Kindergeburtstag Manöverkritik
Verfasst: 28.08.2022, 19:45
Hallo ihr lieben,
wir haben gestern den Kindergeburtstag unserer 7 jährigen Tochter gefeiert und es ist stellenweise ziemlich schief gegangen. Seitdem Frage ich mich woran es gelegen hat... Vorbereitung? Inhalt? Oder einfach Pech mit Gästen? Wie kann man es nächstes Jahr besser machen und wie zur Hölle schaffen Erzieher das?
Also erst Mal die Rahmenbedingungen... Unsere Tochter hat eine sehr heterogene Gruppe eingeladen. Jungs und Mädchen, Laute und leise Kinder, alter zwischen 7 und 9. Insgesamt 6 Gäste, meine Tochter und ihre Schwester.
Geplant war erst Geschenke, dann Kuchen, dann Freispiel (hatte Knicklichter für die immer geliebte Dunkelparty besorgt), dann Schatzsuche. Auf der Schatzsuche Stöcker im Wald sammeln, dann Marshmallows, Stockbrot, Würstchen über dem Feuer und dabei Freispiel im Garten/angrenzenden Spielplatz und ausklingen lassen.
Außerdem hatte ich noch modellierballons für Luftballon Tiere als Notfall Plan.
Ich fand den Plan gar nicht schlecht, aber schon die Dunkelparty war nach 5 Minuten vorbei weil es den einen zu laut und den anderen zu leise und den dritten zu langweilig war. Dann gab's ne 4er Mädchen Gruppe, die über abwesende Mädchen lästerte (hab ich beendet) und ne Jungsgruppe die lieber alleine in den Garten wollte und noch ne dritte Gruppe irgendwo.
Irgendwann hab ich dann die Schatzsuche gestartet, dabei gab's direkt Wiederstand a la "ich komm aber nicht mit". Als wir das überwunden hatten wurde sich entweder um die Hinweise und Aufgaben geprügelt oder völliges Desinteresse vorgetäuscht. Nachdem die Gruppe immer mehr zerfaserte hab ich nach der zweiten Station abgekürzt und direkt den Hinweis zum Schatz gegeben (geplant waren 6 Stationen auf 2,5km mit verschiedenen Aufgaben, sehr aufwendig vorbereitet....)
Beim Schatz haben alle Kinder möglichst viel der Süßigkeiten versucht an sich zu reißen, da bin ich einmal richtig laut geworden und habe durchgesetzt dass jeder erst Mal nur eine Sache bekommt und alles andere zurück gegeben werden muss. An diesem Punkt war ich schon sehr verzweifelt.
Das restliche Programm lief dann deutlich besser. Es waren nicht immer alle zusammen unterwegs, aber es gab keine ganz großen Konflikte mehr. Den Schatz hab ich nachher fair auf Tüten verteilt. Nur krasse Lautstärke und viel Chaos, aber das gehört ja irgendwie dazu...
Also was war der Fehler? Mehr darauf achten die eingeladenen Kinder aufeinander abzustimmen? Das Grundstück nicht verlassen (aber was sonst zur Beschäftigung)? Letztes Jahr hatten wir fast die gleichen Kinder mit so üblichen Partyspielen (Topfschlagen etc) und da hieß es immer: langweilig, ich mach nicht mit etc.
Nur eine kleine Gruppe und dafür was besonderes wie Übernachtung? Ich weiß aber nicht ob meine Tochter schon bereit ist von der "so viele Gäste wie alter" Regel abzurücken. Sie hat auch einfach sehr viele Freunde und versteht sich mit fast allen gut (deshalb auch so heterogene Gäste).
Auslagern? Kino, Freizeit park? Teuer, aufwendig und irgendwie denke ich immer das muss doch anders gehen....
Oder sind wir einfach unfähig? Die OGS Erzieher haben ja jeden Tag eine deutlich größere Gruppe....
