Stillstreik seit fast 8 Wochen- bitte um Hilfe!
Verfasst: 13.09.2022, 22:39
Liebe Community
Schon länger lese hier mit und wende mich nun auch mit unserem Problem an euch und hoffe sehr, dass mir jemand weiterhelfen kann. Leider ist unsere Still-Geschichte bereits etwas lange, deshalb beantworte ich zuerst einmal die wichtigsten Fragen:
Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Mädchen
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Nein, seit der 8. Lebenswoche nicht mehr.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Vor dem Stillstreik hat unsere Tochter unter Tags alle 2 Stunden getrunken, ca. für 8-10minuten, mal nur eine und mal beide Brüste. Nachts kam sie ca. 3-4 mal.
Unter Tags haben wir im Stillstreik gar keinen Rhytmus, alles hängt davon ab ob sie einmal im Halbschlaf halbwegs gut getrunken hat, kurz getrunken hat oder gar nicht. Es kommt definitiv oft vor, dass sie 3 Stunden gar nicht an die Brust geht und sie zeigt Hunger auch nicht wirklich an, außer durch Unruhe. Nachts trinkt sie nun seit Wochen fast stündlich, teils alle 2 Stunden.
Unsere Tochter schläft 3-5x täglich, alle 2-3 Stunden für 30 Min. bis 2 Stunden. Meist ist nur ein langer Schlaf dabei, die häufigsten dauern ca. 45 Minuten.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Stuhlgang hat sie meist 1-2 mal am Tag, manchmal auch einen Tag gar nicht. Die nassen Windeln sind derzeit unter Tags weniger, wenn auch nach wie vor 4-5. Nachts läuft sie aber regelmäßig aus, was vor dem Stillstreik nie der Fall war.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Stillen mit Stillhütchen, grenzwertiger gewichtsverlust, Zufütterung
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller? Flasche seit der 8. Lebenswoche nicht mehr, Schnuller ja
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Waren wir, leider hat keiner mehr einen Rat für uns.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Keine
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Erstes Kind
Meine Tochter ist nun 19 Wochen alt und wir hatten bereits einen schwierigen Stillstart. Wegen beginnender Gelbsucht und ihrer Abnahme von fast 10% fütterten wir ab Tag 3 zu, erreichten aber dann das Vollstillen zumindest bis ihr Bedarf stieg, mussten dann nochmals zufüttern bis wir seit ihrer 9. Lebenswoche seither stets ausschließlich gestillt haben. Die ersten 4 Wochen stillten wir mit Stillhütchen, da ich Flachwarzen habe und sie sich schwer tat das Vakuum zu halten.
Um das Alter von ca. 2 1/2 Monaten begann sie teils sehr unruhig beim Stillen zu sein und teilweise auch die Brust anzuschreien. Mal wurde es phasenweise wieder etwas besser, mal wieder schlechter.
Seit ca. 6 Wochen ist das stillen unter Tags immer mehr ein Drama- sie schreit wenn ich sie in Stillposition bringe, dockt mal kurz an und dockt schreiend ab oder trinkt 1-2 Minuten und dockt dann wieder ab (schreiend oder auch nicht) und will nicht mehr weiter trinken.
Eine Zeit lang hat das Stillen noch am ehesten während dem herumgehen geklappt, dann nur mehr im Liegen, mittlerweile ist auch das meist sehr schwierig. Im Halbschlaf und Nachts trinkt sie völlig problemlos, jedoch seit Wochen fast stündlich. Stillen unterwegs ist eigentlich nicht möglich, weshalb wir meist versuchen nicht länger als 2-3 Stunden unterwegs zu sein. Ihr üblicher Stillabstand waren tagsüber alle 2 - 2 1/2 Stunden.
Wir haben bereits einiges ausprobiert und auch eine Stillberaterin, Hebamme und Kinderärztin kontaktiert, jedoch leider erfolglos. Auch bei einem Osteopath waren wir bereits 2mal, dieser konnte nichts feststellen.
Verdacht bestand auf zu viel Milch (da sie wenn sie trank oft das Vakuum nicht halten konnte, schnalzende Geräusche machte und die Milch teilweise stark herausspritze), woraufhin ich Bockshornklee welchen ich bis dahin genommen habe auf 1/3 der ursprünglichen Dosis reduziert habe. Kurze Zeit hatte ich das Gefühl einer Verbesserung, jedoch hielt diese nur 3 Tage an.
