Hält Reflux mein Baby vom Stillen ab? Oder was ist hier los?
Verfasst: 18.12.2022, 14:42
Hallo! Ich bin neu hier, habe mich auch schon durch viele Foreneinträge gelesen, aber noch nichts gefunden, das zu meinem Problem passt, daher eröffne ich hier einen eigenen Thread.
Kurze Version: Ich habe das Gefühl, dass Reflux meine Tochter (fast 14 Wochen alt) vom Stillen abhält, auch wenn sie eigentlich noch hungrig ist. Kann das sein? Was kann ich tun?
Lange Version: Seit ca. 4 Wochen habe ich schon das Gefühl, dass meine fast 14 Wochen alte Tochter irritiert vom Reflux ist und dadurch nicht mehr so viel stillt, wie sie eigentlich möchte. In den drei Wochen davor hatte ich Ähnliches beobachtet: Sie hatte mit 7 Wochen Schnupfen bekommen, der über eine Woche anhielt, dadurch bekam sie schlechter Luft, das beeinflusste sie auch beim Trinken. Sie schluckte viel Luft und musste schon während des Trinkens viel Luft loswerden. Bäuerchen erst nach dem Trinken hat nicht gereicht, sie konnte nicht weitertrinken, wenn sie die Luft spürte. Das war sehr anstrengend, denn es konnte vorkommen, dass sie schon nach 5 Schlücken Luft loswerden wollte. Bis die dann in mehreren Schüben raus war, konnte auch mal eine Stunde vergehen, ehe die Stillmahlzeit fortgesetzt werden konnte. Die Luft-Aufstoßen-Problematik war zum Glück dann wieder vorbei und meine Tochter hatte wieder die Saugtechnik drauf, die sie vor dem Schnupfen hatte.
Abgelöst wurde dies aber davon, dass sie nun ihr Reflux zu irritieren scheint – zumindest kommt es mir so vor. Wie komme ich darauf? Wir stillen und irgendwann beginnt sie, ab- und anzudocken. Das Verhalten zeigt sie auch, wenn sie ausscheiden muss, also halte ich sie dann ab. Häufig passiert es gleichzeitig zum Ausscheiden, dass ihr Milch wiederholt kommt. Manchmal kommt auch Milch hoch, ohne dass sie ausscheiden muss, und sie dockt ab und wieder an. Zusätzlich hustet sie dann manchmal (klingt für mich so, als hätte sie sich an der hochgekommenen Milch verschluckt). An ein Weiterstillen ist dann nicht mehr zu denken. Wenn ich ihr die Brust erneut anbiete, dreht sie sich weg. Stattdessen steckt sie sich ihre Hand in den Mund und verzieht das Gesicht.
Ich habe nicht das Gefühl, dass sie zu dem Zeitpunkt schon satt ist, denn die Stillmahlzeit ist ja nicht entspannt beendet worden und war kurz. Sie sieht für mich weiterhin hungrig aus, streckt nämlich immer wieder die Zunge leicht raus. Bis zum Alter von ca. 6 Wochen konnte ich mich noch sehr gut auf ihre Hungerzeichen verlassen. Mittlerweile klappt das gar nicht mehr. Wenn sie auf dem Rücken liegt, zeigt sie dieses leichte Zunge-Rausstrecken. Dann biete ich ihr die Brust an, doch sie nimmt sie nicht. Stattdessen lutscht sie an allem anderen rum, das sie in die Finger kriegen kann. Manchmal sieht es für mich so aus, als wolle sie ein Würgen erzeugen wollen. Auf dem Rücken liegend sieht sie so für mich selten richtig entspannt aus, manchmal verzieht sie dabei eben so das Gesicht und zieht außerdem mit ihren Händen ihr Shirt zur Brust. Wenn man sie dann auf den Arm nimmt, wirkt sie direkt glücklicher. Und wenn ihr Papa sie zu sich nimmt und auf sich in Bauchlage positioniert, lacht sie. Anschließend auf dem Rücken sieht sie wieder recht verkrampft aus.
Das Ende vom Lied: Ich denke fast den ganzen Tag über, dass sie hungrig ist, aber die Brust nicht nehmen will. Sie sieht für mich halt hungrig aus und die Mahlzeiten sind ja kurz und enden nicht mit Entspannung, sondern mit Spucken, verzogenem Gesicht und anschließenden Hungerzeichen (?). Wie soll so Stillen nach Bedarf funktionieren? Ich biete ihr die Brust immer wieder an. Meist klappt es dann nur, wenn sie gerade ein kurzes Schläfchen gehalten hat, aber die Mahlzeit verläuft dann wie oben beschrieben.
Nachts gibt es kein Spucken, kein verzogenes Gesicht. Auch tagsüber klappt das Stillen im Halbschlaf. In den letzten Tagen hat sie nachts aber auch nicht mehr so schön getrunken. Generell wird sie nachts nicht wach, aber ich werde alle paar Stunden wach und sehe, dass sie unruhig ist, dann lege ich sie dann schlafend an. Sie schläft direkt neben mir im Familienbett.
Tagsüber stillen wir auch fast ausschließlich im seitlichen Liegen, das ist das einzige, was aktuell klappt, aus anderen Positionen windet sie sich weg. Im seitlichen Liegen kann sie sich schön selbstständig auf die Seite drehen und streckt freudig die Hände nach mir aus.
