hungrig zu sein und ist üblicherweise auch sehr zufrieden nach dem Stillen. Nachts haben wir Abstände zwischen 2 und 3,5 Stunden. Problem ist teilweise das Wach bleiben. Wir schaffen oft nur eine Brust. Es ist wirklich schwierig, sie teilweise für die zweite Brust zu motivieren. Ist das aktuell zu wenig, um die Milchbildung zu fördern? Ich schaffe es selber kaum wach zu bleiben. Jetzt hatten wir eine cluster Nacht von 18:00 bis 02:30. Danach 5 Stunden nichts. Dann mache ich mir auch wieder Gedanken, dass die Brüste nicht ausreichend stimuliert werden. Heute Vormittag ging es weiter mit dem Dauerstillen.
Nach dem trinken spuckt sie aktuell immer etwas Milch aus.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Volle Urinwindeln mindestens 6 Stück am Tag, Stuhl am Anfang 3-5 mal/teilweise abgehalten. Inzwischen weniger (1-3 mal, zusätzlich 2-3 Mal ein "feuchter Pups"). Da mache ich mir Gedanken, dass es zu wenig ist, wenn wir die oft genannten 3-5 mal am Tag nicht schaffen.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Anlegen im Kreißsaal. Dann dachte ich, es klappt alles. Ich habe jedoch wunde Brustwarzen bekommen. Die sind wieder abgeheilt, aber immer nochsehr empfindlich. Im Krankenhaus gab, wie immer, jede einen anderen Hinweis. Es hieß, es reicht aus, pro Mahlzeit nur eine Brust zu geben. Zu Hause habe ich das dann wieder geändert. Hier stellt sich mir jedoch eine Frage: sollte die Priorität auf beiden Brüsten je Mahlzeit liegen, um die Milchbildung zu fördern oder auf eine Brust "leer" trinken, um einen höheren Fettgehalt zu erreichen?
Nach dem Stillen habe ich oft verformte Brustwarzen (wie gequetscht). Das war beim großen Kind auch immer so. Alle, die darauf schauten, meinten jedoch, das Anlegen sei in Ordnung. Ich denke, es ist manchmal zu wenig Brust im Mund. Laid back und asymmetrisches Anlegen helfen aber nicht viel. Wenn sie ins Nuckeln kommt, rutscht sie manchmal weg oder geht von der brust weg und selber wieder dran. Dann fühlt es sich unangenehm an und wird auf Dauer wahrscheinlich zu einer Reizung führen. Teilweise sind die Brustwarzen empfindlich bei Berührungen.
Insgesamt trinkt sie sehr ruhig und mit vielen Pausen. Brustkompression mache ich, wenn sie sehr müde ist und schlecht trinkt.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Nein
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Hebamme kommt aktuell noch. Sie sieht keine Probleme
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Abklingende Gelbsucht, musste aber nicht behandelt werden.
Ich nehme Euthyrox und aktuell noch Tardyferon. Im Moment bin ich erkältet.
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Wir hatten am Anfang ebenfalls sehr große Probleme. Zusätzlich zu geringen Zunahmen (aber auch im Rahmen), war sie immer am Schreien, schlief wenig und Spuckte viel. Weder Hebamme noch Kinderarzt waren damals eine große Hilfe. Gefunden wurde nie etwas.
Gewichtsdaten:
12.09. 3825g Geburtsgewicht KH
15.09. 3548g Entlassungsgewicht KH
16.09. 3590g Hebamme, zu Hause
17.09. 3630g Hebamme, zu Hause
18.09. 3660g Hebamme, zu Hause
19.09. 3670g Hebamme, zu Hause
20.09. 3710g Hebamme, zu Hause
21.09. 3760g Hebamme, zu Hause, im Vergleich zu den anderen Tagen jedoch am Abend statt Mittag und nach dem Stillen.
22.09. 3760g Hebamme, zu Hause, vor dem Stillen und wieder mittags
25.09. 3860g Hebamme, zu Hause
29.09. 3980g, Hebamme zu Hause
Tagsüber stillen wir alle 2-3 Stunden. Hier ist sie inzwischen oft munter, teilweise auch noch nach dem Stillen. Wie soll ich aber alle 2 Stunden stillen, wenn sie zwischendurch gar nicht schläft oder gerade erst eingeschlafen ist? Selbst wenn ich dann drei Stunden von Stillbeginn zu Stillbeginn warte, ist es nur etwas über eine Stunde Schlaf. Ich fürchte dann, dass es zu wenig Schlaf wird bzw hat sie nach nur einer Stunde Pause meistens erst recht keinen Hunger.
