Ziel Vollstillen erreichbar? Baby nimmt nicht zu...
Verfasst: 11.10.2022, 12:04
Hallo
Ich lese hier schon eine Weile still mit und habe mich nun registriert, weil ich mit unserem Stillproblem nicht weiterkomme und unsicher bin, ob das Ziel Vollstillen überhaupt erreichbar ist oder ob ich mich damit abfinden muss, zuzufüttern. Daher freue ich mich sehr über fachkundige Hilfe hier!
Mein Sohn ist 11 Wochen alt. Die Geburt war zwar länger und es lief im Endeffekt auf eine sekundäre Sectio raus, aber uns ging es zu jeder Zeit gut. Für mich war immer ganz selbstverständlich, dass ich ihn stillen möchte und war daher sehr zuversichtlich, dass alles gut klappt. Aufgrund von hoher Gewichtsabnahme meines Sohnes zur U2 war ich dann jedoch sehr verunsichert und habe mich dann für das Zufüttern von Pre entschieden. Pre hat er von Anfang an per Flasche bekommen. Mittlerweile haben wir ein BES, aber führt dies eher dazu, dass er, wenn es nicht mit angeschlossen ist, frustriert ist, weil ihm ohne BES nicht genug Milch kommt und er ungeduldig wird, daher habe ich es wieder weggelassen, weil er keine Anzeichen einer Saugverwirrung zeigt. Er dockt schön an und saugt auch gut an der Brust. Die Flasche nimmt er dennoch gerne nach dem Stillen an der Brust an. Ich füttere nicht nach jedem Stillen zu, sondern nach ca. jedem zweiten Stillen, jeweils ca. 60-70 ml, daher insgesamt ca. bis zu 400 ml am Tag, an manchen Tagen auch mehr.
Leider lebe ich in einer geburtsstarken Gegend, so dass ich zur Urlaubshochsaison keine Wochenbetthebamme gefunden habe und nur zweimal eine Hebamme von der Rufbereitschaft da war, die mir jedoch versicherte, dass alles in Ordnung sei und ich mich mit dem Stillen entspannen solle. Im Endeffekt kamen wir dann trotz Zufüttern zur U3 auf ein perzentilenkreuzendes Gewicht. Die KÄ hatte uns noch einmal zur Kontrolle einbestellt - nach zwei Wochen (ich habe in dem Zeitraum dann wahrscheinlich auch mehr zugefüttert, habe es aber leider nicht dokumentiert) hatten wir dann eine Gewichtszunahme von ca. 1 kg. - Nochmal zwei Wochen später zur ersten Impfung wieder nur 200 g. Nun habe ich mir eine Babywaage geliehen und angefangen ausführlich zu dokumentieren.
Zwischendurch war ich auch noch einmalig bei einer Stillberaterin IBCLC, die mich in meinen bisherigen Maßnahmen bestätigt hat und mir außerdem empfohlen hat zu pumpen. Ich hatte mir Anfang August eine elektrische Milchpumpe rezeptieren lassen, jedoch war ich extrem frustriert von den Minimengen (nicht mal 10 ml pro Pumpvorgang), die ich da rausholen konnte, dass ich es damit wieder aufgegeben habe. Mit der Handmilchpumpe kann ich auch nicht wirklich etwas pumpen.
Ansonsten lege ich relativ häufig an (10-15x/Tag), trinke Stilltee und versuche alles entspannt zu sehen (was ich nicht tue, wenn ich ehrlich bin). Ich hatte im Frühwochenbett relativ viel Stress wegen Besuchern und Kommentaren dieser zum Thema Stillen sowie fehlender Unterstützung im Haushalt gepaart mit einen ausgeprägten Bedürfnis nach einer gewissen Grundordnung/-sauberkeit, was insgesamt wahrscheinlich wenig zur allgemeinen Entspannung beigetragen hat.
Mein Wunschziel ist Vollstillen, aber aktuell mache ich mir wegen der weiterhin geringen Gewichtszunahme große Sorgen und überlege, ob ich mehr zufüttern sollte/muss, weil ich nicht das Gefühl habe, dass die von mir produzierte Muttermilch- + aktuelle Pre-Menge ausreicht, um meinen Sohn adäquat zu ernähren, d.h. aktuell erscheint mir aufgrund der Gewichtsentswicklung die Pre-Menge zu wenig, will ihn aber auch nicht überfüttern. Soll ich noch abwarten mit der Erhöhung der Pre-Menge? Leider lässt sich ja nicht beurteilen, inwiefern die Gewichte von der KÄ und der Leihwaage übereinstimmen. Ich gehe aufgrund der aktuellen Gewichtsentwicklung nicht davon aus, dass mein Sohn in einer guten Woche über 300 g zugenommen hat (zwischen dem 26.09. und dem 05.10.).
