Hilfe bei Stillproblemen nach schwierigen Start ins Leben
Verfasst: 12.02.2023, 12:17
Hallo zusammen,
Ich hoffe auch sehr auf eure Hilfe für unsere Stillsituation. Ich möchte meinen Sohn so gerne voll stillen und weg vom Zufüttern, Pumpen usw.
Mein Sohn ist 2,5 Wochen alt, er kam etwas früher (36+4) als primäre Sectio auf die Welt und hatte leider eine Anpassungsstörung und Temperaturregulationsprobleme. Er war zwei Tage mit Atemunterstützung und sondiert auf der Intensivstation und danach waren wir noch eine Woche stationär im KH auf der normalen Station. Ich habe so schnell wie möglich nach der Sectio mit dem Abpumpen begonnen und hatte auch am 3. Tag den Milcheinschuss. Milch war dann also schon da, aber Anfangs wohl nicht so viel. Stillversuche konnten wir erst ab dem 3. Lebenstag machen, aber er hat es mit dem Stillhütchen relativ schnell an die Brust geschafft. Stillberatung gab es zu der Zeit im KH nicht, ich war emotional da auch nicht in der Lage volle Priorität für das Thema zu haben. Die Mengen welche er dann getrunken hat schwankten in der Klinik stark (hier wurde immer eine Stillprobe gemacht, da die Kinder ihre festen Portionen trinken sollten). Teilweise mal 10ml, teilweise sogar mal 50 oder 70. Den Rest der Mahlzeit gab es dann immer aus der Flasche. In der Klinik waren 70 ml alle 4h angesetzt. Leider wurde da bezüglich Zufütterung mit der Flasche nichts beachtet, wichtig war, dass er seine Trinkmenge geschafft hat. Anfangs nahm er auch nur sehr langsam zu.
Seit wir zu Hause sind verweigert er immer mehr das Stillhütchen, schafft es aber auch so manchmal an die Brust, aber saugt dann meist sehr hektisch an. Das Anlegen ist allerdings furchtbar stressig, er lässt sich kaum wecken bzw. schläfrig kriege ich ihn nicht wirklich an die Brust oder er schläft direkt wieder ein, aber wenn er zu hungrig ist, dann klappt es auch gar nicht und er brüllt nur oder dockt direkt wieder ab. Er ist dann auch sehr hektisch und sucht, aber biegt sich auch durch, bringt seine Hände überall an die Brust und stößt sich weg.
Bei allen Versuchen schwingt bisschen die Sorge mit, dass er nicht genug zunehmen könnte, was natürlich auch gar nicht hilft.
Wir haben eine Babywaage aus der Apotheke und wiegen jeden Morgen ein Gewicht nackt vor der ersten Mahlzeit.
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Junge
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Muttermilch und Pre, je nach Stillmenge 30-70 ml pro Mahlzeit (Stillprobe nach der Mahlzeit und dann bieten wir weitere Milch an, wenn er noch Hunger zeigt). Anfangs nur mit Flasche, aber langsam seit wir zu Hause sind. Seit gestern 11.02. ausschließlich per Finger feeding.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wenn er gut an die Brust geht, dann kann ich jede Seite auch mal 15 Minuten stillen, wenn es nicht klappt, dann quasi gar nicht. Es ist aber nicht vorhersehbar wie es laufen wird, tendenziell klappt es vormittags besser. Nachts mache ich meist Pause, da reicht die Energie nicht für Stillversuche.
Schlafen 2-4h, wecken ist aber absolut schwierig. Nach spätestens 4h wecken wir aber.
Seit gestern 11.02., versuche ich mit einer Sonde an der Brust zuzufüttern (4Fr), weil ich mich nicht ans BES ran getraut habe. Wir versuchen nun auch komplett die Flasche weg zu lassen, sondern die Zufütterung über Finger feeding zu machen. Irgendwie bin ich mir aber absolut unsicher, ob das alles förderlich oder kontraproduktiv ist. Manchmal geht er jetzt noch gut an die Brust, manchmal gar gar nicht. Ich habe das Gefühl er ist dann nicht immer ausdauernd und geduldig genug für die Milch zu arbeiten. Manchmal ist aber auch so viel da, dass das ganze Stillhütchen voll läuft und er trinkt trotzdem nicht, obwohl es ja dann einfach da ist.
Nach jeder 2. Mahlzeit pumpe ich ab mit einer Doppelpumpe und komme auf circa 80-100ml.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Urin mind. 6-7x täglich, Stuhl 1-3x
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Wie oben schon geschrieben war der Stillstart schwierig, gefühlt wird es nicht leichter. Ich merke, dass er inzwischen die Flasche mit Beruhigung und schneller Befriedigung verbindet und leider nicht die Brust.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Ja leider alles, Schnuller wollten wir eigentlich vermeiden, aber gab es ab 2. LT auf der Intensivstation.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Ich habe eine Nachsorgehebamme, die nicht wirklich helfen kann, sondern mich eher stresst mit ihren „Tipps“. Ibclc Stillberaterin habe ich kontaktiert, aber Termin erst im Lauf der nächsten Woche.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Ja, eben die Anpassungsprobleme nach der Geburt. Ansonsten ist er inzwischen aber nicht mehr beeinträchtigt, sehr munter und gesund.
