Baby 5 Monate trinkt kaum noch aus der Brust
Verfasst: 21.09.2022, 22:09
Liebes Team des Stillforums,
Ich melde mich, weil ich mittlerweile sehr verzweifelt bin. Unser Sohn, knapp 5 1/2 Monate alt, mag seit etwa 1,5 Wochen nicht mehr an die Brust gehen.
Seit längerer Zeit klappt das Einschlafstillen schon nicht mehr und er möchte nur noch die linke Brust stillen. Um die Milchproduktion auch in der rechten Brust zumindest etwas aufrecht zu erhalten, habe ich aber 1x täglich abgepumpt. Das hat soweit auch ganz gut funktioniert und er wurde eben nur noch mit der linken Brust gestillt.
Vor einiger Zeit haben wir auf Anraten unserer Hebamme begonnen ihm 1x täglich abends abgepumpte Muttermilch in der Flasche zuzufüttern, da sein Gewicht längere Zeit stagnierte. Dies hat neben dem stillen problemlos geklappt. Seit 1,5 Wochen allerdings klappt das stillen, vorallem tagsüber allerdings plötzlich kaum noch und ist für alle Beteiligten ein großer Kampf.
Das Stillen sieht dann wie folgt aus:
Mein Sohn möchte gerne trinken, dockt an, saugt 5 Sekunden und lässt dann frustriert darüber, dass die Milch nicht direkt läuft, wieder los. Dieses Spiel wiederholt sich einige Male, bis er vollends anfängt zu weinen und sich dreht und windet. Wenn ich Glück habe schafft er es mit ständigem An- und Andocken noch bis zum Einsetzen des MSR. Dann trinkt er für ca. 1-2 Minuten halbwegs ruhig und fängt an sehr unruhig zu trinken. Das heißt zu strampeln, an der Brustwarze zu ziehen, sich abzudocken, zu überstrecken, zu weinen und sich letztendlich ganz wegzudrehen. Oft dockt er dann wieder an, trinkt einige Züge und das Ganze geht von Vorne los. Ich wechsele dann oft die Seite (rechts trinkt er nur wenn ich ihn im Rückengriff halte, in der Wiegehaltung lehnt er die Brust komplett ab), dann geht es wieder kurz. Irgendwann verweigert er das trinken dann aber komplett und wir machen ihm manchmal eine Flasche. Sobald er die Flasche sieht hört er dann auf zu weinen, streckt seine Hände danach aus und trinkt die gesamte Flasche aus. Nachts sieht es oft ähnlich aus, wenn die Milch nicht sofort fließt wird er unruhig, dockt sich oft ab und fängt an zu weinen. Wenn der MSR dann ausgelöst wurde trinkt er allerdings recht ruhig und schläft an der Brust wieder ein.
Da wir das Gefühl hatten, dass er durch das nur sehr kurze trinken nicht richtig satt wird und eigentlich den ganzen Tag auch nur weinerlich ist, haben wir teilweise auch angefangen tagsüber nach den Mahlzeiten mit PRE Nahrung zuzufüttern. Um die Milchbildung aufrechtzuerhalten habe ich nach den Mahlzeiten zu denen zugefüttert wurde noch abgepumpt und auch nach dem stillen noch eine ordentliche Menge an Milch (210ml in 3x15 Minuten stillen) erhalten. Ich schließe also ein zu wenig an Milch, so wie durch die Hebamme vermutete eigentlich aus.
Ich habe bereits einiges versucht um die Situation zu entspannen: Den MSR vorher mit der Pumpe ausgelöst, Brustmassage und Wärme, damit der MSR schneller einsetzt, den Einsatz des Schnuller stark reduziert, die Flasche für einen Tag komplett weggelassen, Zuffüttern über den Becher/ BES, den MSR vorher ausgelöst, Stillhütchen, verschiedene Stillpositionen und im Umhergehen stillen. Nichts hat bisher eine Veränderung der Situation bringen können. Becherfütterung und BES lehnt er ab, insofern bleibt nur die Flasche zum Zufüttern.
Ich würde unglaublich gerne weiter stillen, bin mittlerweile aber am Ende meiner Ideen und möchte mir und meinem Kind diese Stresssituationen nicht mehr ewig zumuten. Ich würde mir sehr etwas Entspannung wünschen und dass das Stillen für uns beide wieder mit Geborgenheit verbunden ist.
Könnt ihr helfen?
Viele liebe Grüße,
Svenja
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Junge
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Bis vor kurzem wurde er nach Gefühl immer Mal wieder nach dem stillen mit 30-60ml PRE Nahrung oder abgepumpter Muttermilch zugefüttert, abends bekam er fest eine Flasche PRE Nahrung oder Muttermilch (davon hat er im Schnitt 60-150ml getrunken). Aktuell weitestgehend keine Flasche.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
10-12x pro Tag für ca. 5-7 Minuten, nachts alle 2-3 Stunden dann aber länger (teilweise für 30 Minuten), nur eine Brustseite
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Stuhlgang fast täglich, nachts eine sehr volle Windel mit Urin, tagsüber 4-5 nasse Windeln
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Mein Sohn ist ein sehr reizoffenes Baby, eher unruhig und ungeduldig. Wir hatten einen etwas holprigen Stillstart, da ich sehr viel Milch hatte und mein Sohn mit der Menge nicht zurecht gekommen ist. Er hat sich oft verschluckt, da meine Milch sehr stark fließt und unter Bauchschmerzen gelitten. Dies hat sich dann aber gelegt und wir hatten einige Wochen eine ganz schöne und unkomplizierte Stillzeit, das Stillen zum einschlafen hat gut und zuverlässig geklappt.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Schnuller und Flaschen
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Ja: Osteopath, Orthopäde, Krankengymnastik, Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Nein.