Die Kinderärztin hat den Verdacht auf (stillen) Reflux geäußert, jedoch haben hoch lagern, länger auf dem Arm haben nach dem Stillen (wenn es einmal im Wachzustand klappt) und auch die Gabe von Aptamil Anti Reflux nichts bewirkt.
Das einzig beruhigende ist, dass meine Tochter gut an Gewicht zulegt und bereits knapp 7 Kilo hat, Geburtsgewicht waren 3 Kilo. Die genauen Gewichtsdaten poste ich natürlich noch.
Flasche hat sie seit ihrer 8.Lebenswoche keine mehr bekommen, bis gestern, als wir nun in unserer Verzweiflung versucht haben abgepumpte Mumi mit der Flasche zu füttern. Jedoch machte unsere Tochter den Eindruck nichts damit anfangen zu wissen, kaute etwas auf dem Sauger herum, trank jedoch nicht. Schnuller hat sie seit ihrer 7. Lebenswoche, jedoch immer wohl dosiert und nun seit 14 Tagen so gut wie ganz weggelassen.
Wie wir mit dem Stillstreik umgehen bzw. was wir schon versucht haben:
Stillen im Gehen, in der Badewanne, unterschiedliche Positionen, im Dunkeln, weißes Rauschen laufen lassen, ohne Druck einfach oben ohne gemeinsam im Bett spielen, bei absoluter Ruhe, MSR anregen mit Wärme, Brustmassage, Zahnungsgel oder kühlender Beissring vor dem Stillen
Ich danke euch, wenn ihr bis hierhin gelesen habt und hoffe so sehr, dass jemand noch einen Tipp für uns hat.
Langsam bin ich wirklich sehr verzweifelt und habe das Gefühl, meiner Tochter nichts Gutes zu tun, indem ich am Stillen so sehr festhalte. Sie ist eigentlich ein sehr aufgewecktes und interessiertes Kind und es ist furchtbar wie verzweifelt sie scheint, sobald es ums Stillen geht.
Herzlichen Dank euch und ganz liebe Grüße
Sonnenschein
Schon länger lese hier mit und wende mich nun auch mit unserem Problem an euch und hoffe sehr, dass mir jemand weiterhelfen kann. Leider ist unsere Still-Geschichte bereits etwas lange, deshalb beantworte ich zuerst einmal die wichtigsten Fragen:
Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Mädchen
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Nein, seit der 8. Lebenswoche nicht mehr.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Vor dem Stillstreik hat unsere Tochter unter Tags alle 2 Stunden getrunken, ca. für 8-10minuten, mal nur eine und mal beide Brüste. Nachts kam sie ca. 3-4 mal.
Unter Tags haben wir im Stillstreik gar keinen Rhytmus, alles hängt davon ab ob sie einmal im Halbschlaf halbwegs gut getrunken hat, kurz getrunken hat oder gar nicht. Es kommt definitiv oft vor, dass sie 3 Stunden gar nicht an die Brust geht und sie zeigt Hunger auch nicht wirklich an, außer durch Unruhe. Nachts trinkt sie nun seit Wochen fast stündlich, teils alle 2 Stunden.
Unsere Tochter schläft 3-5x täglich, alle 2-3 Stunden für 30 Min. bis 2 Stunden. Meist ist nur ein langer Schlaf dabei, die häufigsten dauern ca. 45 Minuten.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Stuhlgang hat sie meist 1-2 mal am Tag, manchmal auch einen Tag gar nicht. Die nassen Windeln sind derzeit unter Tags weniger, wenn auch nach wie vor 4-5. Nachts läuft sie aber regelmäßig aus, was vor dem Stillstreik nie der Fall war.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Stillen mit Stillhütchen, grenzwertiger gewichtsverlust, Zufütterung
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller? Flasche seit der 8. Lebenswoche nicht mehr, Schnuller ja
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Waren wir, leider hat keiner mehr einen Rat für uns.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Keine
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Erstes Kind
Meine Tochter ist nun 19 Wochen alt und wir hatten bereits einen schwierigen Stillstart. Wegen beginnender Gelbsucht und ihrer Abnahme von fast 10% fütterten wir ab Tag 3 zu, erreichten aber dann das Vollstillen zumindest bis ihr Bedarf stieg, mussten dann nochmals zufüttern bis wir seit ihrer 9. Lebenswoche seither stets ausschließlich gestillt haben. Die ersten 4 Wochen stillten wir mit Stillhütchen, da ich Flachwarzen habe und sie sich schwer tat das Vakuum zu halten.