Ich selbst habe Hashimoto Threoiditis, was aber gut eingestellt ist.
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Habe ich nicht.
- Gebt uns genaue Daten!
Bei dem Verdacht auf Gedeihstörungen oder Fragen zur Milchmenge solltet Ihr alle gemessenen Gewichtsdaten mit genauem Datum angeben. Wichtig ist auch, wo und mit welcher Waage gemessen wurde.
26.01: 2790 g Geburt KH
30.01.: 2715 g KH morgens, Wärmebett, 6x70ml, 4x Stuhl, 6x Urin
31.01: 2750g KH morgens, Wärmebett, 6x70ml, 4x Stuhl, 7x Urin
01.02.: 2770g KH morgens, Wärmebett, 6x70ml
02.02.: 2740g kh morgens, Wärmebett, 6x70ml
03.02.: 2760g kh morgens, kein Wärmebett, 6x70 ml, 5x Stuhl, 7x Urin
04.02. 2770g KH morgens, Entlassung, 6x70ml,
05.02.: Babywaage aus Apotheke morgens: 2860g, 6 Stillversuche, 420 ml zugefüttert pre bzw. Muttermilch, 3x Stuhl, 6x Urin,
06.02: 2830g, 6 Stillversuche, 330ml zugefüttert, 4x Stuhl, 6x Urin
07.02: 2890g, 6 Stillversuche, 470ml zugefüttert, 3x Stuhl, 7x Urin
08.02: 2900g, 6 Stillversuche, 400 ml zugefüttert, 6x Stuhl, 7x urin,
09.02: 3040g, 4 Stillversuche, 485 ml zugefüttert, 2x Stuhl, 6x Urin
10.02: 3080g, 6Stillversuche, 405 ml zugefüttert, 1x Stuhl, 6x Urin
11.02.: 3090g, Beginn mit Sonde an der Brust zuzufüttern, 350ml zugefüttert (Fingerfeeder, keine Flasche mehr), 2x Stuhl, 6x Urin
12.02: 3090g
Ich weiß grad aktuell tatsächlich nicht in welche Richtung ich weiter machen soll, mein Kind soll satt werden, aber ich möchte es so gerne zum Stillen schaffen! Ich hoffe sehr ihr könnt mir helfen.
Viele Grüße
Thek
Ich hoffe auch sehr auf eure Hilfe für unsere Stillsituation. Ich möchte meinen Sohn so gerne voll stillen und weg vom Zufüttern, Pumpen usw.
Mein Sohn ist 2,5 Wochen alt, er kam etwas früher (36+4) als primäre Sectio auf die Welt und hatte leider eine Anpassungsstörung und Temperaturregulationsprobleme. Er war zwei Tage mit Atemunterstützung und sondiert auf der Intensivstation und danach waren wir noch eine Woche stationär im KH auf der normalen Station. Ich habe so schnell wie möglich nach der Sectio mit dem Abpumpen begonnen und hatte auch am 3. Tag den Milcheinschuss. Milch war dann also schon da, aber Anfangs wohl nicht so viel. Stillversuche konnten wir erst ab dem 3. Lebenstag machen, aber er hat es mit dem Stillhütchen relativ schnell an die Brust geschafft. Stillberatung gab es zu der Zeit im KH nicht, ich war emotional da auch nicht in der Lage volle Priorität für das Thema zu haben. Die Mengen welche er dann getrunken hat schwankten in der Klinik stark (hier wurde immer eine Stillprobe gemacht, da die Kinder ihre festen Portionen trinken sollten). Teilweise mal 10ml, teilweise sogar mal 50 oder 70. Den Rest der Mahlzeit gab es dann immer aus der Flasche. In der Klinik waren 70 ml alle 4h angesetzt. Leider wurde da bezüglich Zufütterung mit der Flasche nichts beachtet, wichtig war, dass er seine Trinkmenge geschafft hat. Anfangs nahm er auch nur sehr langsam zu.
Seit wir zu Hause sind verweigert er immer mehr das Stillhütchen, schafft es aber auch so manchmal an die Brust, aber saugt dann meist sehr hektisch an. Das Anlegen ist allerdings furchtbar stressig, er lässt sich kaum wecken bzw. schläfrig kriege ich ihn nicht wirklich an die Brust oder er schläft direkt wieder ein, aber wenn er zu hungrig ist, dann klappt es auch gar nicht und er brüllt nur oder dockt direkt wieder ab. Er ist dann auch sehr hektisch und sucht, aber biegt sich auch durch, bringt seine Hände überall an die Brust und stößt sich weg.
Bei allen Versuchen schwingt bisschen die Sorge mit, dass er nicht genug zunehmen könnte, was natürlich auch gar nicht hilft.