… Das war jetzt sehr viel Text. Aber kann das sein, dass sie hungrig ist, das Reflux-Gefühl sie aber vom Weitertrinken abhält? Oder würde sich ein hungriges Baby definitiv holen, was es braucht? Sehe ich Probleme, wo gar keine sind?
Kurze Version: Ich habe das Gefühl, dass Reflux meine Tochter (fast 14 Wochen alt) vom Stillen abhält, auch wenn sie eigentlich noch hungrig ist. Kann das sein? Was kann ich tun?
Lange Version: Seit ca. 4 Wochen habe ich schon das Gefühl, dass meine fast 14 Wochen alte Tochter irritiert vom Reflux ist und dadurch nicht mehr so viel stillt, wie sie eigentlich möchte. In den drei Wochen davor hatte ich Ähnliches beobachtet: Sie hatte mit 7 Wochen Schnupfen bekommen, der über eine Woche anhielt, dadurch bekam sie schlechter Luft, das beeinflusste sie auch beim Trinken. Sie schluckte viel Luft und musste schon während des Trinkens viel Luft loswerden. Bäuerchen erst nach dem Trinken hat nicht gereicht, sie konnte nicht weitertrinken, wenn sie die Luft spürte. Das war sehr anstrengend, denn es konnte vorkommen, dass sie schon nach 5 Schlücken Luft loswerden wollte. Bis die dann in mehreren Schüben raus war, konnte auch mal eine Stunde vergehen, ehe die Stillmahlzeit fortgesetzt werden konnte. Die Luft-Aufstoßen-Problematik war zum Glück dann wieder vorbei und meine Tochter hatte wieder die Saugtechnik drauf, die sie vor dem Schnupfen hatte.
Abgelöst wurde dies aber davon, dass sie nun ihr Reflux zu irritieren scheint – zumindest kommt es mir so vor. Wie komme ich darauf? Wir stillen und irgendwann beginnt sie, ab- und anzudocken. Das Verhalten zeigt sie auch, wenn sie ausscheiden muss, also halte ich sie dann ab. Häufig passiert es gleichzeitig zum Ausscheiden, dass ihr Milch wiederholt kommt. Manchmal kommt auch Milch hoch, ohne dass sie ausscheiden muss, und sie dockt ab und wieder an. Zusätzlich hustet sie dann manchmal (klingt für mich so, als hätte sie sich an der hochgekommenen Milch verschluckt). An ein Weiterstillen ist dann nicht mehr zu denken. Wenn ich ihr die Brust erneut anbiete, dreht sie sich weg. Stattdessen steckt sie sich ihre Hand in den Mund und verzieht das Gesicht.
Ich habe nicht das Gefühl, dass sie zu dem Zeitpunkt schon satt ist, denn die Stillmahlzeit ist ja nicht entspannt beendet worden und war kurz. Sie sieht für mich weiterhin hungrig aus, streckt nämlich immer wieder die Zunge leicht raus. Bis zum Alter von ca. 6 Wochen konnte ich mich noch sehr gut auf ihre Hungerzeichen verlassen. Mittlerweile klappt das gar nicht mehr. Wenn sie auf dem Rücken liegt, zeigt sie dieses leichte Zunge-Rausstrecken. Dann biete ich ihr die Brust an, doch sie nimmt sie nicht. Stattdessen lutscht sie an allem anderen rum, das sie in die Finger kriegen kann. Manchmal sieht es für mich so aus, als wolle sie ein Würgen erzeugen wollen. Auf dem Rücken liegend sieht sie so für mich selten richtig entspannt aus, manchmal verzieht sie dabei eben so das Gesicht und zieht außerdem mit ihren Händen ihr Shirt zur Brust. Wenn man sie dann auf den Arm nimmt, wirkt sie direkt glücklicher. Und wenn ihr Papa sie zu sich nimmt und auf sich in Bauchlage positioniert, lacht sie. Anschließend auf dem Rücken sieht sie wieder recht verkrampft aus.
Das Ende vom Lied: Ich denke fast den ganzen Tag über, dass sie hungrig ist, aber die Brust nicht nehmen will. Sie sieht für mich halt hungrig aus und die Mahlzeiten sind ja kurz und enden nicht mit Entspannung, sondern mit Spucken, verzogenem Gesicht und anschließenden Hungerzeichen (?). Wie soll so Stillen nach Bedarf funktionieren? Ich biete ihr die Brust immer wieder an. Meist klappt es dann nur, wenn sie gerade ein kurzes Schläfchen gehalten hat, aber die Mahlzeit verläuft dann wie oben beschrieben.
Nachts gibt es kein Spucken, kein verzogenes Gesicht. Auch tagsüber klappt das Stillen im Halbschlaf. In den letzten Tagen hat sie nachts aber auch nicht mehr so schön getrunken. Generell wird sie nachts nicht wach, aber ich werde alle paar Stunden wach und sehe, dass sie unruhig ist, dann lege ich sie dann schlafend an. Sie schläft direkt neben mir im Familienbett.
Tagsüber stillen wir auch fast ausschließlich im seitlichen Liegen, das ist das einzige, was aktuell klappt, aus anderen Positionen windet sie sich weg. Im seitlichen Liegen kann sie sich schön selbstständig auf die Seite drehen und streckt freudig die Hände nach mir aus.
… Das war jetzt sehr viel Text. Aber kann das sein, dass sie hungrig ist, das Reflux-Gefühl sie aber vom Weitertrinken abhält? Oder würde sich ein hungriges Baby definitiv holen, was es braucht? Sehe ich Probleme, wo gar keine sind?