Um das Alter von ca. 2 1/2 Monaten begann sie teils sehr unruhig beim Stillen zu sein und teilweise auch die Brust anzuschreien. Mal wurde es phasenweise wieder etwas besser, mal wieder schlechter.
Seit ca. 6 Wochen ist das stillen unter Tags immer mehr ein Drama- sie schreit wenn ich sie in Stillposition bringe, dockt mal kurz an und dockt schreiend ab oder trinkt 1-2 Minuten und dockt dann wieder ab (schreiend oder auch nicht) und will nicht mehr weiter trinken.
Eine Zeit lang hat das Stillen noch am ehesten während dem herumgehen geklappt, dann nur mehr im Liegen, mittlerweile ist auch das meist sehr schwierig. Im Halbschlaf und Nachts trinkt sie völlig problemlos, jedoch seit Wochen fast stündlich. Stillen unterwegs ist eigentlich nicht möglich, weshalb wir meist versuchen nicht länger als 2-3 Stunden unterwegs zu sein. Ihr üblicher Stillabstand waren tagsüber alle 2 - 2 1/2 Stunden.
Wir haben bereits einiges ausprobiert und auch eine Stillberaterin, Hebamme und Kinderärztin kontaktiert, jedoch leider erfolglos. Auch bei einem Osteopath waren wir bereits 2mal, dieser konnte nichts feststellen.
Verdacht bestand auf zu viel Milch (da sie wenn sie trank oft das Vakuum nicht halten konnte, schnalzende Geräusche machte und die Milch teilweise stark herausspritze), woraufhin ich Bockshornklee welchen ich bis dahin genommen habe auf 1/3 der ursprünglichen Dosis reduziert habe. Kurze Zeit hatte ich das Gefühl einer Verbesserung, jedoch hielt diese nur 3 Tage an.
Die Kinderärztin hat den Verdacht auf (stillen) Reflux geäußert, jedoch haben hoch lagern, länger auf dem Arm haben nach dem Stillen (wenn es einmal im Wachzustand klappt) und auch die Gabe von Aptamil Anti Reflux nichts bewirkt.
Das einzig beruhigende ist, dass meine Tochter gut an Gewicht zulegt und bereits knapp 7 Kilo hat, Geburtsgewicht waren 3 Kilo. Die genauen Gewichtsdaten poste ich natürlich noch.
Flasche hat sie seit ihrer 8.Lebenswoche keine mehr bekommen, bis gestern, als wir nun in unserer Verzweiflung versucht haben abgepumpte Mumi mit der Flasche zu füttern. Jedoch machte unsere Tochter den Eindruck nichts damit anfangen zu wissen, kaute etwas auf dem Sauger herum, trank jedoch nicht. Schnuller hat sie seit ihrer 7. Lebenswoche, jedoch immer wohl dosiert und nun seit 14 Tagen so gut wie ganz weggelassen.
Wie wir mit dem Stillstreik umgehen bzw. was wir schon versucht haben:
Stillen im Gehen, in der Badewanne, unterschiedliche Positionen, im Dunkeln, weißes Rauschen laufen lassen, ohne Druck einfach oben ohne gemeinsam im Bett spielen, bei absoluter Ruhe, MSR anregen mit Wärme, Brustmassage, Zahnungsgel oder kühlender Beissring vor dem Stillen
Ich danke euch, wenn ihr bis hierhin gelesen habt und hoffe so sehr, dass jemand noch einen Tipp für uns hat.
Langsam bin ich wirklich sehr verzweifelt und habe das Gefühl, meiner Tochter nichts Gutes zu tun, indem ich am Stillen so sehr festhalte. Sie ist eigentlich ein sehr aufgewecktes und interessiertes Kind und es ist furchtbar wie verzweifelt sie scheint, sobald es ums Stillen geht.
Herzlichen Dank euch und ganz liebe Grüße
Sonnenschein