Wir haben eine Babywaage aus der Apotheke und wiegen jeden Morgen ein Gewicht nackt vor der ersten Mahlzeit.
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Junge
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Muttermilch und Pre, je nach Stillmenge 30-70 ml pro Mahlzeit (Stillprobe nach der Mahlzeit und dann bieten wir weitere Milch an, wenn er noch Hunger zeigt). Anfangs nur mit Flasche, aber langsam seit wir zu Hause sind. Seit gestern 11.02. ausschließlich per Finger feeding.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wenn er gut an die Brust geht, dann kann ich jede Seite auch mal 15 Minuten stillen, wenn es nicht klappt, dann quasi gar nicht. Es ist aber nicht vorhersehbar wie es laufen wird, tendenziell klappt es vormittags besser. Nachts mache ich meist Pause, da reicht die Energie nicht für Stillversuche.
Schlafen 2-4h, wecken ist aber absolut schwierig. Nach spätestens 4h wecken wir aber.
Seit gestern 11.02., versuche ich mit einer Sonde an der Brust zuzufüttern (4Fr), weil ich mich nicht ans BES ran getraut habe. Wir versuchen nun auch komplett die Flasche weg zu lassen, sondern die Zufütterung über Finger feeding zu machen. Irgendwie bin ich mir aber absolut unsicher, ob das alles förderlich oder kontraproduktiv ist. Manchmal geht er jetzt noch gut an die Brust, manchmal gar gar nicht. Ich habe das Gefühl er ist dann nicht immer ausdauernd und geduldig genug für die Milch zu arbeiten. Manchmal ist aber auch so viel da, dass das ganze Stillhütchen voll läuft und er trinkt trotzdem nicht, obwohl es ja dann einfach da ist.
Nach jeder 2. Mahlzeit pumpe ich ab mit einer Doppelpumpe und komme auf circa 80-100ml.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Urin mind. 6-7x täglich, Stuhl 1-3x
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Wie oben schon geschrieben war der Stillstart schwierig, gefühlt wird es nicht leichter. Ich merke, dass er inzwischen die Flasche mit Beruhigung und schneller Befriedigung verbindet und leider nicht die Brust.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Ja leider alles, Schnuller wollten wir eigentlich vermeiden, aber gab es ab 2. LT auf der Intensivstation.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Ich habe eine Nachsorgehebamme, die nicht wirklich helfen kann, sondern mich eher stresst mit ihren „Tipps“. Ibclc Stillberaterin habe ich kontaktiert, aber Termin erst im Lauf der nächsten Woche.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Ja, eben die Anpassungsprobleme nach der Geburt. Ansonsten ist er inzwischen aber nicht mehr beeinträchtigt, sehr munter und gesund.
Ich selbst habe Hashimoto Threoiditis, was aber gut eingestellt ist.
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Habe ich nicht.
- Gebt uns genaue Daten!
Bei dem Verdacht auf Gedeihstörungen oder Fragen zur Milchmenge solltet Ihr alle gemessenen Gewichtsdaten mit genauem Datum angeben. Wichtig ist auch, wo und mit welcher Waage gemessen wurde.
26.01: 2790 g Geburt KH
30.01.: 2715 g KH morgens, Wärmebett, 6x70ml, 4x Stuhl, 6x Urin
31.01: 2750g KH morgens, Wärmebett, 6x70ml, 4x Stuhl, 7x Urin
01.02.: 2770g KH morgens, Wärmebett, 6x70ml
02.02.: 2740g kh morgens, Wärmebett, 6x70ml
03.02.: 2760g kh morgens, kein Wärmebett, 6x70 ml, 5x Stuhl, 7x Urin
04.02. 2770g KH morgens, Entlassung, 6x70ml,
05.02.: Babywaage aus Apotheke morgens: 2860g, 6 Stillversuche, 420 ml zugefüttert pre bzw. Muttermilch, 3x Stuhl, 6x Urin,
06.02: 2830g, 6 Stillversuche, 330ml zugefüttert, 4x Stuhl, 6x Urin
07.02: 2890g, 6 Stillversuche, 470ml zugefüttert, 3x Stuhl, 7x Urin
08.02: 2900g, 6 Stillversuche, 400 ml zugefüttert, 6x Stuhl, 7x urin,
09.02: 3040g, 4 Stillversuche, 485 ml zugefüttert, 2x Stuhl, 6x Urin
10.02: 3080g, 6Stillversuche, 405 ml zugefüttert, 1x Stuhl, 6x Urin
11.02.: 3090g, Beginn mit Sonde an der Brust zuzufüttern, 350ml zugefüttert (Fingerfeeder, keine Flasche mehr), 2x Stuhl, 6x Urin
12.02: 3090g
Ich weiß grad aktuell tatsächlich nicht in welche Richtung ich weiter machen soll, mein Kind soll satt werden, aber ich möchte es so gerne zum Stillen schaffen! Ich hoffe sehr ihr könnt mir helfen.
Viele Grüße
Thek