Auch bei Clusterphasen weiß ich nicht genau, wann die 2-3 Stunden herum sind. Ich glaube, ich bin gerade sehr verkopft und will nur nichts falsch machen.
Ich mache mich da selber wieder fertig. Ich fühle mich nicht wohl im Wochenbett. Ich will nicht nur stillen und kuscheln, denke jedoch immer, es könnte ja noch ein Schluck hinein gehen. Ich möchte einfach, dass wir in Ruhe stillen können. Mir ist das insgesamt alles zu viel, weil ich nur noch daran denken kann, dass sie zunimmt und ich genug Milch habe. Mein Mann unterstützt mich, so gut es geht. Jedoch ist es ihm wichtig, dass es auch mir dabei gut geht. Für ihn darf das auch die Flasche bedeuten.
Ich verstehe einfach nicht, warum die Zunahme nicht höher ausfällt. Das Geburtsgewicht haben wir am 13. Tag geschafft, aber es lastet immer noch so ein großer Druck auf uns, dass ich mich nicht entspannen kann. Ich schaue immer, dass die Abstände nicht zu lange werden und habe zeitgleich Angst vor dem Clustern, weil es mir ein schlechtes Gefühl gibt. Außerdem, wie geschrieben, bleibt die Frage nach dem Stillmanagement/ eine Brust oder beide Brüste geben? Wie lange muss ich sie beim Stillen wach halten?
Ist 1-2 mal Stuhl/Tag ein großes Problem?
Ist das Gewicht noch in Ordnung?
Ich freue mich über eure Rückmeldungen.
Viele Grüße,
LiCla
Nachdem ich bei unserem ersten Kind bereits so tollen Zuspruch bekam und wir am Ende 15 Monate stillten, bitte ich nun beim zweiten Kind wieder um Unterstützung. Ich dachte, unser Stillbeginn war gut, aber inzwischen reißen mehr und mehr alte Wunden aus der Zeit mit unserer großen Tochter wieder auf. Aktuell steht die niedrige, wenn auch normale (?), Zunahme für mich im Raum. Außerdem bin ich immer noch unsicher bzgl. des Anlegens und der Häufigkeit des Stillens.
Was muss ich also tun, um ein tatsächliches Stillen nach Bedarf mit ausreichend großer Zunahme zu erreichen? Oder ist das alles nur mein Kopf? Wie sieht für uns das beste Still-Management aus?
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Mädchen
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Nein
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Am Tag stillen wir mindestens alle 1-3 Stunden, bei Bedarf öfter. Teilweise bekomme ich sie gar nicht von der Brust weg, scheint aber dann eher ins nuckeln überzugehen, also eher clustern, aber zu verschiedenen Tageszeiten. Sie scheint zumindest nicht hungrig zu sein und ist üblicherweise auch sehr zufrieden nach dem Stillen. Nachts haben wir Abstände zwischen 2 und 3,5 Stunden. Problem ist teilweise das Wach bleiben. Wir schaffen oft nur eine Brust. Es ist wirklich schwierig, sie teilweise für die zweite Brust zu motivieren. Ist das aktuell zu wenig, um die Milchbildung zu fördern? Ich schaffe es selber kaum wach zu bleiben. Jetzt hatten wir eine cluster Nacht von 18:00 bis 02:30. Danach 5 Stunden nichts. Dann mache ich mir auch wieder Gedanken, dass die Brüste nicht ausreichend stimuliert werden. Heute Vormittag ging es weiter mit dem Dauerstillen.
Nach dem trinken spuckt sie aktuell immer etwas Milch aus.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Volle Urinwindeln mindestens 6 Stück am Tag, Stuhl am Anfang 3-5 mal/teilweise abgehalten. Inzwischen weniger (1-3 mal, zusätzlich 2-3 Mal ein "feuchter Pups"). Da mache ich mir Gedanken, dass es zu wenig ist, wenn wir die oft genannten 3-5 mal am Tag nicht schaffen.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Anlegen im Kreißsaal. Dann dachte ich, es klappt alles. Ich habe jedoch wunde Brustwarzen bekommen. Die sind wieder abgeheilt, aber immer nochsehr empfindlich. Im Krankenhaus gab, wie immer, jede einen anderen Hinweis. Es hieß, es reicht aus, pro Mahlzeit nur eine Brust zu geben. Zu Hause habe ich das dann wieder geändert. Hier stellt sich mir jedoch eine Frage: sollte die Priorität auf beiden Brüsten je Mahlzeit liegen, um die Milchbildung zu fördern oder auf eine Brust "leer" trinken, um einen höheren Fettgehalt zu erreichen?
