Große Menge Pre mit Beikost ausschleichen?
Verfasst: 27.01.2023, 22:33
Hallo zusammen,
ich lese hier im Forum schon seit mehreren Monaten mit, habe mich bisher aber nicht getraut, aktiv zu schreiben.
Es ist toll, was hier für eine Community entstanden ist und die Arbeit der Mods ist wirklich bewundernswert. Hätte ich das Forum früher gekannt, wäre ich vielleicht nicht in meiner jetzigen Lage:/
Nun brauche ich aber wirklich Rat, weil ich sehr unsicher wegen meiner konkreten Situation bin.
Meine Tochter Anna kam am 4.09 zur Welt und für mich war klar: Ich werde vollstillen, solange sie es möchte.
Und dann platzte dieser Traum ziemlich schnell: Noch im Krankenhaus musste sie zugefüttert werden, weil meine Milch noch nicht da war und sie Unterzucker hatte. Nach drei Tagen wurden wir zufütternd entlassen und meine Milch kam langsam.
Aber: Ich hatte keinen klassischen Milcheinschuss und alle Versuche, die Milchmenge zu steigern scheiterten leider. Anna nahm nicht genug zu und als sie mit 3 Wochen immer noch nicht ihr Geburtsgewicht erreicht hatte, musste ich mit der Zufüttermenge leider deutlich hoch gehen.
Jetzt, im Nachhinein kann ich nicht genau sagen, wieso ich so versagt habe. Wahrscheinlich habe ich ganz am Anfang nicht genug angelegt (Anna war schläfrig wegen leichter Gelbsucht und ich hatte keine Ahnung vom richtigen Wecken) oder nicht auf die richtige Saugtechnik geachtet. Ich hätte auch mehr und länger Pumpen können. Gepumpt habe ich nur zwei Wochen täglich eine Stunde, leider mit dem stabil kläglichem Resultat von 30ml aus beiden Brüsten. Das hat mich dann sehr fertig gemacht und ich konnte nicht mehr. Vielleicht habe ich tatsächlich auch wenig Milchdrüsengewebe - ich habe stark asymmetrische Brüste und eine Brust ist deutlich tubulär.
Wie dem ich sei, jetzt stehe ich hier: Anna ist bald fünf Monate alt und ich bin langsam mit Beikost gestartet. Zuerst dachte ich, dass sie noch zu jung ist und einfach erstmal den Löffel ableckt und Texturen und Gerüche kennen lernt, war aber ganz erstaunt, dass sie sofort ganz begeistert alles gegessen hat, was ich ihr anbot. Sie kann nicht genug von Früchten, Haferbrei und Gemüsebrei bekommen und gluckst glücklich, wenn sie ihren Löffel sieht.
Vor Beikoststart hat sie täglich ca. 470ml Pre mit Brusternährungsset bekommen und hat dabei auf ihrer Perzentiele zugenommen.
Jetzt kriegt sie seit Anfang der Woche mittags Brei und trinkt direkt ca 100ml weniger. Das ist erstmal erfreulich, bringt mich aber zu folgen Fragen:
An Forenmitglieder, die vielleicht mit Beikost ebenfalls Pre ausgeschlichen haben:
Wie habt ihr das genau gemacht?
Wie schnell ging es?
Gibt es jemanden, der auch eine so hohe Menge Pre ersetzen konnte? Bisher habe ich nur von 100-300ml gelesen.
Und wie habt ihr eure Babys motiviert, ohne BES vernünftig zu trinken?
(Anna trinkt nur nachts vernünftig, tagsüber ist ohne BES Stillen nur an meiner guten Brust nur einen Milchspendereflex mit ca 2min möglich)
An einem Stillmod oder jemanden „vom Fach“:
Ist es gesundheitlich unbedenklich, eine solche hohe Menge (470ml) so früh (aktuell kurz vor 5 Monaten) durch Beikost zu ersetzen? Was ist ein passendes Tempo?