Ich bin unendlich dankbar für Unterstützung, weil das Thema unseren Alltag mittlerweile extrem überlagert und ich mir einfach wieder mehr Entspannung wünsche, um meinen Sohn genießen zu können. Wahrscheinlich könnte ich eine Zwiemilchernährung gut akzeptieren, wenn das Thema mit der Gewichtszunahme sich in eine positivere Richtung enwickeln würde und ich eine bessere Einschätzung bzgl. der Zufüttermenge hätte.
Ganz lieben Dank für eure Hilfe!
Liebe Grüße,
Johi
Der bisherige Verlauf:
26.07.22 Geburt 3730 g
28.07.22 U2 3390 g
04.08.22 Hebamme (Federwaage) 3800 g
01.09.22 U3 4060 g
15.09.22 KÄ 4930 g
26.09.22 KÄ 5100 g
30.09.22 11xStillen 640 ml Pre, 7xPipi, 0xStuhl
01.10.22 11xStillen 400 ml Pre, 5xPipi, 1xStuhl
02.10.22 13xStillen 400 ml Pre, 6xPipi, 1xStuhl
03.10.22 13xStillen 370 ml Pre, 6xPipi, 0xStuhl
04.10.22 10xStillen 460 ml Pre, 7xPipi, 0xStuhl
05.10.22 5425 g (Leihwaage), 12xStillen 390 ml Pre, 7xPipi, 1xStuhl
06.10.22 5430 g (LW), 10xStillen 380 ml Pre, 7xPipi, 1xStuhl
07.10.22 5430 g (LW), 12xStillen 410 ml Pre, 7xPipi, 1xStuhl
08.10.22 XXXX g, 15xStillen 370 ml Pre, 7xPipi, 1xStuhl
09.10.22 5445 g (LW), 12xStillen 390 ml Pre, 7xPipi, 0xStuhl
10.10.22 5485 g (LW), 13xStillen 330 ml Pre, 7xPipi, 0xStuhl
11.10.22 5425 g (LW)
Ich lese hier schon eine Weile still mit und habe mich nun registriert, weil ich mit unserem Stillproblem nicht weiterkomme und unsicher bin, ob das Ziel Vollstillen überhaupt erreichbar ist oder ob ich mich damit abfinden muss, zuzufüttern. Daher freue ich mich sehr über fachkundige Hilfe hier!
Mein Sohn ist 11 Wochen alt. Die Geburt war zwar länger und es lief im Endeffekt auf eine sekundäre Sectio raus, aber uns ging es zu jeder Zeit gut. Für mich war immer ganz selbstverständlich, dass ich ihn stillen möchte und war daher sehr zuversichtlich, dass alles gut klappt. Aufgrund von hoher Gewichtsabnahme meines Sohnes zur U2 war ich dann jedoch sehr verunsichert und habe mich dann für das Zufüttern von Pre entschieden. Pre hat er von Anfang an per Flasche bekommen. Mittlerweile haben wir ein BES, aber führt dies eher dazu, dass er, wenn es nicht mit angeschlossen ist, frustriert ist, weil ihm ohne BES nicht genug Milch kommt und er ungeduldig wird, daher habe ich es wieder weggelassen, weil er keine Anzeichen einer Saugverwirrung zeigt. Er dockt schön an und saugt auch gut an der Brust. Die Flasche nimmt er dennoch gerne nach dem Stillen an der Brust an. Ich füttere nicht nach jedem Stillen zu, sondern nach ca. jedem zweiten Stillen, jeweils ca. 60-70 ml, daher insgesamt ca. bis zu 400 ml am Tag, an manchen Tagen auch mehr.
Leider lebe ich in einer geburtsstarken Gegend, so dass ich zur Urlaubshochsaison keine Wochenbetthebamme gefunden habe und nur zweimal eine Hebamme von der Rufbereitschaft da war, die mir jedoch versicherte, dass alles in Ordnung sei und ich mich mit dem Stillen entspannen solle. Im Endeffekt kamen wir dann trotz Zufüttern zur U3 auf ein perzentilenkreuzendes Gewicht. Die KÄ hatte uns noch einmal zur Kontrolle einbestellt - nach zwei Wochen (ich habe in dem Zeitraum dann wahrscheinlich auch mehr zugefüttert, habe es aber leider nicht dokumentiert) hatten wir dann eine Gewichtszunahme von ca. 1 kg. - Nochmal zwei Wochen später zur ersten Impfung wieder nur 200 g. Nun habe ich mir eine Babywaage geliehen und angefangen ausführlich zu dokumentieren.