Ich schicke es Mal ab, vielleicht fällt euch schon was ein. Vielleicht will sich ja auch jemand mit einer eigenen Geschichte dran hängen. Das Feedback der anderen Eltern bisher war übrigens positiv, aber ob die Kinder das wirklich so empfunden haben?
wir haben gestern den Kindergeburtstag unserer 7 jährigen Tochter gefeiert und es ist stellenweise ziemlich schief gegangen. Seitdem Frage ich mich woran es gelegen hat... Vorbereitung? Inhalt? Oder einfach Pech mit Gästen? Wie kann man es nächstes Jahr besser machen und wie zur Hölle schaffen Erzieher das?
Also erst Mal die Rahmenbedingungen... Unsere Tochter hat eine sehr heterogene Gruppe eingeladen. Jungs und Mädchen, Laute und leise Kinder, alter zwischen 7 und 9. Insgesamt 6 Gäste, meine Tochter und ihre Schwester.
Geplant war erst Geschenke, dann Kuchen, dann Freispiel (hatte Knicklichter für die immer geliebte Dunkelparty besorgt), dann Schatzsuche. Auf der Schatzsuche Stöcker im Wald sammeln, dann Marshmallows, Stockbrot, Würstchen über dem Feuer und dabei Freispiel im Garten/angrenzenden Spielplatz und ausklingen lassen.
Außerdem hatte ich noch modellierballons für Luftballon Tiere als Notfall Plan.
Ich fand den Plan gar nicht schlecht, aber schon die Dunkelparty war nach 5 Minuten vorbei weil es den einen zu laut und den anderen zu leise und den dritten zu langweilig war. Dann gab's ne 4er Mädchen Gruppe, die über abwesende Mädchen lästerte (hab ich beendet) und ne Jungsgruppe die lieber alleine in den Garten wollte und noch ne dritte Gruppe irgendwo.
Irgendwann hab ich dann die Schatzsuche gestartet, dabei gab's direkt Wiederstand a la "ich komm aber nicht mit". Als wir das überwunden hatten wurde sich entweder um die Hinweise und Aufgaben geprügelt oder völliges Desinteresse vorgetäuscht. Nachdem die Gruppe immer mehr zerfaserte hab ich nach der zweiten Station abgekürzt und direkt den Hinweis zum Schatz gegeben (geplant waren 6 Stationen auf 2,5km mit verschiedenen Aufgaben, sehr aufwendig vorbereitet....)
Beim Schatz haben alle Kinder möglichst viel der Süßigkeiten versucht an sich zu reißen, da bin ich einmal richtig laut geworden und habe durchgesetzt dass jeder erst Mal nur eine Sache bekommt und alles andere zurück gegeben werden muss. An diesem Punkt war ich schon sehr verzweifelt.
Das restliche Programm lief dann deutlich besser. Es waren nicht immer alle zusammen unterwegs, aber es gab keine ganz großen Konflikte mehr. Den Schatz hab ich nachher fair auf Tüten verteilt. Nur krasse Lautstärke und viel Chaos, aber das gehört ja irgendwie dazu...
Also was war der Fehler? Mehr darauf achten die eingeladenen Kinder aufeinander abzustimmen? Das Grundstück nicht verlassen (aber was sonst zur Beschäftigung)? Letztes Jahr hatten wir fast die gleichen Kinder mit so üblichen Partyspielen (Topfschlagen etc) und da hieß es immer: langweilig, ich mach nicht mit etc.
Nur eine kleine Gruppe und dafür was besonderes wie Übernachtung? Ich weiß aber nicht ob meine Tochter schon bereit ist von der "so viele Gäste wie alter" Regel abzurücken. Sie hat auch einfach sehr viele Freunde und versteht sich mit fast allen gut (deshalb auch so heterogene Gäste).
Auslagern? Kino, Freizeit park? Teuer, aufwendig und irgendwie denke ich immer das muss doch anders gehen....
Oder sind wir einfach unfähig? Die OGS Erzieher haben ja jeden Tag eine deutlich größere Gruppe....
Ich schicke es Mal ab, vielleicht fällt euch schon was ein. Vielleicht will sich ja auch jemand mit einer eigenen Geschichte dran hängen. Das Feedback der anderen Eltern bisher war übrigens positiv, aber ob die Kinder das wirklich so empfunden haben?