Anna isst aktuell so viel, wie ich ihr anbiete (aktuell ca. 150g) und ich weiß nicht, ob ich ihr so früh mehr geben darf/sollte.
Was ist mit ihrem Milchbedarf? Wie viel braucht ein Baby an Milch nach dem Start der Beikost?
Ich kann leider nicht sagen, wie viel meiner Milch Anna trinkt, besonders viel wird es aber nicht sein, weil ich nur sehr wenig Pumpen konnte (Max 30ml eine Stunde nach Anlegen durch Powerpumpen) und mir noch nie Milch ausgelaufen ist.
Ich habe Bedenken, dass wenn ich die 470ml durch Beikost ersetze, sie nicht optimal versorgt ist, weil sie zu wenig Eiweiß oder andere wichtige Nährstoffe bekommt.
Ich habe versucht, mir diese Fragen durch Recherche zu beantworten, aber ich finde nichts vernünftiges zur Zwiemilch in Kombi mit Beikost.
In einem Expertenforum eines Säuglingsnahrungsherstellers habe ich gelesen, dass Babys nach Beikoststart bis zum ersten Geburtstag 400-500ml Pre (oder MuMi) trinken sollen. Stimmt das?
Aber dann weiß ich ja immer noch nicht, wie viel Muttermilch Anna bei mir trinkt… Kann ich das irgendwie rausfindenden?
Vor Stillproben habe ich große Angst. Am Anfang meines Stillkampfs habe ich auf Anraten meiner Mutter ein paar Mal vor und nach dem Stillen gewogen und war dann erschüttert, nie mehr als 30ml(und mehrmals 0ml) gemessen zu haben. Das hat mich nahezu zum Abstillen bewogen und ich werde das nur noch dann machen, wenn es keine andere Möglichkeit gibt und das aus Expertensicht Sinn macht.
Ich hoffe meine Fragen machen Sinn und ich habe nicht zu wirr geschrieben. Ich würde mich auf jeden Fall sehr über Antworten freuen!
Danke und eine gute Nacht euch!
ich lese hier im Forum schon seit mehreren Monaten mit, habe mich bisher aber nicht getraut, aktiv zu schreiben.
Es ist toll, was hier für eine Community entstanden ist und die Arbeit der Mods ist wirklich bewundernswert. Hätte ich das Forum früher gekannt, wäre ich vielleicht nicht in meiner jetzigen Lage:/
Nun brauche ich aber wirklich Rat, weil ich sehr unsicher wegen meiner konkreten Situation bin.
Meine Tochter Anna kam am 4.09 zur Welt und für mich war klar: Ich werde vollstillen, solange sie es möchte.
Und dann platzte dieser Traum ziemlich schnell: Noch im Krankenhaus musste sie zugefüttert werden, weil meine Milch noch nicht da war und sie Unterzucker hatte. Nach drei Tagen wurden wir zufütternd entlassen und meine Milch kam langsam.
Aber: Ich hatte keinen klassischen Milcheinschuss und alle Versuche, die Milchmenge zu steigern scheiterten leider. Anna nahm nicht genug zu und als sie mit 3 Wochen immer noch nicht ihr Geburtsgewicht erreicht hatte, musste ich mit der Zufüttermenge leider deutlich hoch gehen.
Jetzt, im Nachhinein kann ich nicht genau sagen, wieso ich so versagt habe. Wahrscheinlich habe ich ganz am Anfang nicht genug angelegt (Anna war schläfrig wegen leichter Gelbsucht und ich hatte keine Ahnung vom richtigen Wecken) oder nicht auf die richtige Saugtechnik geachtet. Ich hätte auch mehr und länger Pumpen können. Gepumpt habe ich nur zwei Wochen täglich eine Stunde, leider mit dem stabil kläglichem Resultat von 30ml aus beiden Brüsten. Das hat mich dann sehr fertig gemacht und ich konnte nicht mehr. Vielleicht habe ich tatsächlich auch wenig Milchdrüsengewebe - ich habe stark asymmetrische Brüste und eine Brust ist deutlich tubulär.