Nach dem Stillen habe ich oft verformte Brustwarzen (wie gequetscht). Das war beim großen Kind auch immer so. Alle, die darauf schauten, meinten jedoch, das Anlegen sei in Ordnung. Ich denke, es ist manchmal zu wenig Brust im Mund. Laid back und asymmetrisches Anlegen helfen aber nicht viel. Wenn sie ins Nuckeln kommt, rutscht sie manchmal weg oder geht von der brust weg und selber wieder dran. Dann fühlt es sich unangenehm an und wird auf Dauer wahrscheinlich zu einer Reizung führen. Teilweise sind die Brustwarzen empfindlich bei Berührungen.
Insgesamt trinkt sie sehr ruhig und mit vielen Pausen. Brustkompression mache ich, wenn sie sehr müde ist und schlecht trinkt.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Nein
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Hebamme kommt aktuell noch. Sie sieht keine Probleme
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Abklingende Gelbsucht, musste aber nicht behandelt werden.
Ich nehme Euthyrox und aktuell noch Tardyferon. Im Moment bin ich erkältet.
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Wir hatten am Anfang ebenfalls sehr große Probleme. Zusätzlich zu geringen Zunahmen (aber auch im Rahmen), war sie immer am Schreien, schlief wenig und Spuckte viel. Weder Hebamme noch Kinderarzt waren damals eine große Hilfe. Gefunden wurde nie etwas.
Gewichtsdaten:
12.09. 3825g Geburtsgewicht KH
15.09. 3548g Entlassungsgewicht KH
16.09. 3590g Hebamme, zu Hause
17.09. 3630g Hebamme, zu Hause
18.09. 3660g Hebamme, zu Hause
19.09. 3670g Hebamme, zu Hause
20.09. 3710g Hebamme, zu Hause
21.09. 3760g Hebamme, zu Hause, im Vergleich zu den anderen Tagen jedoch am Abend statt Mittag und nach dem Stillen.
22.09. 3760g Hebamme, zu Hause, vor dem Stillen und wieder mittags
25.09. 3860g Hebamme, zu Hause
29.09. 3980g, Hebamme zu Hause
Tagsüber stillen wir alle 2-3 Stunden. Hier ist sie inzwischen oft munter, teilweise auch noch nach dem Stillen. Wie soll ich aber alle 2 Stunden stillen, wenn sie zwischendurch gar nicht schläft oder gerade erst eingeschlafen ist? Selbst wenn ich dann drei Stunden von Stillbeginn zu Stillbeginn warte, ist es nur etwas über eine Stunde Schlaf. Ich fürchte dann, dass es zu wenig Schlaf wird bzw hat sie nach nur einer Stunde Pause meistens erst recht keinen Hunger.
Auch bei Clusterphasen weiß ich nicht genau, wann die 2-3 Stunden herum sind. Ich glaube, ich bin gerade sehr verkopft und will nur nichts falsch machen.
Ich mache mich da selber wieder fertig. Ich fühle mich nicht wohl im Wochenbett. Ich will nicht nur stillen und kuscheln, denke jedoch immer, es könnte ja noch ein Schluck hinein gehen. Ich möchte einfach, dass wir in Ruhe stillen können. Mir ist das insgesamt alles zu viel, weil ich nur noch daran denken kann, dass sie zunimmt und ich genug Milch habe. Mein Mann unterstützt mich, so gut es geht. Jedoch ist es ihm wichtig, dass es auch mir dabei gut geht. Für ihn darf das auch die Flasche bedeuten.
Ich verstehe einfach nicht, warum die Zunahme nicht höher ausfällt. Das Geburtsgewicht haben wir am 13. Tag geschafft, aber es lastet immer noch so ein großer Druck auf uns, dass ich mich nicht entspannen kann. Ich schaue immer, dass die Abstände nicht zu lange werden und habe zeitgleich Angst vor dem Clustern, weil es mir ein schlechtes Gefühl gibt. Außerdem, wie geschrieben, bleibt die Frage nach dem Stillmanagement/ eine Brust oder beide Brüste geben? Wie lange muss ich sie beim Stillen wach halten?
Ist 1-2 mal Stuhl/Tag ein großes Problem?
Ist das Gewicht noch in Ordnung?
Ich freue mich über eure Rückmeldungen.
Viele Grüße,
LiCla