Ich melde mich, weil ich mittlerweile sehr verzweifelt bin. Unser Sohn, knapp 5 1/2 Monate alt, mag seit etwa 1,5 Wochen nicht mehr an die Brust gehen.
Seit längerer Zeit klappt das Einschlafstillen schon nicht mehr und er möchte nur noch die linke Brust stillen. Um die Milchproduktion auch in der rechten Brust zumindest etwas aufrecht zu erhalten, habe ich aber 1x täglich abgepumpt. Das hat soweit auch ganz gut funktioniert und er wurde eben nur noch mit der linken Brust gestillt.
Vor einiger Zeit haben wir auf Anraten unserer Hebamme begonnen ihm 1x täglich abends abgepumpte Muttermilch in der Flasche zuzufüttern, da sein Gewicht längere Zeit stagnierte. Dies hat neben dem stillen problemlos geklappt. Seit 1,5 Wochen allerdings klappt das stillen, vorallem tagsüber allerdings plötzlich kaum noch und ist für alle Beteiligten ein großer Kampf.
Das Stillen sieht dann wie folgt aus:
Mein Sohn möchte gerne trinken, dockt an, saugt 5 Sekunden und lässt dann frustriert darüber, dass die Milch nicht direkt läuft, wieder los. Dieses Spiel wiederholt sich einige Male, bis er vollends anfängt zu weinen und sich dreht und windet. Wenn ich Glück habe schafft er es mit ständigem An- und Andocken noch bis zum Einsetzen des MSR. Dann trinkt er für ca. 1-2 Minuten halbwegs ruhig und fängt an sehr unruhig zu trinken. Das heißt zu strampeln, an der Brustwarze zu ziehen, sich abzudocken, zu überstrecken, zu weinen und sich letztendlich ganz wegzudrehen. Oft dockt er dann wieder an, trinkt einige Züge und das Ganze geht von Vorne los. Ich wechsele dann oft die Seite (rechts trinkt er nur wenn ich ihn im Rückengriff halte, in der Wiegehaltung lehnt er die Brust komplett ab), dann geht es wieder kurz. Irgendwann verweigert er das trinken dann aber komplett und wir machen ihm manchmal eine Flasche. Sobald er die Flasche sieht hört er dann auf zu weinen, streckt seine Hände danach aus und trinkt die gesamte Flasche aus. Nachts sieht es oft ähnlich aus, wenn die Milch nicht sofort fließt wird er unruhig, dockt sich oft ab und fängt an zu weinen. Wenn der MSR dann ausgelöst wurde trinkt er allerdings recht ruhig und schläft an der Brust wieder ein.
Da wir das Gefühl hatten, dass er durch das nur sehr kurze trinken nicht richtig satt wird und eigentlich den ganzen Tag auch nur weinerlich ist, haben wir teilweise auch angefangen tagsüber nach den Mahlzeiten mit PRE Nahrung zuzufüttern. Um die Milchbildung aufrechtzuerhalten habe ich nach den Mahlzeiten zu denen zugefüttert wurde noch abgepumpt und auch nach dem stillen noch eine ordentliche Menge an Milch (210ml in 3x15 Minuten stillen) erhalten. Ich schließe also ein zu wenig an Milch, so wie durch die Hebamme vermutete eigentlich aus.
Ich habe bereits einiges versucht um die Situation zu entspannen: Den MSR vorher mit der Pumpe ausgelöst, Brustmassage und Wärme, damit der MSR schneller einsetzt, den Einsatz des Schnuller stark reduziert, die Flasche für einen Tag komplett weggelassen, Zuffüttern über den Becher/ BES, den MSR vorher ausgelöst, Stillhütchen, verschiedene Stillpositionen und im Umhergehen stillen. Nichts hat bisher eine Veränderung der Situation bringen können. Becherfütterung und BES lehnt er ab, insofern bleibt nur die Flasche zum Zufüttern.
Ich würde unglaublich gerne weiter stillen, bin mittlerweile aber am Ende meiner Ideen und möchte mir und meinem Kind diese Stresssituationen nicht mehr ewig zumuten. Ich würde mir sehr etwas Entspannung wünschen und dass das Stillen für uns beide wieder mit Geborgenheit verbunden ist.
Könnt ihr helfen?
Viele liebe Grüße,
Svenja
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Junge
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Bis vor kurzem wurde er nach Gefühl immer Mal wieder nach dem stillen mit 30-60ml PRE Nahrung oder abgepumpter Muttermilch zugefüttert, abends bekam er fest eine Flasche PRE Nahrung oder Muttermilch (davon hat er im Schnitt 60-150ml getrunken). Aktuell weitestgehend keine Flasche.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
10-12x pro Tag für ca. 5-7 Minuten, nachts alle 2-3 Stunden dann aber länger (teilweise für 30 Minuten), nur eine Brustseite
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Stuhlgang fast täglich, nachts eine sehr volle Windel mit Urin, tagsüber 4-5 nasse Windeln
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Mein Sohn ist ein sehr reizoffenes Baby, eher unruhig und ungeduldig. Wir hatten einen etwas holprigen Stillstart, da ich sehr viel Milch hatte und mein Sohn mit der Menge nicht zurecht gekommen ist. Er hat sich oft verschluckt, da meine Milch sehr stark fließt und unter Bauchschmerzen gelitten. Dies hat sich dann aber gelegt und wir hatten einige Wochen eine ganz schöne und unkomplizierte Stillzeit, das Stillen zum einschlafen hat gut und zuverlässig geklappt.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Schnuller und Flaschen
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Ja: Osteopath, Orthopäde, Krankengymnastik, Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Nein.