Zwischendurch war ich auch noch einmalig bei einer Stillberaterin IBCLC, die mich in meinen bisherigen Maßnahmen bestätigt hat und mir außerdem empfohlen hat zu pumpen. Ich hatte mir Anfang August eine elektrische Milchpumpe rezeptieren lassen, jedoch war ich extrem frustriert von den Minimengen (nicht mal 10 ml pro Pumpvorgang), die ich da rausholen konnte, dass ich es damit wieder aufgegeben habe. Mit der Handmilchpumpe kann ich auch nicht wirklich etwas pumpen.
Ansonsten lege ich relativ häufig an (10-15x/Tag), trinke Stilltee und versuche alles entspannt zu sehen (was ich nicht tue, wenn ich ehrlich bin). Ich hatte im Frühwochenbett relativ viel Stress wegen Besuchern und Kommentaren dieser zum Thema Stillen sowie fehlender Unterstützung im Haushalt gepaart mit einen ausgeprägten Bedürfnis nach einer gewissen Grundordnung/-sauberkeit, was insgesamt wahrscheinlich wenig zur allgemeinen Entspannung beigetragen hat.
Mein Wunschziel ist Vollstillen, aber aktuell mache ich mir wegen der weiterhin geringen Gewichtszunahme große Sorgen und überlege, ob ich mehr zufüttern sollte/muss, weil ich nicht das Gefühl habe, dass die von mir produzierte Muttermilch- + aktuelle Pre-Menge ausreicht, um meinen Sohn adäquat zu ernähren, d.h. aktuell erscheint mir aufgrund der Gewichtsentswicklung die Pre-Menge zu wenig, will ihn aber auch nicht überfüttern. Soll ich noch abwarten mit der Erhöhung der Pre-Menge? Leider lässt sich ja nicht beurteilen, inwiefern die Gewichte von der KÄ und der Leihwaage übereinstimmen. Ich gehe aufgrund der aktuellen Gewichtsentwicklung nicht davon aus, dass mein Sohn in einer guten Woche über 300 g zugenommen hat (zwischen dem 26.09. und dem 05.10.).
Ich bin unendlich dankbar für Unterstützung, weil das Thema unseren Alltag mittlerweile extrem überlagert und ich mir einfach wieder mehr Entspannung wünsche, um meinen Sohn genießen zu können. Wahrscheinlich könnte ich eine Zwiemilchernährung gut akzeptieren, wenn das Thema mit der Gewichtszunahme sich in eine positivere Richtung enwickeln würde und ich eine bessere Einschätzung bzgl. der Zufüttermenge hätte.
Ganz lieben Dank für eure Hilfe!
Liebe Grüße,
Johi
Der bisherige Verlauf:
26.07.22 Geburt 3730 g
28.07.22 U2 3390 g
04.08.22 Hebamme (Federwaage) 3800 g
01.09.22 U3 4060 g
15.09.22 KÄ 4930 g
26.09.22 KÄ 5100 g
30.09.22 11xStillen 640 ml Pre, 7xPipi, 0xStuhl
01.10.22 11xStillen 400 ml Pre, 5xPipi, 1xStuhl
02.10.22 13xStillen 400 ml Pre, 6xPipi, 1xStuhl
03.10.22 13xStillen 370 ml Pre, 6xPipi, 0xStuhl
04.10.22 10xStillen 460 ml Pre, 7xPipi, 0xStuhl
05.10.22 5425 g (Leihwaage), 12xStillen 390 ml Pre, 7xPipi, 1xStuhl
06.10.22 5430 g (LW), 10xStillen 380 ml Pre, 7xPipi, 1xStuhl
07.10.22 5430 g (LW), 12xStillen 410 ml Pre, 7xPipi, 1xStuhl
08.10.22 XXXX g, 15xStillen 370 ml Pre, 7xPipi, 1xStuhl
09.10.22 5445 g (LW), 12xStillen 390 ml Pre, 7xPipi, 0xStuhl
10.10.22 5485 g (LW), 13xStillen 330 ml Pre, 7xPipi, 0xStuhl
11.10.22 5425 g (LW)