Wie dem ich sei, jetzt stehe ich hier: Anna ist bald fünf Monate alt und ich bin langsam mit Beikost gestartet. Zuerst dachte ich, dass sie noch zu jung ist und einfach erstmal den Löffel ableckt und Texturen und Gerüche kennen lernt, war aber ganz erstaunt, dass sie sofort ganz begeistert alles gegessen hat, was ich ihr anbot. Sie kann nicht genug von Früchten, Haferbrei und Gemüsebrei bekommen und gluckst glücklich, wenn sie ihren Löffel sieht.
Vor Beikoststart hat sie täglich ca. 470ml Pre mit Brusternährungsset bekommen und hat dabei auf ihrer Perzentiele zugenommen.
Jetzt kriegt sie seit Anfang der Woche mittags Brei und trinkt direkt ca 100ml weniger. Das ist erstmal erfreulich, bringt mich aber zu folgen Fragen:
An Forenmitglieder, die vielleicht mit Beikost ebenfalls Pre ausgeschlichen haben:
Wie habt ihr das genau gemacht?
Wie schnell ging es?
Gibt es jemanden, der auch eine so hohe Menge Pre ersetzen konnte? Bisher habe ich nur von 100-300ml gelesen.
Und wie habt ihr eure Babys motiviert, ohne BES vernünftig zu trinken?
(Anna trinkt nur nachts vernünftig, tagsüber ist ohne BES Stillen nur an meiner guten Brust nur einen Milchspendereflex mit ca 2min möglich)
An einem Stillmod oder jemanden „vom Fach“:
Ist es gesundheitlich unbedenklich, eine solche hohe Menge (470ml) so früh (aktuell kurz vor 5 Monaten) durch Beikost zu ersetzen? Was ist ein passendes Tempo?
Anna isst aktuell so viel, wie ich ihr anbiete (aktuell ca. 150g) und ich weiß nicht, ob ich ihr so früh mehr geben darf/sollte.
Was ist mit ihrem Milchbedarf? Wie viel braucht ein Baby an Milch nach dem Start der Beikost?
Ich kann leider nicht sagen, wie viel meiner Milch Anna trinkt, besonders viel wird es aber nicht sein, weil ich nur sehr wenig Pumpen konnte (Max 30ml eine Stunde nach Anlegen durch Powerpumpen) und mir noch nie Milch ausgelaufen ist.
Ich habe Bedenken, dass wenn ich die 470ml durch Beikost ersetze, sie nicht optimal versorgt ist, weil sie zu wenig Eiweiß oder andere wichtige Nährstoffe bekommt.
Ich habe versucht, mir diese Fragen durch Recherche zu beantworten, aber ich finde nichts vernünftiges zur Zwiemilch in Kombi mit Beikost.
In einem Expertenforum eines Säuglingsnahrungsherstellers habe ich gelesen, dass Babys nach Beikoststart bis zum ersten Geburtstag 400-500ml Pre (oder MuMi) trinken sollen. Stimmt das?
Aber dann weiß ich ja immer noch nicht, wie viel Muttermilch Anna bei mir trinkt… Kann ich das irgendwie rausfindenden?
Vor Stillproben habe ich große Angst. Am Anfang meines Stillkampfs habe ich auf Anraten meiner Mutter ein paar Mal vor und nach dem Stillen gewogen und war dann erschüttert, nie mehr als 30ml(und mehrmals 0ml) gemessen zu haben. Das hat mich nahezu zum Abstillen bewogen und ich werde das nur noch dann machen, wenn es keine andere Möglichkeit gibt und das aus Expertensicht Sinn macht.
Ich hoffe meine Fragen machen Sinn und ich habe nicht zu wirr geschrieben. Ich würde mich auf jeden Fall sehr über Antworten freuen!
Danke und eine gute Nacht euch!